Kap. 1 In Erwartung der Wiederkunft Christi
     Einführender Ausblick auf das Heilsgeschehen
     Hoffnungen und Erwartungen
     Biblische Verheißungen
     Erfüllte Vorzeichen

Kap. 2 Die Morgenröte der Dritten Zeit
     Die erste Kundgabe
     Botschaften und Hinweise in aller Welt
     Das Wirken Elia's als Wegbereiter  des Herrn

Kap. 3 Die Geistige Sonne der Wiederkunft Christi
     Das Kommen des Herrn
     Aller Augen werden Mich schauen

Kap. 4 Die Unterweisung durch Göttliche Kundgaben
     Die Quelle der Kundgaben
     Die Offenbarungsorte und Empfänger der Kundgaben
     Die Übermittlung Göttlicher Kundgaben
     Die Form der Kundgaben
     Die Gegenwart jenseitiger Wesenheiten bei den Unterweisungen Christi
     Die zeitliche Begrenzung  der Kundgaben

Kap. 5 Der Grund für die neue Gottesoffenbarung
     Der Erlösungswille Gottes
     Die Beseitigung von Irrtümern und veräußerlichten Kultformen
     Aufklärung über das wahre Leben
     Die Entwicklung, Vergeistigung und Erlösung des Menschen

Kap. 6 Das Dritte Testament und das Große Buch des Lebens
     Das Buch der Liebe, der Wahrheit und Weisheit Gottes
     Das Verhältnis zwischen der Geistlehre und Jesu Lehre
     Die Auseinandersetzungen um des neuen Wortes willen
     Das Große Buch des Wahren Lebens

Kap. 7 Wirkung und Bedeutung der Geistlehre
     Die Wirkung der Kundgaben
     Erkenntnis und Hoffnung aus dem neuen Wort
     Die Kraft des Gotteswortes
     Reaktionen von Theologen und  Materialisten
     Die Wirkung der Geistlehre
     Die Bedeutung des neuen  Offenbarungswortes

Kap. 8 Die neuen Gemeinden Christi, Jünger, Apostel, Gottgesandte
     Licht und Schatten in den Offenbarungsgemeinden
     An die Hörer gerichtete Mahnworte bezüglich des Geistwerkes
     Wahre Jüngerschaft, neue Apostel
     Die Gottgesandten in aller Welt  und zu allen Zeiten




I  DIE WIEDERKUNFT CHRISTI - DRITTE OFFENBARUNGSZEIT

Kapitel 1 - In Erwartung der Wiederkunft Christi

Einführender Ausblick auf das Heilsgeschehen

1. Im Anfang der Zeiten fehlte es der Welt an Liebe. Die ersten Menschen waren weit davon entfernt, jene Göttliche Kraft zu fühlen und zu verstehen – jene Essenz des Geistes, Ursprung alles Geschaffenen.

2. Sie glaubten an Gott, aber sie sprachen Ihm nur Macht und Gerechtigkeit zu. Die Menschen glaubten die Göttliche Sprache durch die Elemente der Natur zu begreifen; daher dachten sie, wenn sie diese milde und friedvoll sahen, dass der Herr mit den Werken der Menschen einverstanden war; doch wenn die Naturkräfte entfesselt waren, meinten sie, darin den Zorn Gottes zu erkennen, der sich in dieser Form kundgab.

3. Im Herzen der Menschen hatte sich die Vorstellung eines furchtbaren Gottes gebildet, welcher Zorn und das Gefühl der Rache in sich trug. Wenn sie daher glaubten, Gott beleidigt zu haben, boten sie Ihm Brandopfer und Opfergaben an in der Hoffnung, Ihn zu versöhnen.

4. Ich sage euch, dass jene Opfergaben nicht von der Liebe zu Gott inspiriert waren: es war die Furcht vor der Göttlichen Gerechtigkeit, die Angst vor Strafe, die die ersten Völker dazu trieb, ihrem Herrn Tribute zu entrichten.

5. Den Göttlichen Geist nannten sie einfach Gott, aber niemals Vater oder Meister.

6. Es waren die Patriarchen und ersten Propheten, die dem Menschen begreiflich zu machen begannen, dass Gott zwar Gerechtigkeit war- ja, aber vollkommene Gerechtigkeit, dass er vor allem Vater war und als Vater alle seine Geschöpfe liebte.

7. Schritt für Schritt wanderte die Menschheit langsam auf dem Weg zu ihrer geistigen Entwicklung und setzte ihre Pilgerreise fort, wechselte von einem Zeitalter in ein anderes und lernte durch die Offenbarungen, die Gott seinen Kindern zu allen Zeiten gab, etwas mehr vom Göttlichen Geheimnis kennen.

8. Dennoch erlangte der Mensch keine volle Erkenntnis der Göttlichen Liebe; denn er liebte Gott nicht wirklich wie einen Vater, noch vermochte er in seinem Herzen die Liebe zu fühlen, die sein Herr ihm allezeit entgegenbrachte

9. Es war notwendig, dass die vollkommene Liebe Mensch wurde, dass das »Wort« inkarnierte und einen für die Menschen berührbaren und sichtbaren Körper annahm; damit diese endlich erführen, wie sehr und auf welche Weise Gott sie liebte.

10. Nicht alle erkannten in Jesus die Gegenwart des Vaters. Wie sollten sie ihn auch erkennen, da Jesus demütig, mitfühlend und liebevoll selbst zu denen war, die ihn beleidigten? Sie hielten Gott für stark und stolz gegenüber seinen Feinden, richtend und furchtbar für jene, die Ihn beleidigten.

11. Doch ebenso, wie viele jenes Wort ablehnten, glaubten ihm auch viele – jenem Wort, das bis ins Innerste des Herzens drang. Jene Art, Leiden und unheilbare Krankheiten nur mit einer Liebkosung, einem Blick unendlichen Mitleids, mit einem Wort der Hoffnung zu heilen. Jene Vaterweisung, die die Verheißung einer neuen Welt, eines Lebens voller Licht und Gerechtigkeit war, konnte aus vielen Herzen nicht mehr ausgelöscht werden, welche verstanden, dass jener göttliche Mensch die Wahrheit des Vaters war, die Göttliche Liebe Dessen, den die Menschen nicht kannten und daher nicht lieben konnten.

12. Der Same jener höchsten Wahrheit war für immer in das Herz der Menschheit gesät. Christus war der Sämann und er pflegt noch immer seine Saat. Hernach wird er seine Frucht einbringen und sich immerdar an ihr erfreuen. Dann wird er in seinem Worte nicht mehr sagen: "Ich habe Hunger" oder "Ich habe Durst", denn endlich werden ihn seine Kinder lieben, wie er sie seit Anbeginn geliebt hat.

13. Wer spricht zu euch über Christus, Jünger? Er selbst.

14. Ich bin es, das »Wort«, das aufs neue zu dir spricht, Menschheit. Erkennt Mich, zweifelt nicht an meiner Gegenwart wegen der Unscheinbarkeit, in der Ich Mich zeige. Bei Mir kann es keinen Hochmut geben.

15. Erkennt Mich an meinem damaligen Lebensweg auf der Welt, erinnert euch, dass Ich ebenso demütig starb wie Ich geboren worden war und gelebt hatte. (296, 4 - 16)


Hoffnungen und Erwartungen

16. Nach meinem Scheiden in der "Zweiten Zeit" wurde von Generation zu Generation meine Wiederkunft erwartet unter denen, die den Glauben an Mich bewahrten. Von Eltern auf die Kinder wurde die Göttliche Verheißung weitergegeben, und mein Wort erhielt die Sehnsucht lebendig, meine Rückkehr zu erleben.

17. Jede Generation glaubte die begnadete zu sein in der Erwartung, dass sich in ihr das Wort ihres Herrn erfüllen würde.

18. So verstrich die Zeit, und auch die Generationen vergingen, und aus den Herzen wurde meine Verheißung immer mehr verdrängt, und man vergaß, zu wachen und zu beten. (356,4 - 5)

19. Die Welt ist der Prüfung unterworfen, die Nationen fühlen die ganze Last meiner Gerechtigkeit, die auf sie fällt, und mein Licht, meine Stimme, die euch ruft, macht sich in der ganzen Menschheit fühlbar.

20. Die Menschen fühlen meine Gegenwart, nehmen meinen Universellen Strahl wahr, der herabfällt und auf ihnen ruht. Sie ahnen Mich, ohne dieses Werk1 zu kennen, ohne mein Wort gehört zu haben, und sie erheben ihre Seelen* zu Mir, um Mich zu fragen: "Herr, in welcher Zeit leben wir? Diese Heimsuchungen und Leiden, die die Menschen getroffen haben - was bedeuten sie, Vater? Vernimmst Du etwa nicht das Klagen dieser Welt? Hast Du nicht gesagt, dass Du wiederkommen würdest? Wann wirst Du denn kommen, o Herr? Und in jeder Glaubensgruppe und Religionsgemeinschaft erhebt sich der Geist meiner Kinder, und sie suchen Mich, bitten Mich, fragen Mich und erwarten Mich. (222,29)


1 Die Offenbarungen Christi bei seiner Wiederkunft im Wort, in geistiger Form, die im Jahre 1866 in Mexiko durch den Wegbereiter Elia ihren Anfang nahm
*
Der Begriff  Seele kommt sehr häufig vor. Auf die Problematik der Übersetzer – auch bei den ersten 5 Einzelbänden im "Buch des wahren Lebens" – wurde bereits im Vorwort hingewiesen. Grund ist der im spanischen einheitlich verwendete Begriff  "Espíritu", sowohl für Seele statt "Alma", als auch (richtig) für Geist. Obwohl schöpferisch die damit bezeichneten Wesenheiten unterschiedliche Entstehungen und Aufgaben erhielten, bilden sie eine untrennbare Einheit, sobald sie sich im inkarnierten Menschen "treffen", bis hin zur verheissenen Ewigkeit. Eine Abhandlung im Anhang des zweiten Bandes in deutscher Sprache, befasst sich ausführlich mit dieser Thematik. Für die einmal vereinigten beiden Wesenheiten, wurde daher der Begriff "Geistseele" als treffend empfunden.

21. Die Menschen befragen Mich und sagen Mir: "Herr, wenn Du existierst, warum offenbarst Du Dich nicht unter uns, obwohl Du zu anderen Zeiten bis in unsere Erdenwelt herabgekommen bist? Warum kommst Du heute nicht? Ist unsere Gottlosigkeit jetzt so groß, dass sie Dich hindert, uns zu Hilfe zu kommen? Immer hast Du den Verlorenen, den »Blinden«, den »Aussätzigen« gesucht - jetzt ist die Welt voll von ihnen. Erregen wir nicht mehr Dein Mitgefühl?

22. Du hast zu Deinen Aposteln gesagt, dass Du zu den Menschen zurückkehren würdest und dass Du Zeichen Deines Kommens geben würdest, die wir nun zu sehen glauben. Warum zeigst Du uns nicht Dein Angesicht?"

23. Seht, so warten die Menschen auf Mich, ohne zu fühlen, dass Ich unter ihnen bin. Ich bin vor ihren Augen, und sie sehen Mich nicht; Ich spreche zu ihnen, und sie hören meine Stimme nicht; und wenn sie Mich endlich für einen Augenblick schauen, leugnen sie Mich. Aber ich gebe weiterhin Zeugnis von Mir, und die auf Mich hoffen, werde Ich fernerhin erwarten.

24. Doch wahrlich, die Zeichen meiner Offenbarung in dieser Zeit sind groß gewesen, selbst das Blut der Menschen, in Strömen vergossen und die Erde tränkend, hat die Zeit meiner Gegenwart unter euch als Heiliger Geist angezeigt. (62,27 - 29)

25. Niemand sollte von meiner Gegenwart überrascht sein. Schon durch Jesus zeigte Ich euch die Ereignisse an, die meine Kundgebung als Geist der Wahrheit ankündigen würden. Auch sagte Ich euch, dass mein Kommen im Geiste geschehen würde, damit niemand materielle Manifestationen erwarten sollte, die niemals kommen werden.

26. Betrachtet das jüdische Volk, wie es noch immer den Messias erwartet, ohne dass dieser in der Form kommt, die sie erwarten, weil der Wahre bereits bei ihnen war und sie Ihn nicht erkannten.

27. Menschheit, willst du meine neue Offenbarung nicht anerkennen, um Mich weiterhin gemäß deiner Glaubensvorstellung zu erwarten und nicht dem entsprechend, was Ich dir verhieß? (99,2)

28. Die Welt soll keinen neuen Messias erwarten. So wie ich wiederzukommen versprach, habe Ich euch auch wissen lassen, dass mein Kommen geistig sein würde; doch die Menschen haben sich nie vorzubereiten verstanden, um Mich zu empfangen.

29. Damals zweifelten die Menschen daran, dass Gott in Jesus verborgen sein könnte, den sie für einen Menschen wie alle anderen hielten und für so armselig wie nur irgendeinen. Dennoch kamen die Menschen später in Anbetracht der machtvollen Werke Christi zu der Überzeugung, dass in jenem Menschen, der auf der Welt geboren wurde, heranwuchs und starb, das »Wort« Gottes war. Doch in der heutigen Zeit würden viele Menschen mein Kommen nur dann bejahen, wenn Ich wie in der Zweiten Zeit als Mensch käme.

30. Die Beweise dafür, dass Ich im Geiste komme und Mich so der Menschheit kundtue, werden trotz der Zeugnisse nicht von allen anerkannt werden, denn der Materialismus wird wie eine dunkle Binde vor den Augen mancher sein.

31. Wieviele möchten Christus noch einmal leiden sehen auf der Welt und von Ihm ein Wunder empfangen, um an seine Gegenwart oder an sein Dasein zu glauben. Doch wahrlich, Ich sage euch, auf dieser Erde wird es keine Krippe mehr geben, die Mich als Menschen geboren werden sieht, noch ein weiteres Golgatha, das Mich sterben sieht. Nun werden Mich alle, die zum wahren Leben auferstehen, in ihrem Herzen geboren werden fühlen, ebenso wie Mich alle, die hartnäckig in der Sünde verharren, in ihren Herzen werden sterben fühlen. (88,27 - 29)

32. Seht, wieviele Menschen in dieser Zeit die Schriften vergangener Zeiten erforschen, über die Propheten nachdenken und die Verheißungen zu erfassen versuchen, die Christus über seine Wiederkunft machte.

33. Hört, wie sie sagen: "Der Meister ist nahe" - "Der Herr ist schon da", oder: "Er wird bald kommen", und hinzufügen: "Die Zeichen seiner Rückkehr sind klar und offensichtlich."

34. Die einen suchen und rufen Mich, andere fühlen meine Gegenwart, wieder andere ahnen mein Kommen im Geiste.

35. Ach, wenn doch schon in allen jener Durst nach Erkenntnissen wäre, wenn doch alle jenes Verlangen nach Kenntnis der höchsten Wahrheit hätten! (239,68 - 71)

36. Seht, wie die Menschen in allen Konfessionen und Sekten die Zeit, das Leben und die Geschehnisse durchforschen in der Hoffnung, die Zeichen zu entdecken, die mein Kommen ankündigen. Es sind Unwissende, die nicht wissen, dass Ich Mich schon seit langer Zeit kundtue und dass in Kürze diese Art der Kundgabe enden wird.

37. Aber Ich sage euch auch dies, dass viele von denen, die Mich mit soviel Sehnsucht erwarten, Mich nicht erkennen würden, wenn sie die Art und Weise, in der Ich Mich kundtue, miterleben würden, vielmehr würden sie Mich rundweg ablehnen.

38. Zu ihnen werden nur die Zeugnisse gelangen, und durch diese werden sie doch noch glauben, dass Ich unter meinen Kindern gewesen bin.

39. Auch ihr habt Mich innerlich mit Ungeduld erwartet; doch ich wußte, dass ihr Mich erkennen und zu meinen Arbeitern in dieser Zeit gehören würdet. (255,2 - 4)


Biblische Verheißungen

40. In meiner Offenbarung durch Jesus kündigte Ich euch das Kommen des Heiligen Geistes an, und die Menschen glaubten, dass es sich um eine Gottheit handle, die - von ihnen unerkannt - sich in Gott befinde, ohne begreifen zu können, dass, wenn Ich vom Heiligen Geiste sprach, Ich zu euch von dem alleinigen Gott sprach, welcher die Zeit vorbereitete, in der er sich den Menschen über das menschliche Verstandesvermögen kundtun würde. (8,4)

41. Warum sollte irgend jemand überrascht sein angesichts meiner neuen Offenbarungen? Wahrlich, Ich sage euch, die Patriarchen der alten Zeiten hatten bereits Kenntnis vom Kommen dieses Zeitalters, die Seher anderer Epochen hatten es geschaut und die Propheten kündigten es an. Es war ein Göttliches Versprechen, das den Menschen gegeben worden war, lange bevor Ich in Jesus zur Welt kam.

42. Als Ich Meinen Jüngern Mein erneutes Kommen ankündigte und ihnen die Art und Weise mitteilte, in der Ich Mich den Menschen kundgeben würde, war schon viel Zeit vergangen, seit euch das Versprechen gegeben worden war.

43. Jetzt habt ihr den Ablauf jener Zeit vor Augen, hier gehen jene Prophezeiungen in Erfüllung. Wer kann davon überrascht sein? Nur die, die in der Finsternis2 geschlafen haben, oder jene, die meine Verheißungen in sich ausgelöscht haben. (12,97 - 99)


2 Der Begriff »Finsternis« hat hier und anderenorts die Bedeutung von »Erkenntnislosigkeit«, »Unwissenheit«, während »Licht« im gegenteiligen Sinne als Sinnbild für »Erkenntnis«, »Erleuchtung« verwendet wird.

44. Da Ich wußte, dass ihr euch nur wenig in meine Lehren vertiefen würdet, und Ich die Irrtümer voraussah, denen ihr bei der Auslegung meiner Offenbarungen anheimfallen würdet, kündigte Ich euch meine Rückkehr an, indem Ich euch sagte, dass Ich euch den Geist der Wahrheit senden würde, damit er viele Geheimnisse aufkläre und euch das erläutere, was ihr nicht verstanden habt.

45. Denn im Kern meines prophetischen Wortes gab Ich euch bekannt, dass Ich in dieser Zeit nicht wie auf dem Sinai unter Blitz und Donner kommen würde, noch dass Ich Mensch würde und meine Liebe und meine Worte vermenschlichen würde wie in der "Zweiten Zeit", sondern dass Ich im Strahl meiner Weisheit zu eurem Geiste kommen würde, euren Verstand mit dem Lichte der Inspiration überraschen und an den Türen eurer Herzen mit einer Stimme rufen würde, die euer Geist versteht. Jene Voraussagen und Verheißungen gehen eben jetzt in Erfüllung.

46. Es genügt, euch ein wenig vorzubereiten, um mein Licht zu schauen und die Gegenwart meines Geistes zu fühlen - desselben, der euch ankündigte, dass er kommen würde, euch zu lehren und die Wahrheit zu enthüllen. (108,22 - 23)

47. Es gibt viele, die aus Furchtsamkeit oder aus Mangel an Fleiß sich nicht entwickelt haben und nur das Gesetz Moses befolgen, ohne das Kommen des Messias anzuerkennen, und andere, die, obwohl sie an Jesus glauben, den verheißenen Tröster-Geist dennoch nicht erwartet haben. Nun bin Ich zum dritten Mal herniedergekommen und sie haben Mich nicht erwartet.

48. Die Engel haben diese Offenbarungen angekündigt, und ihr Ruf hat den Raum erfüllt. Habt ihr sie erkannt? Es ist die Geistige Welt, die zu euch gekommen ist, um meine Gegenwart zu bezeugen. Alles, was geschrieben steht, wird in Erfüllung gehen. Die Zerstörung, die ausgelöst wurde, wird den Hochmut und die Eitelkeit des Menschen besiegen, und dieser - demütig geworden - wird Mich suchen und Mich Vater nennen. (179,38 - 39)

49. Folgendes sagte Ich euch in damaliger Zeit: "Was Ich euch gesagt habe, ist nicht alles, was Ich euch lehren muß. Damit ihr alles erfahrt, muß Ich zuerst hinweggehen und euch den Geist der Wahrheit senden, damit er alles erklärt, was Ich gesagt und getan habe. Ich verspreche euch den Tröster in den Zeiten der Prüfung." Doch jener Tröster, jener Erklärer, bin Ich selbst, der zurückkehrt, um euch zu erleuchten und euch zu helfen, die vergangenen Unterweisungen und diese neue zu verstehen, die Ich euch jetzt bringe. (339,26)

50. In der Weisheit ist der Heilbalsam und der Trost, den euer Herz ersehnt. Deshalb verhieß Ich euch einst den Geist der Wahrheit als Geist des Trostes. Aber es ist unerlässlich, Glauben zu haben, um nicht auf dem Wege stehenzubleiben, noch Furcht zu fühlen angesichts der Prüfungen. (263,10 - 11)


Erfüllte Vorzeichen

51. Wenige sind der Menschen, die die Zeichen dafür erkennen, dass ein neues Zeitalter angebrochen ist und dass Ich Mich derzeit der Menschheit geistig offenbare. In ihrer Mehrheit widmen sie ihr Leben und ihre Bemühungen dem materiellen Fortschritt, und in diesem rücksichtslosen und zuweilen blutigen Kampfe zur Erlangung ihrer Ziele leben sie wie Blinde, verlieren sie die Richtung, wissen sie nicht mehr, was sie erstreben, können sie den hellen Schein der neuen Morgenröte nicht sehen, nehmen sie die Zeichen nicht wahr und sind weit davon entfernt, sich die Kenntnis meiner Offenbarungen anzueignen.

52. Diese Menschheit hat mehr an die Lehren und die Worte der Menschen geglaubt als an die Offenbarungen, die Ich ihr über die Zeiten hin gewährt habe. Wartet ihr etwa darauf, dass der Vater in seiner Gerechtigkeit euch noch größere Zeichen schickt als die, die ihr auf Schritt und Tritt erblickt, damit ihr spürt und glaubt, dass dies die für meine Kundgebung als Geist der Wahrheit vorausgesagte Zeit ist? Ach ihr kleingläubigen Menschen! Jetzt werdet ihr begreifen, Jünger, weshalb Ich euch zuweilen sage, dass meine Stimme in der Wüste ruft, weil es niemanden gibt, der sie vernimmt und wirklich beachtet. (93, 27 - 28)

53. Damit alle Menschen der Erde der Wahrheit dieser Botschaft Glauben schenken können, habe Ich bewirkt, dass jene in alten Zeiten prophezeiten Zeichen auf dem ganzen Erdkreis spürbar waren - Prophezeiungen, die von meiner Wiederkunft sprachen.

54. Daher werden die Menschen, wenn diese Gute Botschaft zu den Nationen gelangt, alles erforschen und untersuchen, was in diesen Zeiten zu ihnen gesprochen wurde, und überrascht und freudig werden sie entdecken, dass alles, was bezüglich meiner Wiederkunft angekündigt und verheißen wurde, getreulich in Erfüllung gegangen ist, wie es Jenem entspricht, der nur einen Willen, ein Wort und ein Gesetz hat. (251,49)

55. In der "Zweiten Zeit"3 kündigte Ich meinen Aposteln meine neue Offenbarung an, und als sie Mich fragten, welche Zeichen jene Zeit ankündigen würden, kündigte Ich ihnen eines nach dem anderen an, wie auch die Beweise, die Ich ihnen geben würde.


3 Die Heilsgeschichte wird von Christus in 3 große Abschnitte, Zeitalter oder "Zeiten" unterteilt, wobei die "Zweite Zeit" jene der Gottesoffenbarung durch Jesus und die Zeit danach ist (Näheres siehe Kapitel 38)

56. Die Vorzeichen sind bis zum letzten erschienen, sie verkündeten, dass dies die von Jesus vorausgesagte Zeit ist, und nun frage Ich euch: Wenn diese geistige Kundgebung, an der Ich euch teilhaben lasse, nicht Wahrheit wäre - warum ist dann Christus nicht (in der von den Gläubigen erwarteten Form) erschienen, obwohl die Zeichen eintrafen? Oder glaubt ihr, dass der Versucher auch Macht über die ganze Schöpfung und über die Naturgewalten hat, um euch zu betrügen?

57. Ich habe euch einst gewarnt, damit ihr nicht der Verführung falscher Propheten, falscher Christusse und falscher Erlöser erliegt. Doch heute sage Ich euch, dass der inkarnierte Geist aufgrund seiner Entwicklung, seiner Erkenntnis und Erfahrung soweit erwacht ist, dass es nicht leicht ist, ihm Finsternis als Licht anzubieten, soviel Blendwerk diese auch zur Verfügung hat.

58. Darum habe Ich euch gesagt: Bevor ihr euch diesem Weg in blindem Glauben überlaßt, prüft nach, soviel ihr wollt! Erkennt, dass dieses Wort für alle gegeben worden ist, und dass Ich Mir nie einen Teil davon nur für bestimmte Menschen vorbehalten habe. Seht, dass es in diesem Werke keine Bücher gibt, in denen Ich irgendeine Lehre vor euch geheimzuhalten suche.

59. Doch habe Ich euch in jener "Zweiten Zeit" durch den Mund meines Apostels Johannes auch gesagt: "So jemand meine Stimme hört und die Tür

auftut, werde Ich bei ihm einkehren und das Mahl mit ihm teilen und er mit Mir." Ebenso lehrte Ich euch das Gleichnis von den Jungfrauen, damit ihr es in dieser Zeit beherzigen würdet. (63,79 - 80)

60. Da die Vorzeichen und die Heimsuchungen eingetroffen sind und Ich weder in der Synagoge noch in irgendeiner Kirche erschienen bin - ahnt da die Welt nicht, dass Ich Mich gegenwärtig an irgendeinem Ort offenbaren muß, da Ich nicht gegen mein Wort verstoßen kann? (81,41)


 

Kapitel 2 - Die Morgenröte der Dritten Zeit

Die erste Kundgabe

1. Dies ist ein Tag der Erinnerung: an einem Datum wie heute weihte Ich meine ersten Stimmträger, um durch sie meine neuen Weisungen und meine neuen Offenbarungen kundzutun. Der Geist Elia's durchstrahlte Roque Rojas 4, um euch an den Weg zu erinnern, welcher das Gesetz Gottes ist.


