Kap. 53 Die Zeit des Gerichts ist da
     Die Ernte der Früchte menschlicher Saat
     Läuterung der Menschheit im Gericht
     Die Liebe Gottes im Gericht

Kap. 54 Kampf der Weltanschauungen, Religionen und Kirchen
     Geistige Kämpfe vor dem Friedensreich Christi auf Erden
     Das Ringen um die geistige Vorherrschaft auf Erden
     Die Bekämpfung der Geistlehre
     Die Ignorierung oder Bekämpfung von Geistkundgaben und Geistheilungen

Kap. 55 Reinigung von Erde und Menschheit im Gericht
     Warnende Stimme Gottes  und der Natur vor dem Reinigungsgericht
     Die Macht und Herrschaft des Bösen wird gebrochen
     Apokalyptische Kriege, Seuchen,  Plagen und Zerstörungen
     Natur und Erdkatastrophen
     Die Liebesgerechtigkeit und das  Erbarmen Gottes
     Die Wirkung des Gerichts

XII GERICHT UND LÄUTERUNG DER MENSCHHEIT

Kapitel 53 - Die Zeit des Gerichts ist da

Die Ernte der Früchte menschlicher Saat

 1. Geliebte Jünger, diese Zeiten sind Gerichtszeiten für die Menschheit. Die Frist ist abgelaufen, damit ihr beginnt, eure Schulden zu bezahlen. Ihr holt nun die Ernte der vergangenen Aussaaten ein, das Ergebnis oder die Folgen eurer Werke.

 2. Dem Menschen steht eine Zeit zur Verfügung, um sein Werk zu tun, und eine andere, um zu verantworten, was er tat; die letztere ist die Zeit, in der ihr lebt. Deshalb leidet und weint ihr alle. So wie ihr eine Zeit der Aussaat und eine andere der Ernte habt, hat auch Gott eine, die Er euch gewährte, um sein Gesetz zu erfüllen, und eine an­dere, um seine Gerechtigkeit kundzu­tun.

 3. Ihr lebt jetzt in der Zeit des Göttli­chen Gerichts. Der Schmerz lässt euch weinen, die Menschheit reinigt sich in ihren eigenen Tränen, denn niemand bleibt von der Wiedergutmachung verschont.

 4. Es sind Zeiten des Gerichts, in de­nen ihr über euer Schicksal nachdenken sollt, damit ihr durch Versenkung und Vergeistigung die Stimme des Gewis­sens hört, die nicht irreführt noch trügt, sondern euch auf den Pfad des Friedens führt. (11, 58 - 61)

 5. Dies ist die Zeit des Gerichts für die Menschheit. Mensch für Mensch, Volk für Volk und Nation für Nation werden durch meine Göttlichkeit ge­richtet. Trotzdem haben die Menschen dies nicht bemerkt, noch wissen sie, in welcher Zeit sie leben. Daher bin Ich im Geiste gekommen und habe meinen Strahl auf den menschlichen Verstand herabgesandt, und durch seine Ver­mittlung habe Ich euch offenbart, wer zu euch spricht, welche Zeit es ist, in der ihr lebt, und was eure Aufgabe ist. (51, 61)

 6. Wahrlich, Ich sage euch: Ihr lebt bereits am "Tag des Herrn", ihr seid schon unter seinem Gericht. Lebende und Tote werden derzeit gerichtet, vergangene und gegenwärtige Taten werden auf dieser Waage [des Ge­richts] gewogen. Macht eure Augen auf, damit ihr Zeugen seid, dass die göttliche Gerechtigkeit sich überall spürbar macht. (76, 44)

 7. Seit dem Altertum habe Ich zu euch von einem Gericht gesprochen, und jetzt ist die angekündigte Zeit, welche die Propheten darstellten, als ob sie ein Tag wäre.

 8. Das Wort eures Gottes ist Königs­wort und wird nicht zurückgenommen. Was macht es aus, dass über dasselbe Tausende von Jahre hinweggegangen sind? Der Wille des Vaters ist unwan­delbar und muss sich erfüllen.

 9. Wenn die Menschen, außer an mein Wort zu glauben, zu wachen und zu beten verstünden, würden sie nie­mals überrascht werden. Doch sie sind treulos, vergesslich, ungläubig, und wenn die Prüfung sich einstellt, schrei­ben sie diese der Strafe, der Rache oder dem Zorn Gottes zu. Dazu sage ich euch, dass jede Prüfung im voraus angekündigt wird, damit ihr vorbereitet seid. Daher müsst ihr immer wach sein.  

