Kap. 24 Die geistige und die materielle Schöpfung
     Die Erschaffung der Geistwesen
     Das Wirken großer Geister im Schöpfungswerk
     Vorsehungsgedanken Gottes
     Die Schaffung materieller Welten für die Geistwesen
     Die Erschaffung des Menschen
     Die Erinnerung an das Paradies
     Die Beschaffenheit des Menschen
     Die Einheit des Schöpfers mit der Schöpfung

Kap. 25 Die Natur
     Die Naturgesetze
     Die Gegenwart Gottes in der Natur
     Die Natur ist Schöpfung Gottes und Gleichnis für Geistiges
     Die Macht der Gotteskinder über die Natur
     Mensch und Natur

Kap. 26  Andere Welten
     Das Universelle Licht Christi
     Die geistige Verbindung zwischen den Welten
     Das Kennen Lernen anderer Welten und Lebensformen
     Die Bestimmung der Sterne

Kap. 27 Das Jenseits
     Die notwendige Kenntnis vom  Geistigen Leben
     "Himmel" und "Hölle
     Die Musik des Himmels
     In Meines Vaters Haus sind viele "Wohnungen"


VI DIE SCHÖPFUNG

Kapitel 24 - Die geistige und die materielle Schöpfung

Die Erschaffung der Geistwesen

 1. Bevor es Welten gab, bevor alle Kreatur und die Materie zum Leben erstanden, existierte bereits mein Gött­licher Geist. Doch als All-Einheit fühlte Ich in Mir eine unermessliche Leere, denn Ich war wie ein König ohne Untertanen, wie ein Meister ohne Schüler. Aus diesem Grunde fasste Ich den Plan, Mir ähnliche Wesen zu er­schaffen, denen Ich mein ganzes Leben widmen würde, die Ich so tief und innig lieben würde, dass Ich – wenn der Zeitpunkt dafür gekommen wäre – nicht zögern würde, ihnen am Kreuze mein Blut zu opfern.

 2. Nehmt nicht Anstoß daran, wenn Ich euch sage, dass Ich euch bereits liebte, noch bevor ihr existiertet. Ja, vielgeliebte Kinder! (345, 20 - 21)

 3. Der Göttliche Geist war voller Liebe, obwohl Er allein existierte. Nichts war noch geschaffen worden, nichts gab es um das Göttliche Wesen herum, und dennoch liebte Er und fühlte sich als Vater.

 4. Wen liebte Er? Als wessen Vater fühlte Er sich? Es waren alle Wesen und alle Geschöpfe, die aus Ihm her­vorgehen würden und deren Kraft in seinem Geiste verborgen ruhte. In Je­nem Geiste waren alle Wissenschaften, alle Naturkräfte, alle Wesenheiten, alle Schöpfungsgrundlagen. Er war die Ewigkeit und die Zeit. In Ihm war die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft, noch bevor die Welten und Wesen zum Leben erstanden.

 5. Jene göttliche Inspiration wurde unter der unendlichen Kraft der göttli­chen Liebe Wirklichkeit, und das Le­ben begann. (150, 76 - 79)

 6. Damit Gott sich Vater nennen könnte, ließ Er aus seinem Schoße Geister hervorgehen – Geschöpfe, die Ihm in Seinen göttlichen Eigenschaften ähnlich waren. Dies war euer Ur­sprung, so erstandet ihr zum geistigen Leben. (345, 22)

 7. Der Grund für eure Erschaffung war die Liebe, die göttliche Sehnsucht, meine Macht mit jemandem zu teilen; und der Grund dafür, dass Ich euch mit Willensfreiheit ausgestattet habe, war gleichfalls die Liebe. Ich wollte Mich von meinen Kindern geliebt fühlen - nicht durch Gesetz bedingt, sondern aus einem spontanen Gefühl heraus, das frei aus eurem Geist hervorbrechen sollte. (31, 53)

 8. Jeder Geist entstand aus einem rei­nen Gedanken der Gottheit; daher sind die Geister ein vollkommenes Werk des Schöpfers. (236, 16)


Das Wirken großer Geister im Schöpfungswerk

 9. Elia ist der Große Geist, der zur Rechten Gottes ist, der sich in seiner Demut Diener Gottes nennt; durch seine Vermittlung sowie anderer großer Geister bewege Ich das geistige Uni­versum und führe große und hohe Rat­schlüsse aus. Ja, meine Jünger, Ich habe Scharen großer Geister zu meinen Diensten, die die Schöpfung regieren. (345, 9)


Vorsehungsgedanken Gottes

 10. Höret, Jünger: Bevor ihr ins Le­ben tratet, existierte Ich bereits, und in meinem Geiste war der eure verborgen. Doch Ich wollte euch nicht zu Erben meines Reiches machen, ohne Ver­dienste erworben zu haben, noch dass ihr das Vorhandene besitzen würdet, ohne zu wissen, wer euch geschaffen hatte; noch wollte Ich, dass ihr ohne Richtung, ohne Ziel und ohne Ideale von Mir ginget.

 11. Deshalb gab Ich euch das Gewis­sen, damit es euch als Führer diene. Ich gewährte euch den freien Willen, damit eure Werke wahren Wert vor Mir ha­ben würden. Ich gab euch Geist, damit er sich immer danach sehnen sollte, sich zum Lichtvollen und Reinen zu erheben. Ich gab euch den Körper, damit ihr mittels des Herzens ein Ge­fühl für das Gute und für das Schöne haben würdet, und damit er euch als Prüfstein, als ständige Prüfung und auch als Werkzeug diene, um in der materiellen Welt zu leben. (35, 48 - 49 o.)


Die Schaffung materieller Welten für die Geistwesen

 12. Als der Raum zum ersten Mal durch die Gegenwart der Geister erhellt wurde, fühlten diese - da sie noch wan­kend und stammelnd wie kleine Kinder waren und weder die Entwicklung noch die Kraft hatten, sich an den Orten hoher Geistigkeit aufzuhalten - das Bedürfnis nach einem Halt, nach einem Stützpunkt, um sich stark zu fühlen; und so wurde ihnen die Materie und eine materielle Welt gegeben, und in ihrem neuen Zustand gewannen sie Er­fahrung und Erkenntnisse. (35, 50)

 13. Das Weltall füllte sich mit We­sen, und in allen offenbarte sich die Liebe, die Macht und die Weisheit des Vaters. Wie eine unerschöpfliche Quelle des Lebens war der Schoß des Herrn seit jenem Augenblick, da Er gebot, dass die Atome sich vereinen sollten, um Wesen und Körper zu bil­den und ihnen Gestalt zu geben.

 14. Zuerst existierte das Geistige Le­ben, zuerst gab es die Geistwesen, und danach erst die materielle Natur.

 15. Da beschlossen war, dass viele geistige Geschöpfe körperliche Gestalt anzunehmen hatten, um auf materiellen Welten zu leben, wurde zuvor alles eingerichtet, damit die Kinder des Herrn alles für sie bereit fänden.

 16. Er überschüttete den Weg, den seine Kinder zu gehen haben würden, mit Segnungen, überflutete das Univer­sum mit Leben und erfüllte mit Schön­heiten den Weg des Menschen, in wel­chen Er einen göttlichen Funken legte: das Gewissen und den Geist, und schuf ihn so aus Liebe, Intelligenz, Kraft, Willen und Bewusstsein. Doch alles Existierende hüllte Er in seine Kraft und zeigte ihm seine Bestimmung. (150, 80 - 84)

 17. Als der Vater die Welt schuf und ihr die Bestimmung gab, ein Ort der Sühne zu sein, wusste Er bereits, dass seine Kinder auf ihrem Wege Schwachheiten und Verfehlungen an­heimfallen würden, dass eine Heimstatt nötig wäre, um den ersten Schritt zur Erneuerung und Vervollkommnung zu tun. (250, 37)


Die Erschaffung des Menschen

 18. Höret: Gott, das höchste Wesen, schuf euch "zu seinem Bild und Gleichnis" – nicht hinsichtlich der materiellen Gestalt, die ihr habt, son­dern der Fähigkeiten, mit denen euer Geist ausgerüstet ist, ähnlich denen des Vaters.

 19. Wie angenehm war es für eure Eitelkeit, euch für das Ebenbild des Schöpfers zu halten. Ihr haltet euch für die höchstentwickelten Geschöpfe, die Gott gemacht hat. Doch ihr befindet euch in einem schweren Irrtum, wenn ihr annehmt, dass das Universum nur für euch geschaffen wurde. Mit wel­cher Unwissenheit nennt ihr euch selbst die Krone der Schöpfung!

 20. Begreift, dass nicht einmal die Erde nur für die Menschen geschaffen ist. Auf der endlosen Stufenleiter der göttlichen Schöpfung gibt es eine un­endliche Zahl von Geistwesen, die sich in Erfüllung des göttlichen Gesetzes entwickeln.

 21. Die Ziele, die alles miteinbezie­hen und die ihr als Menschen, auch wenn ihr wolltet, nicht verstehen könnt, sind groß und vollkommen wie alle Absichten des Vaters. Doch wahrlich, Ich sage euch, ihr seid weder die größ­ten noch die kleinsten Geschöpfe des Herrn.

 22. Ihr wurdet erschaffen, und in je­nem Augenblick nahm euer Geist Le­ben vom Allmächtigen, das so viele Eigenschaften in sich trug, wie für euch notwendig waren, um eine schwierige Aufgabe in der Ewigkeit zu erfüllen. (17, 24 - 28)

 23. In den Geist des Menschen, wel­cher mein Meisterwerk ist, habe Ich mein Göttliches Licht gelegt. Ich habe ihn mit unendlicher Liebe gepflegt, wie ein Gärtner eine verwöhnte Pflanze seines Gartens pflegt. Ich habe euch in diesen Lebensraum gestellt, wo euch nichts zum Leben fehlt, damit ihr Mich erkennt und euch selbst erkennt. Ich habe eurem Geist Vollmacht gegeben, das Leben des Jenseits zu fühlen, und eurer Seele Sinne, damit ihr euch erquickt und vervollkommnet. Ich habe euch diese Welt übergeben, damit ihr auf ihr eure ersten Schritte zu ma­chen beginnt und auf diesem Wege des Fortschritts und der Vervollkommnung die Vollkommenheit meines Gesetzes erfahrt, damit ihr während eures Le­bens Mich immer mehr erkennt und liebt und durch eure Verdienste zu Mir gelangt.

 24. Ich habe euch die Gabe der Wil­lensfreiheit gewährt und euch mit dem Gewissen ausgestattet. Das erstere, damit ihr euch im Rahmen meiner Gesetze frei entwickelt, und das zweite, damit ihr das Gute vom Bösen zu un­terscheiden versteht, damit es euch als vollkommener Richter sagt, wann ihr mein Gesetz erfüllt oder dagegen ver­stoßt.

 25. Das Gewissen ist Licht aus mei­nem Göttlichen Geiste, das euch in keinem Augenblick verlässt.

 26. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, Ich bin der Friede und das Glück, die ewige Verheißung, dass ihr bei Mir sein werdet, und auch die Erfüllung aller meiner Worte. (22, 7 - 10)


Die Erinnerung an das Paradies

 27. Die ersten Menschen – jene, die Urahnen der Menschheit waren, be­wahrten eine Zeitlang den Eindruck, den ihr Geist vom "Geistigen Tale" mitnahm – ein Eindruck von Schön­heit, von Frieden und Wonne, der in ihnen fortbestand, solange in ihrem Leben nicht die Leidenschaften des Fleisches und auch der Kampf ums Überleben in Erscheinung traten.

 28. Doch Ich muss euch sagen, dass der Geist jener Menschen, obwohl sie aus einer Lichtwelt kam, nicht den höchsten Heimstätten entstammte – jenen, zu denen ihr nur durch Ver­dienste gelangen könnt.

 29. Dennoch war der Zustand der Unschuld, des Friedens, des Wohlerge­hens und der Gesundheit, den jene Geistwesen bei ihren ersten Schritten bewahrten, als eine Zeit des Lichtes unvergesslich, dessen Zeugnis sie an ihre Kinder und diese an ihre Nach­kommen weitergaben.

 30. Der vermaterialisierte Verstand der Menschen, der den wahren Sinnge­halt jenes Zeugnisses missverstand, glaubte schließlich, dass das Paradies, in dem die ersten Menschen gelebt hatten, ein irdisches Paradies gewesen sei, ohne zu begreifen, dass es ein geistiger Zustand jener Geschöpfe war. (287, 12 - 13)


Die Beschaffenheit des Menschen

 31. Geist und Körper sind verschiedener Natur, aus ihnen besteht euer Wesen, und über beiden steht das Gewissen. Ersterer ist Tochter des Lichts, der zweite entstammt der Erde, ist Materie. Beide sind in einem einzi­gen Wesen vereint und kämpfen ge­geneinander, geführt durch das Gewis­sen, in welchem ihr die Gegenwart Gottes habt. Dieser Kampf hat bis heute ständig stattgefunden; aber zu­letzt werden Geist und Körper in Har­monie die Aufgabe erfüllen, die mein Gesetz jedem von beiden zuweist.

 32. Ihr könnt euch den Geist auch so vorstellen, als ob er eine Pflanze wäre, und den Körper als die Erde. Der Geist, der in die Materie gepflanzt wurde, wächst, richtet sich empor, wobei er sich von den Prüfungen und Lehren nährt, die er während seines menschli­chen Lebens erhält. (21, 40 - 41)


Die Einheit des Schöpfers mit der Schöpfung

 33. Der Geist Gottes ist wie ein un­endlich großer Baum, bei dem die Äste die Welten und die Blätter die Wesen sind. Da es ein- und derselbe Pflanzen­saft ist, der durch den Stamm zu allen Zweigen und von diesen zu den Blät­tern strömt - glaubt ihr da nicht, dass es etwas Ewiges und Heiliges gibt, das euch alle untereinander verbindet und euch mit dem Schöpfer vereint? (21, 38)

 34. Mein Geist, welcher allumfas­send ist, existiert in allem von Mir Geschaffenen, sei es im Geistigen oder in der materiellen Natur. In allem ist mein Werk gegenwärtig und zeugt auf allen Lebensebenen von meiner Voll­kommenheit.

 35. Mein göttliches Werk umfasst alles - von den größten und vollkom­mensten Wesen, die zu meiner Rechten wohnen, bis zum kaum wahrnehmba­ren Kleinst­lebewesen, der Pflanze oder dem Mineral, dem Atom oder der Zelle, die allen Geschöpfen Gestalt geben.

 36. Damit weise Ich euch erneut auf die Vollkommenheit alles von Mir Geschaffenen hin - von den materiellen Wesen bis zu den Geistern, die bereits die Vollkommenheit erreicht haben. Dies ist mein Werk. (302, 39)

 37. Wer vom geistigen Gesetz ab­weicht, welches höchstes Gesetz ist, fällt unter die Herrschaft der unterge­ordneten oder materiellen Gesetze, von denen die Menschen auch wenig wis­sen. Wer jedoch dem höchsten Gesetz gehorcht und mit ihm in Übereinstim­mung bleibt, steht über allen Ordnun­gen, die ihr die natürlichen nennt, und fühlt und versteht mehr als der, welcher nur die Kenntnisse besitzt, die er in der Wissenschaft oder in den Religionen gefunden hat.

 38. Das ist es, weshalb Jesus euch mit den Werken, die ihr Wunder nennt, in Staunen versetzte; doch erkennt die Lehren, die er euch aus Liebe gab. Begreift, dass es nichts Übernatürliches noch Widersprüchliches im Göttlichen gibt, das in der ganzen Schöpfung schwingt. (24, 42 - 43)



Kapitel 25 - Die Natur

Die Naturgesetze

 1. Ich habe euch gelehrt, Gott als den All-Einen zu betrachten, als das Wun­der ohne Grenzen für eure geistige Vorstellungskraft, als die Kraft, die die Bewegung und Aktion im ganzen Uni­versum verursacht - als das Leben, das sich sowohl in der einfachsten Pflanze, als auch in jenen Welten offenbart, die zu Millionen im Weltall ihre Bahnen ziehen, ohne dass irgendeine davon dem Gesetze ungehorsam ist, das sie regiert.

 2. Jenes Gesetz bin Ich, euer Gott, ist das Gesetz unaufhörlicher Entwick­lung, das den Menschen erstaunt und ihm weite Felder der Forschung eröff­net, die ihm ermöglichen, immer mehr in die Geheimnisse der Natur einzu­dringen. (359, 74 - 75)

 3. Begreift, dass das Gesetz der Weg ist, der durch die Liebe des Höchsten Schöpfers gebahnt ist, um jedes seiner Geschöpfe zu führen. Denkt über das Leben nach, das euch umgibt, welches aus Grundstoffen und Organismen von unendlicher Zahl besteht, und ihr wer­det schließlich entdecken, dass jeder Körper und jedes Wesen sich auf ei­nem Wege oder einer Bahn bewegt, die dem Anschein nach von einer fremden und geheimnisvollen Macht gelenkt wird. Diese Macht ist das Gesetz, das Gott für jedes seiner Geschöpfe erlas­sen hat.

 4. Wenn ihr diese bedeutsamen Vor­gänge erforscht, werdet ihr am Ende zu der Erkenntnis gelangen, dass tatsäch­lich alles unter einem höchsten Gebote lebt, sich bewegt und wächst. (15, 4)


Die Gegenwart Gottes in der Natur

 5. Sucht Mich in allen von Mir voll­brachten Werken, und ihr werdet Mich überall finden können. Versucht Mich zu hören, und ihr werdet Mich in der machtvollen Stimme vernehmen, die von allem Geschaffenen ausgeht; denn es bereitet Mir keine Schwierigkeiten, Mich durch die Wesen der Schöpfung zum Ausdruck zu bringen.

 6. Ich bekunde Mich sowohl in einem Stern, im Wüten eines Sturmes, als auch im lieblichen Licht einer Morgen­röte. Ich lasse meine Stimme im melo­dischen Gesang eines Vogels ertönen, wie Ich sie auch durch den Duft der Blumen zum Ausdruck bringe. Und jede meiner Ausdrucksformen, jeder Aspekt, jedes Werk spricht zu euch von Liebe, von Erfüllung der Gesetze der Gerechtigkeit, der Weisheit, der Ewig­keit im Geistigen. (170, 64)


Die Natur ist Schöpfung Gottes und Gleichnis für Geistiges

 7. Viele haben die Natur zu ihrem Gott gemacht, indem sie dieselbe als schöpferische Quelle all dessen, was existiert, vergöttlichen. Doch wahrlich, Ich sage euch, diese Natur, aus deren Schoß alle Wesen hervorgegangen sind - die materiellen Kräfte und die Natur­reiche, die euch umgeben - sie ist nicht Schöpferin; sie wurde zuvor vom Gött­lichen Schöpfer geplant und geschaf­fen. Sie ist weder die Ursache noch der Grund des Lebens. Ich allein, euer Herr, bin der Anfang und das Ende, das Alpha und das Omega. (26, 26)

 8. Alles, was euch umgibt und um­hüllt in diesem Leben, ist ein Abbild des Ewigen Lebens, ist eine tiefgrün­dige Lehre, die durch materielle For­men und Objekte erklärt wird, damit sie verstanden werden kann.

 9. Noch seid ihr nicht auf den Grund dieser wunderbaren Lehre vorgedrun­gen, und der Mensch hat sich erneut geirrt, weil er das Leben, das er auf Erden führt, so aufgefasst hat, als ob es die Ewigkeit wäre. Er hat sich damit begnügt, sich mit den Erscheinungs­formen zu befassen und hat alles ver­schmäht, was es an göttlicher Offenba­rung enthält - das, was darin Essenz und Wahrheit ist, die in der ganzen Schöpfung vorhanden sind. (184, 31 - 32)

 10. Ich will euch nichts von dem vor­enthalten, was Ich in die Natur hinein­gelegt habe zu eurer Erhaltung, Ge­sundheit, Ernährung, zum Wohlbefin­den und zur Wonne meiner Kinder.

 11. Im Gegenteil, Ich sage euch: So wie Ich euch das Brot des Geistes an­biete und euch einlade, göttliche Es­senzen einzuatmen und euch an geisti­gen Düften zu erquicken, ebenso sollt ihr weder das missachten, noch euch von dem entfernen, was euch die Natur beschert; denn so werdet ihr Harmonie, Gesundheit, Energie erlangen und da­mit die rechte Erfüllung der Gesetze des Lebens. (210, 22)

 12. Das vernunftlose Wesen leitet der Instinkt, der seine innere Stimme, sein Meister, sein Führer ist. Er ist wie ein Licht, das von seiner Mutter, der Natur stammt und ihm den Weg erhellt, den es in seinem Leben zurückzulegen hat - auch dies ein Weg der Gefahren und Risiken.

 13. Nehmt euch ein Beispiel an der Harmonie, mit der jede Gattung lebt, an der Aktivität derer, die emsig sind. Beherzigt die Beispiele von Treue oder von Dankbarkeit. Es sind Beispiele, die göttliche Weisheit enthalten, da sie von meinen Geschöpfen stammen, gleich­falls aus Mir hervorgegangen, damit sie euch umgeben und begleiten auf eurer Welt, damit sie an dem teilhaben, was Ich in die Erde gelegt habe. (320, 34+37)


Die Macht der Gotteskinder über die Natur

 14. Die Naturkräfte werden euch ge­horchen, wenn ihr mein Gesetz erfüllt und Mich darum zum Wohle eurer Mitmenschen bittet. (18, 47)

 15. Habe Ich euch nicht gelehrt, dass selbst die entfesselten Naturgewalten euer Gebet vernehmen können und sich beruhigen? Wenn sie meiner Stimme gehorchen - warum sollten sie dann nicht auch der Stimme der Kinder des Herrn gehorchen, wenn diese sich vor­bereitet haben? (39, 10)

 16. Ich habe dem Geist Macht über die Materie gegeben, damit er aus den Prüfungen siegreich hervorgehe und bis zum Endziel des Weges gelange. Doch der Kampf wird groß sein; denn seit der Mensch auf der Welt das ein­zige Reich schuf, an das er glaubt, zerstörte er die Harmonie, die zwischen ihm und allem, was ihn umgibt, beste­hen soll. Von seinem stolzen Throne herab möchte er alles der Macht seiner Wissenschaft unterwerfen und den Elementen und Kräften der Natur sei­nen Willen aufzwingen. Doch ist ihm dies nicht gelungen; denn schon seit langem hat er die Bande der Freund­schaft mit den Geistigen Gesetzen zerrissen.

 17. Als Ich jetzt diesem Volke hier gesagt habe, dass die Naturgewalten ihm gehorchen können, gab es welche, die dies nicht geglaubt haben, und Ich sage euch, dass sie Grund zum Zwei­feln haben; denn die Natur wird nie­mals denen gehorchen, die sie miss­achten, schänden oder verhöhnen. Wer dagegen im Einklang mit den Gesetzen des Geistes und der Materie zu leben versteht - das heißt, wer mit allem, was ihn umgibt, in Harmonie lebt, der wird während seines Lebens mit seinem Schöpfer in Einklang sein und ein An­recht darauf erwerben, dass die Ele­mente der Natur ihm dienen und ge­horchen, wie es jedem Kinde zukommt, das seinem Vater gehorsam ist, dem Schöpfer aller Dinge. (105, 39)

 18. Ich lüge nicht noch übertreibe Ich, wenn Ich euch sage, dass die Na­turreiche eure Stimme vernehmen kön­nen und euch gehorchen und respektie­ren.

 19. Die Geschichte Israels wurde als Zeugnis meiner Wahrheit niederge­schrieben, und in ihr könnt ihr entde­cken, wie das Volk Gottes wieder und wieder von den Kräften und Elementen der Natur anerkannt und respektiert wurde. Weshalb sollte dies für euch nicht gelten?

 20. Meint ihr etwa, dass meine Macht oder meine Liebe zur Menschheit sich im Laufe der Zeit geändert hat? Nein, ihr Scharen, die ihr dieses Wort ver­nehmt, das Licht meines Geistes um­flutet euch, meine Macht und meine Liebe sind ewig und unwandelbar. (353, 64)


Mensch und Natur

 21. Doch ihr müsst euch vorsehen, o Völker der Erde, denn wenn ihr weiter­hin meine göttlichen Inspirationen dazu verwendet, die Naturgewalten heraus­zufordern - wenn ihr die geringen Kenntnisse, die ihr habt, fernerhin für Böses verwendet, werdet ihr die leid­volle und strenge Antwort erhalten, wenn ihr es am wenigsten erwartet. Ihr fordert Luft, Feuer, Erde, Wasser und alle Mächte heraus, und ihr wisst be­reits, was eure Ernte sein wird, wenn ihr nicht rechtzeitig eure Handlungs­weisen korrigiert, um die durch eure Unvernunft entfesselten Naturgewalten aufhalten zu können.

 22. Ich mache euch darauf aufmerk­sam, dass ihr im Begriff seid, das Maß voll zu machen, das meine Gerechtig­keit eurem freien Willen erlaubt; zu sehr fordert ihr die Natur heraus. Und da ihr die Kleinen seid, die sich groß fühlen, kommt dies Wort, um euch vor der Gefahr zu warnen, in der ihr euch befindet. (17, 60 u.)

 23. Ich sagte euch, dass kein Blatt vom Baume sich ohne meinen Willen bewegt, und jetzt sage Ich euch, dass kein Element einem anderen Willen als dem Meinen gehorcht.

 24. Auch sage Ich euch, dass die Natur für die Menschen das sein kann, was sie wollen: eine an Segnungen, Liebkosungen und Nahrung ver­schwenderische Mutter, oder eine dürre Wüste, wo Hunger und Durst herrscht; ein Meister weiser und unendlicher Offenbarungen über das Leben, das Gute, die Liebe und die Ewigkeit, oder ein unerbittlicher Richter angesichts der Schändungen, Ungehorsamkeiten und Verirrungen der Menschen.

 25. Meine Vaterstimme sagte den ersten Menschen, sie segnend: "Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde, machet sie euch untertan, und seid Herr über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Geschöpfe, die sich auf der Erde bewegen."

 26. Ja, Menschheit, Ich schuf den Menschen, damit er Herr sein und Macht haben sollte im Luftraum, in den Gewässern, auf dem ganzen Festland und in den Naturreichen der Schöp­fung. Doch Ich sagte: "Herr"; denn die Menschen - in der Meinung, mit ihrer Wissenschaft die Erde zu beherrschen - sind Sklaven. Obwohl sie die Elemente der Natur zu bemeistern glauben, wer­den sie zu Opfern ihrer Unreife, ihrer Vermessenheit und Unwissenheit.

 27. Die menschliche Macht und Wis­senschaft hat die Erde, die Meere und den Luftraum erobert; aber ihre Macht und ihre Gewalt sind nicht im Einklang mit der Macht und Gewalt der Natur, die - als Ausdruck der Göttlichen Liebe - Leben, Weisheit, Harmonie und Voll­kommenheit ist. In den Werken der Menschen, in ihrer Wissenschaft und ihrer Macht bekundet sich nur der Hochmut, die Selbstsucht, die Eitelkeit und die Bosheit. (40, 26 - 30)

 28. Erkennt ihr das gestörte Gleich­gewicht der Naturkräfte und den tief­gehendsten Wandel, den sie erlitten haben? Seid ihr euch bewusst, weshalb ihr von ihren entfesselten Gewalten heimgesucht werdet? Der Grund dafür ist, dass ihr die Harmonie zerbrochen habt, die zwischen dem geistigen und dem materiellen Leben besteht, wo­durch ihr jenes Chaos hervorgerufen habt, in dem ihr nun versinkt. Doch sobald die Menschheit den Gesetzen gehorsam ist, die das Leben regieren, wird alles wieder Frieden, Überfluss und Glückseligkeit sein. (108, 56)

 29. Wie sollten eure Werke auf Erden vollkommen sein, wenn Ich euch mit den Elementen der Natur verfeindet sehe, welche eben jene sind, von denen ihr lebt?

 30. Meine Lehre will euch nicht daran hindern, die Elemente und Kräfte der Natur zu nutzen, aber sie gebietet und lehrt euch, sie für gute Zwecke zu verwenden.

 31. Die Naturkräfte in euren Händen können von Freunden und Brüdern zu Richtern werden, die euch schwer be­strafen.

 32. Es war längst an der Zeit, dass die Menschen die Frucht der Erfahrung ernteten, damit sie nicht länger die Naturgewalten herausfordern. Denn sie werden mit all ihrer Wissenschaft nicht imstande sein, sie aufzuhalten. (210, 43 - 46)

 33. Der Baum der Wissenschaft wird angesichts des Wütens des Wirbel­sturmes erschüttert werden und seine Früchte auf die Menschheit fallen las­sen. Doch wer hat die Fesseln jener Elementarkräfte gelöst, wenn nicht der Mensch?

 34. Zwar haben die früheren Men­schenwesen auch den Schmerz kennen gelernt, damit sie zur Wirklichkeit erwachten, zum Lichte des Gewissens, und sie sich einem Gesetze unterstell­ten. Aber der entwickelte, bewusste und gebildete Mensch dieser Zeit – wie kann er es wagen, den Baum des Le­bens zu schänden! (288, 28)

 35. Denen, die meinen, dass Ich die Menschen strafe, indem Ich die Natur­gewalten über ihnen entfessle, sage Ich, dass sie einem großen Irrtum erliegen, wenn sie so denken. Denn die Natur entwickelt und wandelt sich, und bei ihren Veränderungen oder Übergängen entstehen Umwälzungen, die euch Leiden verursachen, wenn ihr mein Gesetz nicht erfüllt; doch ihr schreibt sie göttlichen Strafen zu.

 36. Zwar wirkt in ihnen meine Ge­rechtigkeit; doch wenn ihr - mit dem göttlichen Funken bevorzugte Wesen, der euren Geist erleuchtet - mit der euch umgebenden Natur in Harmonie lebtet, so würde euer Geist euch über die Wandlungen, über die Gewalt der Naturkräfte emporgehoben haben, und ihr würdet nicht leiden. (280, 16)

 37. Was ist die Natur anderes als ein großes Geschöpf? Ja, Jünger, ein Ge­schöpf, das sich gleichfalls entwickelt, läutert, entfaltet und vervollkommnet, um in seinem Schoße die Menschen von morgen beherbergen zu können.

 38. Wie oft seid ihr verdrossen über ihre natürlichen Übergangserscheinun­gen zur Erreichung jener Vollkom­menheit und haltet sie für Strafen Got­tes, ohne euch bewusst zu machen, dass auch ihr euch zusammen mit der Natur und der Schöpfung läutert, ent­wickelt und der Vollkommenheit ent­gegengeht. (283, 57 - 58)



Kapitel 26 - Andere Welten

Das Universelle Licht Christi

 1. Einst sagte Ich euch: "Ich bin das Licht der Welt", weil Ich als Mensch sprach und weil die Menschen nichts von jenseits ihrer kleinen Welt wuss­ten. Jetzt im Geiste sage Ich euch: Ich bin das universelle Licht, welches das Leben aller Welten, Himmel und Heimstätten erhellt, das alle Wesen und Kreaturen erleuchtet und ihnen Leben schenkt. (308, 4)

 2. Ich bin der ewige Sämann. Schon bevor Ich zur Erde kam und von den Menschen Jesus genannt wurde, war Ich bereits der Sämann, kannten Mich schon jene, die jenseits der Vermateri­alisierung, des Irrtums oder der Unwis­senheit waren – jene, welche geistige Regionen und Heimstätten bewohnten, die ihr noch nicht kennt, noch euch vorstellen könnt.

 3. Von jenen, die Mich kannten, be­vor Ich zur Erde kam, sandte Ich euch viele, um auf der Welt von Mir Zeug­nis abzulegen, um das Kommen Christi anzukündigen, der Liebe und des "Wortes" des Vaters. Von jenen waren die einen Propheten, andere waren Wegbereiter, und wieder andere waren Apostel.

 4. Diese Welt ist nicht die einzige, auf der meine Schritte Spuren hinter­lassen haben. Wo immer ein Erlöser notwendig gewesen ist, war Ich ge­genwärtig.

 5. Aber Ich muss euch sagen, dass auf anderen Welten mein Kreuz und mein Kelch durch die Erneuerung und die Liebe eurer Geschwister beseitigt wurde, während Ich hier, auf dieser Welt, nach vielen Jahrhunderten noch immer mit Dornen gekrönt bin, ge­martert am Kreuze eurer Unvollkom­menheiten, und noch immer den Kelch mit Galle und Essig trinke.

 6. Da mein Liebeswerk die Erlösung für die ganze Menschheit einschließt, erwarte Ich euch mit unendlicher Ge­duld, und Ich habe jedem menschlichen Wesen nicht nur eine, sondern viele Gelegenheiten für seinen Aufstieg gewährt und habe viele Zeitalter hin­durch auf das Erwachen all jener ge­wartet, die in tiefe Lethargie versunken sind. (211, 26 - 29)

 7. Auf der Leiter zur Vollkommen­heit gibt es viele Stufen; im "Geistigen Tal" und in den endlosen Welträumen gibt es viele Welten. Doch wahrlich, Ich sage euch, Ich habe Mich immer allen kundgetan, und je nach der geisti­gen Stufe der Welt, auf der sie sich befinden, ist meine Offenbarung unter ihnen gewesen. (219, 34 u.)

 8. Während die menschlichen Ge­schöpfe meine Gottheit, meine Exis­tenz und meine Lehre diskutieren, gibt es Welten, auf denen Ich in Vollkom­menheit geliebt werde.

 9. Zur gleichen Zeit, da manche größte geistige Reinheit erlangt ha­ben, erlebt euer Planet moralisch und geistig eine Zeit großer Verderbtheit. (217, 65 - 66)


Die geistige Verbindung zwischen den Welten

 10. Mein Göttliches Licht erstrahlt überall; wo immer ihr Mich sucht, werdet ihr meine Gegenwart finden.

 11. Ich bin der Vater, der darauf hin­wirkt, dass unter allen seinen Kindern Harmonie zu herrschen beginnt – so­wohl unter denen, die die Erde bewoh­nen, als auch jenen, die auf anderen Welten leben.

12. Die geistige Harmonie unter allen Wesen wird ihnen große Erkenntnisse offenbaren, wird ihnen die Zwiespra­che von Geist zu Geist bringen, welche Entfernungen verkürzen, die Abwesen­den nahe bringen und Fronten und Grenzen beseitigen wird. (286, 1 - 3)

 13. Der Mensch wird große Schritte auf die Vergeistigung zu machen; sein Geist wird die menschlichen Grenzen überschreiten und zu höheren Lebens­welten gelangen können, um mit seinen Brüdern in Verbindung zu treten und das Licht zu empfangen, das sie ihm anzubieten haben.

 14. Er wird auch zu den Lebensebe­nen herabkommen können, auf denen sich Wesen von geringerer Entwick­lungshöhe, zurückgebliebene Wesen aufhalten, um ihnen zu helfen, ihr arm­seliges Dasein hinter sich zu lassen und sie auf einen besseren Lebensplan zu versetzen.

 15. Die Stufenleiter, auf der der Geist zu seiner Vervollkommnung empor­steigt, ist sehr lang; auf ihr werdet ihr Wesenheiten von unendlich vielen verschiedenen Entwicklungsstufen begegnen, und ihr werdet ihnen etwas von dem, was ihr besitzt, anbieten, und auch sie werden euch ihrerseits etwas von ihrem geistigen Reichtum schen­ken.

 16. Dann werdet ihr entdecken, dass dies nicht die einzige Welt ist, die um ihre Verbesserung ringt. Ihr werdet erfahren, dass sich auf allen Planeten der Geist entwickelt, dass er sich auf allen regt und wächst in Erfüllung seiner Bestimmung, und Ich will, dass ihr euch zurüstet, damit ihr mit all euren Brüdern einen Bund schließt, dass ihr euch mit ihnen austauscht in jenem heiligen Verlangen, einander zu erkennen, zu lieben und beizustehen.

 17. Tut es in meinem Namen und in unbedingtem Gehorsam, mittels eurer Gedanken. Wenn ihr mit dieser Übung beginnt, werdet ihr nach und nach ihre Bitten, ihre Lehren und Wohltaten richtig auffassen.

 18. Ich sehne Mich danach, dass ihr mit euren Brüdern auf diesem und außerhalb dieses Planeten, der derzeit euer Heim ist, in Einklang seid. Schließt Bande der Freundschaft, bittet um Hilfe, wenn ihr sie benötigt, und eilt auch denen zu Hilfe, die euch um das bitten, was ihr besitzt. (320, 44 - 46)


Das Kennen Lernen anderer Welten und Lebensformen

 19. Ihr habt Mich oft gefragt, was es jenseits dieser Welt gibt, und ob jene Sterne, die im Weltraum ihre Bahnen ziehen, Welten sind wie die eure.

 20. Meine Antwort gegenüber eurer Neugier hat den Schleier des Geheim­nisses nicht völlig gelüftet, da Ich sehe, dass ihr noch nicht die notwendige Entwicklung habt, um zu verstehen, noch die unbedingt nötige Spiritualität, um mit anderen Welten zu harmonie­ren.

 21. Ihr habt noch nicht die Lehren erkannt und begriffen, die euch der Planet bietet, auf dem ihr lebt, und schon wollt ihr nach anderen Welten suchen. Ihr wart nicht imstande, unter euch, den Bewohnern ein und dersel­ben Welt, zu Brüdern zu werden, und wollt das Dasein von Wesen auf ande­ren Welten entdecken.

 22. Fürs erste soll euch genügen, euch daran zu erinnern, dass Ich euch in der "Zweiten Zeit" sagte: "Im Hause des Vaters gibt es viele Wohnungen", und dass Ich euch jetzt, jene Worte bestätigend, sage, dass ihr nicht die einzigen Bewohner des Universums seid, und dass euer Planet nicht der einzige bewohnte ist.

 23. Den Generationen von morgen wird es gegeben sein, die Tore, die sie andern Welten näher bringen, offen zu sehen und sie werden den Vater zu Recht bewundern.

 24. Das Gute und die Liebe, aus de­nen die Wohltätigkeit und der Friede erblühen, werden die Schlüssel sein, die die Türen des Geheimnisses öffnen, wodurch die Menschen einen Schritt zur universellen Harmonie tun werden.

 25. Heute seid ihr noch isoliert, be­grenzt, behindert, weil euer Eigennutz euch nur für die "Welt " leben ließ, ohne die Freiheit und Erhebung des Geistes anzustreben.

 26. Was würde aus euch, eitle Men­schen – Wesen, die durch ihren Materi­alismus klein geworden sind – wenn euch gestattet würde, zu anderen Wel­ten zu gelangen, bevor ihr euch von euren menschlichen Fehlern frei ge­macht habt? Was wäre der Same, den ihr säen würdet? Zwietracht, maßloser Ehrgeiz, Eitelkeit.

 27. Wahrlich, Ich sage euch: um je­nes Wissen zu erlangen, nach dem sich jeder Mensch sehnt, und jene Offenba­rung, die sein Denken von den Fragen befreit, die ihn quälen und seine Neu­gier erwecken, wird sich der Mensch sehr läutern und wachen und beten müssen.

 28. Nicht die Wissenschaft allein wird es sein, die ihm meine Geheim­nisse offenbart; es ist notwendig, dass jenes Verlangen nach Wissen von geistiger Liebe inspiriert ist.

 29. Wenn das Leben der Menschen einmal Spiritualität widerspiegelt – Ich sage euch, dann werden sie sich nicht einmal anstrengen müssen, um jenseits ihrer Welt zu forschen; denn zum sel­ben Zeitpunkt werden sie von denen aufgesucht werden, die höhere Heim­stätten bewohnen. (292, 3 - 11)


Die Bestimmung der Sterne

 30. Im Hause eures Vaters gibt es viele "Wohnungen", welche die un­endlich vielen Stufen der Leiter sind, die zur Vollkommenheit führt; von dort steigt die "Geistige Welt" herab, um sich unter euch kundzutun.

 31. Ihr habt Mich viele Male von Geist zu Geist nach dem Grund für das Vorhandensein jener unermesslich großen Zahl von Sternen gefragt und jener Planeten, die über eurer Welt strahlen, und habt Mir gesagt: "Meis­ter, sind jene Welten leer?"

 32. Doch Ich sage euch: Die Zeit ist noch nicht gekommen, in der Ich es euch völlig offenbare. Wenn der Mensch Spiritualität erlangt, dann erst werden ihm große Offenbarungen ge­geben werden, und er wird mit jenen geliebten Wesen meiner Göttlichkeit von Geist zu Geist Zwiesprache halten können, und dann wird der Gedanken­austausch zwischen allen Brüdern statt­finden.

 33. Doch sollt ihr schon heute erfah­ren: alle Welten sind von meinen Ge­schöpfen bewohnt, nichts ist leer, alle sind gesegnete Gefilde und Gärten, betreut von Maria, der Verkörperung Göttlicher Zärtlichkeit.

 34. Der Heilige Geist wird durch eu­ren Mund erneut hohe Lehren übermit­teln, die euch und der Menschheit un­bekannt sind. Wann, geliebtes Volk? Dann, wenn bei euch Vergeistigung herrscht und Hingabe an eure Mission. (312, 10 - 12)

35. Schaue, Mein Volk, betrachte den Himmel, sieh ihn genau an, und du wirst erleben, dass in jedem Stern eine Verheißung liegt, eine Welt, die dich erwartet; es sind Lebenswelten, die den Kindern Gottes verheißen sind, und die ihr alle bewohnen werdet. Denn ihr alle werdet mein Reich kennen lernen, das nicht nur für bestimmte Wesen ge­schaffen wurde: es wurde als die uni­verselle Heimstatt geschaffen, in der sich alle Kinder des Herrn vereinen werden. (12,24)



 

Kapitel 27 - Das Jenseits

Die notwendige Kenntnis vom Geistigen Leben

 1. Wie unwissend hinsichtlich der geistigen Lehren treffe Ich die heutigen Menschen an. Der Grund dafür ist, dass man ihnen mein Gesetz und meine Lehre nur als eine Morallehre vorge­tragen hat, die ihnen behilflich ist, und nicht als den Weg, der ihre Geister zur vollkommenen Heimat führt.

 2. Die verschiedenen Konfessionen haben in die Menschenherzen eine falsche Furcht vor geistigem Wissen gesät, was verursacht hat, dass sie meine Offen­barungen meiden und immer mehr in der Finsternis der Un­wissenheit versinken, wobei sie als Grund angeben, dass das Geistige Le­ben ein undurchdringliches Geheimnis ist.

 3. Die dies behaupten, lügen. Alle Offenbarungen, die Gott dem Men­schen von Anbeginn der Menschheit gab, haben zu ihm vom geistigen Le­ben gesprochen. Zwar hatte ich euch nicht meine ganze Lehre gegeben, weil ihr noch nicht befähigt wart, alles zu erfahren, sondern erst, wenn die Zeit dafür gekommen wäre. Aber das vom Vater bis heute Offenbarte ist für euch ausreichend, um eine vollständige Kenntnis des geistigen Lebens zu ha­ben. (25, 38 – 40)

 4. Das geistige Leben, das von den einen ersehnt wird, wird von andern gefürchtet, geleugnet und sogar ver­spottet; aber es erwartet euch alle un­weigerlich. Es ist der Schoß, der alle aufnimmt - der Arm, der sich euch entgegenstreckt - das Vaterland des Geistes: ein unergründliches Geheim­nis selbst für die Gelehrten. Aber in meine Geheimnisse kann man eindrin­gen, wann immer der Schlüssel, den ihr benützt, um diese Pforte zu öffnen, jener der Liebe ist. (80, 40)


"Himmel" und "Hölle"

 5. Die Menschen haben sich die Hölle als einen Ort ewiger Qual vorge­stellt, wohin ihrer Meinung nach all jene kommen, die gegen meine Gebote verstoßen haben. Und so, wie sie für die schweren Vergehen diese Hölle schufen, so stellten sie sich für die geringeren Vergehen einen andern Ort vor und ebenso einen weiteren für jene, welche weder Gutes noch Böses getan haben.

 6. Wer sagt, dass man sich im Jen­seits weder freut, noch leidet, spricht nicht die Wahrheit; niemand ist ohne Leiden, noch bar jeder Freude. Die Leiden und Freuden werden immer gemischt sein, solange der Geist nicht den höchsten Frieden erreicht.

 7. Hört, meine Kinder: Die Hölle ist in Inkarnierten und nicht mehr Inkar­nierten, in Bewohnern dieser Welt und des geistigen Tales. Die Hölle ist das Sinnbild für die schweren Leiden, die furchtbaren Gewissensbisse, die Ver­zweiflung, den Schmerz und die Bit­ternis derer, die schwer gesündigt ha­ben. Doch von diesen Folgen werden sie sich frei machen durch die Ent­wicklung ihrer Geister hin zur Liebe.

 8. Der Himmel dagegen, welcher das wahre Glück und den wahren Frieden symbolisiert, ist für jene, welche sich von den Leidenschaften der Welt ab­gewandt haben, um in Gemeinschaft mit Gott zu leben.

 9. Befragt euer Gewissen, dann wer­det ihr wissen, ob ihr in der Hölle lebt, ob ihr eure Vergehen sühnt, oder ob ihr vom Frieden des Himmels durchdrun­gen seid.

 10. Was die Menschen Himmel oder Hölle nennen, sind keine bestimmten Orte, es ist der Wesensinhalt eurer Werke, den euer Geist erntet, wenn er das "Geistige Tal" erreicht. Jeder erlebt seine Hölle, bewohnt seine Welt der Sühne oder genießt die Seligkeit, wel­che die Erhebung und die Harmonie mit dem göttlichen Geiste schenkt. (11, 51 - 56)

 11. So, wie der Mensch sich auf Er­den eine Welt geistigen Friedens ähn­lich dem Frieden meines Reiches schaffen kann, kann er durch seine Verderbtheit auch ein Dasein führen, das wie eine Hölle von Lastern, Schlechtigkeiten und Gewissensbissen ist.

 12. Auch im Jenseits kann der Geist Welten der Finsternis, der Verderbt­heit, des Hasses und der Rache antref­fen, je nach der Neigung des Geistes, seiner Verirrung und seiner Leiden­schaften. Doch wahrlich, Ich sage euch, sowohl der Himmel, als auch die Hölle, von denen sich die Menschen nur mittels irdischer Formen und Bilder eine Vorstellung machen, sind nichts anderes als verschiedene Entwick­lungsstadien des Geistes: der eine auf­grund seiner Tugend und Entwicklung auf dem Gipfel der Vollkommenheit, der andere im Abgrund seiner Finster­nis, seiner Laster und seiner Verblen­dung.

 13. Für den gerechten Geist ist der Ort, an dem er sich befindet, gleich­gültig, denn überall wird er den Frieden und den Himmel des Schöpfers in sich tragen. Der unreine und verwirrte Geist hingegen kann sich in der besten der Welten befinden, und er wird im Innern unaufhörlich die Hölle seiner Gewis­sensbisse fühlen, die in ihm brennen werden, bis diese ihn geläutert haben.

 14. Glaubt ihr, dass Ich, euer Vater, Orte geschaffen habe, die eigens dazu bestimmt sind, euch zu strafen und Mich so auf ewig für eure Beleidigun­gen zu rächen?
 15. Wie beschränkt sind die Men­schen, die diese Theorien lehren!

 16. Wie ist es möglich, dass ihr glaubt, dass ewige Finsternis und ewi­ger Schmerz das Ende ist, das manchen Geist erwartet? Auch wenn sie gesün­digt haben, werden sie dennoch für immer Kinder Gottes sein. Wenn sie Belehrung brauchen – hier ist der Meister. Wenn sie der Liebe bedürfen – hier ist der Vater. Wenn sie sich nach Vergebung sehnen – hier ist der voll­kommene Richter.

 17. Wer nie versucht, Mich zu su­chen und seine Fehler zu berichtigen, der wird nicht zu Mir kommen. Doch es gibt niemanden, der meiner Gerech­tigkeit oder meinen Prüfungen wider­steht. Nur geläutert könnt ihr zu Mir kommen. (52, 31 - 37)

 18. Unter so vielen Wohnungen, wie sie das Haus des Vaters besitzt, gibt es nicht eine einzige Welt der Finsternis, in allen ist sein Licht; doch wenn die Geistwesen sie mit einer Binde vor den Augen betreten aufgrund ihrer Unwis­senheit – wie können sie dann jene Herrlichkeit schauen?

 19. Wenn ihr hier auf der Welt einen Blinden fragt, was er sieht, wird er euch antworten: nur Finsternis. Nicht, weil das Licht der Sonne nicht vorhan­den wäre, sondern weil er es nicht sehen kann. (82, 12 - 13)

 20. Ich habe euch in dieser Zeit ge­sagt: Hegt nicht die Vorstellung, die unter den Menschen über die Hölle existiert, denn auf dieser Welt gibt es keine größere Hölle als das Leben, das ihr mit euren Kriegen und Feindschaf­ten geschaffen habt, und im Jenseits gibt es kein anderes Feuer als die Ge­wissensqualen des Geistes, wenn das Gewissen ihm seine Verfehlungen vor Augen führt. (182,45)

 21. Solange jene, die in ihrem religi­ösen Fanatismus im Jenseits nur die Strafe der Hölle erwarten, an dieser Meinung festhalten, werden sie sich selbst ihre Hölle schaffen, weil die Verwirrung des Geistes ähnlich jener des menschlichen Verstandes ist, wenn auch viel stärker.

 22. Ihr fragt nun: "Meister, gibt es Rettung für jene?" Ich sage euch: Ret­tung gibt es für alle, aber der Friede und das Licht werden erst dann zu jenen Geistwesen gelangen, wenn die Finsternis der Verblendung sich auf­löst.

 23. Habt ihr einmal Mitleid für einen Menschen empfunden, dessen ver­wirrter Verstand ihn Dinge sehen lässt, die gar nicht existieren? Wie viel grö­ßer wäre euer Schmerz, wenn ihr im Jenseits jene wahnumfangenen Wesen sehen würdet, die ihre eingebildete Hölle erblicken! (227,71)
 
24. Erzittert nicht angesichts dieser Offenbarungen; im Gegenteil, freut euch bei dem Gedanken, dass dies Wort die Vorstellung zerstören wird, die ihr von einer ewigen Strafe hattet und alle Auslegungen, die euch in den vergangenen Zeiten vom ewigen Feuer gegeben wurden.

 25. Das "Feuer" ist das Sinnbild des Schmerzes, der Selbstanklagen und der Reue, die den Geist martern und ihn läutern werden, wie sich das Gold im Schmelztiegel läutert. In diesem Schmerz ist mein Wille, und in meinem Willen ist meine Liebe zu euch.

 26. Wenn es wahr wäre, dass es das Feuer ist, das die menschlichen Sünden ausmerzt, dann müssten alle Körper derer, die gesündigt haben, hier im irdischen Leben ins Feuer geworfen werden, im Leben, weil sie es tot nicht mehr fühlen würden. Denn die Körper erheben sich niemals in den Geistigen Raum – im Gegenteil, wenn sie einmal ihre Aufgabe beendet haben, sinken sie ins Innere der Erde, wo sie mit der Natur verschmelzen, von der sie Leben nahmen.

 27. Doch wenn ihr glaubt, dass das, was ihr "ewiges Feuer" nennt, nicht für den Körper, sondern für den Geist bestimmt ist, so ist dies ein weiterer schwerer Irrtum, weil es im Geistigen Reich keine materiellen Elemente gibt, noch das Feuer eine Wirkung auf den Geist ausübt. Was aus der Materie geboren ist, ist Materie, was aus dem Geiste geboren ist, ist Geist.

 28. Mein Wort kommt nicht herab, um irgendeine Glaubensüberzeugung anzugreifen. Wenn jemand dies denkt, irrt er sich sehr. Mein Wort wird den Inhalt all dessen erklären, was nicht richtig ausgelegt worden ist und was daher Irrtümer erzeugt hat, die unter der Menschheit von Generation zu Generation weitergegeben wurden.

 29. Welchen Wert hätten mein Ge­setz und meine Lehre, wenn sie nicht imstande wären, die Geistwesen aus Irrtum und Sünde zu erretten? Und welchen Sinn hätte meine Gegenwart als Mensch auf der Welt gehabt, wenn es viele geben würde, die für immer, in einer Sühne ohne Ende zugrunde gehen müssten? (352, 44 - 48)

 30. Manche fühlen sich bewogen gute Werke zu tun, weil sie fürchten, dass der Tod sie überrascht und sie dann keine Verdienste haben, die sie ihrem Herrn darbringen können. An­dere lösen sich vom Bösen, doch nur aus Furcht, in Sünde zu sterben und nach diesem Leben eine ewige Höllen­qual ertragen zu müssen.

 31. Wie entstellt und unvollkommen ist dieser Gott in der Gestalt, in der so viele Ihn sich vorstellen! Wie un­gerecht, monströs und grausam! Wenn man alle Sünden und Verbrechen, die die Menschen begangen haben, vereint, so kann dies nicht mit der Abscheu­lichkeit verglichen werden, welche die Höllenstrafe für alle Ewigkeit bedeuten würde, zu der – ihrer Meinung nach – Gott die Kinder verdammt, die sündi­gen. Habe Ich euch nicht dargelegt, dass die höchste Eigenschaft Gottes die Liebe ist? Meint ihr dann nicht, dass eine ewige Qual die absolute Vernei­nung der göttlichen Eigenschaft ewiger Liebe wäre? (164, 33 – 34)

 32. Ihr glaubt, dass der Himmel eine Region in der Ewigkeit ist, und dass ihr durch ein aufrichtiges Bereuen eurer Verfehlungen in der Stunde eures kör­perlichen Todes in ihn eingehen könnt, weil ihr darauf vertraut, dass ihr in jenem Augenblick Vergebung findet und von Mir ins Himmelreich geführt werdet. Das ist es, was ihr glaubt.

 33. Ich dagegen sage euch, dass der Himmel kein bestimmter Ort, noch eine Region, noch eine Heimstatt ist. Der Himmel des Geistes ist seine hohe Gefühlswelt und seine Vollkommen­heit, sein Zustand der Reinheit. An wem liegt es also, euch zu erlauben, dass ihr ins Himmelreich kommt – an Mir, der Ich euch immer gerufen habe, oder an euch, die ihr immer taub gewe­sen seid?

 34. Begrenzt nicht länger das Un­endliche, das Göttliche. Begreift ihr nicht, dass wenn der Himmel so wäre, wie ihr glaubt – eine bestimmte Heim­stätte, Region oder ein bestimmter Ort – er dann nicht mehr unendlich wäre? Es ist an der Zeit, dass ihr das Geistige in einer höheren Weise auffasst, auch wenn eure Vorstellungskraft nicht die ganze Wirklichkeit zu erfassen vermag. Aber sie soll sich ihr wenigstens annä­hern. (146, 68 - 69)


Die Musik des Himmels

 35. Ihr habt gehört, dass die Engel im Himmel ewig das göttliche Konzert vernehmen. Wenn ihr über dies Sinn­bild nachdenkt, dann hütet euch davor zu glauben, dass man auch im Himmel Musikstücke ähnlich jenen vernimmt, die ihr auf Erden zu hören gewohnt seid. Wer so denkt, ist einem völligen Irrtum des Materialismus erlegen. Wer dagegen - wenn er von der Musik des Himmels und von der Seligkeit der Engel beim Hören derselben sprechen hört - an die Harmonie mit Gott bei diesem göttlichen Konzert denkt, der wird in der Wahrheit sein.

 36. Doch wie kommt es, dass manche dies nicht so auffassen, obwohl jedem von euch in seinem Geist ein Ton des universellen Konzertes innewohnt? Wie kommt es, dass mancher der die­ses Wort vernimmt, es nicht begreift, es nicht erfühlt, oder falsch auslegt?

 37. O geliebte Kinder, die ihr schwach seid in eurem Auffassungs­vermögen – sucht im Gebet das Licht. Fragt Mich in euren Meditationen; denn so weitgehend eure Fragestellun­gen auch sein mögen, Ich werde euch aus der Ewigkeit zu antworten wissen. Ich werde euch meinerseits gleichfalls Fragen stellen, damit zwischen dem Meister und den Jüngern das Licht der Wahrheit aufgeht.

 38. Die himmlische Musik ist die Gegenwart Gottes in euch, und inmit­ten jenes Konzertes wird euer Ton erklingen, wenn ihr einmal die wahre Erhebung erreicht habt, welches die geistige Schönheit ist. Dies ist die Himmelsmusik und der Gesang der Engel. Wenn ihr es so erlebt und fühlt, wird die Wahrheit in eurem Wesen widerstrahlen, und ihr werdet fühlen, dass Gott in euch ist. Das Leben wird euch ein ewiges und göttliches Konzert darbieten, und in jedem seiner Töne werdet ihr eine Offenbarung entdecken.

 39. Noch habt ihr die schönen Töne nicht in ihrer vollkommenen Harmonie vernommen – liebliche Töne zuweilen, andere kraftvoll. Wenn ihr sie zufällig mal wahrnehmt, werden sie euch als unbestimmte Töne erscheinen, die ihr nicht vereinen könnt; ihr seid euch der Schönheit, die sie enthalten, nicht völ­lig bewusst geworden. Ihr müsst die Sinne, die Leidenschaften und die Schatten des Materialismus hinter euch lassen, um das Konzert Gottes in eurem Geist vernehmen zu können. (199, 53 - 56)


In Meines Vaters Haus sind viele "Wohnungen"

 40. Mein Werk wächst immer mehr, bis sich schließlich alle Geistwesen in Erfüllung meines Gesetzes vereinen, und diese irdische Heimstatt zu einer Welt der Vollkommenheit wird. Die sie zu jener Zeit bewohnen, werden meine Liebe in allem Geschaffenen fühlen und sich zubereiten, um in einer besse­ren Welt zu leben. Diese Erde wird für euren Geist nur vorübergehend sein, er wird im Verlangen nach Vervoll­kommnung zu anderen Regionen, an­deren Ebenen des Jenseits aufbrechen.

 41. Erinnert euch, dass Ich euch sagte: "Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen". Und in dieser Zeit größerer Entwicklung, in der ihr meine Unterweisungen besser versteht, will Ich euch sagen: "Im Hause des Vaters gibt es eine unendliche Zahl von Woh­nungen". Meint also nicht, dass ihr beim Scheiden von dieser Welt bereits die größte geistige Höhe erreicht habt. Nein, Jünger. Wenn euer Aufenthalt auf diesem Planeten endet, werde Ich euch zu neuen Heimstätten führen, und so werde Ich euch immerdar auf der unendlichen Stufenleiter eurer Vervoll­kommnung leiten. Vertraut auf Mich, liebt Mich, und ihr werdet gerettet sein. (317, 30)

 42. Es ist unmöglich, dass ihr euch bereits in dieser Welt eine Vorstellung davon machen könnt, was oder wie mein Reich, der Himmel und die Herr­lichkeit beschaffen sind. Ich will, dass ihr euch damit begnügt, zu wissen, dass es ein Zustand der Vollkommenheit des Geistes ist, aus dem heraus er das wun­derbare Leben des Geistes erlebt, emp­findet und begreift, welches ihr derzeit weder begreifen noch euch vorstellen könnt.

43. Ich sage euch, dass nicht einmal die Geistwesen, die auf höheren Ebe­nen leben als jener, auf der ihr euch befindet, die Wirklichkeit jenes Lebens kennen. Wisst ihr, was es bedeutet, "im Schoße des Vaters" zu leben? Wenn ihr einmal dort lebt, dann erst könnt ihr es wissen. Nur ein unbestimmtes Vorge­fühl, eine schwache Ahnung jenes Mysteriums streift flüchtig euer Herz als Ansporn auf eurem Entwicklungs­wege. (76,28-29)