4 Der Name dieses ersten Stimmträgers wird »Roke Rochas« ausgesprochen

2. Der Augenblick war feierlich, die Geist der Anwesenden erbebte vor Furcht und Wonne, so wie das Herz Israels am Berge Sinai erbebte, als das Gesetz verkündet wurde; wie die Jünger erbebten, die auf dem Berge Tabor die Verklärung Jesu sahen, als Mose und Elia geistig zur Rechten und zur Linken des Meisters erschienen.

3. Jener 1. September 1866 war die Geburt eines neuen Zeitalters, die Morgenröte eines neuen Tages: der "Dritten Zeit", die für die Menschheit anbrach.

4. Von jenem Zeitpunkt an sind unaufhörlich viele Prophezeiungen und viele Verheißungen in Erfüllung gegangen, die Gott den Menschen seit Tausenden von Jahren gegeben hat. Bei euch haben sie sich erfüllt, ihr Männer und Frauen, die ihr die Welt in dieser Zeit bewohnt. Welche von euch sind wohl auf Erden gewesen, als jene Prophezeiungen ausgesprochen und jene Verheißungen gemacht wurden? Ich allein weiß es; doch das Wesentliche ist, dass ihr wißt, dass Ich es euch versprach, und dass Ich es nun erfülle.

5. Wißt ihr von jener »Wolke«, auf der Mich meine Jünger auffahren sahen, als Ich Mich ihnen das letzte Mal kundgab? Denn wahrheitsgemäß steht geschrieben, dass Ich "auf der Wolke" zurückkommen würde, und Ich habe es erfüllt. Am 1. September 1866 kam mein Geist auf der symbolischen Wolke, um euch für den Empfang der neuen Unterweisung vorzubereiten. Hernach, im Jahre 1884, begann Ich euch meine Unterweisung zu geben.

6. Ich kam nicht als Mensch, sondern geistig, begrenzt in einem Lichtstrahl, um ihn auf einem menschlichen Verstandesvermögen ruhen zu lassen. Dies ist das durch meinen Willen erwählte Mittel, um in dieser Zeit zu euch zu sprechen, und Ich werde euch den Glauben, den ihr an dieses Wort habt, anrechnen.

7. Denn nicht Mose ist es, der euch durch die Wüste zum Gelobten Lande führt, noch Christus als Mensch, der euch sein Wort des Lebens als einen Weg zur Rettung und zur Freiheit hören lässt. Nun ist es die menschliche Stimme dieser Geschöpfe, die eure Ohren erreicht, und es ist erforderlich, sich zu vergeistigen, um die Göttliche Essenz zu entdecken, in der Ich gegenwärtig bin. Daher sage Ich euch, dass es verdienstvoll ist, dass ihr an dieses Wort glaubt, denn es wird durch unvollkommene Wesen gegeben. (236,46 - 50)

8. Im Jahre 1866 entstand die erste Gemeinde von Spiritualisten, Jüngern dieses Werkes. Unter dem Licht meines Geistes und von Elia belehrt , begannen jene ersten Schüler die Strahlen der Botschaft zu empfangen, die ihr nun, vor ihrem Abschluss, in Fülle empfangt. (255,10)

Botschaften und Hinweise in aller Welt

9. Elia, der zuerst kommen mußte, um den Weg des Herrn zu bereiten, gab sich zum ersten Mal 1866 durch das menschliche Verstandesvermögen kund. Wollt ihr nicht ein wenig Zeit darauf verwenden, die Zeichen und Ereignisse zu erforschen, die auf allen Gebieten eintraten und mit dem Zeitpunkt jener Kundgebung zusammenfielen? Wieder werden es jene Gelehrten sein, die die Sterne studieren und die in der Antike Magier genannt wurden, welche bezeugen werden, dass der Himmel Zeichen gegeben hat, welche Göttliche Rufe sind. (63,81)

10. Denkt nicht, dass an diesem Punkt der Erde, wo man dieses Wort vernimmt, der einzige Ort ist, wo Ich Mich bei meinen Kindern einstelle. Denn wahrlich, Ich sage euch, meine Kundgebung in unterschiedlichen Formen ist weltweit.

11. Elia, der sich unter euch kundtat als Wegbereiter meiner Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen, kam nicht nur zu diesem Land, wo ihr wohnt. Er ging von einem Ort der Erde zum anderen und kündigte die Neue Zeit an und verkündete das Nahen des Himmelreiches.

12. Von allen Seiten erhoben sich Rufe, die euch meine Ankunft ankündigten: die erschütterte Natur bewegte die Erde, die Wissenschaft staunte angesichts neuer Offenbarungen, die Geistige Welt 5 stürzte sich auf die Menschen, und dennoch blieb die Menschheit taub gegenüber jenen Rufen, den Vorboten eines neuen Zeitalters.


5 Dieser Ausdruck bezieht sich auf die Bewohner der höheren jenseitigen Ebenen, die Lichtgeister der Geisterwelt Gottes

13. Eine Flut Göttlichen Lichtes fiel herab, um die Menschen aus ihrer Finsternis herauszuholen. Aber diese -selbstsüchtig und vermaterialisiert 6 , ferne davon, nach Vervollkommnung der Seele, nach sittlicher Verbesserung ihres Lebens auf der Erde zu streben- verwendeten jenes Licht nur, um sich Throne und Herrlichkeiten, Bequemlichkeiten und Vergnügungen für den Körper und -wenn sie es für nötig hielten- auch Waffen zu schaffen, um das Leben ihrer Mitmenschen zu vernichten. Ihre Augen waren von der Intensität meines Lichtes geblendet, und ihre Eitelkeit wurde ihnen zum Verderben. Aber Ich sage euch, dass sie durch eben dieses Licht die Wahrheit finden, den Weg entdecken und sich retten werden.


6 Dies bedeutet das Gegenteil von »vergeistigt«, also ein nur auf das Materielle und Körperliche bezogenes Leben und Denken des Menschen

14. Diejenigen, die dieses Licht in ihrem Verstande aufzunehmen vermochten und es als eine Göttliche Botschaft annahmen, ließen ihr Gewissen ihre Schritte lenken und ihrem Wirken zur Richtschnur dienen. Denn sie hatten die Vorahnung, dass der Herr wiedergekommen ist, und dass er bei den Menschen ist.

15. Die Vertreter der verschiedenen Sekten und Konfessionen wollten Mich nicht empfangen, ihr Herz, ihre Würde und ihre falsche Größe hinderte sie daran, Mich geistig anzunehmen. Deshalb haben sich auf der ganzen Erde Gruppen, Bruderschaften und Vereinigungen derer gebildet, die die Gegenwart der Neuen Zeit fühlen, die die Einsamkeit suchen, um zu beten und die Inspirationen des Herrn zu empfangen. (37,76 - 81)

16. Es gibt Religionsgemeinschaften, die sich auf meine Wiederkunft vorzubereiten trachten, ohne zu wissen, dass Ich bereits im Scheiden begriffen bin.

17. Ich rief alle, und in Wahrheit gelangte mein Ruf und das Gerücht, dass Ich Mich derzeit den Menschen kundtue, in alle Winkel der Erde, zusammen mit Zeugnissen und Beweisen, die von Mir sprechen: erneuerte Sünder, bekehrte Ungläubige, »Tote«, die auferstehen, unheilbar Kranke, die gesund werden, und Besessene, die sich von ihrem Übel befreien.

18. Aber Ich traf viele taub an, andere eitel geworden in ihrem irdischen Ansehen, und wieder andere zu furchtsam, um Meine Kundgebung als Geist der Wahrheit bekanntzumachen. Ich empfing und lehrte alle, die zu Mir kamen und auf Meine Liebe vertrauten. (239,17 - 19)

19. Aus anderen Ländern werden Menschenscharen zu diesem Volke kommen, die euch begierig über die geistigen Geschehnisse ausfragen werden, denen ihr in dieser Zeit beigewohnt habt, und auch über die Offenbarungen und Prophezeiungen, die Ich euch gegeben habe.

20. Denn in vielen Teilen der Welt hat man meine Botschaften empfangen, die besagen, dass mein Göttlicher Strahl an einem Ort im Westen herniedergekommen ist, um zur Menschheit dieser Zeit zu sprechen.

21. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, werdet ihr erleben, wie sie aus anderen Völkern und Nationen herbeikommen werden, um euch aufzusuchen. Dann werden die Männer der großen Konfessionen betroffen sein, dass nicht sie es sind, an die Ich Mich wandte. (276,45)

22. Wie wenig interessiert die Welt meine neue Manifestation! Wie wenige sind derer, die wachen und Mich erwarten, und wie viele sind es, die schlafen!

23. Über die, die in der Erwartung meiner leben, kann Ich euch sagen, dass nicht alle die tatsächliche Form meiner Gegenwart in dieser Zeit ahnen. Denn während manche unter dem Einfluß alter Glaubensvorstellungen meinen, dass Ich als Mensch zur Welt zurückkehre, glauben andere, dass Ich in irgendeiner für jedes Menschenauge sichtbaren Gestalt erscheinen muß, und sehr wenige nur erraten die Wahrheit und ahnen, dass mein Kommen geistig ist.

24. Während die einen sich fragen, welche Gestalt Ich annehmen werde, zu welcher Stunde oder an welchem Tage Ich Mich auf Erden zeigen werde und an welchem Ort Ich erscheinen werde, sagen andere, ohne an bestimmte Erscheinungsformen oder Zeitpunkte zu denken: "Der Meister ist bereits unter uns, sein Licht, welches sein Geist ist, umflutet uns".

25. Wenn diese Botschaft zu allen Herzen gelangt, wird es für die einen ein Augenblick des Jubels sein, weil sie in ihr alle ihre Vorahnungen und ihren Glauben bestätigt finden werden. Andere hingegen werden meiner Botschaft Wahrheit absprechen, weil sie sie nicht in Übereinstimmung mit dem finden, was sie glaubten, dass geschehen würde, und mit der Art und Weise, in der es sich offenbaren würde. (279,41 - 44)

Das Wirken Elias als Wegbereiter des Herrn

26. Ich ließ Elia in der "Dritten Zeit " 7 zurückkehren, und Ich als Meister hatte ihn in jener "Zweiten Zeit" angekündigt und gesagt: "Wahrlich, Elia ist unter euch gewesen, und ihr habt ihn nicht erkannt. Ich werde zur Welt zurückkehren, aber wahrlich, Ich sage euch: Vor Mir wird Elia da sein."


7
siehe Kapitel 38

27. Da jedes Wort des Meisters in Erfüllung geht, ist Elia in der "Dritten Zeit" vor Mir gekommen, um die Seelen zu erwecken, um sie ahnen zu lassen, dass die Stunde des Heiligen Geistes ihre Pforte auftat, um jeder Seele zu sagen, dass sie ihre Augen öffnen solle, dass sie sich zurüsten solle, um die Schwelle des Zweiten Zeitalters zur Dritten hin zu überschreiten. Damit die Kundgebung Elia's in dieser "Dritten Zeit" faßbarer wäre, ließ Ich ihn sich durch einen gerechten Mann kundtun: Roque Rojas.

28. Elia erleuchtete geistig, vom Jenseits aus, diesen Mann, inspirierte ihn, stärkte ihn und leitete ihn auf all seinen Wegen vom Anfang bis zum Ende.

29. Doch wahrlich, Ich sage euch nicht, er erwählte Roque Rojas unter den Menschen.Ich erwählte ihn, sandte seine durch meine Barmherzigkeit zubereitete Seele. Ich gab ihm einen gleichfalls durch Mich vorbereiteten Körper, und ihr wißt, dass er demütig war, dass der Vater durch seine Demut und seine Tugend große Werke vollbrachte. Er war Prophet, Stimmträger, Seher und Führer. Von alledem hinterließ er dem Volke ein leuchtendes Beispiel.

30. Er wurde von seinem eigenen Volk verlacht und verspottet, wie es Mose in der Wüste erging, wurde wie der Prophet Elia verfolgt und mußte sich auf die Gipfel der Berge zurückziehen, um dort für sein Volk zu beten und einzustehen.

31. Er wurde wie sein Meister von Priestern und Schriftgelehrten verhöhnt und verurteilt. Wie seinem Meister glaubten, folgten und umgaben auch ihn nur einige wenige. Seine Hände verströmten heilende Kräfte, taten Wunder, die bei den einen Glauben erweckten und bei anderen Verwirrung verursachten. Für manche kamen von seinen Lippen prophetische Worte, die sich buchstabengetreu erfüllten. Sein Mund gab Ratschläge voller Trost für die kranken Herzen.

32. Sein Geist vermochte große Inspirationen aufzunehmen und konnte wie jener der Gerechten, Apostel und Propheten in Verzückung fallen. Seine Seele konnte sich von dieser Welt und seinem Körper lösen, um das Geistige Gefilde zu betreten und demütig zu den Türen der Geheimen Schatzkammer des Herrn zu gelangen. Mittels dieser Erhebung tat sich der Geist Elias den ersten Zeugen kund, bevor noch der Strahl des Meisters kam. (345,57 - 58)

33. Roque Rojas versammelte eine Gruppe Männer und Frauen voll Glauben und gutem Willen, und dort, im Schoße seiner ersten Versammlungen, offenbarte sich Elia durch den Verstand des Boten, indem er sprach: "Ich bin der Prophet Elia, jener der Verklärung auf dem Berge Tabor". Er gab seinen ersten Schülern die ersten Belehrungen, zugleich kündigte er ihnen das Zeitalter der Vergeistigung an und prophezeite ihnen, dass bald der Strahl des Göttlichen Meisters kommen würde, um sich seinem Volke mitzuteilen.

34. Eines Tages, als die bescheidene Versammlungsstätte von Roque Rojas voll von Anhängern war, die dem Worte dieses Mannes glaubten, kam Elia herab, um den Verstand seines Sprachrohrs zu erleuchten, und von Mir inspiriert, salbte er sieben von diesen Gläubigen, welche die Sieben Siegel vertreten oder symbolisieren sollten.

35. Später, als der versprochene Augenblick meiner Kundgabe gekommen war, fand Ich, dass von jenen sieben Auserwählten nur einer in der Erwartung der Ankunft des reinen Gemahls wachte, und dieses Herz war das von Damiana Oviedo, der Jungfrau, deren Verstand als erster das Licht des Göttlichen Strahles als Belohnung für ihre Beharrlichkeit und ihre Vorbereitung empfangen durfte.

36. Damiana Oviedo vertrat das Sechste Siegel8. Dies war ein Beweis mehr dafür, dass das Licht des Sechsten Siegels dasjenige ist, welches diese Ära erleuchtet. (1,6 - 9)


8 Dieser auf die Offenbarung Johannis bezogene Begriff bezeichnet das vorletze der »Sieben Siegel«, welche als Sinnbilder für 7 Epochen innerhalb der 3 heilsgeschichtlichen Zeitalter zu verstehen sind (Näheres dazu siehe Kap. 38)

37. Nur wenige konnten die Gegenwart des Gottgesandten wirklich fühlen. Ein weiteres Mal war er die Stimme, die in der Wüste rief, und aufs neue bereitete er das Herz der Menschen für das bevorstehende Kommen des Herrn. So wurde das Sechste Siegel gelöst, ließ seinen Inhalt schauen und ergoß sich als ein Strom von Gerechtigkeit und Licht über die Menschheit. Auf diese Weise wurden viele Verheißungen und Prophezeiungen erfüllt.

38. Elia erleuchtete wie Jesus und Mose die Augen eures Geistes, damit ihr den Vater schauen solltet. Mose lehrte euch: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Jesus sagte euch: "Liebet einander!" Elia gebot euch, mehr und mehr Mitgefühl mit euren Nächsten zu haben, und fügte sogleich hinzu: "und ihr werdet meinen Vater in all seiner Herrlichkeit schauen." (81,36 - 37)

39. Wenn das Dunkel, das die Menschheit einhüllt, sich verflüchtigt, und es in den Seelen hell wird, werden sie die Gegenwart eines neuen Zeitalters fühlen, weil Elia zu den Menschen zurückgekehrt ist.

40. Doch da diese ihn nicht zu sehen vermochten, war es notwendig, dass sich sein Geist durch das menschliche Verstandesvermögen kundgab und er sich vor den Sehern in jenem Sinnbild des Propheten Elia zeigte: über den Wolken in seinem feurigen Wagen.

41. Elia ist in dieser Zeit als Wegbereiter gekommen, um Mein Kommen vorzubereiten. Er ist als Prophet gekommen, um euch das neue Zeitalter mit seinen Kämpfen und Prüfungen, aber auch mit der Weisheit seiner Offenbarungen anzukündigen. Er kommt mit seinem Lichtgefährt, um euch einzuladen, es zu besteigen, um euch über die Wolken emporzutragen und euch zur Geistigen Heimat zu bringen, wo der Friede regiert. Vertraut ihm als dem Guten Hirten, folgt ihm geistig, wie das Volk in der "Ersten Zeit" Mose nachfolgte. Betet, damit er euch bei der Erfüllung eures Auftrags hilft, und wenn ihr ihm nacheifern wollt, so tut es." (31,58 - 59)

42. Elia, ein Geist von großer Macht, der von der Menschheit nicht erkannt worden ist, ist immer mein Wegberei­ter gewesen. Heute ist er ein weiteres Mal gekommen, um die Gekennzeich­neten¨, die Mir als

.


9Die Gekennzeichneten (spanisch: marcados) oder Versiegelten (Off. Joh., Kap. 14, 1-5) sind von Christus Erwählte,
die von ihm das Zeichen der göttlichen Dreieinigkeit an ihren Stirnen empfingen. (Näheres dazu siehe Kap. 39, letzer Abschnitt)

43. Wenn ihr euch zurüstet und meine Unterweisung studiert, um meinen Willlen kennenzulernen, wird Elia euch zu Hilfe kommen und euch Stütze und Freund sein.

44. Elia ist (ein) Göttlicher Strahl, der alle Wesen erleuchtet und lenkt und sie zu Mir führt. Liebt ihn und verehrt ihn als euren Bahnbrecher und Fürsprecher. (53,42 - 44)

45. Der Prophet Elia, der Wegbereiter, der Vorbote der "Dritten Zeit", legt Fürsprache für seine Herde ein, er betet für die, die nicht zu beten verstehen, und verhüllt mit seinem Mantel den Schandflecken des Sünders in der Hoffnung auf dessen Erneuerung. Elia rüstet seine Scharen, seine Heere, um die Finsternis zu bekämpfen, die durch Unwissenheit, Sünde, Fanatismus und den Materialismus der Menschheit entstanden ist. (67,60)

46. Jetzt ist es die Aufgabe aller, die bereits zugerüstet und erwacht sind, die Befreiung der Welt zu verkünden. Erinnert euch daran, dass Elia, der für diese Zeit Verheißene, derzeit alles vorbereitet, um die Nationen der Erde, die vom Materialismus versklavt sind, aus der Gewalt Pharaos zu erretten, wie es einst Mose in Ägypten mit den Stämmen Israels tat.

47. Sagt euren Mitmenschen, dass sich Elia bereits durch das menschliche Verstandesvermögen kundgetan hat, dass seine Gegenwart im Geiste gewesen ist, und er weiterhin den Weg aller Völker erhellen wird, damit sie vorankommen.

48. Euer Hirte hat die Aufgabe, alle Geschöpfe auf ihren wahren Weg zurückzubringen, ganz gleich, ob dieser dem geistigen, dem moralischen oder dem materiellen Bereich angehört. Deshalb sage Ich euch, dass die Nationen gesegnet sein werden, die durch Elia den Ruf ihres Herrn empfangen, denn sie werden durch das Gesetz der Gerechtigkeit und Liebe vereint bleiben, das ihnen als Frucht ihres Verständnisses und ihrer Brüderlichkeit den Frieden bringen wird. Solchermaßen vereint, werden sie zum Kampfplatz geführt werden, wo sie gegen die Verderbtheit, den Materialismus und die Lüge streiten werden.

49. In diesem Kampfe werden die Menschen dieser Zeit die neuen Wunder erleben und den geistigen Sinn des Lebens erfassen- jenen, der von Unsterblichkeit und Frieden spricht. Sie werden aufhören, sich gegenseitig zu töten, weil sie erkennen, dass sie ihre Unwissenheit, ihre Selbstsucht und die verderblichen Leidenschaften, aus denen ihre Stürze und Nöte hervorgingen, sowohl die materiellen, als auch die geistigen, vernichten müssen. (160,34 - 36)

50. Elia ist der Gottesstrahl, mit des­sen Licht er eure Finsternis vertreibt und euch aus der Knechtschaft dieser Zeit befreit, welche die der Sünde ist, und der euren Geist durch die Wüste führen wird, bis er zum "Gelobten Lande" im Schoße Gottes gelangen wird. (236,68)


Kapitel 3 – Die Geistige Sonne der Wiederkunft Christi

Das Kommen des Herrn

1. Ich bin in der Menschheit gegenwärtig zu einer Zeit, in der neue Entdeckungen das Leben der Menschen verwandelt haben, und mache meine Gegenwart unter euch mit der gleichen Demut fühlbar, die ihr einstens an Mir kanntet.

2. Das »Wort« Gottes ist nicht nochmals Mensch geworden, Christus ist nicht erneut in der Armseligkeit eines Stalles geboren – nein; denn es ist nicht mehr nötig, dass ein Körper die Macht Gottes bezeugt. Wenn Menschen meinen, dass dieser Körper hier der auf die Welt gekommene Gott ist, so irren sie. Die Gegenwart Gottes ist geistig, universell, unendlich.

3. Wenn alles, was die Menschen in dieser Zeit errungen haben, in den Grenzen des Gerechten, des Erlaubten und Guten wäre, wäre es nicht nötig gewesen, dass Ich hernieder komme, um erneut zu euch zu sprechen. Aber nicht alle Werke, die Mir diese Menschheit darbietet, sind gut: es gibt viele Verfehlungen, viele Ungerechtigkeiten, viele Abwege und Übeltaten. Daher war es notwendig, dass meine fürsorgliche Liebe den Menschen erweckte, als er am stärksten in sein Werk vertieft war, um ihn daran zu erinnern, welche Pflichten er vergessen hat und Wem er alles verdankt, was ist und was noch sein wird.

4. Um Mich einer vermaterialisierten Menschheit hörbar zu machen, die Mich nicht von Geist zu Geist vernehmen konnte, mußte Ich Mich ihrer Geistesgaben und Fähigheiten bedienen, um Mich durch das Verstandesvermögen des Menschen kundzutun.

5. Die Erklärung dafür, weshalb Ich "herabkomme", um Mich euch mitzuteilen, ist diese: Da ihr euch nicht zu erheben vermochtet, um mit eurem Herrn von Geist zu Geist Zwiesprache zu halten, mußte Ich eine Stufe tiefer herabsteigen, das heißt vom Geistigen, vom Göttlichen, wohin ihr noch nicht gelangen könnt. Ich mußte dann von eurem Verstandesorgan Gebrauch machen, das seinen Platz im Gehirn des Menschen hat, und meine Göttliche Inspiration in Menschenworte und materielle Laute übertragen.

6. Der Mensch bedarf einer erwei­terten Kenntnis, und Gott ist es, der zum Menschen kommt, um ihm Weis­heit anzuvertrauen. Wenn euch das erwählte Mittel für meine kurze Kund­gabe durch das Verstandesorgan dieser Sprachrohre nicht würdig erscheint, so sage Ich euch in Wahrheit, dass die Botschaft, die durch sie gegeben wird, sehr groß ist. Ihr hättet es lieber gehabt, dass meine Kundgebung bei den Men­schen mit Pomp und Zeremonien ge­schehen wäre, die Eindruck gemacht hätten, die jedoch in Wirklichkeit, vom Geiste aus betrachtet, eitel gewesen wären, weil sie kein wahres Licht ent­halten.

7. Ich hätte unter Blitzen und Stürmen kommen können, um meine Macht fühlbar zu machen; doch wie leicht wäre es dann für den Menschen gewesen, zu bekennen, dass die Gegenwart des Herrn gekommen war! Doch meint ihr nicht, dass dann die Furcht in euer Herz zurückgekehrt wäre und auch die Vorstellung von etwas Unbereiflichem? Glaubt ihr nicht, dass jedes Gefühl der Liebe zum Vater sich nur in Angst vor seiner Gerechtigkeit umgewandelt hätte? Doch ihr sollt wissen, dass Gott, obwohl Er allmächtige Kraft ist, euch nicht durch diese Macht besiegen wird, sich nicht durch sie durchsetzen wird, sondern durch eine andere Macht, und das ist die der Liebe.

8. Es ist der Göttliche Geist, der heute zum Universum spricht. Er ist es, der Licht bringt in all das, was ihr in anderen Zeiten nicht klar erkannt habt. Er ist die Morgenröte eines neuen Tages für alle Menschen, denn Er wird euch von falschen Ängsten befreien, eure Zweifel beseitigen, um eure Seele und euren Verstand frei zu machen.

9. Ich sage euch: Nachdem ihr den Wesenskern meiner Unterweisungen und die Gerechtigkeit meiner Gesetze kennengelernt habt, werdet ihr auch die Grenzen erkennen, die eure Vorstellungen euch auferlegt und euch daran gehindert haben, über eine geringe Erkenntnis der Wahrheit hinauszugelangen.

10. Nicht mehr die Angst oder Furcht vor Strafe wird es sein, die euch davon abhält, zu forschen, zu entdecken. Nur wenn ihr wirklich das für euch Unbegreifliche kennenlernen wollt, wird euer Gewissen euch den Weg verbieten; denn ihr sollt wissen, dass dem Menschen nicht die ganze Wahrheit zukommt, und dass er von ihr nur den Teil erfassen soll, der ihm entspricht.

11. Volk: Wenn mein Kommen so angekündigt wurde, dass es inmitten von Kriegen, entfesselten Naturgewalten, Seuchen und Chaos sein würde, dann geschah dies nicht, weil Ich euch all dies gebracht hätte; es geschah, weil meine Gegenwart gerade in jener Stunde der Krise für die Menschheit hilfreich sein würde.

12. Hier nun ist die Erfüllung all dessen, was über meine Wiederkunft gesagt wurde. Ich komme zu den Menschen, während eine Welt mit dem Tode ringt und die Erde in ihrem Todesröcheln bebt und sich schüttelt, um einer neuen Menschheit den Weg zu bahnen. Daher ist der Ruf Gottes in der "Dritten Zeit" ein Ruf der Liebe – einer Liebe, die Gerechtigkeit, Brüderlichkeit und Frieden in sich trägt und dazu inspiriert.

13. Das Wort Christi keimte einst in seinen Jüngern und in dem Volk, das ihnen nachfolgte, wuchs seine Saat heran. Seine Lehre verbreitete sich, und deren Sinngehalt ging über die ganze Welt. So wird sich auch diese heutige Lehre ausbreiten, die von all jenen angenommen werden wird, die fähig sind, sie zu erfühlen und zu verstehen. (296, 17 - 27, 35)

Aller Augen werden Mich schauen

14. Jesus sagte seinen Jüngern: "Ich werde nur kurze Zeit von euch entfernt sein – ich werde zurückkehren." Danach wurde ihnen offenbart, dass ihr Meister "auf der Wolke" kommen würde, umgeben von Engeln, und Lichtstrahlen zur Erde herabsendend.

15. Hier bin Ich nun "auf der Wolke", umgeben von Engeln, welches die geistigen Wesen sind, die sich unter euch als Botschafter meiner Göttlichkeit und als eure guten Ratgeber kundgetan haben. Die Lichtstrahlen sind mein Wort, das euch neue Offenbarungen bringt, das jedes Verstandesvermögen mit Weisheit überströmt.

16. Wohl denen, die ohne zu sehen geglaubt haben, denn sie sind die, die meine Gegenwart fühlen. (142, 50 - 52)

17. Der Mensch wird mittels seines Geistes die Wahrheit entdecken, alle werden meine Gegenwart spüren; denn Ich habe euch bereits seinerzeit gesagt, dass jedes Auge Mich schauen werde, wenn die Zeit dafür gekommen ist.

18. Nun, diese Zeit in der ihr lebt, ist eben jene durch mein Wort und meine Propheten vergangener Zeiten angekündigte, in der alle Menschen Mich mittels der Empfindungen und Fähigkeiten ihres Geistes schauen sollen.

19. Es wird nicht nötig sein, dass sie Mich in einer menschlichen Gestalt begrenzt erblicken, um sagen zu können, dass sie Mich gesehen haben, sondern es wird genügen, dass ihr Geist Mich fühlt und ihr Verstand Mich begreift, um ganz wahrheitsgemäß sagen zu können, dass sie Mich geschaut haben.

20. Die Liebe und der Glaube sowie die Intelligenz können unendlich weiter blicken, als es eure Augen zu tun vermögen. Darum sage Ich euch, dass es nicht notwendig ist, dass Ich meine Gegenwart auf die menschliche Gestalt oder mittels irgendeiner Symbolfigur begrenze, um zu bewirken, dass ihr Mich schaut.

21. Wieviele von denen, die Mich in jener "Zweiten Zeit" sahen oder mit Mir zogen, wußten nicht einmal, wer Ich war. Wieviele hingegen, die nicht einmal davon wußten, als Ich als Mensch geboren wurde, erblickten Mich im Geiste, erkannten Mich an meinem Lichte und erfreuten sich an meiner Gegenwart aufgrund ihres Glaubens.

22. Öffnet alle eure Augen und be­weist durch euren Glauben, dass ihr die Kinder des Lichtes seid. Ihr alle könnt Mich schauen, doch dafür ist es uner­lässlich, dass ihr Willen und Glau­ben habt. (340, 45 - 51)

23. Ich sage euch: Wenn diese Menschheit aufgrund ihrer Lieblosigkeit, ihrer Abkehr von der Gerechtigkeit und dem Guten noch mehr gegen Mich sein sollte, werde Ich auf ihrem Wege voll Herrlichkeit erscheinen, wie Ich es vor Saulus tat, und werde sie meine Stimme vernehmen lassen.

24. Dann werdet ihr erleben, wie viele von denen, die – ohne sich dessen bewußt zu sein - Mich verfolgt haben, sich verwandelt und erleuchtet aufmachen werden, um Mir auf den Wegen des Guten, der Liebe und der Gerechtigkeit nachzufolgen.

25. Ihnen werde Ich sagen: Bleibt stehen, Wanderer, und trinkt von diesem Quell kristallklaren Wassers. Erholt euch von der schweren Lebensreise, die Ich euch auferlegt habe. Vertraut Mir eure Sorgen an und laßt zu, dass mein Blick tief in euren Geist dringt, denn Ich will euch mit Gnade erfüllen und euch trösten. (82,46)

26. Meine Liebe wird eure empfindsamsten Saiten erzittern lassen. Aber es wird die Übereinstimmung mit eurem Gewissen sein, die euch mein Göttliches Konzert vernehmen lässt, und viele von euch werden Mich in der geistigen Gestalt Jesu schauen.

27. Ich muß euch darauf hinweisen, dass die Gestalt Jesu nicht die vollkommenste Art und Weise ist, in der ihr Mich schauen werdet. Wenn Ich euch in vergangen Zeiten sagte: "Aller Augen werden Mich schauen", so gab Ich euch zu verstehen, dass ihr alle die Wahrheit erkennen würdet, obschon Ich euch sagen muß, dass Ich Mich der Entwicklung einer jeden Seele entsprechend begrenzen werde. Doch wenn ihr auf der Stufenleiter zur Vollkommenheit aufsteigt, werdet ihr Mich gewisslich in all meiner Herrlichkeit schauen.

28. Versucht jetzt nicht, Mich euch in irgendeiner Weise vorzustellen. Bedenkt: Wenn euer Geist, obwohl er begrenzt ist, Essenz ist, Licht ist – welche Gestalt könnte dann der Universelle Geist eures Herrn haben, der weder Anfang noch Ende hat? Laßt das Unergründliche im Innern meines Buches der Götllichen Weisheit. (314, 69 - 70)

29. In meinem Wort der "Zweiten Zeit" ließ Ich euch wissen, dass Ich aufs neue zu euch kommen würde, dass meine geistigen Heerscharen mit Mir herniederkommen würden. Aber die Menschheit hat den Sinn meines Wortes nicht richtig verstanden und ausgelegt.

30. Daher erwartet Mich jede Religionsgemeinschaft in ihrer Mitte, daher erwarten sie, Mich mit ihren sterblichen Augen zu schauen; doch die Mich jetzt auf diese Weise erwarten sind dieselben, die einst leugneten, dass Jesus der Messias war und ihn für einen Träumer hielten.

31. Heute sage Ich euch, meinen Jüngern: Der Augenblick wird kommen, in dem ihr Mich in all meiner Herrlichkeit schauen werdet. Zu dieser Zeit werden die Erde und ihre Bewohner gereinigt sein, und die Tugend und Schönheit der Seele wiederhergestellt. Der Schmerz wird verschwinden, und alles wird Glückseligkeit, wird ein unendlicher »Tag« sein, ohne Ende für euch. Wollt ihr nicht diese Wunder schauen? Wollt ihr nicht, dass eure Kinder mit meinem Geiste Zwiesprache halten und frei von Sünde eine Welt des Friedens bilden können? (181, 74 + 81)

32. Wenn die Menschheit die Prophezeiungen der Ersten und der "Zweiten Zeit" zu ergründen verstanden hätte, wäre sie angesichts der Verwirklichung derselben nicht verwirrt. Das gleiche geschah in der "Zweiten Zeit", als der Messias unter den Menschen geboren wurde, ebenso wie es jetzt geschieht, wo Ich im Geiste gekommen bin.

33. Der Sinngehalt meiner Unterweisung ist in beiden Zeiten derselbe. Sie bereitet euch zu, damit ihr aus diesem Leben ein liebevolles, wenn auch vergängliches Heim macht, wo die Menschen sich als Geschwister betrachten und behandeln und einander die Wärme wahrer Brüderlichkeit entgegenbringen.

34. Bereitet auch den Geist darauf vor, nach diesem Leben jene Welten oder Heimstätten zu betreten, die der Herr für seine Kinder bereithält. Mein Wunsch ist, dass ihr, wenn ihr zu ihnen gelangt, euch nicht fremd fühlt, sondern eure Vergeistigung und eure innere Erkenntnis euch alles schauen lassen, was ihr antrefft- so, als ob ihr bereits früher dort gewesen wäret. Daran wird viel Wahres sein, wenn ihr schon hier mit dem Geistigen in Verbindung steht mittels des Gebetes. (82, 9 - 10)

35. Ich bin der Wanderer, der an die Türen eurer Herzen klopft. Ich klopfe, und ihr wisst nicht, wer es ist; ihr öffnet und erkennt mich nicht. Ich bin wie der Wanderer, der in ein Dorf kommt und niemanden hat, der ihn kennt, wie der Ausländer, der ein fremdes Land betritt und in seiner Sprache nicht verstanden wird. So fühle Ich Mich unter euch. Wann werdet ihr meine Gegenwart fühlen? O Menschen, wann werdet ihr Mich erkennen, so wie zu seiner Zeit Josef von seinen Brüdern in Ägypten erkannt wurde? (90, 1)

 


 

Kapitel 4 - Die Unterweisung durch Göttliche Kundgaben

Die Quelle der Kundgaben

1. Es spricht zu euch das "Wort", das immer in Gott war, dasselbe, das in Christus war und das ihr heute durch den Heiligen Geist kennt; denn das "Wort" ist Wort, ist Gesetz, ist Bot­schaft, ist Offenbarung, ist Weisheit. Wenn ihr das "Wort" durch die Worte Christi vernommen habt und es nun durch die Inspiration des Heiligen Geistes empfangt - wahrlich, Ich sage euch, so ist es die Stimme Gottes, die ihr gehört habt. Denn es gibt nur einen Gott, nur ein Wort und nur einen Heili­gen Geist. (13, 19)

2. Wisst ihr, was der Ursprung jenes Lichtes ist, das in dem durch die Lip­pen der Stimmträger ausgesprochenen Worte liegt? Sein Ursprung ist im Gu­ten, in der Göttlichen Liebe, im Uni­versellen Licht, das von Gott ausgeht. Es ist ein Strahl oder ein Funke jenes All-Lichtes, das euch das Leben gibt - ist Teil der unendlichen Kraft, die alles bewegt und durch die alles schwingt, pulsiert und unaufhörlich seine Bahnen zieht. Es ist das, was ihr göttliche Aus­strahlung nennt, es ist das Licht des Göttlichen Geistes, welcher die Geister erleuchtet und belebt. (329, 42)

3. Es spricht in diesem Augenblick Jener zu euch, der immer zu eurer Rettung gekommen ist: Christus, die göttliche Verheißung, Mensch gewor­den in Jesus in der "Zweiten Zeit", das zu Menschenwort gewordene "Wort" Gottes; der Geist der Liebe, des Lich­tes, der Weisheit, begrenzt in einem Strahl, welcher über das Gewissen den Geist und den Verstand des Menschen berührt, um ihn zu lehren, meine Ge­danken zu übermitteln. (90, 33)

4. Ich bin Christus, den man verfolgt, verlästert und zum Angeklagten ge­macht hat in dieser Welt. Nach allem, was ihr Mir in der "Zweiten Zeit" in Jesus angetan habt, komme Ich zu euch, um euch einmal mehr zu bewei­sen, dass Ich euch vergeben habe und euch liebe.

5. Nackt habt Ihr Mich ans Kreuz geschlagen, und ebenso komme Ich zu euch zurück; denn Ich verberge euren Augen meinen Geist und meine Wahr­heit nicht hinter dem Gewand der Heu­chelei oder der Lüge. Doch damit ihr Mich erkennen könnt, müsst ihr zuvor euer Herz reinigen. (29, 27 - 28)

6. Heute sage ich euch: Hier ist der Meister- jener, den die Menschen den Rabbi aus Galiläa nannten. Ich gebe euch die ewiggültige Lehre, die Lehre der Liebe. Das Festmahl, zu dem Ich euch heute einlade, ist geistig, das Brot und der Wein gleichfalls. Aber heute wie ehedem und wie immer bin Ich der Weg, die Wahrheit und das Leben. (68, 33)

Die Offenbarungsorte und Empfän­ger der Kundgaben

7. Erinnert euch daran, dass Ich das "Wort" des Vaters bin; dass die göttli­che Essenz, die ihr in diesem Worte empfangt, Licht von diesem Schöpfer­geiste ist; dass Ich in jedem von euch einen Teil meines Geistes gelassen habe.

8. Doch wenn ihr die Armut seht, welche die Schar umgibt, die Mir ge­rade zuhört, und die Bescheidenheit des Raumes, in dem ihr euch versam­melt, fragt ihr Mich im Stillen: "Meis­ter, warum erwähltest Du Dir für Deine Kundgebung in dieser Zeit nicht einen jener großen Tempel oder Dome, wo Dir reiche Altäre und feierliche Zere­monien hätten dargeboten werden kön­nen, die Deiner würdig sind?

9. Ich antworte jenen Herzen, die so über ihren Meister denken: Nicht die Menschen haben Mich zu dieser Armut geführt. Ich selbst habe Mir für meine Kundgebung die bescheidene Woh­nung in dem armen Vorort eurer Stadt ausgesucht, um euch damit begreiflich zu machen, dass es nicht der materielle Tribut oder die äußerlichen Opfergaben sind, die Ich bei euch suche, sondern im Gegenteil: Ich bin gerade deshalb zurückgekehrt, um noch einmal Demut zu predigen, damit ihr in ihr Vergeisti­gung findet. (36, 24 - 25)

10. Manche glauben nicht an meine Gegenwart, weil sie die Armseligkeit und Bescheidenheit dieser Versamm­lungsorte und die Unscheinbarkeit der Stimmträger, durch die Ich Mich kund­gebe, dagegen halten. Doch wenn die solchermaßen Zweifelnden das Leben Christi studieren würden, würden sie erkennen, dass er niemals Schauge­pränge, Huldigungen oder Reichtümer suchte.

11. Diese Orte können so armselig und gering sein wie der Stall und das Stroh, auf dem Ich damals geboren wurde. (226, 38 - 39)

12. Denkt nicht, dass Ich diese Na­tion erst in letzter Stunde für meine neue Kundgebung auserwählt habe. Alles war schon von Ewigkeit her vor­gese­hen. Dieser Boden, diese Rasse, eure Geister wurden von Mir vorberei­tet, ebenso wie die Zeit meiner Gegen­wart auch durch meinen Willen vor­herbe­stimmt worden war.

13. Ich entschied, meine Kundge­bun­gen unter den Geringsten zu begin­nen, unter jenen, die den Verstand und den Geist rein bewahrten. Danach er­laubte Ich, dass alle zu Mir kamen, denn an meinem Tische gibt es weder Unter­schiede noch Bevorzugungen. Mein auf dieses Volk herabgesandtes Wort war einfach und bescheiden in seiner Form, für euch zugänglich, doch sein Sinnge­halt voll Klarheit war tief für euren Geist, weil Ich, obwohl Ich der Hort allen Wissens bin, Mich im­mer einfach und klar ausdrücke und kundgebe. Ich bin für niemanden ein Geheimnis; das Geheimnis und das Mysterium sind Kinder eurer Unwis­senheit. (87, 11 - 12)

14. Die ersten, die Mir zuhörten, be­handelten mein Werk wie einen Baum, indem sie die ersten Zweige abschnit­ten, um sie in verschiedene Gegenden zu verpflanzen. Die einen legten meine Unterweisungen gut aus, andere ver­fehlten den Weg.

15. Klein waren die Gruppen, die im Schatten der ärmlichen Versammlungs­räume zusammenkamen. Doch als diese zahlreicher wurden und die Men­schenscharen sich vergrößerten, rief Ich sie zum Zusammenschluss auf, damit alle sich als Jünger eines einzi­gen Meisters erkennen und die Unter­weisung in derselben Weise ausüben würden; damit der Same nicht nach dem Gutdünken der "Arbeiter"¨, son­dern gemäß dem Göttlichen Willen ausgesät würde.

16. Vor der Geistigen Lade des Neuen Bundes gelobten die Menschenscharen Ergebung, Gehorsam und guten Wil­len; aber als die Orkane und Wirbel­stürme mit Macht hereinbrachen und die Zweige des Baumes peitschten, wurden manche schwach, während andere unerschütterlich standhaft blie­ben und die neuen "Arbeiter" lehrten, die "Felder" zu bestellen.

17. Einige, die die Größe dieser Of­fenbarung erkannt hatten, beabsichtig­ten, weiter in meine Geheimnisse ein­zudringen, als es mein Wille ist, um sich ein Wissen und eine Macht anzu­eignen, die sie den andern überlegen machen sollte; doch sehr bald standen sie meiner Gerechtigkeit gegenüber.

18. Andere, die die Größe dieses Wer­kes nicht in seiner Lauterkeit, in seiner Schlichtheit entdecken konnten, haben von Sekten und Kirchen Riten, Sym­bole und Zeremonien übernom­men, weil sie meinten, meinen Kund­gebun­gen damit Feierlichkeit zu ver­leihen. (234, 27 - 30)

19. Seit diese Kundgabe sich zu of­fenbaren begann, wurde euer Geist durch meine Unterweisung erleuchtet, obschon sich auch Ungläubige zeigten - sowohl bei denen, die den Verstand geschult haben, als auch bei den Unge­bildeten und Unwissenden.

20. Wie viele Argumente, um diese Offenbarung zu leugnen! Wie viele Versuche, dies Wort zu vernichten! Doch nichts hat den Lauf meiner Bot­schaft aufgehalten - im Gegenteil: Je mehr man dies Werk bekämpft hat, desto mehr wurde der Glaube der Men­schen entzündet, und je mehr Zeit ver­ging, desto größer wurde die Zahl de­rer, durch die Ich mein Wort über­mittle.

21. Was ist daraus zu lernen?: dass Menschenmacht niemals imstande sein wird, zu verhindern, dass die Göttliche Macht ihre Ratschlüsse durchführt.

22. Wenn das Volk im Innern dieser Versammlungsorte zusammenkam, hat es dies immer ohne Furcht vor der Welt getan, immer voll Vertrauen in meine Gegenwart und meinen Schutz, und Ich habe ihm bewiesen, dass sein Glaube auf Wahrheit beruhte. (329, 28 - 30 ;37)

23. Eine neue Apostelschar entstand in dieser Gemeinschaft, bestehend aus schlichten und demütigen Herzen, die jedoch von Liebe und Glauben erfüllt waren, um Mir nachzufolgen. Natürlich fehlte unter ihnen nicht ein neuer Tho­mas, der sehen musste, um an meine Gegenwart zu glauben - ein neuer Pet­rus, der, obwohl er an Mich glaubte, Mich aus Furcht vor den Menschen verleugnen würde, und ein neuer Judas Ischariot, der Mich verraten würde, in­dem er mein Wort und meine Wahrheit für Geld und Schmeicheleien ver­fälscht.

24. Die Scharen, die dies Volk bil­den, vermehrten sich immerzu und ver­zweigten sich über Städte, Landstri­che und Dörfer hinweg; und aus die­sem Volk erstanden Apostel der Wahr­heit und der Rechtschaffenheit, aufop­fe­rungsvolle Arbeiter voll Eifer in der Lehre ihres Herrn, und Propheten mit reinem Herzen, die die Wahrheit spra­chen. (213, 72 - 73)

 25. Bei meiner neuen Offenbarung habe Ich alles geändert: die Orte und die Mittel zur Kundgabe, um die Un­wissenheit, den Irrtum und die falsche Auslegung zu beseitigen, die man mei­nen früheren Offenbarungen gegeben hat. So wie die Sonne im Osten aufgeht und ihr sie mittags auf dem höchsten Punkte seht, um hernach zu beobach­ten, wie sie im Westen untergeht, so ist das Licht meines Geistes im Laufe der Zeit vom Osten nach dem Westen weitergezogen, damit ihr meine Herr­lichkeit und meine Macht nicht auf bestimmte Orte, Menschen oder Rassen begrenzt. (110, 9)

26. Es genügt Mir, dass Mich einige wenige vernehmen, denn diese werden morgen ihren Mitmenschen das Zeug­nis davon überbringen. Ich weiß, dass wenn Ich alle Menschen herbeigerufen hätte, die meisten nicht gekommen wä­ren, weil sie von den Geschäften der Welt in Anspruch genommen sind. Sie würden Mich leugnen und verhindern, dass die Menschen guten Willens her­beikommen, um Mich zu hören.

27. Hier, in der Abgeschiedenheit dieser unbedeutenden Orte, an denen Ich Mich kundtue, lasse Ich meinen Samen aufgehen. Ich vereine die schlichten Herzen in Gemeinden, und wenn sie dann vom Getöse des materi­alistischen Lebens entfernt sind, spre­che Ich zu ihnen von der Liebe, dem Ewigen, dem Geiste, den wahren menschlichen und geistigen Werten, womit Ich bewirke, dass sie das Leben durch den Geist und nicht durch die Sinne betrachten.

28. Diese Kinderherzen nenne Ich Jünger, und sie, die nie etwas besessen haben, die nie von ihren Nächsten be­achtet wurden, wurden von Genug­tuung darüber erfüllt, von Mir gerufen worden zu sein, und sind zu einem neuen Leben auferstanden. Sie haben sich mit der Überzeugung und dem Hochgefühl erhoben, dass sie ihren Nächsten nütz­lich sein können, weil der Herr seine Offenbarungen in sie gelegt und ihnen den Weg der Liebe gezeigt hat.

29. Manche mögen sie verleugnen und sich über sie lustig machen, weil sie sich Jünger Jesu nennen - doch wahr­lich, Ich sage euch, auch wenn ihnen diese Gnade abgesprochen wird, wer­den sie weiterhin meine Jünger sein. (191, 33 - 36)

30. Die Welt wartet darauf, dass meine Stimme sie ruft; das Herz der Men­schen, obschon dem Glauben ab­gestor­ben, erwartet, dass sich ihm die Stimme Christi naht und ihm sagt: "Steh auf und wandle".

31. Die "Toten", die "Blinden", die Kranken und die Parias bilden ein sehr großes Volk. Ich werde zu ihnen kom­men, denn jene, die geistig oder kör­perlich leiden, sind am empfänglichs­ten für meine Gegenwart. Die Großen der Welt- jene, die Macht, Reichtümer und weltliche Herrlichkeiten haben, glauben Mich nicht zu benötigen und erwarten Mich nicht: Was könnte ihnen Christus denn geben, da sie doch sa­gen, schon alles zu haben? Etwa einige geistige Güter, oder einen Platz in der Ewigkeit? Das interessiert sie nicht!

32. Das ist der Grund dafür, weshalb Ich diese Scharen von Armen und Kranken an Leib und Geist gesucht habe, um meine Lehre bei ihnen kund­zutun; denn sie sehnten sich nach Mir, sie suchten Mich. So war es nur natür­lich, dass sie meine Gegenwart emp­fanden, als die Zeit kam, Mich aufs neue der Menschheit zu zeigen. (291, 32 - 34)

Die Übermittlung Göttlicher Kund­gaben

33. Wer an dieser Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen zweifelt, verhält sich so, als ob er sei­nen Status der Überlegenheit gegen­über den andern Geschöpfen leugne - als ob er seinen eigenen Geist verneine und sich nicht des geistigen und ver­standesmäßigen Niveaus bewusst wer­den möchte, das er durch unendlich viele Prüfungen, Leiden und Kämpfe erreicht hat.

34. Zu leugnen, dass Ich Mich mittels eures Verstandesvermögens oder eures Geistes kundtue, bedeutet sich selbst zu leugnen und sich auf den Platz der niederen Geschöpfe zu stellen.

35. Wer weiß nicht, dass der Mensch ein Kind Gottes ist? Wer weiß nicht, dass er einen Geist in sich trägt? Wa­rum dann nicht glauben, dass es zwi­schen dem Vater und seinen Kindern eine oder mehrere Arten geben muss, sich gegenseitig zu verständigen?

36. Da Ich Intelligenz bin, wende Ich Mich an euch mittels eures Verstan­desvermögens; da Ich Geist bin, wende Ich Mich an euren Geist. Doch wie wollen jene, die meine Kundgabe leug­nen, diese Wahrheit begreifen und annehmen, wenn sie Mich nie als Geist betrachten und erkennen wollten? In ihren Herzen haben sie viele irrige Anschauungen entwickelt, wie jene, zu meinen, dass Ich ein göttliches Wesen mit menschlicher Gestalt bin, das durch Symbole und Bilder versinnbildlicht werden muss, um durch sie mit Mir in Verbindung zu treten.

37. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich die Menschen, die Mich auf diese Weise suchten, an die Stummheit ihrer Bildnisse und Skulpturen gewöhnt, vor denen sie beten und Riten darbringen, und in ihren Herzen hat sich schließlich die Auffassung herangebildet, dass niemand würdig ist, Gott zu schauen, zu hören oder zu fühlen. Indem sie sagen, dass Ich unendlich viel zu hoch bin, um Mich den Menschen zu nahen, glauben diese, Mir eine bewundernde Huldigung darzubringen. Doch sie ir­ren sich; denn wer behauptet, dass Ich zu groß sei, um Mich mit so kleinen Geschöpfen wie dem Menschen ab­zugeben, ist ein Ignorant, der das Schönste leugnet, was mein Geist euch offenbart hat: die Demut.

38. Wenn ihr an Christus glaubt, wenn ihr behauptet, Christen zu sein, dürft ihr keine solch unsinnigen Vor­stellun­gen hegen wie diejenige, zu meinen, dass ihr es nicht wert seid, dass euer Herr sich euch nähert. Habt ihr verges­sen, dass gerade euer christli­cher Glaube auf jenem Beweis Göttli­cher Liebe beruht, als das "Wort" Got­tes Mensch wurde? Welche greifbarere und menschlichere Annäherung konnte noch mehr dem Auffassungsvermögen der sündigen und fleischlichen Men­schen mit verfinsterten Seelen und schwachem Geist entgegenkommen als jene, in der Ich sie meine Göttliche Stimme, zu Menschenwort geworden, vernehmen ließ?

39. Dies war der größte Beweis von Liebe, Demut und Mitleid mit den Menschen, den Ich mit Blut besiegelte, damit euch immer vor Augen bliebe, dass niemand Meiner unwürdig ist, da Ich gerade um derer willen, die am meisten im Schlamm, im Dunkel und in den Lastern verloren waren, mein Wort Mensch werden ließ und den Lebenssaft meines Blutes vergoss.

40. Weshalb verneinen dann eben jene, die all dies glauben, jetzt meine Gegenwart und Kundgabe? Weshalb suchen sie zu behaupten, dass dies nicht möglich sei, weil Gott unendlich ist und der Mensch viel zu tiefstehend, viel zu unbedeutend und unwürdig sei? Wahrlich, Ich sage euch, wer meine Kundgabe in dieser Zeit leugnet, leug­net auch meine Gegenwart auf der Welt in jener "Zweiten Zeit" und leug­net auch meine Liebe und meine De­mut.

41. Für euch, die Sünder, ist es nur natürlich, dass ihr euch in eurer Sünde ferne von Mir fühlt. Ich dagegen fühle, dass, je mehr Verfehlungen ihr begeht und je mehr ihr euren Geist und eure Seele befleckt, es umso notwendiger ist, dass Ich Mich euch zuwende, um euch das Licht zu geben, euch die Hand zu reichen, um euch zu heilen und zu retten.

42. Ich wusste, dass wenn Ich Mich meinen Kindern erneut kundtun würde, viele Mich leugnen würden, und des­halb kündigte Ich meine Wiederkunft schon damals an; aber gleichzeitig machte Ich begreiflich, dass meine Gegenwart dann geistig sein würde. Doch wenn ihr dies bezweifelt, so ver­gewissert euch anhand des Zeugnisses jener vier Jünger, die meine Worte in den Evangelien niederschrieben.

43. Hier bin Ich im Geiste und sende euch von der leuchtenden "Wolke" aus mein Wort und vermenschliche es durch diese Sprachrohre - als eine vor­bereitende Unterweisung für jene Kundgabe, zu der ihr alle gelangen sollt: der Zwiesprache von Geist zu Geist. (331, 1 - 10; 13)

44. Die göttlichen Gedanken sind durch meine in Verzückung befindli­chen Stimmträger in Worte übertragen worden, welche, zu Sätzen vereint, eine geistige Lehre gebildet und festgelegt haben, welche voll von Offenbarungen und vollkommenen Unterweisungen ist.

45. Dies ist der verheißene Tröster, dies ist jener angekündigte Geist der Wahrheit, der euch alles lehren würde. Die Zurüstung nimmt schon ihren An­fang, es kommen die Zeiten, in denen ihr Jenen benötigt, der, weil er Stärke in seinem Geiste besitzt, euch mit dem Adel und der Schlichtheit seines Her­zens, mit Weisheit und Barmherzigkeit führt. (54, 51 - 52

46. Meine Unterweisung kommt zu euch, um eurem Verstande Licht zu bringen. Doch wundert euch nicht über die Art und Weise, in der Ich in dieser Zeit zu euch gekommen bin; seid nicht verwirrt deswegen, doch lasst es auch nicht zur Routine werden.

47. Wenn mein Göttliches Licht zum Verstandesvermögen jenes Menschen gelangt, der Mir als Stimmträger dient, wird es zu Schwingungen verdichtet, die in Worte der Weisheit und Liebe umgewandelt werden. Wie viele Stufen der Himmelsleiter muss mein Geist herabsteigen, um in dieser Form zu euch zu gelangen! Und auch meine "Geistige Welt" musste Ich euch sen­den, damit sie euch eine ausführliche Erläuterung meiner Unterweisungen gibt. (168, 48)

48. Ich tue Mich durch das menschli­che Verstandesorgan kund, weil das Gehirn der durch den Schöpfer voll­kommen geschaffene "Apparat" ist, damit sich in ihm die Intelligenz offen­bare, welche das Licht des Geistes ist.

49. Dieser "Apparat" ist ein Modell, das ihr mit all eurer Wissenschaft nie­mals nachmachen könnt. Ihr werdet seine Form und seinen Aufbau als ein Vorbild für eure Schöpfungen verwen­den; aber ihr werdet niemals die Voll­kommenheit erreichen, welche die Wer­ke eures Vaters haben. Warum zweifelt ihr dann daran, dass Ich das, was Ich geschaffen habe, benutzen kann? (262, 40 - 41)

50. Zu allen Zeiten war meine Liebe als Meister sorgfältig auf die Belehrung bedacht, welche die Menschen benö­tigten, und Ich bin immer zu ihnen gekommen, um im Einklang mit ihrer geistigen Reife und ihrer intellektuellen Entwicklung zu ihnen zu sprechen.

51. Ich bin zu euch gekommen, weil Ich gesehen habe, dass das Menschen­wort und die Lehren, die ihr geschaffen habt, nicht den brennenden Durst eures Geistes stillen – Durst nach Licht, Durst nach Wahrheit, nach Ewigkeit und Liebe. Darum habe Ich Mich bei euch eingestellt und bediene Mich demütiger, unwissender und ungebil­deter Menschen und veranlasse sie, in die Verzückung des Verstandes und des Geistes zu fallen, damit ihrem Munde die Botschaft der Dritten Zeit entströme.

 52. Um würdig zu sein, meine Göttli­chen Gedanken zu empfangen und zu übermitteln, mussten sie gegen die Vermaterialisierung und die Versu­chungen der Welt kämpfen. Auf diese Weise die eigene Persönlichkeit zu­rückdrängend und ihre Eitelkeit züchti­gend, haben sie eine völlige Hingabe ihres Wesens in den kurzen Zeitspan­nen erlangt, in denen sie ihr Verstan­desorgan der göttlichen Inspiration darboten und so ermöglichten, dass von ihren Lippen ein Wort voller Weisheit, Zärtlichkeit, Gerechtigkeit, Balsam und Frieden kam.

53. Es wird immer welche geben, die nicht begreifen können, wie es kommt, dass die Stimmträger so viel Wissen in Worten ausdrücken und soviel Lebens­essenz auf den Geist der Zuhörerscha­ren ausgießen können, ohne dass mein Geist zu diesen Gehirnen herabkommt, und nur ein Strahl meines Lichtes sie erleuchtet. Darauf sage Ich euch, dass auch das Königsgestirn – wie ihr die Sonne nennt – nicht nötig hat, zur Erde zu kommen, um sie zu erhellen, da das Licht, das sie aus der Entfernung zu eurem Planeten sendet, genügt, um ihn in Licht, Wärme und Leben zu baden.

54. Ebenso erleuchtet und belebt der Geist des Vaters wie eine Sonne von unendlicher Strahlkraft alles durch das Licht, das Er auf alle Geschöpfe herab­sendet- sowohl geistige, als auch mate­rielle.

55. Begreift also, dass, wo mein Licht ist, auch mein Geist gegenwärtig ist. (91, 12 - 16)

56. Ein Lichtfunke meines Geistes, eine Widerspiegelung des Göttlichen Wortes ist es, was auf den Geist des Stimmträgers hernieder fällt, durch den Ich euch meine Botschaft vernehmbar mache. Welcher menschliche Stimm­träger könnte die ganze Macht des "Wortes" empfangen? : Keiner. Und wahrlich, Ich sage euch, ihr wisst noch nicht, was das "Wort" ist.

57. Das "Wort" ist Leben, ist Liebe, ist Wort Gottes, doch von all dem kann der Stimmträger nur ein Atom empfan­gen. Aber hier, in jenem Lichtstrahl, in jener Essenz werdet ihr das Unendli­che, das Absolute, das Ewige entde­cken können.

58. Um von Mir zu sprechen, kann Ich dies sowohl durch große Werke, als auch durch kleine und begrenzte Be­kundungen tun. Ich bin in allem, alles spricht von Mir, das Große wie das Kleine ist gleich vollkommen. Der Mensch muss nur zu beobachten, nach­zudenken und zu studieren verstehen. (284, 2 - 3)

59. Mein "Wort" ist nicht nochmals Mensch geworden. Ich bin in dieser Zeit "auf der Wolke", dem Sinnbild für das Jenseits, von dem Mein Strahl ausgeht, welcher den Verstand des Stimmträgers erleuchtet.

60. Es hat Mir wohlgefallen, Mich durch den Menschen mitzuteilen, und mein Entschluss ist vollkommen. Ich kenne den Menschen, denn Ich habe ihn geschaffen. Ich halte ihn für wür­dig, denn er ist mein Kind, denn er ging aus Mir hervor. Ich kann Mich seiner bedienen, denn dafür schuf Ich ihn, und Ich kann meine Herrlichkeit durch seine Vermittlung offenbaren, weil Ich ihn schuf, um Mich in ihm zu verherrlichen.

61. Der Mensch! Er ist mein Eben­bild, weil er Intelligenz, Leben, Be­wusst­sein, Wille ist, weil er etwas von all meinen Eigenschaften besitzt und sein Geist der Ewigkeit angehört.

62. Oftmals seid ihr unbedeutender, als ihr geglaubt habt, und ein andermal seid ihr größer, als ihr euch vorstellen könnt. (217, 15 - 18)

63. Wenn ihr ein wenig nachdenkt und die Schriften studiert, werdet ihr er­kennen, dass bei allen Propheten ein einziger geistiger Gehalt zum Aus­druck kam, den sie in ihrem Worte den Menschen übergaben. Sie gaben den Menschen Ermahnungen, Offenbarun­gen und Botschaften, ohne die Irrtümer des vermaterialisierten Kultes, den das Volk in jenen Zeiten ausübte. Sie lehr­ten, das Gesetz und das Wort Gottes zu befolgen, und sie halfen den Menschen, mit ihrem Himmlischen Vater in Ver­bindung zu treten.

64. Volk, findest du nicht eine große Ähnlichkeit zwischen jenen Propheten und diesen Stimmträgern, durch die Ich derzeit zu euch spreche? Auch auf die Lippen dieser letzteren lege Ich die Essenz meines Gesetzes, durch ihre Worte erreicht euch meine Inspiration, und strahlend bricht aus diesen die Unterweisung hervor, die die Zuhörer dazu auffordert, ihren Herrn auf die lauterste Weise zu suchen. Sie spre­chen, ohne Furcht davor, dass unter den vielen, die ihnen zuhören, auch Auskundschafter oder Fanatiker sind. Sie erfüllen hingebungsvoll ihre Auf­gabe im Dienste ihres Vaters, damit er durch sie zur Menschheit spricht und ihr diese Unterweisungen gibt, die den Menschen neue Wege des Lichtes er­öffnen werden.

65. Volk, es besteht nicht nur eine große Ähnlichkeit zwischen jenen Pro­pheten und diesen Stimmträgern, son­dern es gibt auch eine vollkommene Beziehung zwischen ihnen. Jene kün­digten diese an, und was jene vor lan­ger Zeit voraussagten, schauen jetzt diese Diener. (162, 9 - 11)

66. Nicht alle meine Stimmträger wa­ren fähig und willens, sich vorzuberei­ten, um Mir zu dienen, und oftmals musste Ich mein Licht auf unreine Ver­standesorgane herabsenden, die mit Unnützem, wenn nicht sogar mit Sünd­haftem beschäftigt waren. Sie haben durch ihre Verfehlung meine Gerech­tigkeit auf den Plan gerufen, denn ihr Verstand war jeder Inspiration beraubt und ihre Lippen jeder Beredsamkeit, um die Göttliche Botschaft auszudrü­cken.

67. In diesen Fällen hat die Hörer­schar ihre Ohren gegenüber jenen arm­seligen Kundgaben verschlossen, hat dafür jedoch ihren Geist geöffnet, um in ihr meine Gegenwart zu fühlen und meine Essenz zu empfangen. Das Volk nährte sich von der Essenz, die ihr meine Barmherzigkeit in jenem Au­genblicke sandte; aber der Stimmträger verhin­derte eine Botschaft, die nicht von seinen Lippen kam, und zwang so die Anwesenden, von Geist zu Geist mit ihrem Meister Zwiesprache zu halten, obwohl sie noch nicht vorbe­reitet wa­ren, meine Inspiration in die­ser Form zu empfangen. (294, 49)


Die Form der Kundgaben

68. Die Unterweisung des Meisters beginnt immer in derselben Weise, weil sie die gleiche Liebe enthält. Sie beginnt in Liebe und endet in Barm­herzigkeit - zwei Worte, in denen meine ganze Lehre enthalten ist. Diese hohen Empfindungen sind es, die dem Geist Kraft geben, um die Regionen des Lichtes und der Wahrheit zu errei­chen. (159, 26)

69. Ihr könntet sagen, dass die äußere Form der Sprache, in der Ich in der "Zweiten Zeit" sprach, und diejenige, die Ich jetzt gebrauche, unterschiedlich ist, und zum Teil würdet ihr recht ha­ben. Denn Jesus sprach damals zu euch mit den Ausdrucksweisen und den Redewendungen der Völkerschaften, in denen er lebte, so wie Ich es heute im Hinblick auf die Geistesart derer tue, die mein Wort vernehmen. Aber der geistige Gehalt, den jenes Wort ver­mittelt, das damals und heute gegeben wurde, ist derselbe, ist ein einziger, ist unwandelbar. Dennoch ist dies von vielen unbeachtet geblieben, deren Herzen verhärtet sind und deren Verstand verschlossen ist. (247, 56)

70. O Ungläubige! Kommt und hört Mir oft zu, mein Wort wird euren Zweifel überwinden. Wenn ihr den Eindruck habt, dass die Ausdrucks­weise meines Wortes nicht dieselbe ist, die Ich einst hatte, so sage Ich euch, dass ihr euch nicht an die Form, an das Äußerliche halten sollt, sondern den Sinngehalt suchen sollt, welcher der gleiche ist.

71. Die Essenz, der Sinngehalt ist immer nur einer, weil das Göttliche ewig und unwandelbar ist; aber die Form, in der die Offenbarung zu euch gelangt oder durch welche Ich euch einen weiteren Teil der Wahrheit wis­sen lasse, zeigt sich immer im Einklang mit der Aufnahmefähigkeit oder der Entwicklung, die ihr erreicht habt. (262, 45)

Die Gegenwart jenseitiger Wesenhei­ten bei den Unterweisungen Christi

72. Wahrlich, Ich sage euch, in den Augenblicken, in denen mein Wort das Verstandesvermögen des Menschen durchstrahlt, sind hier Tausende und Abertausende von entkörperten We­senheiten bei meiner Kundgebung anwesend und lauschen meinem Worte; ihre Zahl ist immer größer als die derer, die sich in der Materie ein­stellen. Wie ihr, dringen sie langsam aus der Finsternis empor, um in das Reich des Lichtes einzugehen. (213, 16)

73. Dieses mein Wort hört ihr auf Erden durch das menschliche Verstan­desvermögen, und auf einer höheren Lebensstufe als der euren vernehmen es die Bewohner derselben, andere Geistwesen, gleichfalls; ebenso wie es die Geistwesen anderer, noch höherer Lebensebenen hören, die dort zuhause sind. Denn dies "Konzert", das der Vater in der "Dritten Zeit" mit den Lichtgeistern aufführt, ist universell.

74. Ich habe es gesagt: Mein Strahl ist universell, mein Wort und meine (darin enthaltene) Geistessenz sind gleichfalls universell, und selbst auf der höchsten Stufe, welche Geistwesen erreicht ha­ben, vernehmen sie Mich. Ihr hört Mich derzeit bei dieser Kund­gabe auf die unvollkommenste Art und Weise, welche die durch den Menschen ist.

75. Deshalb bereite Ich euch nun für höhere Kundgaben vor, damit ihr, wenn ihr in das Geistige eingeht und diese Erde ganz verlasst, euch dann mit einer neuen Lebensstufe vereinen könnt, um das "Konzert" zu verneh­men, das der Vater mit eurem Geist zusammen aufführt.

76. Heute befindet ihr euch noch in der Materie, erquickt euer Herz und euren Geist an diesem Worte, und jene We­senheiten, die euch auf Erden ange­hörten, die ihr noch immer Vater, Gatte, Gattin, Bruder, Kind, Verwandte oder Freund nennt, sind auf andern Lebensstufen und vernehmen das glei­che Wort; doch für sie ist sein Sinnge­halt, seine Essenz eine andere, auch wenn sie dieselbe Beglückung, dieselbe Erquickung, die gleiche Ermutigung und dasselbe Brot genießen. (345, 81 - 82)

77. Ich sende zu jeder Welt einen Strahl meines Lichtes. Zu euch habe Ich dies Licht in Form von menschli­chen Worten gelangen lassen, so wie es zu andern Heimstätten mittels Inspira­tion gelangt.

78. Im Lichte jenes Göttlichen Strah­lens werden sich alle Geistwesen ver­einen, indem sie aus ihm eine Him­melsleiter machen, die sie zum selben Punkt geleitet, zum Geistigen Reich, das euch allen verheißen ist, die ihr geistige Teilchen meiner Göttlichkeit seid. (303, 13 - 14)

Die zeitliche Begrenzung der Kundgaben

 79. Mein Reich kommt auf die lei­dende Menschheit herab, und mein Wort ertönt durch die Auserwählten dieser Zeit, damit jene, die Mich ver­nehmen, zum Trost ihrer Mitmenschen werden.

80. Zu allen Zeiten hatte Ich Mittler zwischen den Menschen und meiner Göttlichkeit; es waren die von Herzen Sanftmütigen und Demütigen, derer Ich Mich bedient habe. Ich bereite nun die neuen Botschafter meiner Unterwei­sungen vor, damit diese Frohbotschaft unter den Menschen das Erwachen zum Geistigen Leben sei.

81. Wie viele derer, die befähigt sind, eine edle geistige Mission zu erfüllen, schlafen noch, über die Welt verstreut! Sie werden erwachen, und ihren geisti­gen Fortschritt werden sie beweisen, wenn sie in der Hochherzigkeit ihrer Empfindungen zu nützlichen Wesen für ihre Nächsten werden. Sie werden demütig sein und niemals mit Überle­genheit prahlen. (230, 61 - 63)

82. Mein Werk muss unverfälscht zur Menschheit gelangen, damit diese auf­bricht, um mein Gesetz zu erfüllen, indem sie das Kreuz ihrer Erlösung umarmt.

83. Ich habe es den Menschen, der ganzen Menschheit verheißen, und Ich werde es erfüllen, weil mein Wort das eines Königs ist; Ich werde ihr durch meine Jünger den goldenen Weizen meines Wortes senden, und dieser wird den Menschen zur Zurüstung dienen, damit sie sich bald der Zwiesprache von Geist zu Geist erfreuen können. Denn nach 1950 werde Ich Mich weder hier noch an irgendeinem andern Ort nochmals durch das Verstandesvermö­gen eines Stimmträgers kundgeben. (291, 43 - 44)

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¨ Bezugnahme auf das Gleichnis Jesu von den "Arbeitern im Weinberg"
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Kapitel 5 - Der Grund für die neue Gottesoffenbarung

Der Erlösungswille Gottes

1. Wenn es auf der Welt keine Un­wissenheit gäbe, wenn kein Blut flösse, wenn es nicht Schmerz und Elend gäbe, wäre kein Grund vorhanden, dass mein Geist sich materialisiert, indem er sich euren Sinnen wahrnehmbar macht. Aber ihr braucht Mich. Ich weiß, dass nur meine Liebe euch in diesen Zeiten retten kann, und daher bin Ich gekom­men.

2. Wenn Ich euch nicht lieben würde – was würde es schon bedeuten, dass ihr euch zugrunde richtet, und was bedeu­tete schon euer Schmerz? Doch Ich bin euer Vater – ein Vater, der den Schmerz des Kindes in sich fühlt, weil jedes Kind ein kleiner Teil von ihm ist. Darum gebe Ich euch in jedem meiner Worte und in jeder Inspiration das Licht der Wahrheit, das für den Geist das Leben bedeutet. (178, 79 - 80)

3. Hier bin Ich unter euch und poche an euer Herz. Meint ihr etwa, dass mein Friede vollkommen ist, wenn Ich euch in ständigen Feindschaften ver­strickt sehe? Deshalb bin Ich als Gro­ßer Streiter gekommen, um gegen die Finsternis und das Böse zu kämpfen, und mit Mir sind gleichfalls die Geister des Guten gekommen, die Geistige Welt, um mein Werk zu vollenden. Wie lange wird dieser Kampf dauern? : Bis alle meine Kinder gerettet sind. Aber Ich habe nicht Schmerz mit Mir gebracht, Ich will euch nur durch Liebe umwandeln. 268, 31)

4. Mein Wort wird den Menschen wie in vergangenen Zeiten wiederum unbe­quem sein, doch werde Ich ihnen die Wahrheit sagen. Ohne jemanden bloß­zustellen, nannte Ich den Heuchler einen Heuchler, den Ehebrecher einen Ehebrecher, und böse den Bösewicht. Die Wahrheit war entstellt worden, und es war notwendig, dass sie wieder er­strahlte, so wie jetzt, wo die Wahrheit verheimlicht worden ist, und deshalb muss sie erneut vor den Augen der Menschen ans Licht kommen. (142, 31 o.)

5. Nicht ein Mal, sondern mehrere Male und auf verschiedene Weise ver­kündete und verhieß Ich meinen Jün­gern mein erneutes Kommen. Ich kün­digte euch die Zeichen an, die mein Kommen anzeigen würden – Zeichen in der Natur, Ereignisse in der Menschheit, weltweite Kriege, die Sünde auf ihrem Höhepunkt. Damit die Welt nicht einem Irrtum erliege und Mich erneut als Mensch erwarte, ließ Ich sie wissen, dass Christus "auf der Wolke" käme, das heißt im Geiste.

6. Jene Verheißung wurde erfüllt. Hier ist der Meister im Geiste und spricht zur Welt. Hier ist der Herr des Friedens und des Reiches des Lichts, der eine unermesslich große Arche baut, in der die Menschen Zuflucht finden und sich retten können wie in der "Ersten Zeit", als Noah die Arche baute, um den menschlichen Samen zu retten.(122, 52 - 53)

7. Die Art und Weise, in der Ich Mich in dieser Zeit offenbart habe, ist anders als die der "Zweiten Zeit", doch meine Absicht ist die gleiche: Die Menschheit zu retten, sie aus jenem Wirbelsturm zu entfer­nen, dem sie auf ihrem Weg be­gegnet ist und dem sie nicht zu entrin­nen ver­mochte.

8. Die Versuchung ist in all ihrer Macht entfesselt, und der Mensch ist wie ein kleines Kind gefallen und hat große Leiden erfahren. Er leert seinen Leidenskelch und ruft nach Mir in seiner tiefen Verwirrung, und der Vater ist bei ihm gewesen.

9. Noch sind in dem Kelch die Hefen übrig geblieben, doch Ich werde euch helfen, jene Schmerzen zu ertragen, welche die Folge eures Ungehorsams sind. Wohl euch, die ihr Mich hört, denn ihr werdet stark sein! Doch was wird mit den andern sein, wenn sie jenes große Leid trifft? Wird ihr Geist aus Mangel an Glauben zusammenbre­chen? Das Gebet Israels¨ muss ihnen Halt geben. (337, 38)

10. Ich suche euch mit unendlicher Liebe. Ich habe in euren Geist so viel Anmut und so viele Gaben gelegt, dass Ich nicht bereit bin, auch nur ein einzi­ges meiner Kinder zu verlieren. Ihr seid Teil meines Geistes, seid etwas von meinem Wesen – kann es falsch sein, dass Ich euch mit soviel Eifer und sol­cher Liebe suche?

11. Immer, wenn Ich herabkomme, um euch mein Wort zu geben, finde Ich "Letzte" unter den Scharen; es sind jene, die Mich in ihren Herzen am meisten fragen. Doch Ich bin ihnen zu Gefallen und antworte immer auf ihre Fragen.

12. Heute fragen Mich die zuletzt Gekommenen, was der Zweck meiner Wiederkunft ist, worauf Ich antworte, dass der Sinn der ist, den Menschen zu befähigen, durch sich selbst zu seiner ursprünglichen Reinheit zurückzukeh­ren. (287, 19 - 20)

Die Beseitigung von Irrtümern und veräußerlichten Kultformen

13. Die "Dritte Zeit" ist für die Menschheit voll und ganz angebro­chen. Es sind etwa 2000 Jahre vergan­gen, seit Ich euch mein Wort gegeben habe; doch jene Lehre ist trotz der verstrichenen Zeit noch nicht von der ganzen Menschheit erkannt worden, weil Ich nicht von all meinen Kindern geliebt werde. Dennoch bringen Mir alle Verehrung entgegen, alle suchen einen einzigen Göttlichen Geist, wel­cher der meine ist. Doch Ich sehe keine Einigkeit unter den Menschen, Ich sehe unter ihnen nicht denselben Glauben, dieselbe Erhebung und Erkenntnis, und daher komme Ich als Heiliger Geist, um sie in Mir zu vereinen, um sie mit meiner Lehre der Wahrheit zu vervoll­kommnen, mit meinem unwandelbaren Worte, mit meinem Gesetz der Liebe und Gerechtigkeit. (316, 4)

14. Die Trübung des Verstandes, der Mangel an Glauben, die Unkenntnis der Wahrheit sind Finsternis für den Geist, und darum befindet sich die Menschheit heute auf einem Irrweg. Wie haben sich jene Menschen ver­mehrt, die dahinleben, ohne zu wissen oder wissen zu wollen, wohin sie ge­hen!

15. Ich wusste, dass für die Men­schen eine solche Zeit kommen würde, voller Schmerz, Verwirrung, Unsicher­heit und Misstrauen. Ich versprach, euch aus dieser Finsternis zu retten, und hier bin Ich: Ich bin der Geist der Wahrheit. Weshalb wollt ihr Mich erneut als Mensch? Erinnert ihr euch nicht, dass Ich als Mensch starb und euch sagte, dass Ich euch in meinem Reiche er­warten würde? Damit machte Ich euch begreiflich, dass der Geist ewig ist, unsterblich. (99, 7 - 8)

16. Mein Wort in dieser Zeit erinnert euch an das Vergangene, offenbart euch die Geheimnisse und kündigt euch das Kommende an. Es wird alles richtig stellen, was die Menschen ver­bogen und entkräftet haben; denn Ich als Hüter der Wahrheit komme mit dem Schwert meines Eifers und meiner Gerechtigkeit, um alles Falsche nieder­zureißen, um die Heuchelei und die Lüge zu zerschlagen, um erneut die Händler aus dem Tempel der Wahrheit zu verjagen.

17. Begreift, dass ihr die Wahrheit nicht in Büchern, Ratschlägen oder Geboten von Menschen zu suchen braucht, euren geistigen Aufstieg zu erlangen.

18. Ihr alle müsst gerettet werden,
Ich entdecke nicht einen, der bereits auf festem Boden steht. Ihr seid Schiff­brüchige inmitten einer Sturmesnacht, in der jeder um sein eigenes Leben ringt, ohne an seinen Nächsten zu den­ken, weil sein Leben in Gefahr ist.

19. Doch wahrlich, Ich sage euch, Ich bin euer einziger Retter, der ein weite­res Mal auf der Suche nach denen her­beikommt, die sich verirrt haben, weil sie sich von der Schifffahrtsroute ent­fernt haben, welche das Gesetz ist. Ich erhelle euren Weg, damit ihr an Land kommt, zu jenem gesegneten Land, das euch erwartet, weil es in seinem Schoße unendliche Schätze für den Geist birgt. (252, 37 - 40)

20. So, wie man den Göttlichen Wei­sungen einst falsche Deutungen gege­ben hat, ebenso wurde meine Lehre in dieser Zeit verfälscht; und so wurde es notwendig, dass der Meister erneut kam, um euch zu helfen, euch von euren Irrtümern frei zu machen, da es von sich aus nur sehr wenige schaffen, sich aus ihren Verirrungen zu befreien.

21. Zwar versprach Ich euch schon damals, dass Ich wiederkommen wür­de; doch muss Ich euch auch dies sa­gen, dass Ich es tat, weil Ich wusste, dass eine Zeit kommen würde, in der die Menschheit in der Überzeugung, auf dem Wege meiner Lehren zu wan­deln, sehr weit von ihnen entfernt sein würde; und dies ist die Zeit, für die Ich meine Wiederkunft ankündigte. (264, 35 - 36)

22. In der Zweiten Zeit wurde Christus – derselbe, der in diesem Au­genblicke zu euch spricht – Mensch und wohnte auf Erden. Doch jetzt ist er im Geiste bei euch und erfüllt so ein Verspre­chen, das er der Menschheit gegeben hat: das Ver­sprechen, in einer neuen Zeitepoche wiederzukommen, um euch den höchsten Trost und das Licht der Wahrheit zu bringen und dabei alles zu erhellen und zu erläutern, was den Menschen offenbart worden ist. (91, 33)

23. Die Menschheit ist orien­tie­rungs­los, doch Ich bin gekommen, um sie durch das Licht des Heiligen Geis­tes zu führen, und damit sie mein Wort an seinem Sinngehalt erkennt.

24. Im Laufe der Zeit sind jene Schriften, die meine Jünger hinter­ließen, von den Menschen verändert worden, und darum gibt es Zwietracht unter den Konfessionen. Doch Ich werde alle meine Lehren erläutern, um die Menschheit in einem einzigen Licht und in einem einzigen Willen zu verei­nigen. (361, 28 - 29)

25. Heute bricht für die Welt eine neue Etappe an, in der der Mensch größere Freiheit im Denken anstreben wird, in der er kämpfen wird, um die Ketten der Knechtschaft zu sprengen, die sein Geist mit sich geschleppt hat. Es ist die Zeit, in der ihr die Völker im Verlan­gen nach geistiger Nahrung und wah­rem Licht die Schranken des Fana­tismus überschreiten sehen werdet, und Ich sage euch, dass keiner der auch nur einen Augenblick das Glück erlebt, sich frei zu fühlen, um nachzudenken, zu forschen und zu handeln, jemals wieder freiwillig in sein Gefängnis zu­rück­kehren wird. Denn nun haben seine Augen das Licht geschaut, und sein Geist war entzückt angesichts der Göttlichen Offenbarungen. (287, 51)

26. Ich wusste, dass die Menschen meine Lehre von Generation zu Gene­ration immer mehr mystifizieren, mein Gesetz verändern und die Wahrheit verfälschen würden. Ich wusste, dass die Menschen meine Verheißung, zu­rückzukehren, ver­ges­sen würden, und dass sie sich nicht mehr als Brüder betrachten, sich gegenseitig mit den grausamsten, feigsten und unmensch­lichsten Waffen töten wür­den.

27. Doch nun ist die Zeit und der ver­heißene Tag gekommen, und hier bin Ich. Verurteilt nicht die Art und Weise, die Ich gewählt habe, um Mich euch kundzutun; denn nicht die Welt hat Mich zu richten, sondern Ich bin es, der die Menschheit richtet, weil jetzt die Zeit ihres Gerichts ist.

28. Ich errichte ein Reich im Herzen der Menschen – kein irdisches Reich, wie viele es erwarten, sondern ein geistiges – dessen Macht der Liebe und der Gerech­tigkeit entspringt und nicht den Mächten der Welt.

29. Ich sehe, dass manche erstaunt sind, Mich so sprechen zu hören; doch Ich frage euch: Warum wollt ihr Mich euch immer mit Seide, Gold und Edel­steinen bekleidet vorstellen? Warum wollt ihr zu allen Zeiten, dass mein Reich von dieser Welt ist, während Ich euch das Gegenteil offenbarte? (279, 61 - 64)

30. Ich habe euch bereits vorausge­sagt, dass der Kampf heftig sein wird, denn jeder hält seine Religion für voll­kommen und seine Art sie auszuüben für untadelig. Doch Ich sage euch, dass wenn es so wäre, Ich keinen Grund gehabt hätte, in dieser Zeit zu kommen und zu euch zu sprechen.

31. Ich gebe euch durch Inspiration eine zutiefst geistige Lehre, weil Ich sehe, dass das Heidentum in euren Kultformen regiert, und dass der schlechte Same des Fanatismus euch mit Unwissenheit und Hassgefühlen vergiftet hat.

32. Mein Schwert des Lichtes ist in meiner Rechten, Ich bin der Streiter und König, der alles Widersetzliche, alles bestehende Übel und alles Falsche zerstört. Wenn mein Kampf zu Ende ist, und die Herzen gelernt haben, sich zu vereinen, um zu beten und zu leben, wird der Blick eures Geistes Mich im unendlichen Licht und im ewigen Frie­den entdecken. "Dies ist mein Reich", werde Ich euch sagen, "und Ich bin euer König, denn dazu bin Ich da, und dazu habe Ich euch erschaffen: um zu herrschen." (279, 72 - 74)

Aufklärung über das wahre Leben

33. Alle Menschen wissen, dass Ich der Vater alles Geschaffenen bin, und dass die Bestimmung der Wesen in Mir ist. Dennoch habe Ich von ihnen weder ihre Aufmerksamkeit noch ihre Ach­tung empfangen. Sie erschaffen gleich­falls, sind auch Herren, und glauben Macht zu haben über das Geschick ih­rer Nächsten – wozu sich also vor Mir beugen?

34. Auf diese Weise hat der Mensch meine Geduld auf die Probe gestellt und meine Gerechtigkeit herausgefor­dert. Ich habe ihm Zeit gegeben, um die Wahrheit zu finden, aber er hat nichts von Mir annehmen wollen. Ich kam als Vater und wurde nicht geliebt; danach kam Ich als Meister und wurde nicht verstanden; doch da es notwendig ist, die Menschheit zu retten, komme Ich jetzt als Richter. Ich weiß, dass der Mensch gegen meine Gerechtigkeit aufbegehren wird, denn er wird Mich auch als Richter nicht verstehen und wird sagen, dass Gott sich gerächt hat.

35. Ich wollte, alle würden begreifen, dass Gott keine Gefühle der Rache hegen kann, weil Seine Liebe voll­kommen ist. Ebenso wenig kann er den Schmerz senden; ihr selbst seid es, die ihn durch eure Sünden anziehen. Meine Göttliche Gerechtigkeit steht über eu­rem Leid und selbst eurem Tod. Der Schmerz, die Hindernisse, die Misser­folge sind die Prüfungen, die der Mensch sich ständig auferlegt, und die Früchte seiner Saat sind das, was er nach und nach erntet. Mir genügt es, bei jeder dieser Lebenskrisen mein Licht zu eurem Geiste gelangen zu lassen, damit er sein Heil erreicht. (90, 5 - 7)

36. Es ist der Geist der Wahrheit, der hernieder kommt, um Geheimnisse aufzuklären und euch das notwendige Wissen zu offenbaren, um euch des wahren Lebens zu erfreuen. Er ist der Göttliche Trost, der sich auf eure Lei­den ergießt, um euch ein Zeugnis dafür zu geben, dass das Göttliche Gericht nicht Strafe noch Rache ist, sondern ein Gericht der Liebe, um euch zum Licht, zum Frieden und zur Seligkeit zu brin­gen. (107, 24)

37. Wisset, dass der, der etwas von dem versteht und erkennt, das jenen vorbehalten ist, die sich emporschwin­gen, seinen Geist nicht mehr von jenem Lichte losreißen kann, das ihm offen­bart wurde. Ob er unbekannte Welten betritt oder ein ums andere Mal zur Erde zurückkehrt: was er einmal als einen göttlichen Lichtfunken empfing, wird immer wieder aus dem Reinsten seines Wesens empor dringen als Ah­nung, als eine Göttliche Inspiration. Zuweilen wird es wie ein süßes Erwa­chen oder wie ein himmlischer Gesang aufleben, welcher das Herz mit Wonne überfluten wird, wie eine Sehnsucht nach Rückkehr in die geistige Heimat. Das ist es, was meine Lehre für die Geistwesen bedeutet, die in dieses Leben zurückkehren. Dem Anschein nach vergisst der Geist seine Vergan­genheit, aber in Wahrheit verliert er die Kenntnis meiner Unterweisung nicht.

38. Denen, die daran zweifeln, dass es das Göttliche Wort ist, das in diesem Augenblick und in dieser Form zu ihnen spricht, sage Ich, dass, wenn sie Mir nicht jenen Namen geben wollen, wenn sie dies Wort nicht dem Göttli­chen Meister zuschreiben wollen, sie sich den Sinngehalt dieser Unterwei­sung vornehmen, jedem seiner Gedan­ken auf den Grund gehen sollen; und wenn sie beim Nachdenken über das, was sie vernommen haben, zu dem Schluss kommen, dass es Licht und Wahrheit für die Menschheit enthält, sollen sie es als Maßstab für ihre Schritte auf Erden verwenden und damit ihr Leben umwandeln.

39. Ich weiß, dass Ich euch die wahre Weisheit übergebe; was die Menschen glauben, ändert nicht das Geringste an meiner Wahrheit. Doch es ist notwen­dig, dass der Mensch die Gewissheit dessen hat, was er glaubt, was er weiß und was er liebt. Nur deswegen stelle Ich Mich bisweilen in meinen Kundge­bungen auf das Niveau der Menschheit, um so zu erreichen, dass sie Mich er­kennt. (143, 54 - 56)

40. Die Vorstellung, die die Men­schen von Mir haben, ist sehr begrenzt, ihre Erkenntnis über das Geistige sehr ge­ring, ihr Glaube sehr klein.

41. Die Religionen schlummern in einem jahrhundertelangen Traum, ohne einen Schritt voranzukommen, und wenn sie erwachen, sind sie nur in ihrem Innern rege und wagen nicht, den Kreis zu durchbrechen, den sie sich durch ihre Traditionen geschaffen ha­ben.

42. Es werden die Geringgeachteten, die Armen, die Einfachen und Unwis­senden sein, die im Verlangen nach Licht, nach einem reinen geistigen Umfeld, nach Wahrheit und Fortschritt jenen Kreis verlassen. Sie sind es, die die Glocke und den Weckruf erschallen lassen werden, wenn sie die Zeit mei­ner neuen Offenbarungen im Zeitalter der Vergeistigung kommen fühlen.

43. Die Menschen möchten das Ge­heimnis des Geistigen Lebens entde­cken - jenes Daseins, in das sie unwi­derruflich eingehen müssen und wel­ches kennen zu lernen sie eben deshalb interessiert.

44. Die Menschen fragen, betteln, bitten um Licht aus Barmherzigkeit, weil sie die Notwendigkeit zur Vorbe­reitung fühlen; doch als Antwort auf alles sagt man ihnen, dass das Geistige Leben ein Geheimnis sei und dass der Wunsch, den Schleier zu lüften, der es bedeckt, eine Anmaßung und eine Gotteslästerung sei.

45. Wahrlich, Ich sage euch, jene nach Wahrheit und nach Licht Dürs­tenden werden die Quelle, deren Was­ser ihren Durst löscht, nicht auf der Welt finden. Ich werde es sein, der jenes Wasser der Weisheit, das die Geistwesen zu trin­ken verlangen, vom Himmel herabsen­det. Ich werde mei­nen Brunnquell der Wahrheit auf jeden Geist und jeden Verstand ergießen lassen, damit die "Geheimnisse" zu­nichte werden. Denn Ich sage euch noch einmal, dass nicht Ich es bin, der sich für die Menschen in Geheimnisse hüllt, sondern ihr es seid, die sie er­schaffen.

46. Zwar wird es in eurem Vater im­mer etwas geben, das ihr niemals er­kennen werdet, wenn ihr bedenkt, dass Gott unendlich ist, und dass ihr nur Partikelchen seid. Aber dass ihr nicht wissen sollt, wer ihr in der Ewigkeit seid, dass ihr für euch selbst ein un­durchdringliches Geheimnis sein sollt, und dass ihr warten müsst, bis ihr in das Geistige Leben eintretet, um es kennen zu lernen - dies ist von Mir nicht vorgeschrieben.

47. Es ist richtig, dass in den vergan­genen Zeiten nicht in dieser Weise zu euch gesprochen wurde und auch keine weitreichende Aufforderung dazu er­ging, in das Licht geistiger Erkennt­nisse vorzudringen; aber nur deshalb nicht, weil die Menschheit in der Ver­gangenheit nicht die dringende Not­wendigkeit, zu wissen, fühlte, die sie heute fühlt, noch geistig und verstan­desmäßig befähigt war, zu verstehen. Wenn sie auch immer suchte und her­umstocherte, so geschah dies doch mehr aus Neugierde als aus wirklichem Verlangen nach Licht.

48. Damit die Menschen den Weg finden, der sie zu jenem Lichte führt, und damit sie in der Lage sind, jenes Wasser der Quelle des Lebens und der Weisheit zu empfangen, müssen sie zuvor jeden äußerlichen Kult aufgeben und aus ihren Herzen jeden Fanatismus beseitigen. Wenn sie dann in ihren Herzen die Gegenwart des lebendigen und allmächtigen Gottes zu fühlen beginnen, werden sie aus dem Inners­ten ihres Wesens eine neue unbekannte Andächtigkeit aufsteigen fühlen, voll Empfindung und Aufrichtigkeit, voll Erhebung und Herzlichkeit, welche das wahre Gebet sein wird, offenbart durch den Geist.

49. Dies wird der Beginn seines Auf­stiegs zum Lichte sein, der erste Schritt auf dem Wege zur Durchgeistigung. Wenn der Geist dem Menschen das echte Gebet offenbaren kann, wird er ihm auch alle Fähigkeiten offenbaren können, die er besitzt, sowie die Art und Weise, sie zu entfalten und auf den Weg der Liebe zu leiten. (315, 66 - 75)

50. Ihr könnt in meiner Kundgebung dieselben Unterweisungen wie die der "Zweiten Zeit" finden; aber in dieser Ära habe Ich euch durch das Licht meines Heiligen Geistes das Uner­gründliche offenbart, und in der Zwie­sprache von Geist zu Geist werde Ich euch weiterhin neue und sehr große Lehren offenbaren. Den ganzen Inhalt des Sechsten Siegels werde Ich euch in dieser Offenbarungsepoche bekannt machen, die euch für die Zeit vorbe­reiten wird, in der Ich das Siebte Siegel lösen werde. So werdet ihr das "Uner­gründliche" immer mehr erkennen; so werdet ihr entdecken, dass die Geistige Welt die Heimstätte aller Geistwesen ist, das unendliche und wunderbare Vaterhaus, das euch im hohen Jenseits erwartet, wo ihr den Lohn für die Werke empfangen werdet, die ihr mit Liebe und Barmherzigkeit an euren Mitmenschen getan habt. (316, 16)

Die Entwicklung, Vergeistigung und Erlösung des Menschen

51. Ich gebe euch Meine Unterwei­sung nicht nur als einen moralischen Zügel für eure materielle Natur; viel­mehr könnt ihr mit ihr die größeren Höhen eurer geistigen Vollendung ersteigen.

52. Ich gründe keine neue Religion unter euch, diese Lehre verleugnet die vorhanden Religionen nicht, wenn sie auf Meiner Wahrheit gegründet sind. Dies ist eine Botschaft der Göttlichen Liebe für alle, ein Ruf an alle gesell­schaftlichen Einrichtungen. Wer die Göttliche Absicht versteht und meine Gebote erfüllt, wird sich zum Fort­schritt und zur Höherentwicklung sei­nes Geistes hingeführt fühlen.

53. Solange der Mensch nicht die Vergeistigung begreift, die er in seinem Leben haben muss, wird der Friede noch lange nicht zu einer Realität auf der Welt werden. Wer dagegen mein Liebesgesetz erfüllt, wird weder den Tod noch das Gericht fürchten, das seinen Geist erwartet. (23, 12 - 13o.)

54. Ich will euch mit diesen Offenba­rungen nicht nur den Frieden der Welt bringen und euch die Leiden durch körperliche Linderung erleichtern. Ich gebe euch mit dieser Kundgebung die großen Lehren, die zu euch von eurer geistigen Entwicklung sprechen. Denn wenn Ich euch nur die Güter der Welt hätte bringen wollen - wahrlich, Ich sage euch, dafür hätte genügt, die Wis­senschaftler zu beauftragen, die ich durch Intuition erleuchte, und denen Ich die Geheimnisse der Natur offen­bart hätte, damit sie aus ihr den Heil­balsam nähmen, um euch von euren körperlichen Leiden zu heilen.

55. Mein Werk will euch weitere Ho­rizonte zeigen, jenseits eures Planeten, mit jener unendlichen Zahl von Wel­ten, die euch umgeben - Horizonte, die kein Ende haben, die euch den Weg zur Ewigkeit weisen, die euch gehört. (311, 13 - 14)

56. Meine geistige Lehre hat ver­schie­dene Ziele oder Aufgaben: eine ist jene, den Geist in seiner Verbannung zu trösten und ihr begreiflich zu ma­chen, dass der Gott, der sie schuf, sie ewig in seinem Reich des Friedens erwartet. Eine andere ist, sie wissen zu lassen, über wie viele Gaben und Fä­higkeiten sie verfügen kann, um ihre Rettung und ihre Erhebung oder Ver­vollkommnung zu erreichen.

57. Dies Wort bringt die Botschaft der Vergeistigung, die den Menschen die Augen öffnet, damit sie die Wirk­lich­keit von Angesicht schauen, die sie nur in dem, was sie sehen, in dem, was sie berühren, oder in dem, was sie mit ihrer menschlichen Wissenschaft be­weisen, zu finden glauben, ohne sich bewusst zu werden, dass sie dabei das Vergängliche "Realität" nennen, und das Ewige, wo die wahre Realität exis­tiert, verkennen und leugnen.

58. Lasst diese Botschaft von Nation zu Nation, von Haus zu Haus gehen und ihre Saat des Lichtes, des Trostes und des Friedens hinterlassen, damit die Menschen einige Augenblicke in­nehalten und ihrem Geist eine Ruhe­pause gönnen, die unerlässlich ist, damit er sich besinnt und sich erinnert, dass jeder Augenblick der seiner Rück­kehr zur geistigen Welt sein kann, und dass von seinen Werken und seiner Saat auf der Welt die Frucht abhängt, die er bei seiner Ankunft im geistigen Leben erntet. (322, 44 - 46).

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¨ Dieser Name bezieht sich auf das neue Gottesvolk, das "Geistige Israel",
nicht auf die Bewohner des Staates Israel oder das jüdische Volk insgesamt (Näheres siehe Kap. 39)

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Kapitel 6 - Das Dritte Testament und das Große Buch des Lebens

Das Buch der Liebe, der Wahrheit und Weisheit Gottes

1. Das Buch meines Wortes ist das Buch der göttlichen und wahren Liebe; in ihm werdet ihr die unveränderliche Wahrheit finden. Greift zu ihm, und ihr werdet die Weisheit finden, die euch hilft, euch zu entwickeln und den Frie­den in der Ewigkeit zu erlangen. Ver­gehen wird sich, wer seinen Sinngehalt verfälscht oder verändert, und derje­nige wird mein Gesetz schwerwiegend verletzen, welcher ein einziges Wort weglässt oder hinzufügt, das nicht im Einklang mit meiner vollkommenen Lehre ist.

2. Erhaltet dies Wort in seiner ur­sprünglichen Reinheit, denn es ist das schönste Erbe, das Ich dem Menschen hinterlassen werde. Schreibt meine Unterweisung nieder und macht sie euren Mitmenschen bekannt; bewahrt sie treulich, denn ihr seid verantwort­lich für dieses Erbe.

3. Morgen wird der Mensch in ihr den Wesenskern meiner Offenbarung fin­den, welche ihn mit dem Lichte ihrer Lehren auf den Weg der Wahrheit führen wird.

4. Von Eltern auf die Kinder werden diese Schriften vermacht werden als ein Quell lebendigen Wassers, dessen Strom unerschöpflich hervorquellen und von Herz zu Herzen gehen wird. Studiert im großen Buch des Lebens, dem Buche der Vergeistigung, das euch die göttlichen Offenbarungen erklären wird, die ihr über die Zeiten hin erhalten habt.

5. Habe Ich euch nicht verheißen, dass jede Erkenntnis in ihrer ursprüng­lichen Wahrheit wiederhergestellt würde? Nun, dies ist die Zeit, die euch ange­kündigt wurde.

6. In Wahrheit sage Ich euch: Wer über die Unterweisungen meines Bu­ches nachdenkt und sie ergründet mit wahrhaftem Verlangen, seine Erkennt­nisse zu erhöhen, wird für seinen Geist das Licht gewinnen und Mich näher bei sich fühlen.

7. Die Mythen von früher und die von heute werden fallen; alles Mittel­mäßige und Falsche wird stürzen; denn der Zeitpunkt wird kommen, an dem ihr euch nicht mehr von Unvollkom­men­heiten nähren könnt, und dann wird sich der Geist auf der Suche nach der Wahrheit aufmachen, damit diese ihm als einzige Nahrung diene

8. In diesen Unterweisungen wird die Menschheit den Wesenskern meiner Offenbarungen finden, den sie bis heute aus Mangel an Vergeistigung nicht verstanden hat. Seit den alten Zeiten habe Ich ihn euch durch meine Gesandten, Boten und "Dolmetscher" anvertraut, doch er hat euch nur dazu gedient, Mythen und Traditionen aus ihm zu bilden. Überdenkt und studiert diese Belehrung mit Ehrfurcht und Liebe, wenn ihr euch Jahrhunderte von Verwirrung und Leid ersparen wollt. Doch bedenkt, dass ihr eure Aufgabe nicht erfüllen werdet, wenn ihr euch nur mit dem Besitz des Buches be­gnügt; nein, es soll euch wachrütteln und lehren, wenn ihr wahrhaft meine Jünger sein wollt. Lehrt mit dem Vor­bild, der Liebe und der Hilfsbereit­schaft, die Ich euch gezeigt habe. (20, 1 - 8)

9. Das Buch meiner Unterweisung besteht aus den Lehren, die Ich euch in dieser Zeit mittels des menschlichen Verstandesvermögens diktiert habe. Mit diesem Buch, das die Menschheit schließlich als das Dritte Testament anerkennen wird, sollt ihr meine Gött­liche Sache verteidigen.

10. Die Menschheit kennt nur das Gesetz der "Ersten Zeit", und was im Ersten und Zweiten Testament ge­schrieben steht; doch das Dritte wird nun vereinen und berichtigen, was die Menschen aus Mangel an Zurüstung und Verständnis verfälscht haben. Die Menschheit wird meine Botschaft stu­dieren müssen, damit sie, in den Kern jedes Wortes eindringend, ein einziges Ideal, eine einzige Wahrheit, ein- und- dasselbe Licht entdeckt, das sie zur Vergeistigung führen wird. (348, 26)

11. Ich offenbare euch das, was der Wissenschaftler euch nicht lehren kann, weil er es nicht kennt. Er hat in seiner irdischen Größe geschlafen und hat sich nicht zu Mir erhoben im Ver­langen nach meiner Weisheit.

12. Die Herzen der Geistlichen haben sich verschlossen, die in den verschie­denen Sekten und Religionsgemein­schaften das geistige Wissen lehren sollten, welches Größe und Reichtum für den Geist ist.

13. Ich habe gesehen, dass das Ge­setz und die Lehren, die Ich der Menschheit in vergangen Zeiten ver­machte, ver­borgen und durch Riten, äußerliche Kulte und Traditionen er­setzt worden sind.

14. Doch ihr, die ihr zutiefst erkennt, dass der Wesensgehalt dieses Wortes der gleiche ist, den Israel am Berge Sinai empfing und den die Menschen­scharen in der "Zweiten Zeit" von den Lippen Jesu vernahmen, sollt mit eurer Gottesverehrung und euren Werken lehren, dass man das Göttliche Gesetz um der Befolgung törichter Traditionen willen, die dem Geist nicht förderlich sind, nicht vergessen darf. (93, 10 – 13)

15. Ich habe euch an die Namen mei­ner Sendboten erinnert, durch die ihr Botschaften, Gebote, Prophetien und Belehrungen empfangen habt.

16. Auf diese Weise habe Ich den Inhalt aller vergangenen Unterweisun­gen in einer einzigen Unterweisung vereint.

17. Der Spiritualismus ist das Ver­mächtnis, in welchem sich die Drei Testamente in einem einzigen geisti­gen Buche vereinen. (265, 62 - 64)

18. Diese Lehre, die spirituell ge­nannt wird, weil sie das Geistige offen­bart, ist der für den Menschen vorge­zeich­nete Weg, auf dem er seinen Schöpfer kennen lernen, Ihm dienen und Ihn lieben wird. Es ist das "Buch", das die Menschen lehrt, ihren Vater in ihrem eigenen Nächsten zu lieben. Der Spi­ritualismus ist ein Gesetz, welches das Gute, das Reine, das Vollkommene gebietet.

19. Die Pflicht, dies Gesetz zu befol­gen, gilt für alle; dennoch zwingt es niemanden, es zu erfüllen, weil jeder Geist Willensfreiheit genießt, damit sein Kampf und alle seine Taten als seine eigenen Verdienste angerechnet werden können, wenn er gerichtet wird.

20. Erkennt also, dass diese Lehre die Flamme der Göttlichen Liebe ist, die vom ersten bis zum letzten meiner Kinder alle erleuchtet und ihnen Wärme gegeben hat. (236, 20 - 22)

Das Verhältnis zwischen der Geist­lehre und Jesu Lehre

21. Die Geistlehre ist keine Theorie, sie ist eine praktische Unterweisung sowohl für das menschliche Leben, als auch für das Leben des Geistes. Es gibt keine andere, umfassendere und voll­kommenere Unterweisung als sie. Sie begleitet euch, noch bevor ihr zur Erde kommt, sie folgt euch während des ganzen Tagewerks auf dieser Welt und verschmilzt mit eurem Geist, wenn er zu seiner vorigen Heimstatt zurück­kehrt.

22. Nicht Ich werde es sein, der aus euren Gottesdiensten die Liturgie und die Traditionen entfernt - es wird der Geist des Menschen sein, der sich un­willkürlich über seine alten Vorstellun­gen erhebt angesichts der Notwendig­keit größeren Lichtes, das seinen Ent­wicklungsweg erhellt. Bald wird der Mensch begreifen, dass das einzige, was er Gott darbringen kann, die Aus­übung der Liebe ist, denn Liebe be­deutet das Gute, Barmherzigkeit, Weisheit und Gerechtigkeit.

23. Der Spiritualismus löscht kein einziges der Worte aus, die Christus einst verkündete. Wenn es nicht so wäre, dürfte er sich nicht diesen Namen geben, da er sich der Wahrheit entge­genstellen würde. Wie könnte dies Wort gegen jenes sein, da es doch der­selbe Meister ist, der es ausspricht. Wenn ihr wirklich in den Sinngehalt dieser Lehre eindringen würdet, würdet ihr sehen, dass mein Wort von heute die Erklärung oder Erläuterung all dessen ist, was Ich einst sagte. Daher ist die Menschheit von heute und die der Zukunft in der Lage, mehr zu ver­stehen als die vergangenen Generatio­nen, und deswegen auch das Gesetz auf eine reinere, höhere und wahrhaftigere Weise zu erfüllen.
24. Wenn ihr eure Mitmenschen bei ihrer Religionsausübung genau beo­bachtet, werdet ihr sehen, dass sie das, was früher Gegenstand ihrer Anbetung war, jetzt ohne innere Anteilnahme betrachten. Der Grund dafür ist, dass der Geist von selbst erwacht und nach dem verlangt, was ihn wirklich nähren kann. Darum sage Ich euch, dass die äußerliche Kultausübung dieser Menschheit dazu bestimmt ist, zu ver­schwinden. (283, 27 - 30)

25. In diesem bescheidenen und schlichten, aber von Göttlichem Licht erfüllten Buche werden die Menschen die Klärung all ihrer Zweifel finden, sie werden die Ergänzung der Unterwei­sungen entdecken, die in vergangenen Zeiten nur zum Teil offenbart wurden, und sie werden die klare und einfache Art und Weise finden, all das auszule­gen, was in den alten Texten im Sinn­bild verborgen ist.

26. Wer sich nach Empfang dieser geistigen Botschaft von der Wahrheit ihres Inhalts überzeugt und darangeht, sein Verlangen nach Sinneseindrücken, seine Abgötterei und seinen Fanatis­mus zu bekämpfen, seinen Verstand und sein Herz von all jenen Unrein­heiten zu säubern, wird seinen Geist befreien und ihm Frohsinn und Frieden bescheren, denn nun wird er kämpfen können, um die Ewigkeit zu erringen, die ihn erwartet. Aber jene, die in ihrer äußerlichen Kultausübung fortfahren, die sich darauf versteifen, das der Welt Angehörige zu lieben, und die nicht an die Entfaltung oder Entwicklung des Geistes glauben - wahrlich, Ich sage euch, sie werden zurückbleiben und Tränen vergießen, wenn sie sich ihrer Zurückgebliebenheit und ihrer Unwis­senheit bewusst werden. (305, 4 - 5)

Die Auseinandersetzungen um des neuen Wortes willen

27. Wenn euch meine Lehre derma­ßen fremdartig erscheint, dass ihr meint, noch nie solche Worte vernom­men zu haben, obwohl ihr mich kennt, so sage Ich euch, dass eure Verwunde­rung die Folge eures Versäumnisses ist, den Kern dessen zu erforschen, was Ich euch in vergangen Zeiten offenbarte. Aus diesem Grund mag euch diese Lehre fremd oder neu vorkommen, obwohl dies Licht in Wirklichkeit im­mer in eurem Leben gegenwärtig ge­wesen ist. (336, 36)

28. Meine Lehre in dieser wie in der "Zweiten Zeit", wird die Menschheit erschüttern. Die Heuchler werden sich mit der Wahrhaftigkeit auseinanderset­zen müssen. Die Falschheit wird ihre Maske fallen lassen, und die Wahrheit wird erstrahlen. Die Wahrheit wird die Lüge überwinden, die diese Welt ein­hüllt.

29. Der Mensch wird fähig sein, all das zu begreifen und zu erkennen, was Vernunft und Wahrheit enthält; doch alles, was man ihn zu glauben zwang, auch wenn er es nicht verstehen würde, wird er selbst von sich weisen. Daher wird meine Lehre sich ausbreiten, weil sie Licht verströmt, das die Menschen benötigen. Euch¨ kommt ein großer Teil dieses Werkes zu, indem ihr euren Mitmenschen dessen Beginn und des­sen Zielsetzung offenbart. (237, 28 - 29)

30. Die Menschheit hungert nach mei­nem Wort, nach meiner Wahrheit. Die Menschen verlangen und ersehnen Licht für ihren Verstand, sie rufen nach Gerechtigkeit und erwarten Trost. Dies ist eine entscheidende Zeit. Wahrlich, Ich sage euch, viele Vorstellungen, Theorien und selbst Dogmen, die jahrhundertelang für Wahrheiten gehalten wurden, werden zu Boden stürzen und als falsch verworfen wer­den. Der Fanatismus und die Abgötte­rei werden von denen bekämpft und beseitigt werden, die am meisten davon eingenommen und daran gebunden waren. Die Unterweisungen Gottes werden verstanden, ihr Licht, ihr Inhalt und Wesen werden begriffen und emp­funden werden.

31. Wenn es im Geiste der Wissen­schaftler nach einer Zeit der Prüfungen, in der sie sehr große Verwirrungen erleiden werden, Licht wird und sie die Stimme ihres Geistes vernehmen, wer­den sie entdecken, was sie sich nie träumen ließen.

32. Aufs neue sage Ich euch: wachet! Denn in der Zeit der Auseinanderset­zungen zwischen Glaubensbekenntnis­sen und Doktrinen, Religionen und Wissenschaften werden viele Men­schen der Meinung sein, dass das Wis­sen, das ihnen ihre Bücher vermittelt haben, die Waffe sein wird, mit der sie meine neuen Jünger besiegen können, wohl wissend, dass ihr keine Bücher bei euch habt. (150, 11 - 13)

33. Ich habe euch gesagt, Jünger, dass ihr mit den großen Kirchen und den kleineren Sekten konfrontiert wer­det; aber fürchtet euch weder vor den einen noch den andern. Die Wahrheit, die Ich euch anvertraut habe, ist ein­leuchtend, das Wort, das Ich euch ge­lehrt habe, ist äußerlich betrachtet klar und einfach, aber in seinem Sinngehalt tief bis ins Unendliche, und es sind starke Waffen, mit denen ihr kämpfen und siegen werdet.

34. Doch Ich sage euch: ein Volk auf Erden, voller Materialismus und Un­glauben, wird sich erheben, um euch das Recht abzusprechen, euch Israel zu nennen, um euer Zeugnis zu leugnen, das erneute Kommen des Messias er­lebt zu haben, und jenes Volk ist das jüdische. Habt ihr nicht an es gedacht? Jenes Volk erwartet in seiner Mitte die Ankunft seines Messias, seines Retters, der ihm Gerechtigkeit widerfahren lässt und es erneut über alle Völker der Erde stellt. Jenes Volk weiß, dass Ich immer zu ihm gekommen bin, und in dieser "Dritten Zeit" wird es sagen: ´Weshalb sollte Gott zu einem anderen Volke kommen?` - Doch siehe, hier sind meine Unterweisungen! (332, 10)

35. Diese spirituelle Gemeinschaft hier lebt unerkannt. Die Welt weiß nichts von eurem Dasein, die Mächti­gen nehmen euch nicht zur Kenntnis, aber es naht der Kampf zwischen Spi­ritua­listen und "Christen", zwischen Spiri­tualisten und Juden. Jener Kampf ist notwendig für die Einführung mei­ner Lehre in der ganzen Menschheit. Dann wird man das Alte Testament mit dem Zweiten und Dritten zu einer ein­zigen Essenz vereinen.
 36. Vielen von euch mag dies un­mög­lich erscheinen; für Mich ist es das Natürlichste, Richtigste und Vollkom­menste. (235, 63 - 64)

Das Große Buch des Wahren Lebens

37. Mein Wort wird für alle Zeiten niedergeschrieben bleiben, aus ihm werdet ihr das Buch der Dritten Zeit, das Dritte Testament, die letzte Bot­schaft des Vaters zusammenstellen; denn in allen drei Zeitaltern hatte Gott Seine "Goldfedern"¨, um der Mensch­heit seine Weisheit zu hinterlassen.

38. Moses war die erste "Goldfeder", derer sich der Vater bediente, um die Geschehnisse der "Ersten Zeit" mit unauslöschlichen Lettern auf eine Buchrolle zu schreiben. Moses war die "Goldfeder" Jehovas.

39. Unter meinen Aposteln und Nach­folgern der "Zweiten Zeit" hatte Jesus vier "Federn", und dies waren Mat­thäus, Markus, Lukas und Johan­nes. Sie waren die "Goldfedern" des Göttli­chen Meisters. Doch als die Zeit kam, in der das Erste Testament durch Bande der Liebe, der Erkenntnis und des geistigen Fortschritts mit dem Zweiten vereint werden sollte, entstand ein einziges Buch daraus.
 40. Jetzt in der "Dritten Zeit", in der ihr aufs neue mein Wort habt, habe Ich gleichfalls "Goldfedern" ernannt, damit es schriftlich erhalten bleibt.

41. Wenn die Zeit gekommen ist, wer­det ihr ein einziges Buch zusam­men­stellen, und dies Buch, das der "Dritten Zeit", wird - wenn die Zeit dafür ge­kommen ist - gleichfalls mit dem Buch der Zweiten und der Ersten Zeit verei­nigt werden, und dann wird aus den Offenbarungen, Prophetien und Worten der ´Drei Zeiten` das Große Buch des Lebens entstehen zur Erbau­ung aller Geistwesen.

42. Dann werdet ihr erkennen, dass alle Worte - vom ersten bis zum letzten - in Wahrheit und im Geiste in Erfül­lung gegangen sind, dass alle Prophe­tien der vorweggenommene Ge­schichtsverlauf waren, den der Vater der Menschheit offenbarte. Denn Gott allein kann die Ereignisse nieder­schreiben lassen, die eintreten werden. Als die Propheten gesprochen haben, waren nicht sie es, sondern Gott hat es durch ihre Vermittlung getan.

43. Ich habe meinen neuen Erwählten genügend Zurüstung zuteil werden lassen, wie sie Moses und die vier Jün­ger der "Zweiten Zeit" hatten, damit mein Wort in völliger Lauterkeit, in voller Klarheit und Wahrheit niederge­schrieben würde, denn es ist für die Generationen von morgen; doch wenn jemand beabsichtigen sollte, etwas hinzuzufügen oder aus jenem Buche zu streichen, so werde Ich euch zur Re­chenschaft ziehen.¨

44. Nun, meine vielgeliebten Kinder: Wer misst dem Buch, das ihr zusam­menzustellen beginnt, Bedeutung bei? In Wahrheit - niemand! Doch der Zeit­punkt wird kommen, an dem die Menschheit euch voll Verlangen, voll Neugier um euer Buch bittet, und dann wird sie erwachen, mein Wort erfor­schen und darüber diskutieren. In je­nem Ideenstreit werden Parteien zutage treten - Wissenschaftler, Theologen und Philosophen. Zu den Nationen wird das Zeugnis eures Wortes und das Buch der Weisheit gebracht werden, und alle werden von meiner Lehre sprechen. Dies wird der Beginn der neuen Schlacht, des Krieges der Worte, der Gedanken und Ideologien sein; doch am Ende, wenn alle in Wahrheit und im Geiste erkannt haben, dass das Große Buch des Lebens vom Herrn geschrieben worden ist, werden sie sich brüderlich umarmen und sich lieben, wie es mein Wille ist.

45. Weshalb genügte nicht das Wort Jehovas in der "Ersten Zeit", um die Welt zu vereinen, und vermochte dies auch die Lehre Jesu in der Zweiten nicht? Weshalb hat es in dieser Zeit nicht genügt, dass Ich seit 1866 mein Wort übergebe, damit die Nationen einander lieben und in Frieden leben? Es ist notwendig, dass die drei Bücher ein einziges bilden, damit dies Wort die ganze Welt erleuchtet. Dann wird die Menschheit jenem Lichte nachfolgen, und der Fluch Babels wird aufgehoben sein, denn alle Menschen werden das Große Buch des Wahren Lebens lesen, alle werden dieselbe Lehre be­folgen und sich im Geist und in Wahr­heit als Kinder Gottes lieben. (358, 58 – 66).¨

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¨ die Zuhörer in Mexiko

¨ Dieser Begriff bezieht sich auf die Be­zeichnung jener Teilnehmer an den Göttli­chen Kundgaben,
welche die Aufgabe hatten, das Wort des Herrn stenographisch mitzuschreiben.

¨ Diese Warnung bezieht sich auf die Es­senz, den Sinn des "Wortes", nicht die Buchstaben.

¨ 1866 - 1884 sprach der Geist Elia's über die Stimmträger, 1884 bis 1950 der Herr selbst.
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Kapitel 7 - Wirkung und Bedeutung der Geistlehre

Die Wirkung der Kundgaben

1. Hier, angesichts dieses Wortes, gibt es keinen Menschen, der nicht im In­nern und Äußern seines Wesens erbebt, das heißt im Geiste und im Fleische. Während er Mir hier zuhört, denkt er an das Leben, an den Tod, an die Gött­liche Gerechtigkeit, an die Ewigkeit, an das Geistige Leben, an das Gute und an das Böse.

2. Während er meine Stimme ver­nimmt, fühlt er in sich die Gegenwart seines Geistes, und er erinnert sich, woher er kommt.

3. In der kurzen Zeitspanne, da er Mir zuhört, fühlt er sich eins mit allen sei­nen Nächsten und erkennt sie im Tiefsten seines Wesens als seine wah­ren Geschwister, als Geschwister in der Geistigen Ewigkeit, die ihm sogar nä­her stehen als jene, die es nur dem Fleische nach sind, da dieses nur vorü­bergehend auf Erden ist.

4. Es gibt keinen Mann und keine Frau, die, wenn sie Mich vernehmen, sich nicht von Mir betrachtet fühlen. Daher wagt niemand, seine Schandfle­cken vor Mir zu verbergen oder zu beschönigen. Und Ich mache sie be­wusst, aber ohne irgend jemanden öf­fentlich bloßzustellen, denn Ich bin ein Richter, der niemals bloßstellt.

5. Ich sage euch, dass Ich unter euch Ehebrecher, Kindesmörder, Diebe, Laster und Gebrechen entdecke, die wie Aussatz auf der Seele derer sind, die gesündigt haben. Doch Ich beweise euch nicht nur die Wahrheit meines Wortes, indem Ich euch zeige, dass Ich die Verfehlungen eures Herzens aufzu­decken vermag. Ich will euch auch die Macht meiner Unterweisungen bewei­sen, indem Ich euch die Waffen gebe, um das Böse und die Versuchungen zu besiegen, indem Ich euch lehre, wie man die Erneuerung erreicht, und in­dem Ich in eurem Wesen ein Verlangen nach dem Guten, dem Hohen und dem Reinen erwecke und einen absoluten Widerwillen gegenüber allem Unedlen, allem Falschen und allem für den Geist Schädlichen. (145, 65 - 68)

6. Heute lebt ihr noch in den trüben Tagen, die dem Lichte vorangehen. Und doch - indem jenes Licht die klei­nen Aufhellungen eures nebligen Himmels nutzt, dringt es mit flüchtigen Lichtstrahlen hindurch, die zu einigen Punkten der Erde gelangen, Herzen berühren und Geistwesen erzittern und erwachen lassen.

7. Alle, die von diesem Lichte über­rascht wurden, haben auf ihrem Wege innegehalten und gefragt: "Wer bist du?" Und Ich habe ihnen geantwortet: "Ich bin das Licht der Welt, Ich bin das Licht der Ewigkeit, Ich bin die Wahr­heit und die Liebe. Ich bin Jener, der zurückzukommen versprach, um zu euch zu sprechen, Jener, von dem ge­sagt wurde, dass er das "Wort" Gottes sei."

8. Wie Saulus auf dem Wege nach Damaskus haben sie all ihren Stolz gedemütigt, ihren Hochmut bezwungen und demütig ihr Angesicht geneigt, um Mir mit dem Herzen zu sagen: "Mein Vater und Herr, vergib mir, nun be­greife ich, dass ich Dich unwissentlich verfolgt habe!"

9. Von jenem Augenblick an wurden diese Herzen zu kleinen Nachfolgern; denn in dieser "Dritten Zeit" ist bis heute unter meinen neuen Jüngern kein Apostel mit der Hingabe jenes erschie­nen, der Mich so sehr verfolgte in mei­nen Jüngern, und der Mich hernach mit solcher Inbrunst liebte. (279, 21 - 24)

10. Die Kirchen sind in einen jahrhun­dertelangen Schlaf der Routine und des Stillstands versunken, während die Wahrheit verborgen geblieben ist. Doch jene, die die Gebote Jehovas und das Wort des Göttlichen Meisters ken­nen, müssen in dieser Stimme, die der­zeit zu euch spricht, die Stimme des Geistes der Wahrheit erkennen, welche für diese Zeiten verheißen wurde. (92, 71)

11. Ich weiß, dass viele empört sein werden, wenn sie dies Wort kennen lernen; aber es werden jene sein, die in ihrer Geistesverwirrung nicht erkennen wollen, dass im Menschen außer der menschlichen Natur auch der geistige Wesensteil existiert - oder jene, die zwar an den menschlichen Geist glau­ben, aber an die Gewohnheit ihrer Überlieferungen und ihrer Glaubens­überzeugungen gebunden leugnen, dass es einen unendlich langen Entwick­lungsweg für den Geist gibt. (305, 65)

12. Ich werde diese Worte niederge­schrieben zurücklassen, und sie werden zu meinen Jüngern der Zukunft gelan­gen, und wenn diese sie dann studieren, werden sie dieselben frisch, lebendig vorfinden, und ihr Geist wird erschau­ern vor Wonne, da sie fühlen, dass es ihr Meister ist, der in jenem Augenbli­cke zu ihnen spricht.

13. Meint ihr, dass all das, was Ich euch gesagt habe, nur für diejenigen da ist, die Mir zugehört haben? Nein, geliebtes Volk, mit meinem Worte spreche Ich für die Anwesenden und für die Abwesenden, für heute, für morgen und für alle Zeit; für die, die sterben, für die Lebenden und für die, die noch geboren werden. (97, 45 -46)

Erkenntnis und Hoffnung aus dem neuen Wort

14. Ich bin das Wort der Liebe, das jenem Trost bringt, der leidet, dem Verstörten, dem Weinenden, dem Sün­der und dem, der Mich gesucht hat. Mein Wort ist in jenen Herzen der Fluss des Lebens, wo sie ihren Durst stillen und ihre Verunreinigungen ab­waschen. Es ist auch der Weg, der zur ewigen Heimat der Ruhe und des Frie­dens führt.

15. Wie könnt ihr zu der Auffassung kommen, dass der Lebenskampf - seine Opfer, Widerwärtigkeiten und Prüfun­gen - mit dem Tode enden, ohne eine gerechte Belohnung in der Ewigkeit zu finden? Daher sind mein Gesetz und meine Lehre mit ihren Offenbarungen und Verheißungen in euren Herzen der Ansporn, die Liebkosung und der Bal­sam beim Tagewerk. Nur wenn ihr euch von meinen Unterweisungen ab­wendet, fühlt ihr euch hungrig und schwach. (229, 3 - 4)

16. In meiner Göttlichen Liebe zu den menschlichen Geschöpfen erlaube Ich ihnen, meine Werke zu erforschen und von allem Geschaffenen Gebrauch zu machen, damit sie niemals Grund hät­ten zu behaupten, dass Gott un­gerecht ist, weil Er seinen Kindern seine Weis­heit verbirgt.

17. Ich gestaltete euch und verlieh euch die Gabe der Willensfreiheit und habe sie respektiert, obwohl der Mensch diese Freiheit missbraucht hat und Mich dadurch verletzt und mein Gesetz entweiht hat.

18. Doch heute lasse Ich ihn die Lieb­kosung meiner Vergebung fühlen und erleuchte seinen Geist mit dem Lichte meiner Weisheit, damit eins meiner Kinder nach dem andern zum Pfade der Wahrheit zurückkehrt.

19. Der Geist der Wahrheit, welcher mein Licht ist, erstrahlt im Geiste, weil ihr in den angekündigten Zeiten lebt, in denen euch jedes Geheimnis erhellt werden wird, damit ihr das versteht, was bisher nicht richtig gedeutet wor­den ist. (104, 9 - 10)

20. Ich habe Mich an diesem Punkt der Erde kundgetan und werde mein Wort als ein Geschenk für alle Men­schen zurücklassen. Diese Gabe wird die geistige Armut der Menschheit beseiti­gen. (95, 58)

21. Ich werde allen die wahrhaftige Art und Weise der Verehrung Gottes eingeben und auch die rechte Art, im Einklang mit dem Göttlichen Gesetz zu leben, dessen Erfüllung das einzige ist, was der Herr jedem von euch zurech­nen wird.

22. Schließlich werdet ihr den Inhalt oder den Sinngehalt meines Wortes erkennen, o ihr Menschen. Dann wer­det ihr entdecken, dass meine Lehre nicht allein die Göttliche Stimme ist, die zu den Menschen spricht, sondern auch der Ausdruck aller Geister.

23. Mein Wort ist die Stimme, die ermutigt, ist der Schrei nach Freiheit, ist der rettende Anker. (281, 13 - 15)

Die Kraft des Gotteswortes

24. Meine Lehre entfaltet den Men­schen in all seinen Wesensaspekten: sie sensibilisiert und veredelt das Herz¨, erweckt und vertieft den Verstand und vervollkommnet und erhebt den Geist.

25. Macht aus meiner Lehre ein gründliches Studium, das euch ermög­licht, die rechte Art der Ausübung meiner Unterweisungen zu verstehen, damit eure Entfaltung harmonisch ist; damit ihr nicht nur den Verstand ent­wickelt, ohne euch um die Ideale des Geistes zu bemühen, die ihr ermutigen sollt.

26. Alle Anlagen eures Wesens kön­nen in meinem Worte den lichtvollen Pfad finden, auf dem sie wachsen und sich vervollkommnen können bis ins Unendliche. (176, 25 - 27)

27. Meine Lehre ist ihrem Wesen nach spirituell, ist Licht und ist Kraft, die herabströmt und in euren Geist dringt, um sie in ihrem Kampf mit dem Bösen siegen zu lassen. Mein Wort soll nicht nur den Ohren schmeicheln, es ist Licht des Geistes.

28. Wollt ihr Mich mit dem Geist vernehmen, damit er sich nährt und den Sinngehalt dieser Unterweisung nutzt? Dann reinigt euer Herz, klärt euren Verstand und lasst zu, dass euer Ge­wissen euch führt. Ihr werdet dann erleben, wie in eurem Wesen eine Umwandlung wirksam zu werden be­ginnt - nicht nur geistig, sondern auch moralisch und körperlich. Jene Erhe­bung, welche der Geist nach und nach durch die Erkenntnis erringt - jene Reinheit, die er allmählich erreicht, wird sich in den Gefühlen des Herzens und in der Gesundheit des Körpers widerspiegeln.

29. Die Leidenschaften werden im­mer schwächer werden, die Laster allmäh­lich verschwinden, der Fanatis­mus und die Unwissenheit werden immer mehr dem echten Glauben und den tiefen Erkenntnissen in meinem Gesetze wei­chen. (284, 21 - 23)

30. Diese Lehre, die nur einigen weni­gen bekannt ist und von der Mensch­heit nicht zur Kenntnis ge­nommen wird, wird bald als Heilbal­sam zu allen Leidenden gelangen, um Trost zu spenden, den Glauben zu ent­zünden, um Finsternis zu vertreiben und Hoff­nung einzuflößen. Sie erhebt euch über die Sünde, das Elend, den Schmerz und den Tod.

31. Es könnte gar nicht anders sein, denn Ich bin es, der Göttliche Arzt, der verheißene Tröster, der es euch offen­bart hat. (295, 30 - 31)

32. Wenn ihr einmal durchgeistigt seid und dann Menschen begegnet, die leiden und verzweifelt sind, weil sie nicht das besitzen können, was sie auf der Welt erstreben, werdet ihr erleben, wie ihr Materialismus mit der Erhe­bung meiner Jünger kontrastiert, deren Zufriedenheit groß sein wird, weil ihre Bestrebungen und Wünsche edel sein werden, gegründet auf der festen Über­zeugung, dass in diesem Leben alles vergänglich ist.

33. Meine Jünger werden zur Welt durch Beispiele von Spiritualität spre­chen - durch ein Leben, das darum ringt, den Geist der Gottheit näher zu bringen, anstatt ihn an die falschen Schätze der Welt zu ketten.

34. Ich weiß, dass die Materialisten sich in den kommenden Zeiten empö­ren werden, wenn sie diese Lehre ken­nen lernen; aber ihr Gewissen wird ihnen sagen, dass mein Wort nur die Wahrheit spricht. (275, 5 - 7)

35. Bei dem großen Tagewerk, das euch erwartet, werde Ich euer Beistand sein. Meine Lehre wird große Umwäl­zungen auf der Welt verursachen. Es wird große Veränderungen in den Sit­ten und Vorstellungen geben, und selbst in der Natur werden Umwand­lungen stattfinden. All dies wird den Beginn eines neuen Zeitalters für die Menschheit anzeigen, und die Geistwe­sen, die Ich in Kürze zur Erde senden werde, werden von all diesen Prophe­tien sprechen, um zur Wiederherstel­lung und Aufwärtsentwicklung dieser Welt beizutragen. Sie werden mein Wort erläutern und die Geschehnisse deuten. (216, 27)

36. Eine Zeit der Auferstehung ist diese "Dritte Zeit". Die Geistwesen glichen Toten und die Körper deren Grabeshöhlen. Aber der Meister ist zu ihnen gekommen, dessen Wort des Lebens ihnen sagte: "Kommt heraus und erhebt euch zum Lichte, zur Frei­heit!"

37. Wer von ihnen seine Augen der Wahrheit öffnet und dann sein Leben, seine Werke und seine Gefühle in Liebe zu seinen Mitmenschen zu erhe­ben vermag, wird diese Welt nicht mehr als einen Verbannungsort oder ein Tal der Tränen und der Sühne be­trachten, weil er immer mehr die Wonne des wahren Friedens empfinden wird, welche der Seelenfrieden schenkt.

38. Jener Zustand des Hochgefühls in diesem Leben wird ein Abglanz des vollkommenen Friedens und Lichtes sein, den der Geist in besseren Welten genießen wird, wo Ich Selbst sie emp­fangen werde, um ihr eine Heimstätte zu bescheren, die ihrer Verdienste würdig ist. (286, 13)


Reaktionen von Theologen und Materialisten.

39. Seid nicht bestürzt, wenn man euch sagt, dass der, welcher in dieser Zeit zu euch gesprochen hat, der Ver­sucher gewesen sei, und dass prophe­zeit ist, dass auch er Wunder tun würde, durch die er selbst die Auser­wählten verstören und verwirren würde. Wahrlich, Ich sage euch, viele von denen, die meine Kundgebung so beurteilen, werden zu jenen gehören, die tatsächlich im Dienste des Bösen und der Finsternis stehen, auch wenn ihre Lippen zu versichern suchen, dass sie immer die Wahrheit verbreiten.

40. Vergesst nicht, dass der Baum an seiner Frucht erkannt wird, und Ich sage euch: Die Frucht ist dies Wort, das über das Verstandesvermögen die­ser Stimmträger - Männer und Frauen von einfältigem Herzen - hörbar ge­worden ist. An der Frucht und an dem geistigen Fortschritt derer, die sie ge­nossen haben, wird die Menschheit den Baum erkennen, der Ich bin.

41. Das Trinitarisch-Marianische Geistwerk wird sich auszubreiten be­ginnen und dadurch einen wahren Alarm unter vielen hervorrufen, die in der Überzeugung, jene Lehre studiert und verstanden zu haben, die sie früher vom Vater empfingen, über der Kennt­nis ihrer Philosophien und Wissen­schaften eitel geworden sind, ohne sich der spirituellen Entwicklung bewusst zu werden, welche die Menschheit erreicht hat.

42. Sie werden beim Erwachen aus ihrer Geistesträgheit die Art und Weise bemerken, in der heute der Geist der Menschen denkt und fühlt, werden Bannflüche schleudern gegen das, was sie "neue Ideen" nennen werden, und werden verbreiten, dass diese Bewe­gung durch den Antichrist hervorgeru­fen worden sei.

43. Dann werden sie ihre Zuflucht nehmen zu den Schriften, den Prophe­tien und meinem Wort, das Ich euch in der "Zweiten Zeit" gab, um zu versu­chen, meine neue Kundgebung, meine neuen Unterweisungen und alles, was Ich euch versprochen habe und heute erfülle, zu bekämpfen.

44. Mein Wort wird auf den Lippen meiner Jünger und durch Schriften sogar zu denen gelangen, die nichts gelten lassen, was jenseits des Mate­riellen ist oder was außerhalb ihrer Kenntnisse und Begriffe liegt, die sie einmal angenommen haben, und sie werden Mich einen falschen Gott nen­nen, weil Ich euch dieses Wort ge­bracht habe.

45. Doch wenn ihr dies hört, wird euer Glaube nicht Schiffbruch erleiden - obschon euer Herz sich verletzt fühlt -, da ihr mit innerer Bewegung daran denken werdet, dass euer Meister es euch bereits angekündigt und euch mit seinem Worte ermutigt hatte, diesen Prüfungen standzuhalten.

46. Ich sage euch jedoch: obwohl ihr auf eurem Wege dem Betrug, der Heu­chelei, dem Aberglauben, dem religiö­sen Fanatismus und der Abgötterei begegnen werdet, dürft ihr niemanden wegen seiner Verfehlungen verurteilen. Lehrt sie mit meinem Worte und über­lasst die Sache Mir, der Ich der einzige bin, der euch richten darf und der weiß, wer der falsche Gott, der falsche Christus, der böse Apostel, der heuch­lerische Pharisäer ist. (27, 32 - 35)

47. Der Krieg der Ideen, Glaubensbe­kenntnisse, Religionen, Lehren, Philo­sophien, Theorien und Wissenschaften wird kommen, und mein Name und meine Lehre werden auf allen Lippen sein. Meine Wiederkunft wird disku­tiert und verworfen werden, und dar­aufhin werden sich die großen Gläubi­gen erheben und verkünden, dass Christus erneut unter den Menschen gewesen ist. Zu diesem Zeitpunkt werde Ich jene Herzen aus der Unend­lichkeit ermutigen und auf ihren We­gen Wunder tun, um ihren Glauben zu stärken. (146, 8)

Die Wirkung der Geistlehre

48. Mein Licht hat bei seiner Aus­breitung auf der ganzen Welt bewirkt, dass man meine Wahrheit in jeder Lehre sucht. Dies ist der Grund für das Verhalten der Menschen in ihren unter­schiedlichen Glaubensüberzeugungen.

49. Es ist die Erfüllung dessen, was geweissagt worden ist. Wer von ihnen vertritt die Wahrheit? Wer verbirgt den hungrigen Wolf im Schafspelz? Wer versichert mit reinem Gewand seine absolute innere Lauterkeit?

50. Ihr müsst den Spiritualismus zur Anwendung bringen, um meine Wahr­heit zu entdecken; denn die Menschheit hat sich in so viele Glaubensbekennt­nisse und Weltanschauungen gespalten, wie es der Entwicklung des menschli­chen Denkens entsprach.

51. So haben sich immer mehr Sek­ten und Konfessionen gebildet, und es wird für euch sehr schwierig sein, den Wahrheitsgehalt zu beurteilen, der in jeder von ihnen enthalten ist.

52. Meine Lehre erleuchtet die Ge­dan­ken und Vorstellungen der Men­schen, und nach und nach wird jeder die Grundlagen begreifen, um seine Werke zu vervollkommnen und sie auf eine vollkommenere und höhere Bahn zu lenken.

53. Der Zeitpunkt wird kommen, an dem jede Sekte und Kirche sich selbst erforscht, um nach dem zu suchen, was zu meinem Werke gehört. Doch um jenen Schatz zu finden wird es nötig sein, dass sie ihre Geister erheben und auf die Stimme des Gewissens hören. (363, 4 - 8 ; 29)

54. Auf dieser Erde gibt es viele Reli­gionsgemeinschaften, aber keine der­selben wird die Menschen vereinen oder bewirken, dass sie einander lie­ben. Es wird meine Geistlehre sein, die dies Werk vollbringt. Vergebens wird die Welt sich dem Vordringen dieses Lichtes entgegenstellen.

55. Wenn die Verfolgung meiner Jün­ger am heftigsten ist, werden die Na­turgewalten entfesselt sein; aber sie werden sich durch das Gebet dieser meiner Arbeiter besänftigen, damit die Welt einen Beweis der Vollmacht er­lebt, die Ich ihnen gegeben habe. (243, 30)

56. Die Welt wird in Aufregung gera­ten, wenn mein Wort in den Nationen vernommen wird, denn der Geist der Menschen, der für diese Offenbarung vorbereitet ist, wird von Freude und zugleich von Furcht bewegt werden. Dann soll sich der, der die Wahrheit kennen lernen möchte, von der Knecht­schaft seiner materialistischen Vor­stellungen freimachen und sich an den lichtvollen Horizonten erquicken, die sich seinem Blicke darbieten. Doch wer in seiner Geistesverfinsterung und im Ankämpfen gegen dies Licht ver­harrt, hat weiterhin die Freiheit, dies zu tun.

57. Der Sinneswandel hin zur Spiritu­alität wird Freundschaft und Brüder­lichkeit unter den Nationen herbeifüh­ren. Doch ist es notwendig, dass ihr euch vorbereitet, denn die Auseinan­dersetzung wird groß sein. Wenn die Menschen sich in Kriegen gegeneinan­der erheben, geschieht dies nicht, weil es mein Wille ist, sondern weil sie das Gesetz Gottes nicht begrif­fen haben. (249, 47 - 48)

58. Die Zeit des allumfassenden Ge­richtes ist gekommen, und alle Werke und alle Religionsgemeinschaften wer­den von Mir gerichtet werden. Dem Geist des Menschen wird sich ein Wehgeschrei entringen, da alles, was falsch ist, aufgedeckt werden wird; die Wahrheit allein wird erstrahlen. In der Menschheit wird es ein Erwachen ge­ben, und dann werden Mir die Men­schen sagen: "Vater, gib uns Deine Hilfe, gib uns ein wahres Licht, das uns leitet". Und jenes Licht und jene Hilfe wird die Lehre des Heiligen Geistes sein, es wird die Unterweisung sein, die Ich euch gegeben habe und die auch ihnen allen gehört, weil Ich der Vater aller bin. (347, 27)

Die Bedeutung des neuen Offenbarungswortes

59. Dem Anschein nach enthält diese Offenbarung nichts Großartiges, aber ihr werdet in der Zukunft noch erleben, welche Bedeutung sie unter der Menschheit haben wird.

60. Unter diesem Volke gibt es Jün­ger aller Art; einige ahnen die Größe dieses Werkes und fühlen bereits die Er­schütterung, die sein Erscheinen in der Welt verursachen wird; andere geben sich damit zufrieden, zu glauben, dass dies ein guter Weg ist, und es gibt auch solche, die die Größe dieser Lehre nicht entdecken können und die an ihrem Sieg und ihrem Einzug in die Herzen der Menschen zweifeln. Ich sage euch, es ist ein Juwel, das Ich euch anvertraut habe, dessen Göttliche Lichtstrahlen ihr nicht erkennen woll­tet, weil ihr meine Unterweisung nicht ergründet habt. Ich habe euch gesagt, dass das Licht gerade in der Finsternis am hellsten strahlt, und ebenso werdet ihr in dieser Zeit des Materialismus und der Sünde die Wahrheit, die ich euch gebracht habe, in ihrer vollen Leuchtkraft erstrahlen sehen.

61. Vergesst nicht, dass auch zu sei­ner Zeit am Worte Christi gezweifelt wurde, denn die Menschen beurteilten Jesus aufgrund seiner Herkunft und seiner Kleidung, und als sie erfuhren, dass er der Sohn eines Zimmermanns aus Nazareth und einer armen Frau war – der sich später in Begleitung von armen galiläischen Fischern aufmachen sollte, um eine Lehre zu predigen, die ihnen seltsam erschien – da konnten sie nicht glauben, dass jener Wanderpredi­ger, der von Dorf zu Dorf zog und die Dürftigkeit seiner Kleidung darbot, der König sei, welchen der Herr dem Volk Israel versprochen hatte.

62. Ich gebe euch diese Hinweise, weil die Menschen den äußerlichen Glanz suchen, der die Sinne blendet, um an die Größe dessen glauben zu können, was nur mit dem Geiste gese­hen und gefühlt werden soll.

63. Ich musste mein Blut vergießen, mein Leben geben und auferstehen, damit die Menschen die Augen öffne­ten. Welchen Kelch soll mein Geist jetzt trinken, damit ihr an Mich glaubt? Menschheit: Was würde Ich nicht tun, um euch gerettet zu sehen? (89, 68-69 & 71-73)

64. Wer behaupten sollte, dass meine Lehre eine Gefahr für den materiellen Fortschritt der Menschheit ist, begeht einen schweren Fehler. Ich, der Meister aller Meister, zeige der Menschheit den Weg zu ihrer Aufwärtsentwicklung und zu wahrem Fortschritt. Mein Wort spricht nicht nur zum Geist, es spricht auch zum Verstand, zur Vernunft, und selbst zu den Sinnen. Meine Lehre inspiriert und lehrt euch nicht nur das Geistige Leben, sondern sie bringt Licht in jede Wissenschaft und auf alle Wege. Denn meine Unterweisung be­schränkt sich nicht darauf, alle Geist­wesen auf den Weg zu der Heimstätte zu bringen, die jenseits dieses Daseins ist, sie erreicht auch das Herz des Men­schen und inspiriert ihn dazu, auf die­sem Planeten ein angenehmes, men­schenwürdiges und nützliches Leben zu führen. (173, 44)

65. Die "Dritte Zeit", in der ihr jetzt lebt, ist die Zeit der Aufdeckung großer Geheimnisse. Gelehrte und Theologen werden ihre Kenntnisse berichtigen müssen angesichts der Wahrheit, die Ich euch derzeit offenbare.

66. Dies ist die Zeit, in der die Men­schen ihre Augen dem Lichte meiner Weisheit öffnen werden - einem Lichte, das Ich in eine Lehre umge­wandelt habe, damit ihr durch sie geis­tig zum wahren Leben aufersteht. (290, 51 - 52)

67. Die Menschen werden versuchen, meiner Offenbarung Wahrheit abzu­sprechen, aber die Tatsachen, die Be­weise, die Ereignisse werden für diese Wahrheit sprechen und zeugen, welche als die große Botschaft der "Dritten Zeit" von den Lippen meines Volkes kommen wird. Und auch durch Schrif­ten wird sich meine Lehre auf der Welt verbreiten, weil dies ein zulässiges Mittel ist, das Ich von den frühesten Zeiten an, meinen Boten inspirierte. Ich will nur, dass ihr über meiner Wahrheit wacht und sie den Herzen in der reins­ten und schlichtesten Weise weitergebt. (258, 6)

68. In jener "Zweiten Zeit" wurde mein Kommen als Mensch nur von einigen wenigen Herzen geglaubt. Dennoch bestimmte die Menschheit später die Geburt des Erlösers als Be­ginn eines neuen Zeitalters. Ebenso wird in dieser Zeit der Beginn meiner Kundgabe an euch, das heißt, mein Kommen als Heiliger Geist, morgen zum Beginn eines weiteren Zeitalters festgesetzt werden.

69. Hört auf das, was euch Christus sagt, die Verkörperung der Göttlichen Liebe: Friede den Menschen guten Willens, denen, die die Wahrheit lieben und den Samen der Liebe säen. (258, 41 - 43).



Kapitel  8 - Die neuen Gemeinden Christi, Jünger, Apostel und Gottgesandte

Licht und Schatten in den Offenba­rungsgemeinden

1. Wenn Ich mein Wort in allen Na­tionen gegeben hätte, hätte die Mehr­heit es abgelehnt, weil die Eitelkeit, der Materialismus und die falsche Größe der Menschen keine Lehre angenom­men hätten, die von Vergeistigung, von Demut und Brüderlichkeit spricht. Die Welt ist noch nicht vorbereitet, um die Liebe zu begreifen, weshalb nicht alle für meine Gegenwart in dieser Form empfänglich gewesen wären.

2. So, wie Christus damals eine Fel­senhöhle wählte, um als Mensch gebo­ren zu werden, so entdeckte Ich heute diesen Erdenwinkel, der bereit war, Mich zu hören, und der Ähnlichkeit hat mit der Grotte und der Krippe, die in jener gesegneten Nacht den Gottessohn aufnahmen. (124, 13 - 14)

3. Das Beispiel dieses einfachen Volkes hier, das seinen Weg ohne Geistliche geht, die es leiten, und das Mir Verehrung darbringt ohne Zere­monien und Symbole, soll ein Aufruf sein, der jene erweckt, die noch in ihrer jahrhundertelangen Nacht schlafen, und soll ein Ansporn zur Erneuerung und Läuterung vieler meiner Kinder sein. (94, 39)

4. Unter dem Schatten meiner Lehre werden keine Throne errichtet werden, von denen herab verherrlichte Men­schen die Geister ihrer Mitmenschen beherrschen können. Niemand wird gekrönt noch mit einem Purpurmantel bedeckt werden in dem Bestreben, den Platz des Herrn einzunehmen, noch werden Beichtväter auftreten, die rich­ten, vergeben, verdammen oder über die Taten der Menschen Urteile fällen. Ich allein bin in der Lage, einen Geist von einem gerechten und vollkomme­nen Richterstuhl aus zu beurteilen.

5. Ich kann Menschen senden, die berichtigen, lehren und führen, doch werde Ich niemanden senden, zu rich­ten und zu bestrafen. Ich habe Men­schen gesandt, welche Hirten der Men­schen gewesen sind, jedoch keine Her­ren oder Väter. Der einzige Vater dem Geiste nach bin Ich. (243, 13 - 14)

6. Ich werde in dieser Zeit ein Volk heranbilden, das mein Gesetz wirklich befolgt, das die Wahrheit liebt und die tätige Nächstenliebe. Dies Volk wird wie ein Spiegel sein, in welchem die anderen die Fehler, die sie begangen haben, sich widerspiegeln sehen kön­nen. Es soll niemandes Richter sein, aber seine Tugenden, Werke und seine geistige Pflichterfüllung sollen den Geist all derer berühren, die seinen Weg kreuzen, und sie sollen allen ihre Fehler aufzeigen, die gegen mein Ge­setz verstoßen.

7. Wenn dies Volk einmal stark und zahlreich ist, wird es die Auf­merk­samkeit seiner Nächsten auf sich zie­hen, denn die Reinheit seiner Werke und die Aufrichtigkeit seiner Gottes­verehrung werden die Menschen in Staunen versetzen. Dann werden sich die Menschen fragen: "Wer sind jene, die ohne Tempel zu haben auf solche Weise zu beten verstehen? Wer hat diese Menschenscharen gelehrt, ihren Gott betend zu verehren, ohne dass sie das Bedürfnis fühlen, für ihren Gottes­dienst Altäre zu errichten? Woher sind diese Wanderprediger und Missionare gekommen, die gleich den Vögeln weder säen noch ernten noch spinnen und dennoch weiter existieren?"

8. Dann werde Ich ihnen sagen: Dies arme und demütige Volk, das jedoch voll Eifer nach meinem Gesetze lebt und stark ist gegenüber den Leiden­schaften der Welt, ist nicht von irgend­einem Menschen herangebildet wor­den. Diese Scharen, die ihre Freude daran haben, Gutes zu tun, die durch Inspiration erleuchtet sind und die den Herzen die Botschaft des Friedens und einen Tropfen Heilbalsam bringen, sind nicht von Lehrern oder Geistlichen irgend­einer Kultgemeinde der Erde unterwiesen worden. Denn wahrlich, Ich sage euch, in dieser Zeit gibt es auf eurer Welt keinen einzigen Menschen, der die Verehrung Gottes in wahrer Geistigkeit zu lehren vermöchte. Es ist nicht im Glanz von Riten oder Zere­monien, noch im Reichtum oder in der irdischen Macht, worin die Wahrheit ihre Wurzeln hat, welche, da sie demü­tig ist, die reinen, edlen, aufrichtigen, wahrheitsliebenden Herzen als ihren Tempel sucht. Wo sind jene Herzen? (154, 12 – 14)

9. Ich habe viele meiner Kinder geru­fen, um ihnen unterschiedliche Auf­träge, verschiedene Aufgaben inner­halb dieses Werkes zu geben, und Ich habe sie euch gemäß eurem Fortschritt und euren Begabungen gegeben. Aus allen zusammen habe ich mein Volk gebildet, meine neue Apostelschar.

10. Einigen habe Ich das Amt von Leitern anvertraut, und damit ihre Auf­gabe nicht schwer und mühselig ist, habe Ich das Volk in Gemeinden auf­geteilt.

11. Anderen habe Ich die Gabe eines Stimmträgers anvertraut, damit sie meine zu Menschenwort gewordene Inspiration diesen Scharen übermitteln, die zusammenkommen, um dies Wun­der zu empfangen.

12. Einigen habe Ich das Privileg der Hellsichtigkeit gegeben, um sie zu Propheten zu machen und durch ihre Vermittlung das anzukündigen, was kommen wird.

13. Die Aufgabe von "Säulen" haben jene erhalten, die das Volk auf seiner Pilgerschaft unterstützen sollen und den Gemeindeleitern eine Hilfe sind, die die Last des Kreuzes mit den Hö­rerscharen tragen hilft.

14. Andere sind mit der Gabe der Mittlerschaft begnadet worden, und diese sind als Werkzeuge der Geistigen Welt geschult worden, um deren Bot­schaften, die Erläuterung meines Wer­kes zu übermitteln, und auch als Besit­zer des Heilbalsams, des Trostes für die Kranken, damit sie mittels ihrer heil­samen geistigen Ausstrahlungen den Notleidenden gemeinsam Barmherzig­keit zuteil werden lassen.

15. "Goldfeder" habe Ich den ge­nannt, der in das Buch, das Ich euch hinterlassen werde, meine Offenbarun­gen, Unterweisungen und Prophetien dieser Zeit schreibt.

16. Das Amt eines "Fundamentstei­nes" habe Ich jenen verliehen, die Bei­spiel von Festigkeit, Stabilität und Stärke unter dem Volke sein sollen. Deren Wort, Rat und Vorbild unter dem Volke soll unwandelbar sein, wie es der Fels ist.

17. Doch nun, da dieser Zeitabschnitt meiner Kundgabe seinem Ende zugeht, richte Ich alle Ämter, und an all jene, die erwählt werden, um so große Auf­gaben zu erhalten, lasse Ich einen Ruf ergehen, damit sie sich eingehend er­forschen und das Ergebnis ihrer Werke erkennen. In dieser Stunde der Besin­nung stehe Ich allen bei. (335, 27 – 28)

18. Wie zu allen Zeiten, gab es viele Berufene und wenige Auserwählte, denn Ich erwähle nur jene, die recht­zeitig bereit sind, ihre Aufgabe zu er­füllen; und den übrigen gebe Ich ein Licht, damit sie die Zeit zu erwarten verstehen, in der sie gleichfalls auser­wählt werden.

19. Wie viele, die nur berufen wor­den sind, ohne dass es schon Zeit ge­wesen wäre, sie für einen Auftrag zu erwählen, haben sich unter meine Jün­ger und Werkleute gereiht, ohne dass ihr Geist die unbedingt notwendige Entwicklung hatte, um die Last dieses Kreuzes zu tragen, noch ihr Verstand das nötige Licht, um meine Inspiration aufzunehmen! Was haben viele von ihnen getan, nachdem sie sich in den Reihen der Auserwählten befanden?: Entweihen, die Atmosphäre vergiften, die andern mit ihren schlechten Nei­gungen anstecken, lügen, Zwietracht säen, mit meinem Namen und mit den Geistesgaben wuchern, die Ich in meine Jünger gelegt habe.

20. Niemand versuche zu entdecken, welche es sind, denn ihr könntet es nicht. Nur mein durchdringender Richterblick verliert sie nicht aus den Augen, und Ich lasse mein Wort in ihr Gewissen gelangen, das ihnen sagt: Wachet und betet, damit ihr rechtzeitig eure Verfehlungen bereuen könnt; denn wenn ihr dies tut, verspreche Ich euch, dass Ich euch geistigerweise schnell an meinen Tisch setzen und ein Fest der Versöhnung und Vergebung feiern werde. (306, 53 - 55)

21. Dies ist die Wahrheit: Nicht alle lieben einander in meinem Werke, auch wenn sie zu ihm gehören, noch haben es alle begriffen. Deshalb kann Ich euch sagen, dass die einen zu mei­nem Werke gehören, und die andern das ihre tun.

22. Die Mir aus Liebe nachfolgen, lieben mein Wort, weil sie wissen, dass es sie korrigiert, ohne sie zu verletzen, und ihnen ihre Fehler aufzeigt, ohne sie bloßzustellen. Dies veranlasst sie, bei der Vervollkommnung ihrer Handlun­gen beharrlich zu bleiben.

23. Jene, die statt dem Streben nach dieser Vervollkommnung nur Lob, Überlegenheitsgefühl, Schmeichelei oder ihren Lebensunterhalt suchen, anstatt die Vervollkommnung des Geistes zu erstreben, ertragen mein Wort nicht, wenn es ihnen ihre Fehler vor Augen führt. Dann müssen sie ein Werk schaf­fen, das anders als das Meine ist, wo sie frei sind, um ihren Willen zu tun. Sie haben noch nicht begriffen, dass das einzige, was die Zuhörer während der Zeit meiner Kundgebungen zu tun ha­ben, darin besteht, dass sie Mir mit größter Erhe­bung zuhören, um hernach meine Bot­schaft auslegen zu können. (140, 72 - 74)

24. Ich habe gesagt, dass die Zeit der Verwirrung, des Ungehorsams kom­men wird, in welcher der "Arbeiter" sich erheben und behaupten wird, dass meine Kundgabe durch das menschli­che Verstandesvermögen nicht zu Ende gehen wird. Doch der Zeitpunkt wird kommen, an dem mein Wort in Erfül­lung geht, auch wenn der Mensch sich meinem Willen widersetzen möchte.

25. Wie viele Irrtümer auf dem Wege haben viele von jenen begangen, denen Ich einen Auftrag und eine Gnade an­vertraut habe. Wie viel Unverständnis sehe Ich, das sich nach dem Jahre 1950 bei meinen Kindern breit macht.

26. Durch die Verständnislosigkeit und die Torheit hält der Mensch meine helfende Liebe und die Vollmacht und die Gnade zurück, und steht abseits des wahren Weges des Gesetzes, der Har­monie und der Wahrheit.

27. Ein weiteres Mal wird Israel sich von Stamm zu Stamm entzweien, es wird sich wiederum entzweien und das reine und lautere Gesetz, das Ich in seine Hände übergab, mit Füßen treten wollen; noch einmal wird Israel die früheren Wege aufsuchen und in Ab­götterei und Fanatismus fallen. Es wird sich den Sekten zuwenden und in Ver­wirrung, in Finsternis geraten und sich an wohltönenden und falschen Worten ergötzen, die ihm der Mensch anbieten wird.

28. Wenn die Kirchen- und Sekten­leute sehen, dass Israel sich spaltet, dass Israel sich gegenseitig verleugnet und schwach ist, werden sie nach Gründen suchen, um das Juwel von unschätzbarem Wert an sich zu reißen, um die Lade des Neuen Bundes an sich zu bringen und morgen zu sagen, dass sie die wahren Gottgesandten unter der Menschheit und die Repräsentanten meiner Göttlichkeit sind. (363, 47 – 49, 51 , 57)


An die Hörer gerichtete Mahnworte bezüglich des Geistwerkes

 29. Ich will, dass ihr nach Beendi­gung meiner Kundgabe eine klar um­rissene Vorstellung von dem habt, was diese Lehre ist, damit ihr sie in rechter Weise befolgt; denn bis heute sind unter den Scharen, die mein Wort ge­hört haben, noch nicht die wahren Spi­ritualisten erschienen. Bis jetzt ist es nicht Spiritualismus gewesen, was ihr praktiziert habt, sondern nur eure Vor­stellungsweise von dem, was mein Werk ist, was jedoch weit von der echten Spiritualität entfernt ist.

30. Ihr müsst stark sein, um euch ein­zugestehen, dass ihr euch verirrt habt; müsst euch aufraffen, um eure Ge­wohnheiten zu verbessern, und mit Eifer danach streben, dass unter euch die Wahrheit und die Reinheit dieser Lehre erstrahlt.

31. Fürchtet euch nicht, den äußerli­chen Teil eurer Anbetungsformen und eures Kultus zu verändern, solange ihr nicht die Essenz meiner Unterweisun­gen ver­fälscht. (252, 28 - 30)

32. Nutzt die Zeit, die ihr noch habt, um meine Unterweisung zu hören, damit sie euch mit Licht und mit Gnade erfüllt, damit ihr den festen Schritt auf die Spiritualität zu tut - einen Schritt, den ihr nicht getan habt, weil ihr in einem Kultus voller Materialismus und Irrtümer weitergemacht habt.

33. Bis heute hat euch der Glaube gefehlt, um eure Figuren, Riten und Sinnbilder abzuschaffen und Mich spirituell im Unendlichen zu suchen. Euch hat der Mut dazu gefehlt, Spiritu­alisten zu sein, und ihr habt euch eine Art von Schein - Spiritualität ausge­dacht, hinter der ihr eure materialisti­sche Gesinnung und eure Fehler ver­bergt.

34. Ich will euch nicht heuchlerisch, sondern aufrichtig und wahrheitslie­bend haben. Deshalb spreche Ich mit größter Klarheit zu euch, damit ihr euer Leben gründlich säubert und der Welt die Wahrheit dieses Werkes zeigt. Ihr nennt euch Spiritualisten? Dann seid es wirklich. Sprecht nicht von meiner Lehre, solange ihr ganz und gar das Gegenteil davon tut, denn ihr werdet die Menschen mit euren Werken dann nur verwirren.

35. Habt vor allem die Erkenntnis dessen, was mein Werk ist - dessen, was mein Gesetz bedeutet, was eure Aufgabe ist, und wie ihr sie durchfüh­ren müsst, damit - wenn ihr auf eurem Wege keinen Führer habt, der würdig ist, eure Schritte zu lenken - ihr euch durch das Gewissen und durch die Er­kenntnis leitet, die ihr in meiner Lehre gewonnen habt. So werdet ihr nieman­den für irgendeinen Fehltritt oder Irr­tum verantwortlich machen können. (271, 27 - 30)

36. Vom Beginn meiner Kundgabe durch das menschliche Verstandesver­mögen an war es mein Wille, dass ihr eure Geistesgaben praktisch anwenden und mit eurer geistigen Mission begin­nen solltet, damit ihr, wenn der Tag meines Abschieds gekommen ist, einen Teil des Weges bereits zurückgelegt hättet und ihr euch nicht zu schwach fühlen würdet, um mit der Erfüllung eines so schwierigen Auftrags zu be­ginnen.

37. Einige haben den Göttlichen Ge­danken zu deuten verstanden und ha­ben sich bemüht, ihn zu verwirklichen. Aber es gibt auch solche - und diese sind in der Mehrzahl - die den Sinn dieses Werkes falsch aufgefasst haben.

38. Dies sind die Irrtümer, die Ich bei diesem Volk hier beanstande, weil Ich nicht will, dass die Menschheit sich über diejenigen lustig macht, die so lange Zeit hindurch belehrt worden sind. (267, 65 - 67)

39. Während die einen nur der Sinn­gehalt meines Wortes interessierte und sie immer nach dem Fortschritt und der Entwicklung ihres Geistes verlangten, hatten die anderen mehr am äußerli­chen Kult Gefallen. Desgleichen - wäh­rend die ersteren sich freuten, wenn sie Unterweisungen über Spiritu­alität er­hielten, störte es die andern, dass ihre Fehler erwähnt wurden.

40. Ich allein weiß, welche sich vor Mir werden verantworten müssen we­gen all dem, was durch meine Stimm­träger hätte bekannt sein müssen und was zurückbehalten wurde.(270, 8 – 9)

41. Denkt nach, und ihr werdet ein­sehen, dass die Eintracht, die ihr benö­tigt, geistig ist, und ihr sie erreichen werdet, wenn ihr euch über eure Lei­denschaften und Rechthabereien er­hebt.

42. Wie könnt ihr Frieden schaffen, wenn jeder das Seine als einzig Wahres verkündet und gleichzeitig das der andern als falsch bekämpft?

43. Der Fanatismus ist Finsternis, ist Blindheit, ist Unwissenheit, und seine Früchte können niemals lichtvoll sein. (289, 8 - 10)

44. Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr euch nicht zusammenschließt, wie es mein Wille ist, wird die Menschheit euch zerstreuen, und sie wird euch aus ihrer Mitte verjagen, wenn sie sieht, dass euer Leben von dem abweicht, was ihr predigt.

45. Was wird geschehen, wenn die Menschen entdecken, dass in jeder Gemeinde eine andere Andachtsform und eine unterschiedliche Art der Aus­übung meiner Lehre besteht?

46. Ich vertraue euch die drei letzten Jahre meiner Kundgebung an, damit ihr für die Einigung dieses Volkes arbeitet - ein Zusammenschluss, der das Geis­tige wie das Äußere umfasst, damit euer Wirken, erfüllt von Harmonie und Einmütigkeit, der größte Beweis dafür ist, dass euch alle, in den verschiede­nen Versammlungsstätten und in ver­schiedenen Landesteilen, ein einziger Meister lehrte: GOTT. (252, 69 - 71)


Wahre Jüngerschaft, neue Apostel

47. Versucht nicht, dies Werk zu be­grenzen, welches universell und un­endlich ist, noch eurer geistigen Ent­faltung Grenzen zu setzen, denn je mehr ihr euch in den Weg der guten Werke und des Studiums vertieft, desto größere Offenbarungen werdet ihr empfangen. Ihr werdet das Göttliche Werk aus dem Unscheinbarsten empor dringen sehen, werdet es in allem Ge­schaffenen manifestiert sehen, werdet es in eurem Wesen pochen fühlen.

48. Dies ist die Schlichtheit, mit der Ich den spiritualistischen Jünger lehre, damit auch er einfach sei wie sein Meister. Der Jünger soll durch die Wahrheit seiner Worte und die Kraft seiner Werke überzeugen und bekeh­ren, ohne jemanden durch geheimnis­volle Kräfte oder außergewöhnliche Fähigkeiten beeindrucken zu wollen.

49. Der wahre Jünger wird durch seine Schlichtheit groß sein. Er wird seinen Meister verstehen und wird sich gleichzeitig seinen Mitmenschen ver­ständlich machen. (297, 15 - 17)

50. Ein Jünger Jesu ist jener, der durch das Wort bezwingt, der über­zeugt und tröstet, der erhebt und er­weckt, der aus dem Bezwungenen ei­nen Überwinder seiner selbst und der Widerwärtigkeiten macht.

51. Ein Apostel Christi kann keinen Egoismus in seinem Herzen tragen, indem er nur an seine eigenen Leiden oder Sorgen denkt. Er sorgt sich nicht um das Seine und denkt an die andern, mit dem absoluten Vertrauen, dass er nichts vernachlässigt hat, weil der Va­ter unverzüglich jenem beisteht, der das Seine zurückgelassen hat, um sich einem Kinde des Herrn zu widmen, das geistigen Beistand benötigt. Und jener, der sich selbst vergaß, um einem Nächsten ein Lächeln der Hoffnung, einen Trost für seine Traurigkeit, einen Tropfen Balsam für seinen Schmerz zu bringen, findet sein Heim bei seiner Rückkehr von einem Licht erhellt, welches Segen, Freude und Frieden ist. (293, 32 - 33)

52. An meinem Tische in dieser Zeit wird sowohl der Mann, als auch die Frau Apostel sein; an diesen Tisch werde Ich euren Geist setzen.

53. Die Frauen sind es gewesen, die in dieser Zeit das spiritualistische Ban­ner hochgehalten haben, sie haben auf dem Wege die Spur des Apostels hin­terlassen, der mit Eifer das Gesetz des Herrn beachtet.

54. In meiner neuen Apostelschar wird die Frau neben dem Manne ste­hen, und es wird keine bestimmten Lebensalter geben, um Mir zu dienen: sowohl der Erwachsene, als auch das Kind oder der Greis werden es tun, das junge Mädchen wie die Mutter. Denn Ich sage euch ein weiteres Mal, dass es euer Geist ist, den Ich suche, und dass er schon seit langem seine Kindheit hinter sich gelassen hat. (69, 16 u. – 17 o.)

55. Wenn Ich euch in der "Zweiten Zeit" sagte, dass mein Reich nicht von dieser Welt ist, so sage Ich euch heute, dass sich hier auch nicht das eure be­findet, weil diese Welt, wie ihr bereits wisst, für den Menschen nur ein Über­gang ist.

56. Ich lehre euch das wahre Leben, das niemals auf Materialismus gegrün­det gewesen ist. Deshalb werden sich die Mächtigen der Erde erneut gegen meine Lehre erheben. Ich komme zu euch mit meiner ewigen Lehre, mit meiner für immer gültigen Unterwei­sung, welche aus Liebe, Weisheit und Gerechtigkeit besteht. Dennoch wird sie nicht sofort verstanden werden, die Menschheit wird mich wiederum ver­urteilen, wird Mich noch einmal ans Kreuz schlagen. Doch Ich weiß, dass meine Lehre durch all dies hindurchge­hen muss, um anerkannt und geliebt zu werden. Ich weiß, dass meine schärfs­ten Verfolger hernach meine treuesten und entsagungsbereitesten Sämänner sein werden, denn Ich werde ihnen sehr große Beweise meiner Wahrheit geben.

57. Jener Nikodemus der "Zweiten Zeit", ein Fürst unter den Priestern, der Jesus aufsuchte um mit ihm über weise und tiefgründige Lehrinhalte zu spre­chen, wird in dieser Zeit erneut er­scheinen, um mein Werk gewissenhaft zu erforschen und sich zu ihm zu be­kehren.

58. Jener Saulus, genannt Paulus, welcher – nachdem er Mich mit In­grimm verfolgt hatte - zu einem meiner größten Apostel wurde, wird erneut auf meinem Wege erscheinen, und alleror­ten werden sich meine neuen Jünger zeigen- die einen inbrünstig, andere sich selbst verleugnend. Die gegen­wärtige Stunde ist von großer Trag­weite, die Zeit, von der Ich zu euch spreche, kommt euch immer näher. (173, 45 – 48)

59. Die Menschen bedürfen derer, die in den Prüfungen standhaft zu bleiben vermögen, derer, die mit den großen Kämpfen der Welt und des Geistes vertraut sind. Sie sind es, die der Menschheit die Richtung weisen und sie führen können, denn in ihren Her­zen wird nicht das Verlangen sein, irgendjemanden zu unterdrücken oder zu beherrschen. Sie können der Selbst­sucht keine Herberge gewähren, weil sie in ihren Augenblicken der Erhe­bung die Barmherzigkeit des Herrn empfunden haben, der sie mit Liebe überschüttet, damit sie von dieser Barmherzigkeit an ihre Brüder weiter­geben. (54, 53)


Die Gottgesandten in aller Welt und zu allen Zeiten

60. Die Völker der Erde haben nie­mals des Geistigen Lichtes ermangelt. Wahrlich, Ich sage euch, nicht nur dies Volk hier hat Propheten und Sendboten gehabt, sondern allen habe Ich Boten gesandt, um sie zu erwecken.

61. Aufgrund des Lichtes und der Wahrheit ihrer Lehren sowie der Ähn­lichkeit mit dem, was Ich euch offen­bart habe, könnt ihr ihre Worte beur­teilen.

62. Die einen lebten vor dem Kom­men des Messias, die andern wirkten nach meinem Dasein als Mensch, aber alle haben den Menschen eine geistige Botschaft gebracht.

63. Jene Lehren haben - ebenso wie die meine - Entstellungen erfahren; denn wenn man nicht ihren Sinngehalt verändert hat, hat man sie verstümmelt, oder sie wurden den nach Wahrheit hungernden Menschen verheimlicht.

64. Eine einzige Wahrheit und eine einzige Moral ist es, die den Menschen durch Sendboten, Propheten und Die­ner offenbart wurde. Warum haben die Völker dann unterschiedliche Vorstel­lungen von der Wahrheit, der Moral und dem Leben?

65. Diese Wahrheit, die zu allen Zeiten von der Menschheit verfälscht wurde, wird wiederhergestellt werden, und ihr Licht wird mit solcher Macht erstrahlen, dass es für die Menschen den Anschein haben wird, als ob es etwas Neues wäre, obwohl es das glei­che Licht ist, das immerdar den Ent­wicklungsweg der Kinder meiner Göttlichkeit erhellt hat.

66. Viele sind derer, die starben, weil sie die Wahrheit gesagt haben; viele auch derer, die Folterungen unterwor­fen wurden, weil sie die Stimme, die in ihnen sprach, nicht zum Schweigen bringen wollten.

67. Denkt nicht, dass der Himmel nur jene gesandt hat, die zu euch vom Geiste, von Liebe, von Moral gespro­chen haben - nein, er hat auch jene gesandt, die euch gute Früchte der Wissenschaft beschert haben, jene Kenntnisse, welche Licht in das Leben der Menschen bringen, welche ihre Lasten erleichtern und ihre Nöte lin­dern. Sie alle sind meine Gesandten gewesen.

68. Es gibt auch andere, die zwar keine Lehren geistiger Moral oder wissenschaftliche Entdeckungen brin­gen, die jedoch die Botschaft mitbrin­gen, welche lehrt, die Schönheiten der Schöpfung zu fühlen und zu bewun­dern. Es sind Botschafter von Mir, die die Aufgabe haben, den Herzen der Betrübten Freude und Balsam zu brin­gen.

69. Sie alle haben einen bitteren Kelch getrunken, als sie das Unver­ständnis einer für die Wahrheit blinden Welt gewahr wurden, einer für das Schöne und das Gute gefühllosen Menschheit. Und dennoch - wenn Ich euch gesagt habe, dass in dieser Epo­che alles wiederhergestellt werden wird - wenn Ich euch angekündigt habe, dass alles auf die rechte Bahn zurück­kehren wird, und all meinen Lehren ihr ursprünglicher Sinngehalt zurückgege­ben werden wird, so könnt ihr glauben, dass für diese Welt eine Zeit geistigen Glanzes nahe ist, obschon ihr nicht vergessen dürft, dass - bevor dies ein­tritt - alles gerichtet und geläutert wer­den wird. (121, 9 - 16)

 70. Immer, wenn eine Gottesoffenba­rung im Begriffe ist, die Menschen zu erleuchten, habe Ich ihnen Wegbereiter oder Propheten gesandt, um sie vorzu­bereiten, damit jenes Licht von ihnen erkannt werden kann. Doch glaubt nicht, dass nur jene meine Boten sind, die Botschaften für den Geist bringen. Nein, Jünger, ein jeder, der unter den Menschen das Gute sät in irgendeiner seiner Formen, ist ein Bote von Mir.

71. Diese Sendboten könnt ihr auf allen Wegen eures Lebens antreffen, sowohl in den Religionsgemeinschaf­ten, als auch in den Wissenschaften – unter den Menschen, die regieren, oder bei denen, die gute Lehren erteilen.

72. Ein guter Diener von mir weicht niemals von dem Pfade ab, den er zu­rückzulegen hat; er stirbt lieber unter­wegs, als dass er zurückweicht. Sein Vorbild ist ein Same des Lichtes im Leben seiner Nächsten, und seine Werke sind Beispiele für die andern. Ach, wenn die Menschheit doch die Botschaften verstehen könnte, die Ich ihr durch sie zusende! Doch es ist nicht so, weil es viele Menschen gibt, die heikle Missionen auf der Welt haben, die jedoch ihre Blicke von jenen gro­ßen Vorbildern abirren lassen, um ei­nen Weg einzuschlagen, der ihnen besser gefällt. (105, 13 – 15)

 73. Doch was hast du mit jenen Men­schen gemacht, Menschheit, die Ich zu dir gesandt habe, damit sie dich an meinen Weg erinnern, den Weg des Glaubens, welcher jener der Weisheit, der Liebe und des Friedens ist?

74. Ihr wolltet nichts von ihren Auf­gaben wissen und habt sie mit dem heuchlerischen Glauben bekämpft, den ihr aufgrund eurer Theorien und Kon­fessionen habt.

75. Eure Augen wollten das Licht nicht schauen, das euch jeder meiner Gesandten als Liebesbotschaft brachte, ob ihr sie nun Propheten, Seher, Er­leuchtete, Ärzte, Philosophen, Wissen­schaftler oder Seelsorger nennt.

76. Jene Menschen hatten Charisma, doch ihr wolltet ihr Licht nicht erken­nen. Sie sind euch vorangegangen, doch ihr wolltet ihren Schritten nicht folgen.

77. Sie hinterließen euch das Beispiel eines Lebensweges voller Opfer, Schmerz und Wohltätigkeit, doch ihr hattet Angst davor, ihnen nachzueifern, weil euch nicht bewusst war, dass der Schmerz derer, die Mir nachfolgen, Freude für den Geist ist, ein Weg voller Blumen und ein Horizont voller Ver­heißungen.

78. Sie kamen nicht, um den Duft der Blumen auf Erden einzuatmen, noch sich an den flüchtigen Vergnügungen der Welt zu berauschen, denn das Ver­langen ihres Geistes war nicht mehr auf das Unreine gerichtet, sondern auf das Hohe.

79. Sie litten, aber sie suchten nicht, getröstet zu werden, weil sie wussten, dass sie gekommen waren, um selbst zu trösten. Sie erwarteten nichts von der Welt, weil sie nach dem Lebens­kampf die Freude erwarteten, die Auf­erstehung der Geistwesen zum Glauben und zum Leben mitzuerleben - all je­ner, die der Wahrheit abgeschworen hatten.

80. Wer sind jene Menschen, von denen Ich zu euch spreche? Ich sage euch, es handelt sich dabei um all jene, die euch Botschaften des Lichtes, der Liebe, der Hoffnung, der Gesundheit, des Glaubens, des Heils gebracht ha­ben. Der Name, den sie hatten, ist nicht wichtig, noch der Lebensweg, auf den ihr sie habt in Erscheinung treten se­hen, noch der Titel, den sie auf Erden getragen haben. (263, 18- 24)

81. Ich muss euch ein weiteres Mal sagen, dass dies Volk, das sich um meine Kundgaben bildet, kein Volk ist, das der Vater in seiner Liebe über die anderen Völker der Erde stellt. Der Herr hat nur deshalb seinen Blick auf es gerichtet, weil er es aus Geistwesen gebildet hat, die schon immer auf der Welt gewesen sind, wenn eine neue Göttliche Offenbarung hernieder ge­kommen ist. Es sind geistige Kinder jenes Volkes Israel, dem Volk von Propheten, Sendboten, Sehern und Patriarchen.

82. Wer könnte Mich besser als sie in dieser Zeit empfangen, die neue Form meiner Offenbarung begreifen und die Erfüllung meiner Verheißungen bezeu­gen? (159, 51 – 52)

83. Ich bin in den Schoß des Volkes Israel herabgekommen, das in seiner Mehrzahl in dieser Nation¨ zuhause ist. Die übrigen sind in alle Nationen ver­streut, von Mir gesandt, und ihnen habe Ich Mich geistig kundgetan. Dies sind meine Auserwählten, die Mir treu geblieben sind. Ihr Herz hat sich nicht angesteckt, und ihr Geist kann meine Inspirationen aufnehmen. Durch ihre Vermittlung gebe Ich der Welt derzeit einen großen Schatz an Weisheit. (269, 2 u.)

84. Geliebte Kinder, die ihr in gerin­ger Zahl herbeigekommen seid, wahr­lich, Ich sage euch: mein durchdrin­gender Blick entdeckt überall meine Erwählten, die in ihrem Geiste fühlen, dass nun die Zeit meiner Gegenwart ist. Sie haben mein Wort nicht wie ihr ge­hört; doch in ihrem Geiste vernehmen sie eine Stimme, die ihnen sagt, dass Ich erneut unter der Menschheit bin, dass Ich geistig "auf der Wolke" ge­kommen bin. Den einen werde Ich gewähren, Mich mit den Augen des Geistes zu schauen, anderen mittels des Ahnungsvermögens, den übrigen ma­che Ich meine Liebe stark fühlbar, damit sie die Gegenwart meines Geis­tes spüren. (346, 13)

85. Bald werden sich die Intuitiven, die Inspirierten, die geistig Empfind­samen erheben und in den Nationen das bezeugen, was sie mit dem Geiste sehen, was sie empfinden, was sie ver­nehmen und empfangen. Ich sage euch nochmals, dass mein Volk sich nicht auf die beschränkt, die Mich durch diese Stimmträger vernommen haben, sondern dass Ich meine Diener zu ver­schiedenen Punkten der Erde gesandt habe, um die Wege zu bereiten und die Felder zu bereinigen, zu denen später die Sämänner kommen müssen.

86. Ich stärke sie und segne sie, denn ihr Tagewerk ist leidvoll, ihr Pfad mit Dornen gespickt. Spott, Hohn, Ver­leumdung und Niedertracht folgen ihnen überallhin. Aber sie - ahnungs­voll und inspiriert - wissen, dass sie von Mir gesandt worden sind, und sind willens, in Erfüllung ihrer Mission bis ans Ende des Weges zu gelangen. (284, 50 - 51)

87. Ich lade euch ein, mein Reich zu betreten. Ich rufe alle Völker der Erde ohne irgendeine Bevorzugung; doch Ich weiß, dass nicht alle auf Mich hö­ren werden.

88. Die Menschheit hat ihre Lampe ausgelöscht und wandelt im Dunkeln. Doch dort, wo sich Irrtum bemerkbar macht, wird ein Erleuchteter von Mir auftreten, der in seiner Umgebung Licht verbreitet - ein geistiger Wächter, der wacht und auf mein Zeichen wartet, um den Alarmruf erschallen zu lassen, der erweckt und erschüttert.

89. Lasst die Liebe jener Sendboten in euren Herzen fruchttragender Same sein. Lehnt sie nicht ab, wenn sie sich vor euch in äußerlicher Armut zeigen. Hört auf sie, denn sie kommen in mei­nem Namen, um euch eine Fähigkeit zu vermitteln, die ihr derzeit nicht kennt. Sie werden euch das vollkommene Gebet lehren, werden euch von den Banden des Materialismus befreien, mit denen ihr gefesselt seid, werden euch helfen, die geistige Freiheit zu erlangen, die euch zu Mir erhebt. (281, 33)

90. Falls irgendwer auftreten und be­haupten sollte, dass er der erneut Mensch gewordene Christus sei, so glaubt ihm nicht. Denn als Ich euch ankündigte, dass Ich wiederkommen würde, ließ Ich euch wissen, dass es im Geiste sein würde. Falls euch jemand sagen sollte: ich bin der Gesandte Gottes - misstraut ihm, denn die wah­ren Boten prahlen nicht und posaunen die ihnen anvertraute Mission nicht aus. Sie weisen sich nur durch ihre Werke aus. Es ist Sache der Menschen, zu sagen, ob jener ein Bote des Herrn ist. Erinnert ihr euch daran, dass Ich euch sagte, dass der Baum an seinen Früchten erkannt würde?

91. Ich verbiete euch nicht, die "Früchte der Bäume" zu probieren, aber ihr müsst zugerüstet sein, damit ihr die gute Frucht von der schlechten zu unterscheiden vermögt.

92. Jene, die die Wahrheit lieben, werde Ich als Leuchter aufstellen, da­mit sie den Pfad ihrer Mitmenschen erhellen. (131, 5 - 7).

93. Die Zeiten, in denen ihr auf der Welt einen geistigen Führer nötig hat­tet, sind vorüber. Von nun an wird jeder, der diesem Pfade folgt, keinen anderen Weg als den meines Gesetzes haben, noch einen anderen Führer als den seines eigenen Gewissens.
94. Dennoch wird es immer Männer und Frauen von großem Lichte und großer geistiger Kraft geben, die durch ihr Vorbild und ihre Inspiration den Menschenscharen beistehen.
95. Wenn es anders wäre, hätte Ich euch bereits Geister wie Mose oder wie Elia zur Erde gesandt, damit sie euch den Weg vorzeichnen und euch im­merzu an das Gesetz erinnern würden. Sie stehen euch auch bei, behüten und begleiten euch, aber nicht mehr in menschlicher Gestalt, sondern vom Geistigen aus.

                              96. Wer sieht sie?: Niemand. Aber wenn ihr euch zurüstet, werdet ihr über euch die Gegenwart großer Geister fühlen, die immer mit der Menschheit in Verbindung standen und große Mis­sionen in ihr zu erfüllen hatten. (2

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¨ Die Begriffe "Herz" und "Geist" haben in den Kundgaben Christi unterschiedliche Bedeutung: "Herz" (span. "corazon")
ver­sinnbildlicht das irdisch- menschliche, auch körperabhängige Seelenleben, womit sich die Psychologie beschäftigt,
während "Geist" (hier "espiritu") den höheren, ewi­gen Wesensaspekt bezeichnet, der sich von dem ihm innewohnenden Gottesfunken,
dem Gewissen, führen lässt durch dessen "Stimme".

¨ gemeint ist Mexiko.
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