10. Die Sintflut, die Zerstörung der Städte durch Feuer, die feindlichen Einfälle, die Plagen, die Seuchen, die Hungersnöte und andere Heimsuchun­gen wurden allen Völkern der Erde vorausverkündigt, damit ihr euch vor­bereiten solltet und nicht überrascht würdet. Ebenso wie heute ist von der Liebe Gottes immer eine Botschaft zur Wachsamkeit und Zurüstung herab­gekommen, damit die Menschen erwa­chen, sich zurüsten und stark werden. (24, 74 - 77)

 11. Ich sage euch: obwohl es zutrifft, dass dieser Welt sehr große Prüfungen bevorstehen, werden doch die Tage des Schmerzes verkürzt; denn das Leiden der Menschen wird so groß sein, dass es bewirken wird, dass die Menschen erwachen, ihre Augen zu Mir erheben und auf die Stimme ihres Gewissens hören, das von ihnen die Erfüllung meines Gesetzes fordern wird.

 12 Meine Gerechtigkeit wird alles Böse, das auf dieser Welt existiert, ausrotten. Zuvor werde Ich alles erfor­schen: Religionsgemeinschaften, Wis­senschaf­ten und gesellschaftliche Ein­richtungen, und dann wird die Sichel der göttlichen Gerechtigkeit darüber hingehen, das Unkraut abschneiden und den Weizen übrig lassen. Jeden guten Samen, den Ich im Herzen der Menschen finde, werde Ich erhalten, damit er weiterhin im Geist der Men­schen keimt. (119, 10 - 11)


Läuterung der Menschheit im Gericht

 13. Wie lange noch werden sich die Menschen entwickeln müssen, damit sie meine Liebe begreifen und meine Gegenwart durch das Gewissen fühlen? Wenn die Menschen meine Stimme hören, die sie berät, und mein Gesetz erfüllen, wird es ein Anzeichen dafür sein, dass für sie die Zeiten des Materi­alismus vorüber sind.

 14. Vorläufig müssen sie noch in vielen Formen von den Naturgewalten heimgesucht werden, bis sie überzeugt sind, dass es höhere Kräfte gibt, denen gegenüber der Materialismus des Men­schen sehr klein ist.

 15. Die Erde wird erbeben, das Was­ser wird die Menschheit reinigen, und das Feuer sie läutern.

 16. Alle Elemente und Kräfte der Natur werden sich auf der Erde fühlbar machen, wo die menschlichen Wesen nicht in Harmonie mit dem Leben, das sie umgibt, zu leben verstanden.

 17. Damit sucht die Natur nicht die Vernichtung derer, die sie schänden; sie sucht nur die Harmonie zwischen dem Menschen und allen Geschöpfen.

 18. Wenn ihr Gericht immer stärker in Erscheinung tritt, so deshalb, weil die Verstöße der Menschen und ihr Mangel an Übereinstimmung mit den Gesetzen ebenfalls größer geworden sind. (40, 20 - 25)

 19. Die Hand des Menschen hat das Gericht über sich heraufbeschworen. In seinem Gehirn tobt ein Sturm, in sei­nem Herzen wütet ein Unwetter, und all dies offenbart sich auch in der Na­tur. Ihre Elemente sind entfesselt, die Jahreszeiten werden unfreundlich, Plagen kommen auf und mehren sich, und zwar deshalb, weil eure Sünden anwachsen und Krankheiten bewirken, und weil die törichte und vermessene Wissenschaft nicht die Ordnung aner­kennt, die vom Schöpfer bestimmt wurde.

 20. Wenn Ich euch dies nur sagen würde, würdet ihr es nicht glauben. Deshalb ist es notwendig, dass ihr das Resultat eurer Werke mit Händen grei­fen könnt, damit ihr davon enttäuscht seid. Gerade jetzt habt ihr diesen Au­genblick eures Lebens erreicht, in wel­chem ihr das Ergebnis all dessen erlebt, was ihr gesät habt. (100, 6 - 7)

 21. Das Leben auf der Erde ist für den Menschen immer von Prüfung und Sühne begleitet gewesen; doch niemals war dieser Entwicklungsweg so voll von Schmerz gewesen wie jetzt, nie­mals war der Kelch so voller Bitterkeit.

 22. In dieser Zeit warten die Men­schen nicht bis zum Erwachsenenalter, um sich dem Lebenskampf zu stellen. Wie viele Geschöpfe kennen schon von Kindheit an Enttäuschungen, das Joch, Schläge, Hindernisse und Misserfolge. Ich kann euch noch mehr sagen: In diesen Zeiten beginnt der Schmerz des Menschen, noch bevor er geboren wird, das heißt schon im Schoße seiner Mutter.

 23. Groß ist die Sühnepflicht der We­sen, die in dieser Zeit zur Erde kom­men! Doch sollt ihr daran denken, dass alles Leid, das auf der Welt existiert, das Werk des Menschen ist. Gibt es eine größere Vollkommenheit in mei­ner Gerechtigkeit als zuzulassen, dass dieselben, die den Weg des Lebens mit Dornen besäten, diese jetzt ernten müs­sen? (115, 35 - 37)

 24. Ihr könnt meinen universellen Erlösungsplan nicht erfassen; doch Ich lasse euch einen Teil davon wissen, damit ihr an meinem Werke teilhabt.

 25. Ich allein kenne die Bedeutung des Zeitpunkts, in dem die Welt lebt. Kein Menschenwesen vermag die Wirklichkeit dieser Stunde zu begrei­fen.

 26. Die Menschen haben sich von ihren ersten Zeiten an unablässig be­fleckt, bis sie ihre Empfindungen und ihren Geist verdunkelt hatten und ein krankes, ruheloses und trauriges Leben für sich schufen. Doch nun hat die Stunde der Läuterung geschlagen. (274, 11 - 12)

 27. Für alle Geistwesen ist die Zeit der Ernte gekommen, und deshalb seht ihr Verwirrung unter den Menschen. Aber wahrlich, Ich sage euch, in die­sem Chaos wird jeder seine eigene Saat ernten.

 28. Doch was wird mit jenen meiner Kinder geschehen, die immerzu gegen mein Gesetz verstoßen haben? Wahr­lich: Alle, die schlafen und meine Un­terweisungen nicht studieren und be­herzigen wollen, werden von den Prü­fungen wie von einem Wirbelsturm erfasst, der sie zu Fall bringt. Doch für alle, die meine Weisungen befolgt haben, wird er wie eine Aufmunterung für ihre Pflichterfüllung sein, wie eine schöne Belohnung, die Gott ihnen schenkt. (310, 7)

 29. In dieser Zeit wird der, der nicht bereit ist, sich zu erneuern, die größten Bitternisse kennen lernen müssen und von der Erde hinweggenommen wer­den, wodurch er die kostbare Gelegen­heit verliert, seine Verfehlungen zu sühnen und sich mit dem Gesetz, der Wahrheit und dem Leben auszusöhnen.

 30. Jene dagegen, die von diesem materiellen Leben mit dem Frieden und der Genugtuung, welche die erfüllte Pflicht schenkt, in die Geistige Heimat hinübergehen, werden sich von mei­nem Lichte erleuchtet fühlen; doch wenn sie zu denen gehören, die sich erneut reinkarnieren müssen, werde Ich sie vorbereiten, bevor sie ins menschli­che Leben zurückkehren, damit sie rein, vergeistigter und mit größerer Weisheit zu ihm auferstehen. (91, 38 - 39)


Die Liebe Gottes im Gericht

 31. Der Schmerz hat seinen ganzen Inhalt auf die Welt ausgeschüttet und macht sich in tausenderlei Formen fühlbar.

 32. In welch furchtbarer Hetze lebst du, Menschheit! Wie mühevoll knetest du den Teig für das tägliche Brot! Da­her verbrauchen sich die Männer vor der Zeit, die Frauen altern vorzeitig, die Mädchen welken in voller Blüte, und die Kinder werden im zarten Alter gefühlsarm.

 33. Eine Epoche des Schmerzes, der Bitternis und Prüfungen ist diese Zeit, in der ihr jetzt lebt. Dennoch will Ich, dass ihr Frieden findet, dass ihr Har­monie erreicht, dass ihr den Schmerz vertreibt. Dafür erscheine Ich im Geiste und sende euch mein Wort, das ein Tau des Trostes, der Heilung und des Frie­dens auf eurem Geist ist.

 34. Höret mein Wort, welches die Auferstehung und das Leben ist. In ihm werdet ihr Glauben, Gesundheit und Freude zum Kämpfen und zum Leben zurückgewinnen. (132, 42 - 45)

 35. Heute ist eine Zeit größter Wie­dergutmachung für den Geist. Mein Gericht ist eröffnet, und eines jeden Werke sind auf eine Waage gelegt worden. Wenn dieses Gericht auch schwer und leidvoll für die Geistwesen ist, so ist ihnen der Vater doch nahe, welcher mehr liebender Vater als Richter ist. Auch umgibt euch die Liebe Marias, eurer Fürsprecherin. (153, 16)

 36. Meine Gerechtigkeit ist gekom­men, Menschheit, sie wird den Hoch­mut des Menschen demütigen, um ihn zur Einsicht zu bringen, wie klein er in seiner Bosheit und seinem Materialis­mus ist.

 37. Ja, Volk, Ich werde den Men­schen in seiner falschen Größe nieder­werfen, weil Ich will, dass er mein Licht erblicke und sich erhebe, damit er in Wahrheit groß wird. Denn Ich will, dass ihr voll Licht, Hochherzigkeit, Güte, Kraft und Weisheit seid. (285, 15 - 16)

 38. Die Menschheit verkennt Mich und leugnet meine Gegenwart in dieser Zeit. Doch Ich werde sie erkennen lassen, dass Ich meine Gerechtigkeit mit Liebe und Barmherzigkeit be­kunde, dass Ich nicht mit der Geißel komme, um ihr Schmerz zu bereiten – dass ich sie nur zum Leben der Gnade erheben und sie läutern will mit dem kristallklaren Wasser, welches mein Wort, meine Wahrheit ist.

 39. Die Welt hat meine Unterwei­sung nicht gelernt und hat ihre Abgöt­terei und ihren Fanatismus genährt. Daher durchlebt sie nun den großen Schmelztiegel und trinkt den Leidens­kelch: denn ihr Materialismus hat sie von Mir entfernt. (334, 29 - 30)

 40. Jetzt erhält die Menschheit, die in Völker, Rassen, Sprachen und Hautfar­ben geteilt ist, von meinem Göttlichen Geiste ihren jeweiligen Gerichtsanteil, die Prüfungen, die jedem zukommen, den Kampf, den Schmelztiegel und die Sühne, die Ich für jeden Menschen und jede Rasse vorgesehen habe.

 41. Aber ihr wisst, dass mein Gericht die Liebe zur Grundlage hat, dass die Prüfungen, die der Vater den Men­schen schickt, Liebesprüfungen sind – dass alles zum Heil, zum Guten leitet, auch wenn es in diesen Heimsuchun­gen scheinbar Unglück, Verhängnis oder Elend gibt.

 42. Hinter alledem ist das Leben, die Erhaltung des Geistes, die Erlösung desselben. Immerdar ist der Vater in Erwartung des "Verlorenen Sohnes", um ihn mit größter Liebe zu umarmen. (328, 11)


Kapitel 54 - Kampf der Weltanschauungen, Religionen und Kirchen

Geistige Kämpfe vor dem Friedens­reich Christi auf Erden

 1. So, wie Ich euch in der "Zweiten Zeit" meine Wiederkunft ankündigte, so kündige Ich euch nun den "Krieg" der Glaubensbekenntnisse, Weltan­schauungen und Religionen als wegbe­reitendes Vorzeichen der Errichtung meines Reiches der Vergeistigung unter den Menschen an.

 2. Mein Wort wird wie ein Flammen­schwert den Fanatismus zerstören, der die Menschen jahrhunderte­lang umfan­gen hat, wird den Schleier ihrer Unwis­senheit zerreißen und den hellen, strahlenden Weg zeigen, der zu Mir führt. (209, 10 - 11)

 3. Damit der Friede meines Reiches unter den Menschen hergestellt wird, muss zuvor der "Krieg" der Glaubens­lehren, Religionen und Ideo­logien ausgetragen werden – eine Auseinan­dersetzung, bei der die einen meinen Namen und meine Wahrheit den fal­schen Götzen der anderen entgegen­stellen und bei der eine Lehre die an­dere bekämpft.

 4. Dies wird der neue Kampf sein, die geistige Schlacht, bei der die fal­schen Götter von ihrem Sockel gesto­ßen, fallen werden, und jede Lüge die ihr für wahr gehalten habt, für immer entlarvt wird. Dann werdet ihr erleben, wie sich aus jenem Chaos von Verwir­rung und Finsternis strahlend die Wahrheit erhebt. (121, 40)

 5. Der Spiritualismus ruft eine welt­weite Schlacht unter den Weltanschau­ungen, Glaubensbekenntnissen und religiösen Kulten hervor. Aber nach dieser Auseinandersetzung wird diese Lehre den Menschen gesegneten Frie­den bringen, den sie so sehr benötigen; und wird bewirken, dass über allen Geistwesen die Sonne meiner göttli­chen Gerechtigkeit erstrahlt. (141, 11)

 6. Ich bereite euch vor und warne euch im Hinblick auf die Zeit der Ver­wirrung der Weltanschauungen, damit ihr euch vom inneren Ringen des Geistes und der Marter der Gedanken frei machen könnt.

 7. Denn alle Weltanschauungen, Doktrinen, Theologien, Philosophien und Glaubensbekenntnisse der Menschheit werden erschüttert werden und damit ein Unwetter versinn­bildli­chen, einen wahren Sturm des Geistes, auf dessen aufgewühlten Wogen ihr nach meinem Willen segeln und oben­auf bleiben sollt, bis der Sturm und die Finsternis vorüber sind.

 8. Ich gebe euch kein besseres Re­zept, um diese Prüfung heil zu überste­hen, als das Gebet und die Befolgung meines Wortes, wodurch euer Glaube sich unaufhörlich gestärkt fühlen wird.

 9. Jener Kampf der Weltanschauun­gen, jener Zusammenstoß der Glau­bens­bekennt­nisse und Ideologien, jene Schlacht ist unbedingt notwendig, da­mit alle Gebrechen und Irrtümer, die sich auf dem Grunde jedes Kultes und jeder Institution angesammelt haben, an die Oberfläche kommen.

 10. Erst nach diesem "Unwetter" wird eine moralische und geistige Rei­nigung der Menschen einsetzen kön­nen; denn sie werden die Wahrheit ans Licht kommen sehen, werden sie er­kennen, sie in sich fühlen, und werden sich nicht mehr von Einbildungen und Vor­täuschungen nähren können.

 11. So, wie jeder Mensch freiwillig und ganz für sich von der lebensnot­wendigen Wirkung der Sonne auf sei­nen Körper Gebrauch macht, weil er erkennt, dass sich auf ihr Licht, ihre Wärme und ihren Einfluss das mate­rielle Leben gründet, so werden sie vom Lichte der Wahrheit all das ver­wenden, was sie für die Erhaltung, Stärkung und Erleuchtung ihres Geistes benötigen.

 12. Dann wird eine vom Menschen noch niemals empfundene Kraft wirk­sam werden, weil sein Leben sich im­mer mehr den wahren Lebensprinzi­pien anpassen wird, den von meinem Gesetze aufgestellten Normen. (323, 19 - 22)


Das Ringen um die geistige Vorherrschaft auf Erden

 13. Es gibt in dieser Zeit den Kampf der Weltanschauungen und Glaubens­lehren. Jeder Mensch will im Recht sein. Doch wer hat in diesem Ringen von Egoismen und Eigen­interessen wohl Recht? Wer ist wohl Besitzer der Wahrheit?

 14. Wenn jene, die von sich glauben, auf dem vollkommenen Wege zu sein und die Wahrheit zu besitzen, darauf stolz sind – wahrlich, Ich sage euch, dann kennen sie den Weg noch nicht; denn auf ihm muss man demütig sein, und es genügt schon, dass sie die Wahrheit, die der Glaube anderer ent­hält, nicht anerkennen, um nicht mehr demütig zu sein. Doch Ich sagte euch schon in der "Zweiten Zeit": "Selig sind die von Herzen Sanftmütigen und Demütigen."

 15. Der Mensch, der den Glauben und die Überzeugung seiner Mitmen­schen verurteilt, entfernt sich vom Heil, denn in seinem Stolz und seiner Unbe­sonnenheit versucht er, seinem Gott gleich zu sein. (199, 4 - 6)

 16. Ihr fragt Mich, was Ich erreichen will, wenn Ich Mich der Menschheit dieser Zeit geistig offenbare? Darauf antworte Ich euch: Wonach Ich trachte, ist euer Erwachen zum Lichte, eure Vergeistigung und eure Einigung, da ihr zu allen Zeiten gespalten wart. Denn während die einen die Schätze des Geistes erstrebt haben, haben die anderen sich der Liebe zu den Reich­tümern der Welt gewidmet - Spiritua­lismus und Materialismus in fortwäh­rendem Kampfe; Spiritualisten und Materia­listen, die sich nie untereinan­der ver­stehen konnten.

 17. Erinnert euch: Als Israel in Er­wartung des Messias diesen vor Augen hatte, spaltete es sich in Gläubige und in Leugner meiner Wahrheit. Die Er­klärung dafür ist einfach: gläubig wa­ren jene, die Mich mit dem Geiste er­warteten, und es leugneten Mich die, die Mich mit den Sinnen des "Flei­sches" erwarteten.

 18. Diese beiden Kräfte werden sich erneut entgegentreten müssen, bis aus diesem Ringen die Wahrheit ans Licht kommt. Der Kampf wird erbittert sein; denn je mehr Zeit vergeht, desto mehr lieben die Menschen das Irdische, da ihre Wissenschaft und ihre Ent­deckun­gen ihnen das Gefühl geben, in einem eigenen Reich zu leben, in einer von ihnen geschaffenen Welt. (175, 4 - 6)

 19. Heute glaubt jeder Mensch, die Wahrheit voll und ganz zu kennen. Jede Religion behauptet, die Wahrheit zu besitzen. Die Wissenschaftler erklä­ren, dass sie die Wahrheit gefunden haben. Ich sage euch, dass niemand die absolute Wahrheit kennt, da der Mensch nicht einmal den Teil, der ihm offenbart worden ist, mit seinem Vers­tande zu fassen vermochte.

 20. Alle Menschen tragen einen Teil der Wahrheit und Irrtümer in sich, die sie mit dem Lichte der Wahrheit ver­mengen.

 21. Der Kampf rückt näher, in dem all diese Kräfte einander bekämpfen, da jeder seine Weltanschauung durch­setzen will. Doch am Ende wird nicht der Sieg einer menschlichen Ideologie, noch einer wissenschaftlichen Theorie, noch eines religiösen Glaubensbe­kenntnisses, das sich durchsetzt, ste­hen, sondern die harmonische Verbin­dung aller guten Anschauungsweisen, aller hochstehen­den Glaubensüberzeu­gungen, aller zu höchster Geistigkeit erhobenen Kultfor­men, aller dem Dienste wahren mensch­lichen Fort­schritts gewidmeten Wissen­schaften.

 22. Ich werde zulassen, dass die Menschen über ihre Vorstellungen sprechen und sie vortragen, dass andere ihre Kultformen und Riten öffentlich vorführen, dass man diskutiert und sich bekämpft, dass die Wissenschaftler ihre fortschrittlichsten Theorien verbreiten, dass alles, was in jedem Geiste verbor­gen existiert, aufbricht, ans Tageslicht kommt und sich kundgibt. Denn nahe ist der Tag des Schnitters – jener Tag, an dem das Gewissen wie eine uner­bittliche Sichel alles mit der Wurzel abschneidet, was es im Herzen des Menschen an Falschem gibt. (322, 15 - 18)


Die Bekämpfung der Geistlehre

 23. Die Geistlichen dieser Zeit klei­den sich königlich, um symbolisch bei der Opferung Jesu zu amtieren, und obwohl sie dabei meinen Namen und meine Stellvertretung in Anspruch nehmen, entdecke Ich, dass ihr Verstand verwirrt, ihr Herz aufgewühlt ist von den Stürmen der Intrige und der Leidenschaften. Es gibt nicht einen, der als Prophet verkündet, dass Ich Mich unter den Menschen dieser Zeit be­finde. Sie werden großes Leid erfahren, denn es ist keine geistige Zurüstung unter ihnen. Wo ist die Erfüllung derer, die vor Jesus gelobt haben, seiner Spur zu folgen? Wo sind die Nachfolger meiner Apostel? Gibt es irgendeinen, der Johannes gleicht, welcher zu den Ersten gehörte, oder Paulus, der zu den Nachfolgenden zählte?

 24. Daher naht sich der Meister euch aufs neue, um seine Unterweisung wiederaufzunehmen. Schon sehe Ich die neuen Pharisäer und Schriftgelehr­ten voll Hass gegen Mich anstürmen. Gerade dann werde Ich fragen: "Wo sind meine Jünger?" Doch wenn die Stolzen, die Falschen, die Reichen, die ihre Macht zu verlieren fürchten, die durch meine Wahrheit Bedrohten, Mich erneut verspotten und verfolgen, werden wilde Stürme losbrechen. Aber nicht Ich werde es sein, der unter der Last des Kreuzes zusammenbricht, sondern jene, die die Opferung Dessen forderten, der ihnen das Leben gab. (149, 32 - 33)

 25. Die Woge des Materialismus wird sich erheben und zu einem auf­gewühlten Meer werden, einem Meer der Leiden, der Verzweiflung und Angst vor der Ungerechtigkeit der Menschen.

 26. Nur ein Boot wird über jenes Meer von Leidenschaften, Begierden und Menschenhass hinwegsegeln, und jenes Boot wird das meines Gesetzes sein. Wohl denen, die stark sind, wenn diese Zeit kommt!

 27. Aber wehe denen, die schlafen! Wehe den Schwachen! Wehe den Völ­kern, die ihr Vertrauen auf Funda­men­te religiösen Fanatismus’ gesetzt haben, denn sie werden leicht zur Beute jener wütenden Wogen werden!

 28. Ahnst du nicht die Schlacht, o Menschheit? Bewegt dich mein Wort nicht dazu, dich vorzubereiten, um dich zu verteidigen, wenn die Stunde ge­kommen ist?

 29. Mein Licht ist in allen, doch nur die sehen es, die beten, die sich zurüs­ten. Mein Licht spricht zu euch durch Vorahnung, durch Inspiration, durch Intuition, durch Träume und Finger­zeige. Doch ihr seid gegenüber jedem geistigen Rufe taub, seid gleichgültig gegenüber jedem gött­lichen Zeichen.

 30. Bald werdet ihr mein Wort erfüllt sehen und bezeugen, dass all dies der Wahrheit entsprach.

 31. Meine Lehre und mein Name werden die Zielscheibe aller Angriffe und Verfolgungen sein, sie werden der Grund dafür sein, weshalb euch die Feinde der Wahrheit verfolgen. Doch meine Lehre wird auch das Licht­schwert derer sein, die sich erheben und den Glauben verteidigen, und sie wird der Schild sein, hinter dem die Unschuldigen Schutz finden. Mein Name wird auf allen Lippen sein, ge­segnet von den einen, verflucht von den anderen.

 32. Alle Fähigkeiten des Menschen werden entfesselt sein: seine Intelli­genz, seine Gefühle, seine Leiden­schaften; seine geistigen Fähigkeiten werden wach sein und bereit zu kämp­fen.

 33. Welche Verwirrung wird es dann geben! Wie viele, die meinten, an Mich zu glauben, werden sich davon über­zeugen müssen, dass es kein wahrer Glaube war!

 34. In vielen Heimen und Herzen wird die Leuchte der Liebe und der Hoffnung erloschen sein. Die Kinder und die Jugendlichen werden keinen anderen Gott als die Welt haben, noch ein anderes Gesetz als das der Erde. (300, 35- 40)

 35. Was wird geschehen, wenn die Menschen sich bewusst werden, dass ihre maßlose Liebe zur Welt und ihre Verehrung für das Irdische sie zu ei­nem leiderfüllten Scheitern gebracht haben? Sie werden versuchen, den verlorenen Weg wiederzufinden, jene Prinzipien und Gesetze aufzuspüren, von denen man sich abgekehrt hatte, und in diesem Bestreben werden sie sich Doktrinen schaffen, werden sie sich Vorschriften machen, werden Philosophien, Weltanschauungen und Theorien hoch­kommen.

 36. All dies wird der Beginn einer neuen und großen Schlacht sein – nun nicht mehr veranlasst durch unlauteres Streben nach irdischer Macht. Keine mörderischen Waffen werden mehr Leben vernichten, Heime zerstören oder menschliches Blut vergießen. Die Schlacht wird anders sein, denn dann werden die großen Religions­gemein­schaften gegen die neuen Lehren und die neuen Religionen ankämpfen.

 37. Wer wird in dieser Schlacht sie­gen? Keine Religion wird aus diesem Streit als Sieger hervorgehen, ebenso wie in diesem mörderischen Krieg, den ihr heute erleidet, kein Volk siegreich bleiben wird.

 38. Über dem Krieg zur Erlangung der irdischen Vorherrschaft wird meine Gerechtigkeit walten, und spä­ter, bei jener Schlacht zur Durchset­zung irgendeiner Doktrin oder Reli­gion, wird meine Wahrheit obsiegen.

 39. Die einzige und höchste Wahrheit wird wie das Licht eines Blitzes in einer Sturmnacht aufleuchten, und jedermann wird diesen göttlichen Lichtblitz an dem Ort, an dem er sich befindet, schauen.

 40. Zu allen wird meine Botschaft gelangen, und ihr alle werdet zu Mir kommen. Alles habe Ich für die kom­menden Zeiten vorbereitet, und an allen wird sich mein Wille vollziehen, weil Ich der Herr der Geister, der Welten, der Rassen und der Völker bin. (288, 33 - 36+45)


Die Ignorierung oder Bekämpfung von Geistkundgaben und Geisthei­lungen

 41. Die Geistige Welt wird sich den Menschen noch mehr nähern, um ihnen ihr Dasein und ihre Gegenwärtigkeit zu bezeugen. Allerorten werden Zeichen, Beweise, Offenbarungen und Bot­schaften auftauchen, die beharrlich davon sprechen werden, dass ein neues Zeitalter angebrochen ist.

 42. Es wird Streit geben, es wird Aufregung geben in den Völkern, weil die Religionsvertreter bei denen, die an jene Botschaften glauben, Angst verbreiten werden, und die Wissen­schaft wird jene Tatsachen für unwahr erklären.

 43. Daraufhin werden die einfachen Leute Mut fassen und sich erheben, um die Wahrheit der Beweise zu bezeugen, die sie erhalten haben. Es werden jene aufstehen, die – von der Wissenschaft aufgegeben – ihre Gesundheit auf geis­tige Weise zurückgewannen, und sie werden Zeugnis ablegen von Wunder­heilungen, von Offenbarungen einer unendlichen Macht und einer absoluten Weisheit.

 44. Unter den einfachen und unbe­kannten Leuten werden Männer und Frauen an die Öffentlichkeit treten, de­ren Wort voller Licht die Theologen, Philosophen und Wissenschaftler über­rascht. Doch wenn die Auseinanderset­zung am größten ist, und die Armen gedemütigt und ihre Zeugnisse von den Stolzen verleugnet werden, dann wird der Augenblick gekommen sein, in dem Elia die Gelehrten, die Herren und die Herr­schen­den zur Rechenschaft zieht und der Prüfung unterwirft.

 45. Wehe den Falschen und den Heuchlern in jener Stunde, denn die vollkommene Gerechtigkeit wird dann zu ihnen herabkommen!

 46. Es wird die Stunde des Gerichts sein. Aber viele Geistwesen werden sich daraus zum wahren Leben erhe­ben, viele Herzen werden zum Glauben auferstehen, und viele Augen werden sich dem Lichte öffnen. (350, 71 - 72)


Kapitel 55 - Reinigung der Erde und der Menschheit im Gericht

Die warnende Stimme Gottes und der Natur vor dem Reinigungs­gericht

 1. Ich habe euch gesagt, dass auf die ganze Menschheit eine sehr große Prü­fung zukommt- so groß, dass es in der ganzen Geschichte ihrer Jahrhunderte und Zeitalter nichts Ähnliches gegeben hat.

 2. Jetzt müsst ihr verstehen, dass Ich zu euer aller Herzen spreche, euch in vielerlei Formen Botschaften und War­nungen zukommen lasse, damit die Menschen sich besinnen und meinem Gesetze gegenüber wach sind, wie die klugen Jungfrauen meines Gleichnis­ses.

 3. Werden die Völker und die ver­schiedenen Nationen der Welt auf Mich hören? Wird dies Volk auf Mich hören, dem Ich Mich in dieser Form kundgebe? Ich allein weiß es; aber meine Pflicht als Vater ist es, auf dem Wege meiner Kinder alle Mittel zu ihrer Rettung bereitzustellen. (24, 80 - 81)

 4. Wahrlich, Ich sage euch, wenn die Menschen sich in dieser Zeit nicht von den Flecken reinigen, die sie in ihrem Geist verursacht haben, werden die Naturgewalten als Herolde kommen, um mein Gericht und meine Herrlich­keit anzukündigen und die Menschheit von jeder Unreinheit zu säubern.

 5. Selig die Männer, Frauen und Kinder, die – wenn sie die Nähe jenes Gerichtes begreifen – meinen Namen preisen, weil sie fühlen, dass der "Tag des Herrn" gekommen ist. Denn ihr Herz wird ihnen sagen, dass sich das Ende der Herrschaft des Bösen naht. Ich sage euch, diese werden durch ihren Glauben, ihre Hoffnung und ihre guten Werke gerettet werden. Doch wie viele derer, die in jenen Tagen leben, werden Gott lästern! (64, 67 - 68)

 6. Das Paradies der ersten Menschen wurde in ein Tal der Tränen verwan­delt, und jetzt ist es nur noch ein Tal des Blutes. Deshalb wecke Ich heute, da Ich gekommen bin, das meinen Jüngern gegebene Versprechen zu erfüllen, die Menschheit aus ihrem geistigen Schlafe auf und gebe ihr meine Liebeslehre, um sie zu retten. