Kap. 16 Das Göttliche Gesetz
     Die Macht des Göttlichen Gesetzes
     Das Liebesgesetz Gottes im Geistwerk
     Die Missachtung der Göttlichen Gesetze und ihre Folgen
     Die Erfüllung des höchsten Gesetzes

Kap. 17 Die neue Art der Verehrung Gottes
     Entwicklung der Anbetungsformen
     Scheingebete ohne Hingabe und Glauben
     Das wahre Gebet
     Die vier Aspekte des vollkommenen Gebets
     Das spontane Herzensgebet ohne Worte
     Das tägliche Gebet
     Der Ruhetag als Tag der Selbstbesinnung
     Bittet, so wird euch gegeben
     Der Segen der Fürbitte
     Die Notwendigkeit des Gebets
     Die heilvollen Wirkungen des Gebetslebens
     Die Macht des Gebets
     Liebe zu Gott und zum Nächsten als Verehrung Gottes
     Die Zwiesprache zwischen Gott und Mensch

Kap. 18 Werke der Barmherzigkeit und die zentrale Bedeutung der Liebe
     Der rückwirkende Segen guter Werke
     Echte und falsche Wohltätigkeit
     Geistige und materielle Liebestätigkeit
     Die umfassende Bedeutung der Liebe
     Die hohe Macht der Liebe




 

IV DAS GESETZ; GOTTES- UND NÄCHSTENLIEBE

Kapitel 16 - Das Göttliche Gesetz

Die Macht des Göttlichen Gesetzes

 1. Es gibt viele Menschen, die meine Lehre für unzeitgemäß halten; doch der Grund dafür ist, dass ihre Vermateriali­sierung ihnen nicht erlaubt, den ewigen Sinngehalt Meiner Unterweisungen zu entdecken.

 2. Mein Gesetz ist unwandelbar. Die Menschen mit ihren Kulturen, ihren Zivilisationen und ihren Gesetzen sind es, die vergänglich sind, wobei von alledem nur das überdauert, was der Geist mit seinen Werken der Liebe und Barm­herzigkeit aufgebaut hat. Er ist es, der nach jedem Tagewerk, nach jeder Prüfung, wenn er den Born Göttlicher Weisheit befragt, den unbeweglichen Fel­sen meines Gesetzes und das stets offene Buch erschaut, welches die Lehre des Geistes enthält. (104, 31 - 32)

 3. Alle Menschen habe Ich mit mei­nem Lichte überstrahlt und ihnen damit die einzige existierende Wahrheit of­fenbart; aber ihr seht ja, wie jeder Mensch und jedes Volk in unterschied­licher Weise fühlt, denkt, glaubt und interpretiert.

 4. Jene verschiedenartigen Denkwei­sen der Menschen haben ihre Entzwei­ungen verursacht, da jedes Volk und jede Rasse anderen Wegen folgt und andersartige Ideale hochhält.

 5. Die Mehrheit hat sich vom licht­vollen und wahren Pfad entfernt, in der Meinung, dass die Erfüllung des Gött­lichen Gesetzes übermenschliche Op­fer, Entsagungen und Anstrengungen bedeutet, und hat es vorgezogen, für sich selbst Religions­gemeinschaften und Sekten zu gründen, deren Gesetzes­erfüllung und Kulthandlung für sie leichter zu befolgen sind. Auf diese Weise glauben die Menschen, das Verlangen nach Licht und Erhebung be­schwichtigen zu können, das sie in ihrem Geist fühlen.

 6. Viele Jahrhunderte und viele Zeit­alter sind vergangen, ohne dass die Menschen sich bewusst wurden, dass die Erfüllung meines Gesetzes kein menschliches Opfer ist, und dass sie hingegen sehr wohl Leib und Geist der Welt zum Opfer bringen, wenn sie meine Gebote missachten. Sie haben sich nicht klar gemacht, wollten nicht begreifen, dass, wer nach meinem Worte lebt, das wahre Glück, den Frie­den, die Weisheit und die Herrlichkeit finden wird, welche die vermate­riali­sierten Menschen sich auf so anders­artige Weise vorstellen.

 7. Die moralische und wissenschaft­liche Welt, die euch umgibt, ist das Werk von Menschen mit materialisti­schen Idealen - von Menschen, die nur die materielle Verbesserung der Menschheit erstrebt haben, und Ich habe ihnen erlaubt, ihr Werk zu tun, es bis an seine Grenze durchzuführen, seine Folgen kennen ­zu lernen und seine Früchte zu ernten, damit sie dar­aus das Licht der Erfahrung ziehen können. In jenem Lichte wird sich meine Gerechtigkeit offenbaren, und in jener Gerechtigkeit wird mein Gesetz gegenwärtig sein, welches die Liebe ist. (313, 60 - 64)

 8. Wenn Ich euch gewähren ließe, dass ihr meine Lehre nach eurem Wil­len und nicht nach dem meinen auf euer Leben anwendet - wahrlich, Ich sage euch, ihr würdet niemals aus eu­rem geistigen Stillstand herausfinden und eurem Geist niemals seine Ent­wicklung, seine Entfaltung und Ver­vollkommnung erlauben.

 9. Da seht ihr die in ihren Religionen träge gewordenen Menschen, die kei­nen Schritt mehr hin zum Lichte ma­chen, weil sie sich nicht dem unterwor­fen haben, was das Göttliche Gesetz befiehlt, sondern das Gesetz ihrem Willen zu unterwerfen versucht haben, indem sie es mit Mythen und Irrlehren anfüllten.

 10. Es ist notwendig gewesen, dass viele Menschen dieser Zeit sich von jeder Religion freimachten, um Mich mit dem Geiste suchen und all jene Eigenschaften, Gaben und Fähigkeiten entfalten zu können, die sie im Inners­ten ihres Wesens fühlen. (205, 6 - 8)


Das Liebesgesetz Gottes im Geist­werk

 11. Es ist euer Gott, der zu euch spricht, meine Stimme ist das Gesetz. Heute hört ihr es aufs neue, ohne dass es nötig ist, es in Stein zu meißeln, oder dass Ich mein unter euch inkar­niertes Wort senden muss. Meine gött­liche Stimme ist es, die zu eurem Geiste kommt und ihm den Beginn ei­nes Zeitalters offenbart, in welchem der Mensch gerecht wird, sich mit seinem Schöpfer versöhnen und sich läutern wird, wie es geschrieben steht. (15, 8)

 12. Durch Jesus gab Ich euch die vollkommene Unterweisung. Betrach­tet meinen Lebensweg als Mensch von der Geburt bis zum Tode, dann wird sich euch die Liebe in lebendiger und vollkommener Weise erschließen.

 13. Ich verlange nicht von euch, dass ihr Jesus gleich sein sollt, denn in ihm war etwas, das ihr nicht erreichen könnt: als Mensch vollkommen zu sein, da Jener, der in Ihm war, Gott Selbst in begrenzter Form war. Aber Ich sage euch dennoch, dass ihr ihm nacheifern sollt.

 14. Mein ewiges Gesetz hat zu euch immer von dieser Liebe gesprochen. Ich sagte euch in den Ersten Zeiten: "Du sollst Gott von ganzem Herzen und von ganzem Geist lieben", und "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst."

 15. Später gab Ich euch diese inspi­rierenden Worte: "Liebet eure Ge­schwister, wie der Vater euch geliebt hat"; "Liebet einander".

 16. In dieser Zeit habe Ich euch of­fenbart, dass ihr Gott mehr als alles Geschaffene lieben sollt, dass ihr Gott in allem Bestehenden, und alles Beste­hende in Gott lieben sollt. Dass ihr an euren Mitmenschen Barmherzigkeit und nochmals Barmherzigkeit üben sollt, damit ihr den Vater in all seiner Herrlichkeit schaut; denn Barmherzig­keit ist Liebe. (167, 15 - 19)

 17. Ich sage euch nicht einmal, dass diese Geistlehre die Weltreligion sein wird; denn niemals habe Ich Religion überbracht, sondern Gesetz. Ich be­schrän­ke Mich darauf, euch zu sagen, dass das Gesetz, das auf der Erde tri­umphieren und bleibende Gültigkeit auf ihr haben wird, um das Dasein der Menschen zu erleuchten, das Gesetz der Liebe sein wird, das Ich euch in meiner Lehre erklärt habe, damit ihr es voll erkennt.

 18. Die Menschheit wird noch viele falsche Werke der Liebe und Wohltä­tigkeit tun, bis sie zu lieben und wahre Liebestätigkeit auszuüben lernt, und viele werden noch von Konfession zu Konfession wandern müssen, bis ihr Geist sich zu höherem Erkennen auf­schwingt und sie endlich begreifen, dass das einzige Gesetz, die universelle und ewige Lehre des Geistes die der Liebe ist, zu der alle gelangen werden.

 19. Alle Religionen werden ver­schwinden, und übrigbleiben wird nur das Licht des Tempels Gottes, das innerhalb und außerhalb des Menschen erstrahlt - des Tempels, in welchem ihr alle einen einzigen Kult des Gehor­sams, der Liebe, des Glaubens und des guten Willens darbringen werdet. (12, 63 - 65)


Die Missachtung der Göttlichen Ge­setze und ihre Folgen

 20. An diesem Morgen feierlichen Gedenkens frage Ich euch: Was habt ihr aus dem Gesetz gemacht, das Ich durch Mose der Menschheit sandte? Wurden diese Gebote etwa nur für die Menschen jener Zeit gegeben?

 21. In Wahrheit sage Ich euch, dass jener gesegnete Samen nicht im Herzen der Menschen ist, weil sie Mich nicht lieben, noch sich untereinander lieben; sie ehren weder ihre Eltern, noch ach­ten sie fremdes Eigentum; dagegen nehmen sie einander das Leben, bre­chen die Ehe und bringen Schande über sich.

 22. Hört ihr nicht von allen Lippen die Lüge? Ist euch nicht bewusst ge­worden, wie ein Volk dem andern den Frieden raubt? Und dennoch sagt die Menschheit, sie kenne mein Gesetz. Was würde aus den Menschen werden, wenn sie meine Gebote vollständig vergessen würden? (15, 1 - 3)

 23. In der "Zweiten Zeit", als Jesus in Jerusalem eingezogen war, fand er, dass der Tempel, der dem Gebet und der Gottesverehrung geweihte Ort, in einen Markt verwandelt worden war, und der Meister warf voller Eifer die­jenigen hinaus, die ihn in dieser Weise entweihten, wobei er zu ihnen sagte: "Das Haus meines Vaters ist kein Marktplatz." Diese waren weniger schuldig als die dazu Beauftragten, den Geist der Menschen in der Erfüllung des Gesetzes Gottes zu führen. Die Priester hatten den Tempel in einen Ort verwandelt, an dem Ehrsucht und Prachtliebe herrschten, und diese Herr­schaft wurde zerstört.

 24. Heute habe Ich keine Geißel ver­wendet, um die zu strafen, die mein Gesetz entweihten. Ich habe jedoch zugelassen, dass sich die Folgen ihrer eigenen Verfehlungen in den Men­schen fühlbar machen, damit sie deren Sinn zu deuten wissen und sie begrei­fen, dass mein Gesetz unbeugsam und unwandelbar ist. Ich habe dem Men­schen den Weg gewiesen, den geraden Weg, und wenn er sich von ihm ent­fernt, setzt er sich den Härten eines gerechten Gesetzes aus, denn in ihm bekundet sich meine Liebe. (41, 55 - 56)

 25. Ich werde meinen Tempel wieder aufrichten - einen Tempel ohne Mauern und Türme, denn er ist im Herzen der Menschen.

 26. Der Turm von Babel entzweit noch immer die Menschheit, doch seine Fundamente werden im Herzen der Menschen zerstört werden.

 27. Die Abgötterei und der religiöse Fanatismus haben gleichfalls ihre ho­hen Türme errichtet, aber sie sind brü­chig und werden einstürzen müssen.

 28. Wahrlich, Ich sage euch, meine Gesetze - die göttlichen wie die menschlichen - sind heilig, und sie selbst werden die Welt richten.

 29. Die Menschheit hält sich nicht für götzendienerisch, doch wahrlich, Ich sage euch, sie betet noch immer das Goldene Kalb an! (122, 57)

 30. Das Chaos ist zurückgekehrt, weil es keine Tugend gibt, und wo keine Tugend ist, kann es keine Wahr­heit geben. Der Grund dafür ist nicht, dass das Gesetz, das der Vater Mose übergab, keine Kraft hätte, noch dass die Lehre Jesu nur auf die vergangenen Zeiten anwendbar wäre. Beide sind in ihrem geistigen Gehalt ewige Gesetze. Doch erkennt, dass sie wie eine Quelle sind, dessen Wasser zu trinken nie­mand gezwungen wird, sondern dass jeder, der sich diesem Brunnquell der Liebe naht, es aus eigenem Antrieb tut. (144, 56)

 31. Legt meine Unterweisung richtig aus; denkt nicht, dass mein Geist Freude daran haben kann, wenn er eure Leiden auf Erden sieht, oder dass Ich komme, euch alles zu entziehen, was euch Freude macht, um Mich daran zu ergötzen. Ich komme, damit ihr meine Gesetze aner­kennt und respektiert, denn sie sind eures Respekts und eurer Beachtung würdig, weil sie euch die Glückseligkeit bescheren, wenn ihr ihnen gehorcht.

 32. Ich lehrte euch, Gott zu geben, was Gottes ist, und dem "Kaiser", was des "Kaisers" ist; doch für die Men­schen von heute gibt es nur den "Kai­ser", und ihrem Herrn haben sie nichts darzubringen. Wenn ihr wenigstens der Welt nur das Notwendige zuteil werden ließet, so wä­ren eure Leiden geringer. Aber der "Kaiser", den ihr euer Tun und Lassen bestimmen lasst, hat euch widersinnige Gesetze diktiert, hat euch zu Sklaven gemacht und nimmt euch das Leben, ohne euch irgendetwas dafür zu geben.

 33. Bedenkt, wie anders mein Gesetz ist, das weder den Körper noch den Geist bindet. Es überredet euch nur liebevoll und führt euch voller Güte. Alles gibt es euch ohne Eigennutz und Selbstsucht, und alles belohnt und vergütet es euch im Laufe der Zeit. (155, 14 - 16)


Die Erfüllung des höchsten Gesetzes

 34. Wenn euch der Herr sagte: "Du sollst Gott von ganzem Herzen und ganzem Geist lieben, und deinen Nächsten wie dich selbst", und wenn der Meister euch die Lehre der Liebe predigte, so sagt euch diese geistige Stimme, die aus derselben Quelle stammt, dass ihr euch an das Liebesge­setz klammern sollt, weil es eine Macht hat, die nicht einmal die größten Heere der Welt besitzen, und dass ihre Erobe­rungen sicher und von Dauer sein wer­den, weil alles, was ihr auf Fundamen­ten der Liebe errichtet, ewiges Leben haben wird. (293, 67)

 35. Ich zeige euch das wahre Leben des Geistes, damit ihr nicht unter unge­rechtfertigten Drohungen lebt und mein Gesetz nicht nur aus Furcht vor Strafe erfüllt, von der jene zu euch gespro­chen haben, die mein Wort nicht richtig auszulegen verstanden.

 36. Erfasst mein Gesetz, es ist nicht kompliziert oder schwer zu begreifen. Keiner, der es kennt und sich danach richtet, wird zuschanden, noch gibt er falschen Worten oder Voraussagen, irri­gen Vorstellungen oder schlechten Aus­legungen Raum.

 37. Mein Gesetz ist einfach, es weist immer den Weg, dem ihr folgen sollt. Vertraut Mir, Ich bin der Weg, der euch zu der weißglänzenden Stadt führen wird, zum Verheißenen Land, das seine Tore in Erwartung eurer An­kunft offen hält. (32, 9)

 38. Wann werdet ihr endlich davon überzeugt sein, dass ihr nur in der Er­füllung meines Gesetzes die Gesund­heit, das Glück und das Leben finden könnt?

 39. Ihr anerkennt, dass es im mate­riellen Leben Prinzipien gibt, an die ihr euch anpassen müsst, um überleben zu können. Aber ihr habt vergessen, dass es auch im Geistigen Prinzipien gibt, die respektiert werden müssen, damit der Mensch der Quelle des ewigen Lebens teilhaftig werden kann, die im Göttlichen existiert. (188, 62)

 40. Denkt daran, dass Ich allein euer Heil bin. In den vergangenen Zeiten, in den gegenwärtigen und in den zukünf­tigen war, ist und wird mein Gesetz der Weg und der Führer eures Geistes sein.

 41. Gesegnet seien, die auf mein Ge­setz bauen, denn sie werden an den Wegkreuzungen niemals in die Irre gehen. Sie werden zum Gelobten Lande kommen und den Triumphge­sang anstim­men. (225, 31 - 32)

 42. Ich weiß, je größer eure Erkennt­nis wird, desto größer wird eure Liebe zu Mir sein.

 43. Wenn Ich euch sage: "Liebt Mich" - wisst ihr, was Ich euch damit sagen will?: Liebt die Wahrheit, liebt das Gute, liebt das Licht, liebt euch untereinander, liebt das Wahre Leben. (297, 57 - 58)

 44. Ich will, dass ihr einander liebt, wie Ich euch liebe, und auch euch selbst. Denn Ich habe euch nicht nur die Führung und Leitung einer be­stimmten Anzahl von Menschen an­vertraut, son­dern die erste Pflicht, die ihr Mir gegen­über habt, ist, auf euch selbst zu achten. Ihr sollt euch lieben, in der Erkenntnis, dass ihr das lebende Abbild eures Schöpfers seid. (133, 72)

 45. Die Mission, die Ich meinem Volke auf Erden anvertraut habe, ist groß und sehr heikel. Deshalb habe Ich es in jedem Zeitalter aufgesucht, um es mit meinem Worte zu inspirieren und ihm etwas mehr vom Inhalt des Geset­zes zu offenbaren.

 46. Das Gesetz der Liebe, des Guten und der Gerechtigkeit ist das geistige Erbe gewesen, das Ich ihm zu allen Zeiten gebracht habe. Von Lektion zu Lektion habe Ich die Menschheit zum Verständnis dessen geführt, dass das Gesetz in einem einzigen Gebot zu­sammengefasst werden kann: dem der Liebe. Liebt den Vater, welcher Urhe­ber des Lebens ist, liebt den Mitmen­schen, welcher Teil des Vaters ist, liebt alles, was der Herr geschaffen und angeordnet hat.

 47. Die Liebe ist Grund, Ursprung und Same der Weisheit, der Größe, der Kraft, der Erhebung und des Lebens. Dies ist der wahre Weg, den der Schöpfer für den Geist vorgezeichnet hat, damit er von Stufe zu Stufe und von Heimstatt zu Heimstatt die immer größere Nähe zu Mir fühlt.

 48. Wenn der Mensch von Anbeginn der Zeiten aus der geistigen Liebe ei­nen Gottes-Dienst gemacht hätte, an­statt in abgöttische Riten und in religi­ösen Fanatismus zu verfallen, so wäre diese Welt, die heute durch die Angst und das Elend der Menschen zu einem Tränental geworden ist, ein Tal des Friedens, in welchem die Geistwesen Verdienste erwerben würden, um nach diesem Leben jene geistigen Heim­stätten zu erreichen, in welche der Geist auf seinem Weg der Aufwärts­entwicklung eingehen soll. (184, 35 – 38)




Kapitel 17 - Die neue Art der Verehrung Gottes

Entwicklung der Anbetungsformen

 1. Wie langsam geht die Menschheit der Vollkommenheit ihrer Gottesvereh­rung entgegen!

 2. Immer, wenn Ich zu euch mit einer neuen Lektion komme, erscheint sie euch eurer Entwicklungsstufe allzu weit voraus. Doch begreift, dass Ich euch ein Zeitalter zur Verfügung stelle, damit ihr sie, solange es währt, erfas­sen und in euer Leben aufnehmen könnt. (99, 30 - 31)

 3. Die Tieropfer, die ihr auf dem Al­tar Jehovas darbrachtet, wurden von Ihm angenommen. Doch es war nicht die beste Form, um euren Geist zum Herrn zu erheben. Da kam Ich als Jesus zu euch, um euch das Göttliche Gebot zu lehren, das euch sagt: Liebet einan­der.

 4. Jetzt sage Ich euch, dass die Leh­ren, die Ich euch in der "Zweiten Zeit" durch die Werke Jesu kundtat, das eine mal verändert und das andere mal schlecht ausgelegt worden sind. Darum bin Ich gekommen, wie Ich es euch ankündigte, um meine Wahrheit zu erhellen. Mein Opfer damals verhin­derte viele Tieropfer, und Ich lehrte euch eine vollkommenere Verehrung Gottes.

 5. Meine neue Offenbarung in dieser Zeit wird bewirken, dass die Mensch­heit begreift, dass ihr die symbolischen Kultformen nicht verwenden dürft, ohne zuvor ihren Sinn zu deuten, da sie nur eine sinnbildliche Darstellung mei­ner Lehren sind. (74, 28)

 6. Das Gebet ist das geistige Mittel, das Ich dem Menschen inspiriert habe, um mit meiner Göttlichkeit Zwiespra­che zu haben. Daher bekundete es sich von Anbeginn in euch als eine Sehn­sucht, als ein Bedürfnis des Geistes, als eine Zuflucht in den Stunden der Heimsuchung.

 7. Wer das wahre Gebet nicht kennt, kennt nicht die Beseligungen, die es mit sich bringt, kennt nicht die Quelle von Gesundheit und Wohltaten, die in ihm enthalten sind. Er fühlt zwar den Impuls, sich Mir zu nähern, mit Mir zu sprechen und sein Anliegen vor Mich zu bringen; aber da es ihm an Spiritua­lität mangelt, erscheint ihm die Opfer­gabe, nur seine Gedanken empor zu­richten, so armselig, dass er sogleich nach etwas Materiellem Ausschau hält, um es Mir darzubringen, weil er meint, dass er Mir damit besser huldigt.

 8. Auf diese Weise sind die Men­schen in Abgötterei, Fanatismus, Riten und äußerliche Kulte verfallen, womit sie ihren Geist erstickten und ihn jener gesegneten Freiheit beraubten, direkt zu seinem Vater zu beten. Nur wenn der Schmerz sehr heftig ist, wenn die Qual die Grenzen der menschlichen Kräfte erreicht, befreit sich der Geist, vergisst Formalitäten und stürzt seine Götzen, um sich empor zurichten und aus tiefstem Herzen zu schreien: "mein Vater, mein Gott!"

 9. Seht ihr, wie die Völker in dieser Zeit des Materialismus damit beschäf­tigt sind, gegeneinander Krieg zu füh­ren? Doch Ich sage euch, dass viele Menschen dort, inmitten jener Kriegs­geschehen, das Geheimnis des Gebets entdeckt haben - jenes Gebets, das dem Herzen entspringt und als ein dringli­cher Hilferuf, als eine Klage, als eine flehentliche Bitte zu Mir gelangt.

 10. Als sie dann das erbetene Wunder auf ihrem Wege erlebten, haben sie gewusst, dass es keine andere Art gibt, mit Gott zu sprechen, außer in der Sprache des Geistes. (261, 22 - 24, 27)


Scheingebete ohne Hingabe und Glauben

 11. O Meine Kinder aller Glaubens­bekenntnisse, ertötet nicht die edelsten Empfindungen des Geistes und ver­sucht auch nicht, ihn mit äußerlichen Bräuchen und Kulten abzufinden.

 12. Seht: Wenn eine Mutter ihrem geliebten, kleinen Kinde nichts Mate­rielles anzubieten hat, drückt sie es an ihr Herz, segnet es mit all ihrer Liebe, bedeckt es mit Küssen, blickt es liebe­voll an, badet es mit ihren Tränen; doch niemals versucht sie es mit leeren Liebesgesten zu betrügen.

 13. Wie kommt ihr auf den Gedan­ken, dass Ich, der Göttliche Meister, gutheiße, dass ihr euch mit den Kult­handlungen zufrieden gebt, die bar jedes geistigen Wertes, jeder Wahrheit und Liebe sind, mit denen ihr euren Geist zu betrügen versucht, indem ihr ihn glauben macht, er habe sich ge­nährt, wenn er in Wirklichkeit bezüg­lich der Wahrheit immer unwissender wird? (21, 20 -21)

 14. Das Gebet ist eine Gnade, die Gott dem Menschen gegeben hat, da­mit es ihm als Leiter diene, um (geis­tig) emporzusteigen, als Waffe, um sich zu verteidigen, als Buch, um sich zu unterrichten, und als Balsam, um sich zu heilen und von jeder Krankheit zu genesen.

 15. Das wahre Gebet ist von der Erde verschwunden; die Menschen beten nicht mehr, und wenn sie es zu tun versuchen, tun sie es mit den Lippen, anstatt mit dem Geiste zu Mir zu spre­chen, und verwenden leere Worte, Riten und Verstellungskünste. Wie wollen die Menschen Wunder schauen, wenn sie Formen gebrauchen und Praktiken anwenden, die Jesus nicht lehrte?

 16. Es ist notwendig, dass das wahre Gebet unter die Menschen zurückkehrt, und Ich bin es, der es euch von neuem lehrt. (39, 12 -14)

 17. Lehret zu beten, macht euren Mitmenschen begreiflich, dass es ihr Geist ist, der mit seinem Schöpfer Zwiesprache halten soll, damit sie einsehen, dass ihre Gebete fast immer der Schrei des Körpers sind, der Aus­druck von Angst, der Beweis ihres Mangels an Glauben, ihres Aufbegeh­rens oder ihres Misstrauens gegen Mich.

 18. Macht euren Mitmenschen be­greiflich, dass sie ihren Körper nicht kasteien oder zerfleischen müssen, um meinen Geist zu bewegen, um mein Mitgefühl oder meine Barmherzigkeit zu erwecken. Jene, die sich körperliche Leiden und Bußen auferlegen, tun dies, weil sie nicht die geringste Kenntnis davon haben, welches die wohlgefäl­ligsten Opfergaben für Mich sind, noch eine Vorstellung von meiner Liebe und der Barmherzigkeit eures Vaters haben.

 19. Meint ihr, dass es für Mich der Tränen in euren Augen und des Schmerzes in euren Herzen bedarf, um Mich eurer zu erbarmen? Dies würde bedeuten, Mir Härte, Gefühllosigkeit, Gleichgültigkeit, und Selbst­­sucht zuzu­schreiben. Könnt ihr euch diese Fehler in dem Gott, den ihr liebt, vorstellen?

 20. Wie wenig habt ihr euch darum bemüht, Mich kennen zu lernen! Der Grund dafür ist, dass ihr euren Verstand nicht so geschult habt, dass er im Einklang mit dem Geiste denkt. (278, 17 - 20)

 21. Lasst heute einmal die Erde für einige Augenblicke hinter euch und kommt zu Mir im Geiste.

 22. Viele Jahrhunderte lang haben die Menschen die rechte Art zu beten verfehlt, weshalb sie sich nicht gestärkt noch ihren Lebensweg mit meiner Liebe erhellt haben, da sie mittels ihrer Sinne und nicht mit ihrem Geist gebe­tet haben.

 23. Die Abgötterei, zu der der Mensch so sehr neigt, ist wie ein Gift gewesen, das ihn die geistigen Freuden des innerlichen Gebetes nicht hat ge­nießen lassen.

 24. Wie viel Elend haben die Men­schen mit sich geschleppt, nur weil sie nicht zu beten verstanden! Und dies ist nur natürlich, Jünger. Denn welche geistige Stärke kann ein menschliches Wesen schon haben, um die Versu­chungen des Lebens zu bestehen, wenn es nichts hat, um sich dem Lebensquell zu nähern, der in meinem Geiste exis­tiert? Es sucht Mich in den Abgründen, in den Schatten, obwohl es sich erhe­ben könnte, um Mich auf den Gipfeln, im Lichte zu finden .

 25. Ach, wenn die Menschen dieser Zeit doch die Macht des Gebetes beg­riffen - wie viele übermenschliche Werke würden sie bewerkstelligen! Aber sie durchleben eine Epoche des Materialismus, in der sie selbst das Göttliche zu vermaterialisieren versu­­­chen, um es berühren und sehen zu können. (282, 61 - 64)


Das wahre Gebet

 26. Ich segne jene, die beten. Je spi­ritueller ihr Gebet ist, desto größer ist der Friede, den Ich sie fühlen lasse.

 27. Dies könnt ihr euch leicht erklä­ren; denn wer, um zu beten, darauf angewiesen ist, vor Bildnissen oder Gegenständen niederzuknien, um die Gegenwart des Göttlichen zu fühlen, wird nicht die geistige Empfindung der Gegenwart des Vaters in seinem Her­zen erfahren können.

 28. "Selig, die ohne zu sehen glau­ben" sagte Ich einstens, und jetzt sage Ich es erneut; denn wer seine Augen für die Dinge der Welt schließt, öffnet sie für das Geistige, und wer Glauben an meine geistige Gegenwart hat, muss sie fühlen und sich ihrer erfreuen.

 29. Wann werden die Erdenmen­schen damit aufhören, ihrem Geist die Wonne zu versagen, Mich in ihrem Herzen zu fühlen mittels des direkten Gebetes oder - was dasselbe ist - durch das Gebet von Geist zu Geist?: Dann, wenn mein Licht das Leben der Men­schen erleuchtet, sie die Wahrheit ken­nen und ihre Irrtümer begreifen.
 30. Jetzt ist die rechte Zeit, um zu beten und zu meditieren; aber mit Ge­beten, die frei von Fanatismus und Vergötzung sind und mit ruhigem und tiefem Nachdenken über mein Göttli­ches Wort.

 31. Alle Stunden und alle Orte kön­nen geeignet sein, um zu beten und zu meditieren. Nie habe ich euch in mei­nen Unterweisungen gesagt, dass es Orte oder Augenblicke gäbe, die be­sonders dafür vorgesehen sind. Wozu auf der Welt bestim­mte Orte aufsu­chen, um zu beten, wo doch euer Geist größer ist als die Welt, die ihr be­wohnt? Weshalb Mich auf Bildnisse und so begrenzte Orte beschränken, wo Ich doch unendlich bin?

 32. Der schwerwiegendste Grund für die geistige Armut der Menschen und ihre irdischen Schicksalsschläge ist ihre unvoll­kommene Art zu beten, weshalb Ich euch sage, dass diese Er­kenntnis die ganze Menschheit errei­chen muss. (279, 2 -7)

 33. Nicht immer betet ihr mit der gleichen inneren Sammlung, daher erlebt ihr auch nicht immer den glei­chen Frieden oder die gleiche Inspira­tion.

 34. Es gibt Gelegenheiten, bei denen ihr inspiriert seid und die Gedanken erhebt; und es gibt andere, bei denen ihr völlig teilnahmslos bleibt. Wie wollt ihr da meine Botschaften immer in der gleichen Weise empfangen? Ihr müsst euer Gemüt und selbst euren Körper erziehen, in den Augenblicken des Gebetes mit dem Geiste zusam­menzuarbeiten.

 35. Der Geist ist immer bereit, sich mit Mir zu verbinden; aber er bedarf der guten Verfassung des Körpers, um sich in jenen Augenblicken erheben und von allem befrei­en zu können, was ihn in seinem irdischen Leben umgibt.

 36. Bemüht euch, das wahre Gebet zu erreichen; denn wer zu beten ver­steht, trägt in sich den Schlüssel zum Frieden, zur Gesundheit, zur Hoffnung, zur geistigen Kraft und zum ewigen Leben.

 37. Der unsichtbare Schild meines Gesetzes wird ihn vor Nachstellungen und Gefahren beschützen. In seinem Munde wird er ein unsichtbares Schwert mit sich führen, um alle Geg­ner, die sich seinem Weg entgegen­stellen, niederzuwerfen. Ein Leucht­turm wird seine Bahn inmitten der Stürme erhellen. Beständig wird ein Wunder für ihn erreichbar sein, wann immer er es benötigt, sei es für ihn selbst oder zum Wohle seiner Mitmen­schen.

 38. Betet, übt diese hohe Gabe des Geistes aus, denn diese Kraft wird es sein, die das Leben der Menschen der Zukunft bewegt – jener Menschen, die (schon) im Fleische die Verbindung von (ihrem) Geist zu (Meinem) Geist erreichen werden.

 39. Die Familienväter werden sich durch das Gebet die Eingebungen schenken lassen, um ihre Kinder zu führen.

 40. Die Kranken werden die Gesund­heit mittels des Gebetes empfangen. Die Regierenden werden ihre großen Probleme lösen, indem sie im Gebet das Licht suchen, und der Wissen­schaftler wird die Offen­barungen gleichfalls durch die Gabe des Gebets empfangen. (40, 40 -47)

 41. Jünger: In der "Zweiten Zeit" fragten Mich meine Apostel, wie sie beten sollten, und Ich lehrte sie das vollkommene Gebet, das ihr das "Va­terunser" nennt.

 42. Nun sage Ich euch: Inspiriert euch an diesem Gebet, an seinem Sinn­gehalt, an seiner Demut und an seinem Glauben, damit euer Geist mit dem meinen Zwiesprache hält. Denn es werden dann nicht mehr die körperli­chen Lippen sein, die jene geseg­neten Worte sprechen, sondern der Geist, der mit der ihm eigenen Sprache zu Mir spricht. (136, 64)

 43. Achtet darauf, dass es nicht nur eure Lippen sind, die Mich "Vater" nennen, denn viele von euch pflegen dies mechanisch zu tun. Ich will, dass wenn ihr sprecht: "Vater unser, der Du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name", dieses Gebet aus tiefstem Her­zen kommt und ihr über jeden Satz nachsinnt, damit ihr danach inspiriert und in vollkommener Gemeinschaft mit Mir seid.

 44. Ich habe euch das machtvolle, vollendete Gebet gelehrt, welches das Kind wirklich dem Vater näher bringt. Wenn ihr das Wort "Vater" mit In­brunst und Ehrfurcht, mit Erhebung und Liebe, mit Glaube und Hoffnung aussprecht, schwinden die Entfernun­gen, der Raum verschwindet, denn in diesem Augenblick der Zwiesprache von Geist zu Geist ist weder Gott ferne von euch, noch seid ihr ferne von Ihm. Betet so, und ihr werdet in euren Her­zen mit vollen Händen die Wohltat meiner Liebe empfangen. (166, 52 -53)


Die vier Aspekte des vollkommenen Gebets

 45. Ringet, ringet darum, die geistige Vollkommenheit zu erlangen. Ich habe euch den Weg gezeigt, um dieses Ziel zu erreichen. Ich habe euch das Gebet anvertraut als die jeder materiellen Waffe überlegene "Waf­fe", um euch auf dem Lebenswege gegen Heimtücke zu verteidigen. Aber die beste Waffe werdet ihr haben, wenn ihr mein Ge­setz erfüllt.

 46. Woraus besteht das Gebet?: Das Gebet ist Bitte, Fürbitte, Anbetung und geistige Betrachtung. Alle seine Teile sind notwendig, und eines geht aus dem andern hervor. Denn in Wahrheit sage Ich euch: Die Bitte besteht darin, dass der Mensch Mich bittet, dass Ich ihm seine Wünsche erfülle, seine Sehn­süchte befriedige - das, was er für das Wichtigste und Heilsamste in seinem Leben hält. Und wahrlich, Ich sage euch, meine Kinder, der Vater ver­nimmt die Bitte und gibt einem jeden, was er am meisten benötigt, wann im­mer es zu seinem Wohle ist. Doch hütet euch davor, um etwas zu bitten, was im Widerspruch zum Heile eures Geistes ist. Denn jene, die nur um ma­terielle Güter bitten, um körperliche Wonnen und vergängliche Macht, bit­ten darum, ihren Geist in Ketten zu legen.

 47. Die körperlichen Wonnen brin­gen nur Leiden mit sich - nicht nur in dieser Welt, sondern auch nach dem Übergang in die Geistige Welt; denn selbst dorthin kann der Einfluss jener körperlichen Wünsche gelan­gen; und weil der Geist sich nicht von ihnen freimachen kann, wird er weiterhin von jenen Sehnsüchten gequält und möchte wie­der und wieder zur Erde zurückkeh­ren, um zu reinkarnieren und weiterhin materiell zu leben. Daher, Meine Kin­der, bittet nur um das, was ihr wirklich zum Wohle eures Geistes benötigt.

 48. Die zweite Art des Gebets, die Fürbitte, entspringt der Liebe zum Nächsten, jener Liebe, die Ich euch als Meister lehrte, als Ich in diese Welt kam. Betet für eure nahen und fernen Geschwister, für jene, die in den ver­schiedenen Nationen die Folgen des Krieges erleiden, die die Tyrannei der ver­gänglichen Herrscher dieser Welt erdulden.

 49. Bereitet euch, o meine Kinder, bittet für eure Mitmenschen, aber auch bei dieser Fürsprache müsst ihr zu bitten verstehen, denn was wichtig ist, ist der Geist. Wenn ein Bruder, eure Eltern oder eure Kinder krank sind, so bittet für sie, aber besteht nicht darauf, dass sie in diesem Leben verbleiben, wenn dies nicht das ist, was der Geist benötigt. Bittet lieber, dass dieser Geist frei werde, dass er sich in seinen Lei­den läutere, dass der Schmerz die geis­tige Auf­wärtsentwicklung fördere. Deshalb hat der Meister euch schon in der "Zweiten Zeit" sagen gelehrt: "Vater, Dein Wille ge­schehe." Denn der Vater weiß besser als irgendeines seiner Kinder, wessen der Geist bedarf.

 50. Die dritte Art des Gebets, die Verehrung für den Göttlichen Geist, bedeutet die Verehrung für alles, was vollkommen ist; denn durch diese Art von Gebet könnt ihr euch mit der Voll­kommenheit, mit der Liebe vereinen, die das ganze Weltall umfängt. In der Anbetung könnt ihr den Stand der Vollkommenheit finden, den ihr alle erreichen müsst, und die Anbetung führt euch weiter zur geistigen Be­trachtung, welche, zusammen mit der Anbetung, euch zur Vereinigung mit dem Göttlichen Geiste bringt, dem Quell des Ewigen Lebens - der Quelle, die euch Tag für Tag Kraft gibt, um zum Reich des Vaters zu gelangen.

 51. So sollt ihr beten: beginnend mit dem Bittgebet bis zur geistigen Be­trachtung. Dies wird euch Kraft geben.

 52. Wenn ihr dann gut zugerüstet seid, sollt ihr nicht nur für euch kämp­fen, sondern auch darum, euren Mit­menschen zu helfen, diesen Weg zu beschreiten. Denn ihr könnt eure Ver­geistigung nicht für euch allein errei­chen, sondern müsst darum ringen, das Heil der ganzen Menschheit zu errei­chen. (358, 10 - 17)


Das spontane Herzensgebet ohne Worte

 53. Volk, hier ist die Stimme des Heiligen Geistes, die geistige Kundge­bung Gottes mittels eures Verstandes­vermögens, die euch kein neues Gesetz noch eine neue Lehre offenbart, son­dern eine neue, fortschrittlichere, spi­rituellere und voll­kommenere Art und Weise, mit dem Vater in Verbindung zu treten, Ihn zu empfangen und Ihn zu verehren. (293, 66)

 54. Wie viele gibt es, die mein Wort vernehmen, die zu großen Auslegern desselben geworden sind, und dennoch sind sie nicht die besten Tat-Jünger meiner Lehre, erfüllen sie nicht das Göttliche Gebot, das euch sagt: "Liebet einander."

 55. Seht dagegen, wie leicht sich je­ner umwandelt, der auch nur ein Atom ,meiner Unterweisung praktisch an­wendet. Wollt ihr ein Beispiel dafür?

 56. Da gab es jemanden, der Mir sein ganzes Leben lang durch Wort-Gebete sagte, dass er Mich liebe - Gebete, die andere formulierten, die er nicht einmal verstand, weil sie aus Worten bestan­den, deren Bedeutung er nicht kannte. Doch bald begriff er, wie die wahre Art zu beten sei, und indem er seine alten Gewohnheiten beiseite schob, konzent­rierte er sich auf das Innerste seines Geistes, sandte seine Gedanken zu Gott empor, und zum ersten Mal fühlte er Dessen Gegenwart.

 57. Er wusste nicht, was er seinem Herrn sagen sollte, seine Brust begann zu schluchzen und seine Augen Tränen zu vergießen. In seinem Verstande formte sich nur ein Satz, der lautete: "Mein Vater, was kann ich Dir sagen, wo ich doch nicht mit Dir zu sprechen verstehe?"

 58. Aber jene Tränen, jene Schluch­zer, jene innere Wonne und selbst seine Verwirrung sprachen zum Vater in ei­ner so schönen Sprache, wie ihr sie niemals in euren menschlichen Spra­chen, noch in euren Büchern werdet finden können.

 59. Jenes Stammeln des Menschen, der mit seinem Herrn geistig zu beten beginnt, ähnelt den ersten Worten von Kleinkindern, welche für ihre Eltern Wonne und Entzücken sind, weil sie die ersten Äußerungen eines Wesens vernehmen, das sich zum Leben zu erheben beginnt. (281, 22 - 24)

 60. Der höherentwickelte Geist weiß, dass das menschliche Wort den Aus­druck des geistigen Gedankens arm macht und verkleinert. Daher lässt er die materiellen Lippen schweigen, um sich emporzu­schwingen und in der Sprache, die Gott allein kennt, das Geheimnis auszusprechen, das er im Innersten seines Wesens verborgen mit sich trägt. (11, 69)

 61. Wie viel Freude bereitet ihr mei­nem Geiste, wenn Ich sehe, dass ihr eure Gedanken auf der Suche nach eurem Vater emporrichtet. Ich lasse euch meine Gegenwart fühlen und überflute euch mit Frieden.

 62. Sucht Mich, sprecht mit Mir, macht euch nichts daraus, dass eure Gedanken zu unbeholfen sind, um eure Bitte auszu­drücken; Ich werde sie zu verstehen wissen. Sprecht zu Mir mit dem Vertrauen, mit dem man mit sei­nem Vater spricht. Vertraut Mir eure Klagen an, wie ihr es bei eurem besten Freunde tun würdet. Fragt Mich, was ihr nicht wisst, alles, was euch unbe­kannt ist, und Ich werde zu euch mit dem Worte des Meisters sprechen. Aber betet, damit ihr in jenem geseg­neten Augenblick, in welchem euer Geist sich zu Mir erhebt, das Licht, die Kraft, den Segen und den Frieden emp­fanget, den euch euer Vater gewährt. (36, 15)

 63. Erzählt Mir in der Stille eure Lei­den, vertraut Mir eure Sehnsüchte an. Obwohl Ich alles weiß, will Ich, dass ihr nach und nach lernt, euer eigenes Gebet zu for­mulieren, bis ihr soweit seid, die voll­kommene Zwiesprache eures Geistes mit dem Vater auszu­üben. (110, 31)

 64. Das Gebet kann lang oder kurz sein, je nachdem es Not tut. Ihr könnt, wenn ihr es so wünscht, ganze Stunden in jener geistigen Wonne verbringen, wenn euer Körper nicht ermattet oder wenn keine andere Pflicht eure Auf­merksamkeit erfordert. Und es kann so kurz sein, dass es sich auf eine Se­kunde beschränkt, wenn ihr irgendeiner Prüfung unterworfen seid, die euch plötzlich überrascht hat.

 65. Es sind nicht die Worte, mit de­nen euer Verstand das Gebet zu ges­talten versucht, die zu Mir gelangen, sondern die Liebe, der Glaube oder die Not, mit der ihr euch vor Mir zeigt. Deshalb sage Ich euch, dass es Fälle geben wird, in denen euer Gebet nur eine Sekunde währt, weil keine Zeit sein wird, Gedanken, Sätze oder Ideen zu formulieren, wie ihr es gewohnt seid.

 66. Überall könnt ihr Mich anrufen, denn für Mich ist der Ort gleichgültig, da das, was Ich suche, euer Geist ist. (40, 36 - 38)

 67. Als in der Zweiten Zeit eine Frau Jesus fragte, ob in Jerusalem der Ort sei, an dem sie Gott anbeten solle, antwortete ihr der Meister: "Die Zeit kommt, in der weder Jerusalem noch irgendein anderer Ort der rechte Platz ist, um Gott anzubeten, denn Er wird im Geist und in der Wahrheit angebetet werden", das heißt von Geist zu Geist.

 68. Als meine Jünger Mich baten, dass Ich sie beten lehre, gab Ich ihnen als Vorbild das Gebet, das ihr "Vater­unser" nennt, womit Ich ihnen begreif­lich machte, dass das wahre, vollkom­mene Gebet jenes ist, das gleich jenem von Jesus spontan aus dem Herzen kommt und bis zum Vater empor dringt. Es soll Gehorsam, Demut, Schuld­­bekenntnis, Dankbarkeit, Glaube, Hoffnung und Verehrung ent­halten. (162, 23 - 24)


Das tägliche Gebet

 69. Geliebte Jünger: Übt täglich das geistige Gebet und legt euren ganzen guten Willen hinein, euch zu vervoll­kommnen.

 70. Bedenket: Außer dass ihr in eine innige Gemeinschaft mit eurem Meis­ter gelangt und in jenen Augenblicken einen unendlichen Frieden erfahrt, ist es für euch die beste Gelegenheit, meine Göttlichen Inspirationen zu empfangen. In ihnen werdet ihr die Erklärung für all das finden, was ihr nicht verstanden oder falsch aufgefasst habt. Ihr werdet den Weg finden, ir­gendeiner Gefahr vorzubeugen, ein Problem zu lösen, eine Unklarheit zu beseitigen. In jener Stunde gesegneter geistiger Zwiesprache werden sich all eure Sinne erhellen, und ihr werdet euch bereiter und geneigter fühlen, Gutes zu tun. (308, 1)

 71. Unterlasst nicht das Gebet, auch wenn es so kurz ist, dass es nicht länger als fünf Minuten dauert; doch unter­zieht euch darin mit dem Lichte eures Gewissens einer genauen Prüfung, damit ihr euer Handeln im Auge be­haltet und wisst, worin ihr euch bessern müsst.

 72. Wenn ihr bei eurer Erhebung im Gebet den Zeitbegriff verlieren solltet, wird es ein Zeichen von Vergeistigung sein, da ihr, wenn auch nur für einige Augenblicke, aus der Zeit herauszutre­ten vermochtet - jener Zeit, welche die Sklaven des Materialismus nur für ihre Vergnügungen oder für die Vermeh­rung ihres Geldes begehren.

 73. Wer sich täglich prüft, wird seine Art des Denkens, Lebens, Sprechens und Fühlens verbessern. (12, 30 - 32)

 74. Ich habe euch gelehrt, dass man durch das Gebet Weisheit erlangt; doch deshalb will Ich nicht, dass ihr eure Gebete verlängert. Ich habe von euch das Gebet von fünf Minuten verlangt, und damit will Ich sagen, dass ihr kurz beten sollt, damit ihr euch in diesen Augenblicken wirklich eurem Vater hingebt; doch eure übrige Zeit sollt ihr euren geistigen und materiellen Pflichten gegenüber euren Mitmen­schen widmen. (78, 52)

 75. Ich lehre euch nun eine be­stimmte Art, euch zuzurüsten, damit eure täglichen Werke allesamt von edlen Gefühlen inspiriert sind und damit die Heim­suchungen und Schwie­rigkeiten euch nicht aufhalten noch zurückweichen lassen: Wenn ihr eure Augen dem Lichte eines neuen Tages öffnet, so betet, nähert euch Mir durch euer Denken, bildet dann euren Tages­plan, inspiriert von meinem Lichte, und erhebt euch nun zum Lebenskampf. Nehmt euch dabei vor, stark zu sein und nicht einen einzigen Augenblick lang gegen den Gehorsam und den Glauben zu verstoßen.

 76. Wahrlich, Ich sage euch, schon bald wird euch eure Standhaftigkeit und das Resultat eurer Werke in Er­staunen setzen. (262, 7 - 8)


Der Ruhetag als Tag der Selbstbe­sinnung

 77. Schon in der ersten Zeit lehrte Ich euch, den siebten Tag Mir zu weihen. Da der Mensch sich sechs Tage lang der Erfüllung seiner weltlichen Pflich­ten widmete, war es nur recht und bil­lig, dass er wenigstens einen dem Dienste seines Herrn weihte. Ich for­derte nicht von ihm, dass er Mir den ersten Tag widmete, sondern den letz­ten, damit er in ihm von seinen Mühen ausruhe und sich der geistigen Be­trachtung widme, damit er seinem Geist Gelegenheit böte, sich seinem Vater zu nähern und durch das Gebet mit ihm zu sprechen.

 78. Der Tag der Ruhe wurde einge­setzt, damit der Mensch im Vergessen des harten irdischen Lebenskampfes - und sei es auch nur für eine kurze Zeit­spanne - seinem Gewissen die Mög­lichkeit gäbe, zu ihm zu sprechen, ihn an das Gesetz zu erinnern, und er sich selbst erforsche, seine Verfehlungen bereue und in seinem Herzen edle Vor­sätze zur Umkehr fasse.

 79. Der Sabbat war der Tag, der frü­her der Erholung, dem Gebet und dem Studium des Gesetzes gewidmet war. Aber das Volk vergaß bei der Befol­gung der Tradition die brüderlichen Gefühle gegenüber den Mitmenschen und die geistigen Pflichten, die es ge­genüber seinen Nächsten hatte.

 80. Die Zeiten vergingen, die Menschheit entwickelte sich geistig, und Christus kam, um euch zu lehren, dass ihr auch an den Tagen der Ruhe tätige Nächstenliebe üben und alle guten Werke tun sollt.

 81. Jesus wollte euch damit sagen, dass zwar ein Tag der Besinnung und kör­perlichen Erholung gewidmet ist, ihr jedoch begreifen sollt, dass für die Erfüllung der Mission des Geistes we­der Tag noch Stunde vorherbestimmt werden konnte.

 82. Obwohl der Meister mit größter Klarheit zu euch gesprochen hat, wi­chen die Menschen davon ab und jeder wählte den Tag, der ihm am passends­ten war. Während daher die einen wei­terhin den Sabbat als den der Ruhe geweihten Tag beibehielten, wähl­ten andere den Sonntag, um ihre Gottes­dienste zu feiern.

 83. Heute spreche Ich ein weiteres Mal zu euch, und meine Unterweisun­gen bringen euch neue Erkenntnisse. Ihr habt viele Erfahrungen durchlebt und euch entwickelt. Heute ist es nicht von Bedeutung, welchen Tag ihr der Erholung von der irdischen Mühsal widmet, wohl aber, dass ihr wisst, dass ihr alle Tage auf dem Wege wandeln sollt, den Ich euch vorgezeichnet habe. Begreift, dass es keine festgesetzte Stunde für euer Gebet gibt, denn jede Tageszeit ist dazu geeignet, zu beten und meine Lehre zum Wohle eurer Mitmenschen auszuüben. (166, 31 - 35)


Bittet, so wird euch gegeben

 84. Ihr alle tragt eine Wunde im Her­zen. Wer könnte wie Ich in euer Inne­res eindringen? Ich kenne euer Leid, eure Trauer und Niedergeschlagenheit angesichts so großer Ungerechtigkeit und Undank­barkeit, die auf eurer Welt herrscht. Ich weiß um die Erschöpfung derer, die lange auf Erden gelebt und sich abgemüht haben und deren Dasein für sie wie eine schwere Last ist. Ich weiß um die Unausgefülltheit derer, die in diesem Leben allein gelassen wur­den. Euch allen sage Ich: "Bittet, so wird euch gegeben werden"; denn Ich bin dazu gekommen, euch das zu ge­ben, dessen ihr von Mir bedürft, sei es Gesellschaft, Seelen­frieden, Heilung, Aufgaben oder Licht. (262, 72)

 85. Fürchtet nicht das Elend, es ist nur vorübergehend, und in ihm sollt ihr beten und die Geduld Hiobs zum Vor­bild nehmen. Der Überfluss wird zu­rückkehren, und dann werdet ihr nicht genug Worte haben, um Mir zu dan­ken.

 86. Wenn euch einmal Krankheit nieder­drückt, o gesegnete Kranke, so verzweifelt nicht; euer Geist ist nicht krank. Erhebt euch im Gebet zu Mir, und euer Glaube und eure Vergeisti­gung werden euch die Gesundheit des Körpers zurückgeben. Betet in der Form, die Ich euch gelehrt habe: geis­tig. (81, 43 - 44)

 87. Betet in den Augenblicken der Prüfung ein kurzes, aber lauteres und aufrichtiges Gebet, und ihr werdet euch getröstet fühlen; und wenn ihr erreicht, im Einklang mit eurem Herrn zu sein, werde Ich zu euch sagen können, dass mein Wille der eure und euer Wille der meine ist. (35, 7)

 88. Betet, aber euer Gebet soll von euren täglichen Vorhaben und Werken bestimmt sein, dies wird euer bestes Gebet sein. Doch wenn ihr einen Ge­danken an Mich richten wollt, um mit ihm eine Bitte auszudrücken, so sagt Mir nur: "Vater, Dein Wille gesche­he an mir." Damit werdet ihr sogar mehr erbitten, als ihr verstehen und erhoffen könntet, und dieser einfache Satz, die­ser Gedanke, wird jenes "Vaterunser", um das ihr Mich in einer andern Zeit batet, noch mehr vereinfachen.

 89. Damit habt ihr das Gebet, das alles erbittet und das am besten für euch sprechen wird. Doch nicht eure Lippen sollen es sagen, sondern euer Herz soll es empfinden; denn sagen ist nicht fühlen, und wenn ihr es fühlt, braucht ihr es Mir nicht zu sagen. Ich weiß die Stimme des Geistes zu ver­nehmen und verstehe seine Sprache. Gibt es eine größere Freude für euch, als dies zu wissen? Oder meint ihr etwa, dass Ich darauf angewiesen bin, dass ihr Mir sagt, was Ich tun muss? (247, 52 - 54)

 90. Ich habe euch gelehrt, für andere zu beten und zu bitten; aber Ich höre euch auch an, wenn ihr für euch bittet. Ich nehme dieses Gebet an. Doch Ich sage euch, dass die Zeit, in der Ich euch, weil ihr noch unreif wart, eurer Bitte entsprechend gab, vorüber ist. Jetzt ist es mein Wille, dass ihr euch wie Jünger verhaltet und Mir beim Beten euren Geist und euer Herz dar­bietet, dabei jedoch zulasst, dass Ich in ihnen lese und meinen Willen tue. (296, 69)

 91. Wenn ihr Mich befragt oder Mich bittet, dann strengt euch nicht an bei dem Versuch, Mir euer Problem klar darzulegen, und bemüht euch auch nicht, in eurem Verstand nach den am besten formulierten Sätzen zu suchen. Mir genügt es, wenn euer Geist sich in diesem Augenblick von der Welt löst und Herz und Sinn rein sind, damit sie Meine Inspiration empfangen können. Was nützt es euch schon, Mir wunder­bare Worte zu sagen, wenn ihr nicht fähig seid, meine Gegenwart in eurem Innern zu fühlen? Ich weiß alles, und ihr braucht Mir nichts zu erklären, damit Ich euch verstehen kann. (286, 9 - 10)

 92. Wenn ihr meine Lehre zu begrei­fen vermögt, wird sie euch viele Be­friedigungen geben, viele Gelegenhei­ten bieten, euch aufwärts entwickeln zu können. Lernet zu beten, bevor ihr irgendeinen Entschluss fasst, denn das Gebet ist die vollkommene Art und Weise, euren Vater zu bitten, da ihr in ihm nach Licht und Stärkung verlangt, um im Lebenskampf zu bestehen.

 93. Beim Beten wird eurem Verstan­desvermögen bald die Erleuchtung kommen, die euch das Gute klar vom Bösen unterscheiden lässt, das Ratsame von dem, was ihr nicht tun sollt, und dies wird der offensichtlichste Beweis dafür sein, dass ihr euch innerlich zu bereiten verstandet, um die Stimme des Gewissens zu vernehmen.

 94. Ertragt eure Mühsale mit Geduld, und wenn ihr den Sinn eurer Prüfungen nicht zu begreifen vermögt, so betet, und Ich werde euch ihren Sinn offenba­ren, damit ihr sie innerlich bejaht. (333, 61 - 62, 75)

 95. Jedes Mal, wenn eure Lippen oder eure Gedanken Mir sagen: "Herr, habe Erbarmen mit mir, habe Mitleid mit meinem Schmerz - Herr, versage mir nicht Deine Vergebung", dann beweist ihr eure Unwissenheit, eure Verwirrtheit, und wie wenig ihr Mich kennt.

 96. Mir sagen, dass Ich Mitgefühl mit eurem Schmerz haben soll? Mich bit­ten, dass Ich Erbarmen mit meinen Kindern haben soll? Mich anflehen, dass Ich eure Sünden vergebe - Mich, der Ich die Liebe, die Gnade, die Barmherzigkeit, die Vergebung und das Mitleid bin?

 97. Es ist gut, wenn ihr jene zu be­wegen sucht, die auf Erden ein hartes Herz haben, und dass ihr mit Tränen und flehentlichen Bitten bei denen Mitleid zu erwecken sucht, die nicht eine Spur von Mitgefühl mit ihren Nächsten haben; aber gebraucht jene Sätze oder Gedanken nicht, um Den zu bewegen, der euch aus Liebe erschuf, und um euch ewig zu lieben. (336, 41 - 43)

 98. Seid zufrieden mit den großen Wohltaten, die der Vater euch im Hin­blick auf all das beschert hat, was sich auf das menschliche Leben auf Erden bezieht. Bittet nicht um das, was eurem Geist und eurem Körper [Materie] zum Verderben gereichen könnte. Ich habe euch mehr zu geben als ihr von Mir erbitten könntet. Doch bin Ich es, der weiß, was euch auf dem Lebenswege wirklich fehlt. Ich habe euch gesagt: wenn ihr mein Gesetz zu erfüllen ver­steht, werdet ihr Mich in all meiner Herrlichkeit schauen. (337, 21)


Der Segen der Fürbitte

 99. Gewöhnt euch nicht an, nur mit Worten zu beten, betet mit dem Geiste. Auch sage Ich euch: Segnet mit dem Gebet, sendet Gedanken des Lichts zu euren Mitmenschen, bittet nichts für euch; erinnert euch: Wer sich mit dem Meinen befasst, wird Mich immer als Wächter über sich haben.
 100. Den Samen, den ihr mit Liebe sät, werdet ihr vielfältig zurückerhal­ten. (21, 3 - 4)

 101. Betet nicht nur, wenn ihr gerade eine schmerzliche Prüfung durchlebt, betet auch, wenn ihr im Frieden seid, denn dann werden sich eure Herzen und eure Gedanken mit den andern beschäftigen können. Bittet auch nicht nur für die, die euch Gutes getan, oder für jene, die euch keinen Schaden zu­gefügt haben; denn obwohl dies ver­dienstvoll ist, ist es nicht so groß, wie wenn ihr für diejenigen Fürbitte ein­legt, die euch auf irgendeine Weise Schaden zugefügt haben. (35, 8)

 102. Was lehre Ich euch derzeit?: alles und alle mit Herz und Geist zu segnen; denn wer so segnet, ist seinem Vater ähnlich, wenn Er seine Wärme allen zuteil werden lässt. Darum sage Ich euch: Lernt mit dem Geiste, mit Gedanken, mit dem Herzen segnen, und euer Friede, eure Kraft und eure Herzenswärme werden zu jenem ge­langen, dem ihr es zusendet, so ferne ihr ihn auch glaubt.

 103. Was würde geschehen, wenn alle Menschen einander segnen wür­den, auch ohne sich zu kennen, noch sich jemals gesehen zu haben?: voll­kommener Friede würde auf Erden herrschen, Krieg wäre unvorstellbar!

 104. Damit dies Wunder Wirklichkeit wird, müsst ihr euren Geist durch Be­harrlichkeit in der Tugend erheben. Haltet ihr dies etwa für unmöglich? (142, 31 m.)

 105. Bittet, so wird euch gegeben. Alles, was ihr zum Wohle eurer Mit­menschen ersehnt - bittet Mich darum. Bittet, vereint eure Bitte mit der des Notleidenden, und Ich werde euch gewähren, worum ihr bittet. (137, 54)


Die Notwendigkeit des Gebets

 106. "Wachet und betet", sage ich euch immer wieder; aber Ich will nicht, dass ihr euch an diesen gütigen Rat gewöhnt, sondern über ihn nachdenkt und danach handelt.

 107. Ich heiße euch beten, weil jener, der nicht betet, sich überflüssigen, materiellen und manchmal unsinnigen Gedanken hingibt, wodurch er, ohne sich dessen bewusst zu sein, die bru­dermörderischen Kriege begünstigt und nährt. Doch wenn ihr betet, zerreißt euer Denken, als ob es ein Schwert des Lichtes wäre, die Schleier der Finster­nis und die Schlingen der Ver­suchung, die heute viele Wesen gefangen halten; es sättigt eure Umgebung mit geistiger Kraft und wirkt den Mächten des Bö­sen entgegen. (9, 25 - 26)

 108. Die Menschen sind immer zu sehr mit den Herrlichkeiten der Erde beschäftigt gewesen, um über die Be­deutung nach­zudenken, welche das Beten und die geistige Betrachtung des jenseits dieses Lebens Liegenden hat, sodass sie ihren eigenen Wesenskern hätten entdecken können. Wer betet, spricht mit dem Vater, und wenn er fragt, erhält er sofort Antwort. Die Unwissenheit der Menschen über das Geistige ist Folge des Mangels an Ge­bet. (106, 33)

 109. Ihr geht auf eine Zeit zu, in der ihr eurem Geist in gerechter Weise das zu geben versteht, was ihm zusteht, und der Welt das, was ihr zukommt. Es wird eine Zeit wahrhaftigen Gebetes sein, einer von Fanatismus freien Ver­ehrung Gottes, bei der ihr vor jeder Unternehmung betet, bei der ihr das zu bewahren wisst, was euch anvertraut wurde.

 110. Wie könnte der Mensch einen Fehler begehen, wenn er, statt seinen Willen zu tun, zunächst einmal im Gebet seinen Vater fragen würde? Wer betet, lebt in Verbindung mit Gott, kennt den Wert der Wohltaten, die er von seinem Vater empfängt, und zugleich begreift er den Sinn oder den Zweck der Prüfungen, die er durchlebt. (174, 2 - 3)


Die heilvollen Wirkungen des Ge­betslebens

 111. Zu allen Zeiten habe Ich euch gesagt: Betet. Heute sage Ich euch, dass ihr durch das Gebet Weisheit erlangen könnt. Wenn alle Menschen beteten, würden sie niemals von dem Lichtpfad abirren, der von Mir vorge­zeichnet wurde. Durch das Gebet wür­den die Kranken gesund, es würde keine Ungläubigen mehr geben, und der Friede würde zu den Geistwesen zurückkehren.

 112. Wie kann der Mensch glücklich sein, wenn er meine Gnade zurück-gewiesen hat? Meint er etwa, dass die Liebe, die Barmherzigkeit und die Sanftmut keine Eigenschaften des menschlichen Lebens sind? (69, 7 - 8)

 113. Wisset, dass das Wort, das keine Liebe in sich hat, weder Leben noch Kraft besitzt. Ihr fragt Mich, wie ihr zu lieben beginnen könnt und was ihr tun müsst, damit in euren Herzen diese Empfindung erwacht, und Ich sage euch dazu: womit ihr beginnen müsst ist, richtig beten zu können. Es wird euch dem Meister näher bringen, und dieser Meister bin Ich.

 114. Im Gebet werdet ihr Trost, In­spiration und Kraft finden, es wird euch die köstliche Befriedigung schen­ken, mit Gott vertraulich sprechen zu können ohne Zeugen und Vermittler. Gott und euer Geist sind in diesem süßen Augenblick der Vertrau­lichkei­ten, der geistigen Zwiesprache und der Segnungen vereint. (166, 43 - 44)

 115. Wann immer ihr einen Vertrau­ten, einen gütigen Freund braucht, wendet euch an Mich und legt bei Mir die Leiden ab, die es in euren Herzen geben mag, und ich werde euch den besten Weg anraten - die Lösung, die ihr sucht.

 116. Wenn euer Geist von den Lasten niedergedrückt ist, so deshalb, weil ihr ge­sündigt habt. Ich werde euch emp­fangen und in meinem Urteil wohl-wollend sein, werde euren Vorsatz zur Besserung bestärken und euch die ver­lorenen Kräfte zurückgeben.

 117. Nur die Befolgung meiner Un­terweisungen wird euch in der Gnade bewahren und eure geistige und körper­liche Gesundheit erhalten. Die Erfah­rung, die ihr gewinnt, wird Licht sein, das ihr nach und nach in eurem Geist ansammelt. (262, 20 - 21)

 118. Der Geist, der wachsam zu le­ben versteht, weicht niemals von der Bahn ab, die sein Herr für ihn vorge­zeichnet hat, und er ist in der Lage, sein Erbe und seine Gaben zur Anwen­dung zu bringen, bis er seine Höher­entwicklung erreicht hat.

 119. Dieses Wesen muss in den Prü­fungen vorankommen, weil es wach­sam lebt und sich niemals von der Ma­terie beherrschen lässt. Wer wacht und betet, wird immer siegreich aus den Lebenskrisen hervorgehen und den Lebensweg mit festem Schritt zurück­legen.

 120. Wie anders ist das Verhalten dessen, der zu beten und zu wachen vergisst! Freiwillig verzichtet er darauf, sich mit den besten Waffen zu vertei­digen, die Ich in den Menschen gelegt habe, welche der Glaube, die Liebe und das Licht des Wissens sind. Er ist es, der die innere Stimme nicht ver­nimmt, die zu ihm durch die Intuition, das Gewissen und die Träume spricht. Aber sein Herz und sein Verstand ver­stehen jene Sprache nicht und schenken der Botschaft seines eigenen Geistes keinen Glauben. (278, 2 - 3)

 121. Das Gebet ist das eurem Geiste offenbarte Mittel, um mit euren Fragen, euren Sorgen und eurem Verlangen nach Licht zu Mir zu gelangen. Durch diese Zwiesprache könnt ihr eure Zwei­fel zerstreuen und den Schleier zerrei­ßen, der irgendein Geheimnis verbirgt.

 122. Das Gebet ist der Beginn der Zwiesprache von Geist zu Geist, die in den kommenden Zeiten erblühen und unter dieser Menschheit Früchte tragen wird.

 123. Heute habe Ich diesem Volk, das Mir zuhört, all dies offenbart, da­mit es der Wegbereiter der Zeit der Vergeistigung sei. (276, 18 - 19)



Die Macht des Gebets

 124. Wenn einer von euch betet, ist er sich nicht bewusst, was er mit seinen Gedanken im Geistigen erreicht. Daher sollt ihr erfahren, dass, wenn ihr für eure Mit­menschen betet - für jene Völ­ker, die sich im Kriege vernichten - euer Geist in diesen Augenblicken seinerseits eine gedankliche Schlacht gegen das Böse schlägt, und dass euer Schwert, welches Friede, Vernunft, Gerechtigkeit und das Verlangen nach Gutem für sie ist, auf die Waffen des Hasses, der Rache, des Hochmuts stößt.

 125. Jetzt ist die Zeit gekommen, in der die Menschen sich der Macht des Gebetes bewusst werden. Damit das Gebet wirklich Kraft und Licht hat, ist es erforderlich, dass ihr es Mir mit Liebe empor sendet. (139, 7 - 8)

 126. Gedanken und Geist, vereinigt im Gebet, schaffen im Menschen eine Kraft, die jeder menschlichen Kraft überlegen ist.

 127. Im Gebet wird der Schwache gestärkt, der Feige wird von Mut er­füllt, der Unwissende wird erleuchtet, der Schüchterne wird unbefangen.

 128. Wenn der Geist harmonisch mit dem Verstand zusammenzuwirken ver­mag, um das wahre Gebet zu errei­chen, wird er zu einem unsichtbaren Solda­ten, der vorüber­gehend von dem, was sein Wesen betrifft, Abstand nimmt, sich an andere Orte versetzt, sich vom Einfluss des Körpers befreit und sich seinem Kampfe widmet, Gu­tes zu tun, Übel und Gefahren zu ban­nen, den Bedürftigen einen Funken Lichtes, ei­nen Tropfen Balsam oder einen Hauch von Frieden zu bringen.

 129. Begreift aufgrund all dessen, was Ich euch sage, wie viel ihr inmitten des Chaos, das diese Menschheit er­griffen hat, mit dem Geist und mit dem Verstand zu tun vermögt. Ihr seid in einer Welt gegensätzlicher Gedanken und Ideen, in der die Leiden­schaften toben und die Gefühle des Hasses auf­einanderprallen, in der das Denken durch den Materialismus verwirrt ist und Geistwesen von Finsternis umfan­gen sind.

 130. Nur wer mittels des Gebetes gelernt hat, sich gedanklich und geistig in die Regionen des Lichtes, die Sphä­ren des Friedens zu erheben, wird die Welt der Kämpfe, in der sich alle menschlichen Leidenschaften wider­spiegeln, betreten können ohne besiegt zu werden, und im Gegenteil etwas Nutzbringendes für jene zurücklassen, die des Lichtes des Geistes bedürfen. (288, 18 - 22)

 131. Lernet zu beten, denn auch mit dem Gebet könnt ihr viel Gutes tun, ebenso wie ihr euch auch gegen die Heimtücke verteidigen könnt. Das Gebet ist Schild und Waffe; wenn ihr Feinde habt, so verteidigt euch durch das Gebet. Aber wisset, dass diese Waffe niemanden verwunden oder schädigen darf, weil seine einzige Auf­gabe darin bestehen soll, Licht in die Finsternis zu bringen. (280, 56)

 132. Die Naturgewalten sind gegen den Menschen entfesselt. Ihr sollt euch nicht fürchten, weil ihr wisst, dass Ich euch eine Vollmacht gegeben habe, um das Böse zu besiegen und eure Mit­menschen zu schüt­zen. Ihr könnt jenen Elementen der Zerstörung befehlen, dass sie innehalten, und sie werden gehorchen. Wenn ihr betend und wa­chend bleibt, werdet ihr Wunder tun können und die Welt in Staunen ver­setzen können.

 133. Betet aufrichtig, schafft Ge­meinschaft mit meinem Geist, sucht dafür keinen bestimmten Ort auf. Betet unter einem Baum, unterwegs, auf dem Gipfel eines Berges oder im Winkel eurer Schlafstelle, und Ich werde her­nieder kommen, um mit euch zu spre­chen, euch zu erleuchten und euch Kraft zu geben. (250, 24 - 25)

 134. Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr bereits im Geiste, im Denken und Wollen vereint wärt, würde euer Gebet allein genügen, um die Nationen auf­zuhalten, die in der Vorbereitung auf die Stunde leben, in der sie sich aufein­ander stürzen wollen. Ihr würdet die Feindschaften beseitigen, wäret ein Hindernis für all jene bösen Pläne eurer Mitmenschen, wärt wie ein unsichtba­res Schwert, das die Mächtigen besiegt, und wie ein starker Schild, der die Schwachen schützt.

 135. Die Menschheit würde ange­sichts dieser offensichtlichen Beweise einer höheren Macht einen Augenblick inne­halten, um sich zu besinnen, und diese Be­­sin­nung würde ihr viele schwere Stöße und Heimsuchungen ersparen, die sie andernfalls durch die Natur und deren Elemente erhalten wird. (288, 27)

 136. Wenn ihr einen großen Glauben und ein größeres Wissen über die Macht des Gebets hättet - wie viele Werke der Barmherzigkeit würdet ihr durch euer Denkvermögen tun. Aber ihr habt ihm nicht all die Macht beige­messen, die es besitzt, und deshalb wird euch oftmals nicht bewusst, was ihr in einem Augenblick echt empfun­denen und wahren Gebetes abwen­det.

 137. Merkt ihr nicht, dass etwas Hö­heres verhindert, dass auf eurer Welt der un­menschlichste aller eurer Kriege ausbricht? Begreift ihr nicht, dass auf dieses Wunder Millionen Gebete von Männern, Frauen und Kindern Einfluss haben, die mit ihrem Geiste die Dun­kelmächte bekämpfen und dem Kriegstreiben entgegenwirken? Betet weiter­hin, wachet auch fernerhin, doch legt in diese Betätigung all euren Glau­ben, dessen ihr fähig seid.

 138. Betet, Volk, und breitet über den Krieg, den Schmerz und das Elend den Friedensmantel eurer Gedanken, mit denen ihr einen Schild bilden werdet, unter dessen Schutz eure Mitmenschen Erleuchtung und Zuflucht finden. (323, 24 - 26)


Liebe zu Gott und zum Nächsten als Verehrung Gottes

 139. Wisset, o meine neuen Jünger, dass eure Huldigung und euer Tribut für den Herrn beständig sein sollen, ohne dass ihr auf bestimmte Zeitpunkte oder Tage wartet, um sie darzubringen, so wie die Liebe eures Vaters zu euch gleichbleibend ist. Doch wenn ihr wis­sen wollt, wie ihr euch täglich an meine Werke der Liebe erinnern sollt, ohne in Fanatismus zu verfallen, werde Ich es euch sagen: Euer Leben soll eine ständige Huldigung für Den sein, der alles geschaffen hat, indem ihr einan­der liebt.

 140. Handelt so, und Ich werde euch gewähren, worum ihr Mich demütig bittet: dass eure Verfehlungen euch vergeben sind. Ich tröste euch und schenke euch Erleichterung; aber Ich sage euch: Wenn ihr eure Fehler ent­deckt, und euer Gewissen euch richtet, so betet, berichtigt eure Fehler, wapp­net euch mit Stärke, damit ihr nicht wieder die gleiche Sünde begeht und ihr Mich nicht wiederholt bitten müsst, dass Ich euch vergebe. Mein Wort lehrt euch, damit ihr aufwärts steigt und dem Licht und der Vergeistigung Zugang gewährt. (49, 32 - 33)

 141. "Mich dürstet", sagte Ich zu je­ner Volksmenge, die meine Worte nicht verstand und sich an meinem Todeskampfe weidete. Was könnte Ich heute erst sagen, wo Ich sehe, dass es nicht nur eine Menschenmenge, son­dern die ganze Welt ist, die meinen Geist verletzt, ohne sich meines Schmerzes bewusst zu sein?

 142. Mein Durst ist unendlich, un­fassbar groß, und nur eure Liebe wird ihn stillen können. Warum bietet ihr Mir statt Liebe einen äußerlichen Kult an? Wisst ihr nicht, dass, während Ich euch um Wasser bitte, ihr Mir Galle und Essig darreicht? (94, 74 - 75)

 143. Wahrlich, Ich sage euch, gerade die, die viel gelitten und Mich oft ver­letzt haben, werden Mich am bren­nendsten lieben, ihrem Herzen wird beständig eine Opfergabe für meine Göttlichkeit entströmen. Es werden keine materiellen Gaben sein, noch Psalmen oder irdische Altäre. Sie wis­sen, dass die wohlgefälligste Opfergabe und Verehrung für Mich die Werke der Liebe sind, die sie an ihren Brüdern tun. (82, 5)

 144. Tag für Tag gelangt euer geisti­ges Beten zu Mir, dessen Sprache eure irdische Natur nicht kennt, weil es keine von euren Lippen ausgesproche­nen Worte sind, noch durch euren Verstand gebildete Vorstel­lungen. Das Gebet des Geistes ist so tief, dass es jenseits der menschlichen Fähig­keiten und Sinne ist.

 145. In jenem Gebet gelangt der Geist in die Regionen des Lichtes und des Friedens, wo hohe Geister wohnen, und dort sättigt er sich an jener Essenz und kehrt dann zu seinem vergängli­chen Körper zurück, um ihm Kraft zu übertragen. (256, 63 - 64)

 146. Volk: Die Zeit, in der ihr zu be­ten verstehen sollt, ist zu euch gekom­men. Heute sage Ich euch nicht, dass ihr auf die Erde niederfallen sollt, Ich lehre euch nicht, mit euren Lippen zu beten oder Mich mit gewählten Worten in schönen Gebeten anzurufen. Heute sage ich euch: Wendet euch gedanklich an Mich, erhebt euren Geist, und Ich werde immer hernieder kommen, um euch meine Gegenwart fühlbar zu ma­chen. Wenn ihr mit eurem Gott nicht zu sprechen versteht, werden Mir eure Reue, eure Gedanken, euer Schmerz genügen, wird Mir eure Liebe genügen.

 147. Dies ist die Sprache, die Ich vernehme, die Ich verstehe, die Spra­che ohne Worte, die der Wahrhaftigkeit und der Aufrichtigkeit. Dies ist das Gebet, das Ich euch in dieser Dritten Zeit gelehrt habe.

 148. Immer, wenn ihr ein gutes Werk getan habt, habt ihr meinen Frieden, Beruhigung und Hoffnung empfunden, weil euch der Vater dann sehr nahe ist. (358, 53 - 55)

 149. Ich verschmähe alles, was menschliche Eitelkeit und menschli­cher Prunk ist, denn zu meinem Geiste gelangt nur, was geistig ist, was edel und hochherzig ist, das Reine und Ewige. Erinnert euch, dass Ich der Frau aus Samaria sagte: "Gott ist Geist, und die Ihn anbeten, müssen Ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten". Sucht Mich im Unendlichen, im Reinen, und dort werdet ihr Mich finden.

 150. Warum Mir das anbieten, was Ich für euch geschaffen habe? Warum schenkt ihr Mir Blumen, wenn sie nicht euer Werk sind? Wenn ihr Mir dagegen Werke der Liebe, der Barmherzigkeit, der Vergebung, der Gerechtigkeit, der Hilfe für euren Nächsten darbringt, so wird dieser Tribut gewiss geistig sein und sich zum Vater erheben wie eine Liebkosung, wie ein Kuss, den die Kinder ihrem Herrn von der Erde aus zusenden. (36, 26 + 29)

 151. Ich will auch nicht, dass ihr eure Gottesverehrung auf materielle Ver­sammlungsräume begrenzt, denn ihr würdet dann euren Geist einsperren und ihn nicht seine Flügel ausbreiten lassen, um die Ewigkeit zu gewinnen.

 152. Der Altar, den Ich euch über­lasse, um auf ihm den Gottesdienst zu feiern, den Ich erwarte, ist das Leben selbst ohne irgendeine Begrenzung, jenseits aller Religionen, aller Kirchen und Sekten, denn er gründet im Geisti­gen, im Ewigen, im Göttlichen. (194, 27 - 28)


Die Zwiesprache zwischen Gott und Mensch

 153. Heute komme Ich zu euch mit einer Lehre, die - wenn sie einmal begriffen ist - die am leichtesten zu erfüllende ist, auch wenn es für die Welt den Anschein hat, dass sie un­möglich zu verwirklichen ist. Ich lehre euch den Gottesdienst der Liebe zu Gott durch euer Leben, eure Werke und das geistige Gebet, das nicht an einem bestimmten Ort von den Lippen ausge­sprochen wird, noch kultische Hand­lungen oder Bilder benötigt, um inspi­riert zu sein. (72, 21)

 154. Während die Menschen in Mir einen fernen, unnahbaren Gott erken­nen wollten, habe Ich Mir vorgenom­men, ihnen zu beweisen, dass Ich ihnen näher bin als die Wimpern ihren Au­gen.

 155. Sie beten mechanisch, und wenn sie nicht sogleich alles verwirklicht sehen, worum sie in dringlicher Weise gebeten haben, rufen sie entmutigt: "Gott hat uns nicht erhört".

 156. Wenn sie zu beten verstünden, wenn sie Herz und Verstand mit ihrem Geist vereinigen würden, könnten sie in ihrem Geiste die Göttliche Stimme des Herrn vernehmen und fühlen, dass seine Gegen­wart ihnen sehr nahe ist. Aber wie wollen sie meine Gegenwart spüren, wenn sie Mich mittels veräu­ßerlichter Kulte bitten? Wie sollten sie erreichen, dass ihr Geist empfindsam wird, wenn sie sogar ihren Herrn in Bildnissen anbeten, die von ihren Hän­den gemacht sind?

 157. Ich will, dass ihr begreift, dass Ich euch sehr nahe bin, dass ihr euch leicht mit Mir verbinden, Mich fühlen und meine Inspirationen empfangen könnt. (162, 17 - 20)

 158. Übt euch im Stillesein, das dem Geiste behilflich ist, seinen Gott finden zu können. Diese Stille ist wie ein Wis­sensquell, und alle, die in sie eingehen, werden mit der Klarheit meiner Weis­heit erfüllt. Die Stille ist wie ein von unzerstörbaren Mauern umschlossener Ort, zu dem nur der Geist Zutritt hat. Der Mensch trägt beständig in seinem Innern das Wissen um den geheimen Ort, in welchem er sich mit Gott ver­binden kann.

 159. Der Ort ist unwichtig, an dem ihr euch befindet, überall könnt ihr euch mit eurem Herrn verbinden, ob ihr auf dem Gipfel eines Berges seid oder euch in der Tiefe eines Tales befindet, in der Unruhe einer Stadt, im Frieden des Heimes oder inmitten eines Kamp­fes. Wenn ihr Mich im Innern eures Heiligtums in der tiefen Stille eurer Er­hebung sucht, werden sich augenblick­lich die Tore des universellen und un­sichtbaren Tempels öffnen, damit ihr euch wirklich im Hause eures Vaters fühlt, das in jedem Geiste vorhanden ist.

 160. Wenn der Schmerz der Prüfun­gen euch niederdrückt, und die Leiden des Lebens eure Gefühle zerstören, wenn ihr ein heißes Verlangen empfin­det, ein wenig Frieden zu erlangen, so zieht euch in eure Schlafkammer zu­rück oder sucht die Stille, die Einsam­keit der Felder; dort richtet euren Geist empor, geführt durch das Gewissen, und versenkt euch. Die Stille ist das Reich des Geistes, ein Reich, das den körperlichen Augen unsichtbar ist.

 161. Im Augenblick des Eintretens in die geistige Verzückung erreicht man, dass die höheren Sinne erwachen, die Intuition sich einstellt, die Inspiration aufleuchtet, die Zukunft sich erahnen lässt, und das geistige Leben das Ent­fernte klar erkennt und möglich macht, was zuvor unerreichbar schien.

 162. Wenn ihr in die Stille dieses Heiligtums, dieser Schatzkammer ein­treten wollt, müsst ihr selbst den Weg bereiten, denn nur mit wahrer Reinheit werdet ihr in sie eindringen können. (22, 36 - 40)

 163. Es ist notwendig, dass sich von neuem meine Propheten erheben, um die Menschheit zu ermahnen. Denn während es Völker gibt, die sich ver­nichten, verblendet von Ehrgeiz und Gewalt, fürchten jene, die mein Licht empfangen haben und die Menschheit unparteiisch beurteilen, ihre Aufgabe anzupacken und die Gute Botschaft weiterzugeben.

 164. Wenn die Menschen mit dem Geiste zu beten verstünden, würden sie meine Stimme vernehmen, würden sie meine Inspiration empfangen. Aber jedes Mal, wenn sie beten, liegt ein Schleier über ihren geistigen Augen, der ihnen das Licht meiner Gegenwart verbirgt. Ich muss zu den Menschen in den Augenblicken kommen, in denen ihre Körper ruhen, um ihren Geist zu erwecken, ihm zu rufen und mit ihm zu sprechen. Es ist Christus, der wie ein Dieb in tiefer Nacht in euer Herz dringt, um in ihm seinen Samen der Liebe zu säen. (67, 29)

 165. Lernet zu beten und gleichzeitig zu meditieren, damit in jedem von euch die Erkenntnis und das Verständnis ans Licht kommt. (333, 7)

 166. Spiritualität ist Freiheit. Daher sehen jene, die Mich derzeit verneh­men und die den Sinngehalt dieser befreienden Lehre verstanden haben, wie sich vor ihnen ein weites Tal öff­net, in welchem sie kämpfen und davon Zeugnis ablegen werden, dass die Zeit gekommen ist, in der Gott, der all­mächtige Schöpfer kam, um die Zwie­sprache zwischen Ihm und dem Men­schen einzuführen. (239, 8)

 167. Die Lehre Christi war spirituell, doch der Mensch umgab sie mit Riten und Formen, um sie in den Fassungsbe­reich der Geistwesen mit geringer Er­hebung zu bringen.

 168. Ihr seid in die Zeit des Geistes der großen Offenbarungen eingetreten, in der aus jedem Kult die Vermateriali­sierung, der Betrug und die Unvoll­kommenheit ver­schwinden wird, in der jeder Mensch mittels seines Geistes seinen Gott erkennen wird, welcher ganz Geist ist. Auf diesem Wege wird er die Form der vollkommenen Zwie­sprache entdecken. (195, 77 - 78)

 169. Wenn die Menschen einmal ge­lernt haben, mit meinem Geiste Zwie­sprache zu halten, brauchen sie keine Bücher mehr nachzuschlagen oder Fragen zu stellen.

 170. Heute fragen sie noch jene, von denen sie glauben, dass sie mehr wis­sen, oder sie sind auf der Suche nach Schriften und Büchern - im Verlangen, die Wahrheit zu finden. (118, 37)

 171. Wenn ihr lernen würdet, täglich für kurze Zeit zu meditieren, und wenn eure Meditation das Geistige Leben beträfe, würdet ihr unendlich viele Erklärungen ent­decken und Offenba­rungen empfan­gen, die ihr auf keine andere Weise erhalten könntet.

 172. Euer Geist besitzt bereits genü­gend Licht, um Mich zu befragen, sowie meine Antwort entgegenzuneh­men. Der Geist des Menschen hat schon eine große Entwicklungshöhe erreicht. Beobachtet eure Mitmenschen aus bescheidenen Verhält­nissen, die trotz ihres Mangels an Kenntnissen mit ihren tiefsinnigen Be­obachtungen über­ra­schen, sowie mit der klaren Art und Weise, in der sie sich das erklären, was für viele andere etwas Unerklärliches ist. Beziehen sie dies etwa aus Büchern oder Schulen?: Nein. Aber sie haben aus Intuition oder Notwendigkeit her­aus die Gabe der Meditation entdeckt, welche Teil des geistigen Gebetes ist. In ihrer Abgeschiedenheit, abgeschirmt gegen­über Einflüssen und Vorurteilen, haben sie den Weg entdeckt, mit dem Ewigen, dem Geistigen, dem Wahren in Verbindung zu treten; und die einen mehr, die andern weniger, haben alle, die über die wahre Essenz des Lebens meditiert haben, in ihrem Verstandes­vermögen geistiges Licht empfangen. (340, 43 - 44)

 173. Ihr fragt Mich, worin das Gebet besteht, und Ich antworte euch: Zuzu­lassen, dass euer Geist sich frei zum Vater erhebt; euch mit völligem Ver­trauen und Glauben jenem Akt hinzu­geben; im Herzen und im Verstande die Eindrücke entgegen­zunehmen, die durch den Geist aufge­nommen wurden; mit wahrer Demut den Willen des Va­ters zu bejahen. Wer auf diese Weise betet, erfreut sich in jedem Augenbli­cke seines Lebens meiner Gegen­wart und fühlt sich niemals bedürftig. (286, 11)

 174. Im Reinsten seines Wesens, im Geiste, werde Ich in dieser Zeit mein Gesetz niederschreiben, werde Ich meine Stimme vernehmen lassen, werde Ich meinen Tempel errichten; denn was nicht im Innern des Men­schen ist, was nicht in seinem Geist ist, ist so, als ob es nicht existiere.

 175. Ob man riesige materielle Kir­chen zu meiner Ehre errichtet, ob man Mir Feierlichkeiten und Zeremo­nien voller Pracht darbringt - diese Opfer­gabe wird Mich nicht erreichen, weil sie nicht geistig ist. Jeder äußerli­che Kult trägt immer Eitelkeit und Zur­schaustellung in sich; die heimliche Opfergabe hingegen - jene, welche die Welt nicht sieht, und die ihr Mir von Geist zu Geiste darbringt - gelangt zu Mir aufgrund ihrer Bescheidenheit, ihrer Aufrichtigkeit, ihrer Wahrhaftig­keit, mit einem Wort: weil sie dem Geiste entsprang.

 176. Ruft euch jenes Gleichnis von Mir ins Gedächtnis zurück, das euch in der "Zweiten Zeit" gegeben wurde und das als Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner bekannt ist, und ihr werdet einsehen, dass meine Unter­weisung zu allen Zeiten die gleiche war. (280, 68)

 177. Wisst ihr, dass manche geliebt werden, ohne es zu verdienen? So liebe Ich euch. Gebt Mir euer Kreuz, gebt Mir eure Trübsale, gebt Mir eure ge­scheiterten Hoffnungen, gebt Mir die schwere Last, die ihr tragt. Ich werde mit allen Schmerzen fertig. Fühlt euch frei von eurer Bürde, damit ihr glück­lich seid; tretet in das Heiligtum Mei­ner Liebe ein und seid stille vor dem Altar des Universums, damit euer Geist sich mit dem Vater in der schönsten Sprache unterhalten kann: der der Liebe. (228,73)




Kapitel 18 - Werke der Barmherzigkeit und die zentrale Bedeutung der Liebe

Der rückwirkende Segen guter Werke

 1. Beobachtet alle Arten von menschlichem Elend, von Schmerz, von Bedürf­tigkeit, und lasst euer Herz beim Anblick des Schmerzes, der euch überall umgibt, immer mitfühlender werden.

 2. Wenn ihr im Innersten eures We­sens einen hochherzigen und edlen Drang fühlt, Gutes zu tun, so lasst die­sen Impuls über­handnehmen und sich bekunden. Es ist der Geist, der seine Botschaft mitteilt, weil er seinen Kör­per (Seele) willig und bereit gefunden hat. (334, 3 - 4)

 3. Seid darauf bedacht, dass die Lie­bestätigkeit unter euren Bestrebungen an erster Stelle steht und bereut nie­mals, wohltätig gewesen zu sein; denn durch diese Tugend werdet ihr die größten Befriedigungen und Glücksge­fühle eures Daseins haben und zugleich alle Weisheit, Kraft und Erhebung, die jeder edle Geist ersehnt, erreichen.

 4. Durch die Barmherzigkeit gegen­über euren Mitmenschen werdet ihr euren Geist läutern und auf diese Weise alte Schulden begleichen. Ihr werdet euer menschliches Leben ver­edeln und euer geistiges Leben erhö­hen.

 5. Wenn ihr dann einst an die Pforte gelangt, an die ihr alle einmal klopfen werdet, wird eure Seligkeit sehr groß sein, weil ihr den Willkommensruf vernehmen werdet, den euch die Geis­tige Welt entbieten wird, die euch seg­nen und zum Werke der Erneuerung und Vergeistigung berufen wird. (308, 55 - 56)

 6. Ich sage euch: Gesegnet seien jene meiner Arbeiter, die in ihrem Herzen das Leid derer mitzufühlen vermögen, die ihre Freiheit oder Gesundheit ein­gebüßt haben, und die diese besuchen und trösten. Denn eines Tages werden sie einander wieder begegnen - sei es in diesem oder einem andern Leben -, und ihr wisst nicht, ob diese dann nicht mehr Gesundheit, größere Freiheit und mehr Licht haben als jene, die ihnen die Botschaft der Liebe in ein Gefäng­nis oder ein Krankenhaus brachten. Dann werden sie sich in ihrer Dank­barkeit erkenntlich zeigen und jenem die Hand entgegenstrecken, der sie ihnen zu einer anderen Zeit reichte.

 7. Jener Augenblick, da ihr ihrem Herzen mein Wort nahe brachtet - jener Moment, in welchem eure Hand über ihre Stirne strich und ihr sie an Mich denken und Mich fühlen ließet, wird niemals aus ihrem Geist getilgt werden, so wenig wie in ihrem Verstande euer Gesicht und eure brüderliche Stimme in Vergessenheit geraten werden, wes­halb sie euch überall erkennen werden, wo ihr euch auch befindet. (149, 54 - 55)

 8. So, wie der Windhauch und die Sonne euch liebkosen, so, mein Volk, sollt ihr eure Nächsten liebkosen. Dies ist die Zeit, in der Bedürftige und Not­leidende überreichlich vorhanden sind. Begreift, dass der, der euch um eine Gefälligkeit bittet, euch die Gnade gewährt, andern nützlich zu sein und für eure Erlösung zu arbeiten. Er gibt euch die Gelegenheit, barmherzig zu sein und dadurch eurem Vater ähnlich zu werden. Denn der Mensch ist gebo­ren, um über die Welt den Samen des Guten auszustreuen. Versteht also, dass, wer euch bittet, euch einen Ge­fallen tut. (27, 62)


Echte und falsche Wohltätigkeit

 9. O Jünger, eure höchste Aufgabe wird die Liebestätigkeit sein! Oft wer­det ihr sie im Verborgenen ohne Prah­lerei tun, ohne die linke Hand wissen zu lassen, was die rechte getan hat. Aber es wird Gelegenheiten geben, bei denen eure Liebestätigkeit von euren Mitmenschen gesehen werden soll, damit sie lernen, sich daran zu beteili­gen.

 10. Seid wegen des Lohnes unbe­sorgt! Ich bin der Vater, der die Werke seiner Kinder mit Gerechtigkeit be­lohnt, ohne ein einziges zu vergessen.

 11. Ich habe euch gesagt, dass, wenn ihr ein Glas Wasser mit wahrer Liebe geben werdet, dies nicht unbelohnt bleiben wird.

 12. Selig sind, die zu Mir sagen, wenn sie bei Mir anlangen: "Herr, als Lohn für meine Werke erwarte ich nichts; mir genügt das Dasein und das Wissen, dass ich Dein Kind bin, und schon ist mein Geist von Glück er­füllt". (4, 78 - 81)

 13. Hegt nicht selbstsüchtige Wün­sche, indem ihr nur an eure Vergeisti­gung und eure Belohnung denkt; denn eure Enttäuschung wird sehr schmerz­lich sein, wenn ihr euch im Geistigen einfindet, weil ihr entdecken werdet, dass ihr euch in Wirklichkeit keinen Lohn erarbeitet habt.

 14. Damit ihr besser versteht, was Ich euch sagen will, gebe Ich euch das folgende Beispiel: Es gibt und hat im­mer Männer und Frauen gegeben, die es sich angelegen sein ließen, wohltä­tige Werke unter ihren Mitmenschen zu tun, und die dennoch, wenn sie zu Mir kamen, Mir keine Verdienste für ihre geistige Glückseligkeit vorweisen konnten. Was war der Grund dafür? Könnt ihr euch vorstellen, dass sie Opfer einer Ungerechtigkeit von Seiten ihres Vaters gewesen sind? Die Ant­wort ist einfach, Jünger: Sie konnten nichts Gutes für sich ernten, weil ihre Werke nicht aufrichtig waren. Denn wenn sie ihre Hand aus­streckten, um etwas zu geben, taten sie es nie aus einem wahren Gefühl der Barm­herzig­keit heraus gegenüber dem, der leidet, sondern indem sie an sich selbst dach­ten, an ihr Seelenheil, an ihre Beloh­nung. Die einen bewog der Eigennutz dazu, andere die Eitelkeit, und dies ist keine wahre Barmherzigkeit, denn sie war weder empfunden noch selbstlos. Ich sage euch, dass der, der keine Auf­richtigkeit und Liebe in sich hat, nicht die Wahrheit sät und sich auch keinen Lohn erwirbt.

 15. Die augenscheinliche Wohltätig­keit kann euch auf Erden manche Be­frie­digungen verschaffen, die der Be­wunderung entspringen, die ihr erregt, und der Schmeichelei, die ihr emp­fangt; aber das Scheinbare ge­langt nicht in mein Reich, dorthin ge­langt nur das Wahrhaftige. Dort werdet ihr alle hinkommen, ohne die geringste Befleckung oder Unlauterkeit verber­gen zu können. Denn bevor ihr vor Gott erscheinen könnt, werdet ihr die Galamäntel, Kronen, Insignien, Titel und alles, was der Welt angehört, ab­gelegt haben, um vor dem höchsten Richter als einfache Geistwesen zu erscheinen, die vor dem Schöpfer Re­chenschaft ablegen über die Aufgabe, die ihnen anvertraut wurde. (75, 22 - 24)

 16. Wer seinen Nächsten gerne aus Liebe nützlich sein möchte, widmet sich dem Guten auf irgendeinem der vielerlei Wege, die das Leben bietet. Er weiß, dass er ein Menschenwesen ist, das sich bereit finden soll, vom Göttli­chen Willen für sehr hohe Ziele ver­wendet zu werden. Ich will, dass ihr, o Jünger, Wissen erlangt, damit ihr jene von ihren Irrtümern befreit, die den Weg zur Aufwärtsentwicklung verloren haben.

 17. Die wahre Liebe – jene, die über die menschlichen Gefühle des Herzens hinausgeht, ist die Frucht der Weisheit. Seht, wie Ich in meinem Worte Weis­heit in eure Vorstellungswelt säe, und hernach erwarte Ich die Frucht eurer Liebe.

 18. Es gibt viele Arten, Gutes zu tun, viele Arten zu trösten und zu dienen. Alle sind Ausdruck der Liebe, welche eine einzige ist - der Liebe, welche Weisheit des Geistes ist.

 19. Die einen mögen auf dem Wege der Wissenschaft wandeln, andere auf dem des Geistes, wieder andere vom Gefühl bestimmt sein, doch die Ge­samtheit aller wird die geistige Harmo­nie ergeben. (282, 23 - 26)


Geistige und materielle Liebestätig­keit

 20. Wenn ihr materiell arm seid und aus diesem Grunde euren Nächsten nicht helfen könnt, so grämt euch nicht. Betet, und Ich werde bewirken, dass dort, wo es nichts gibt, Licht erstrahlt und Friede wird.

 21. Die wahre Nächstenliebe, aus der das Mitgefühl geboren wird, ist die beste Gabe, die ihr den Bedürftigen zuteil werden lassen könnt. Wenn ihr beim Geben eines Geldstücks, eines Brotes oder eines Glases Wasser nicht das Gefühl von Liebe zu eurem Mit­menschen habt - wahrlich, Ich sage euch, dann habt ihr nichts gegeben, dann wäre es besser für euch, euch nicht von dem zu trennen, was ihr gebt.

 22. Wann willst du, o Menschheit, die Macht der Liebe kennen lernen? Bis heute hast du noch niemals Gebrauch gemacht von jener Kraft, die der Ursprung des Lebens ist. (306, 32 - 33)

 23. Seht nicht Feinde, sondern Brü­der in allen, die euch umgeben. Ver­langt für niemanden Bestrafung; seid nachsichtig, damit ihr ein Beispiel von Vergebung gebt und keine Gewissens­bisse in eurem Geiste entstehen. Ver­schließt eure Lippen und lasst Mich eure Sache richten.

 24. Heilt die Kranken, gebt den Ver­wirrten die Vernunft zurück. Vertreibt die Geister, die den Verstand trüben, und sorgt dafür, dass beide das Licht, das sie verloren haben, wiedergewin­nen. (33, 58 - 59)

 25. Jünger: Jener Grundsatz, den Ich euch in der "Zweiten Zeit" lehrte: ein­ander zu lieben, ist auf alle Handlungen eures Lebens anwendbar.

 26. Manche sagen Mir: "Meister, wie kann Ich meine Nächsten lieben, da ich ein unbedeutendes Wesen bin, dessen Leben mit körperlicher Arbeit ausge­füllt ist?"

 27. Diesen meinen Kinderschülern sage Ich: Selbst bei dieser körperlichen Arbeit, die scheinbar ohne Bedeutung ist, könnt ihr eure Nächsten lieben, wenn ihr eure Arbeiten mit dem Wunsch tut, euren Mitmenschen zu dienen.

 28. Stellt euch vor, wie schön euer Leben wäre, wenn jeder Mensch mit dem Ge­danken arbeiten würde, Gutes zu tun und seine kleine Anstrengung mit der der andern zu vereinen. Wahr­lich, Ich sage euch, es gäbe dann kein Elend mehr. Doch die Wahrheit ist, dass jeder für sich arbeitet, an sich denkt und höchstens noch an die Sei­nen.

 29. Ihr alle müsst wissen, dass nie­mand sich selbst genug sein kann, und dass er die andern benötigt. Ihr alle sollt wissen, dass ihr zutiefst an eine universelle Mission gebunden seid, die ihr vereint erfüllen sollt - jedoch nicht durch irdische Verpflichtungen vereint, sondern durch die Gesinnung, durch Inspiration und Ideale, mit einem Wort: durch die Liebe untereinander. Die Frucht wird dann zum Wohle aller sein. (334, 35 - 37)

 30. Ich sage euch Schülern in mei­nem Gesetze der Liebe, dass wenn ihr keine vollkommenen Werke tun könnt wie jene, die Ich in Jesus tat, so sollt ihr euch wenigstens anstrengen in eu­rem Leben, um ihnen nahe zu kommen. Mir genügt es, ein wenig guten Willen zu sehen, um Mir nachzueifern, und ein wenig Liebe zu euren Nächsten, und schon stehe Ich euch bei und offenbare meine Gnade und meine Macht auf eurem Wege.

 31. Niemals werdet ihr allein im Kampfe sein. Da Ich euch nicht allein lasse, wenn ihr von der Last eurer Sün­den niedergedrückt seid – glaubt ihr da, dass Ich euch verlasse, wenn ihr unter der Last des Kreuzes dieser Liebesmis­sion euren Weg geht? (103, 28 - 29)


Die umfassende Bedeutung der Liebe

 32. Zu allen Zeiten hat euch meine Lehre deutlich gemacht, dass ihr in­nerstes Wesen die Liebe ist.

 33. Die Liebe ist die Essenz Gottes. Aus dieser Kraft schöpfen alle Wesen, um zu leben; aus ihr entsprang das Leben und die ganze Schöpfung. Die Liebe ist der Ursprung und das Ziel in der Bestimmung all dessen, was vom Vater geschaffen wurde.

 34. Angesichts jener Kraft, die alles bewegt, erhellt und belebt, verschwin­det der Tod, verflüchtigt sich die Sünde, vergehen die Leidenschaften, werden die Unreinheiten abgewaschen und vervollkommnet sich alles, was unvollkommen ist. (295, 32)

 35. Ich habe euch mein Dasein und den Grund für das eure offenbart. Ich habe euch enthüllt, dass das Feuer, das Leben schenkt und alles beseelt, die Liebe ist. Sie ist der Ursprung, aus dem alle Lebensformen her­vorgegangen sind.

 36. Seht: Ihr seid aus Liebe geboren, existiert aus Liebe, findet Vergebung aus Liebe und werdet aus Liebe in der Ewigkeit sein. (135, 19 - 20)

 37. Die Liebe ist der Ursprung und der Grund für euer Dasein, o Men­schen. Wie könntet ihr ohne diese Gabe leben? Glaubt Mir, es gibt viele, die in sich den Tod tragen, und andere, die krank sind, nur weil sie niemanden lieben. Der Heilbalsam, der viele ge­rettet hat, ist die Liebe gewesen, und die Göttliche Gabe, die zum wahren Leben auferweckt, die erlöst und er­hebt, ist gleichfalls die Liebe. (166, 41)

 38. Liebt! Wer nicht liebt, trägt eine tiefe Traurigkeit in sich: das Schönste und Höchste im Leben nicht zu besit­zen, nicht zu fühlen.

 39. Das war es, was Christus euch mit seinem Leben und mit seinem Tode lehrte und was er euch in seinem Gött­lichen Worte vermachte, zusammenge­fasst in dem Satze: "Liebet einander mit jener Liebe, die Ich euch erwiesen habe".

 40. Der Tag wird kommen, an dem die, die nicht geliebt haben, sich von ihrer Verbitterung und ihren Vorurtei­len frei machen, herbeikommen und bei Mir ausruhen, wo sie zum Leben zurückkehren werden, wenn sie mein liebevolles Wort von unendlicher Zärt­lichkeit vernehmen.

 41. Wahrlich, Ich sage euch, in der Liebe liegt meine Kraft, meine Weis­heit und meine Wahrheit. Sie ist wie eine uner­messlich lange Stufenleiter, die sich in unterschiedlichen Formen von den tieferstehenden Menschenwe­sen bis zu den höchsten Geistern zeigt, die die Voll­kommenheit erreicht haben.

 42. Liebt, auch wenn es auf eure Art ist, doch liebt immerzu. Hasst nicht, denn der Hass hinterlässt eine Todes­schleppe, wäh­rend man sich aus Liebe vergibt und jeder Groll erlischt. (224, 34 - 36)

 43. Ich sage euch: Wer seine Liebe nicht in der höchsten Form und mit absoluter Aufrichtigkeit offenbart, der liebt nicht. Er wird kein wahrhaftiges Wissen haben und wird nur sehr wenig besitzen. Wer dagegen mit ganzem Geist und all den ihm gegebenen Kräften liebt, der wird in sich das Licht der Weisheit tragen und fühlen, dass er in Wirklichkeit der Eigentümer all dessen ist, was ihn umgibt; denn was der Vater besitzt, ist auch Eigentum seiner Kinder. (168, 11)

 44. Die Liebe wird euch die Weisheit geben, die Wahrheit zu verstehen, die andere auf den holprigen Wegen der Wissenschaft vergeblich suchen.

 45. Erlaubt, dass der Meister euch bei allen Handlungen, Worten und Gedan­ken führt. Rüstet euch zu nach seinem gütigen und liebevollen Vorbild, dann werdet ihr die Göttliche Liebe offenba­ren. So werdet ihr euch Gott nahe füh­len, weil ihr im Einklang mit ihm sein werdet.

 46. Wenn ihr liebt, wird es euch ge­lingen, sanft zu sein, wie Jesus es war. (21, 10 - 12)

 47. Wer liebt, versteht; wer lernt, be­sitzt Willen; wer Willen hat, vermag vieles zu tun. Ich sage euch, wer nicht mit der ganzen Macht seines Geistes liebt, wird weder geistige Erhebung noch Weisheit haben, noch wird er große Werke vollbringen. (24, 41)

 48. Lasst euer Herz nicht eingebildet werden, denn es versinnbildlicht das Feuer der Ewigkeit Dessen, aus dem alles hervorging und wo alles neu be­lebt wird.

 49. Der Geist bedient sich des Her­zens, um mittels des Körpers zu lieben. Wenn ihr nur nach dem Gesetz der Materie liebt, wird eure Liebe ver­gänglich sein, weil sie begrenzt ist. Doch wenn ihr geistig liebt, gleicht jene Empfindung der des Vaters, wel­cher ewig, vollkommen und unwan­delbar ist.

 50. Alles Leben und alles Geschaf­fene steht in Beziehung zum Geist, weil er ewiges Leben besitzt. Begrenzt euch nicht, liebt Mich und liebt euch, da ihr jenen Gottesfunken des "Seins" besitzt, das keine Grenzen im Lieben kennt, welches Gott Selbst ist. (180, 24 - 26)

 51. Steigt empor auf dem Pfade, der euch auf den Gipfel des Berges führt, und bei jedem eurer Schritte werdet ihr meine Unterweisungen besser verste­hen und euch immer mehr vervoll­kommnen bei der Auslegung der Gött­lichen Botschaft.

 52. Was ist die Sprache des Geistes?: Es ist die Liebe. Die Liebe ist die uni­verselle Sprache aller Geister. Seht ihr nicht, dass auch die menschliche Liebe spricht? Oftmals braucht sie keine Worte, spricht sie besser durch Taten, durch Gedanken. Wenn sich schon die menschliche Liebe so äußert - wie wird dann erst ihre Sprache sein, wenn ihr euch in meinen Gesetzen vervoll­kommnet? (316, 59 - 60)

 53. Wenn ihr darüber nachdenkt, dass Ich die Weisheit bin - jene Weisheit entspringt der Liebe. Wenn ihr Mich als Richter erkennt - jene Rechtspre­chung gründet sich auf die Liebe. Wenn ihr Mich als machtvoll betrachtet – meine Macht beruht auf der Liebe. Wenn ihr wisst, dass Ich ewig bin - meine Ewigkeit stammt aus der Liebe, weil diese Leben ist und das Leben den Geist unsterblich macht.

 54. Die Liebe ist Licht, ist Leben und Wissen. Und diesen Samen habe Ich euch seit Anbeginn der Zeiten gegeben - den einzigen, den Ich als vollkomme­ner Land­mann auf die Äcker gesät habe, die eure Herzen sind. (222. 23)


Die hohe Macht der Liebe

 55. O Männer und Frauen der Welt, die ihr in euren Wissenschaften das einzige vergessen habt, was euch weise und glücklich machen kann: ihr habt die Liebe vergessen, die alles inspiriert - die Liebe, die alles vermag und alles verwandelt! Ihr lebt inmitten des Schmerzes und der Finsternis; denn da ihr nicht die Liebe übt, die Ich euch lehre, verursacht ihr euer körperliches oder geistiges Leiden.

 56. Um meine Botschaften zu entde­cken und zu verstehen, müsst ihr zuerst von Herzen gütig und sanft sein - Tu­genden, die in jedem Geist vom Au­genblicke seiner Erschaffung an vor­handen sind; aber um die wahre, hohe Empfindung der Liebe fühlen zu kön­nen, müsst ihr euch vergeistigen, indem ihr eure guten Empfindungen pflegt; doch alles habt ihr im Leben haben wollen, nur keine geistige Liebe. (16, 31 - 32)

 57. Zu allen Zeiten habt ihr Führer gehabt, die euch die Macht der Liebe gelehrt haben. Es waren eure fortge­schritteneren Brüder, mit größerer Erkenntnis meines Gesetzes und größe­rer Reinheit in ihren Werken. Sie gaben euch ein Beispiel von Stärke, Liebe und Demut, als sie ihr Leben der Verir­rungen und Sünden mit einem Dasein vertauschten, das dem Guten, dem Opfer und tätiger Nächstenliebe ge­widmet war.

 58. Von der Kindheit bis ins hohe Alter habt ihr klare Vorbilder von all dem, was man mit der Liebe erreicht, und von den Leiden, die der Mangel an Nächstenliebe verursacht; aber ihr - gefühlloser als die Felsen - habt es nicht verstanden, aus den Lehren und Beispielen zu lernen, die euch das täg­liche Leben gibt.
 59. Habt ihr einmal beobachtet, wie selbst die Raubtiere auf einen Ruf der Liebe sanft reagieren? In derselben Weise können die Elemente, die Kräfte der Natur, reagieren - alles, was in der materiellen und geistigen Welt exis­tiert.

 60. Darum sage Ich euch, dass ihr alles mit Liebe segnen sollt, im Namen des Vaters und Schöpfers des Weltalls.

 61. Segnen bedeutet sättigen. Segnen ist, das Gute zu fühlen, es zu sagen und weiterzugeben. Segnen heißt, alles, was euch umgibt, mit Gedanken der Liebe zu durchtränken. (14, 56 – 60)

 62. Wahrlich, Ich sage euch, die Liebe ist die unwandelbare Macht, die das Universum bewegt. Die Liebe ist Ursprung und Sinn des Lebens.

 63. Ich leite nunmehr eine Zeit geis­tiger Auferstehung für alle ein - eine Zeit, in der Ich jenen gesegneten Sa­men der Liebe zum Erblühen bringen werde, den Ich von der Höhe eines Kreuzes herab auf die Welt verströmte und euch damit ankündigte, dass, wenn die Menschen sich lieben, wie Ich es euch lehrte, der "Tod" aus der Welt geschafft sein würde und an seiner Stelle das Leben über die Menschen herrschen und sich in all ihren Werken bekunden würde. (282,13-14)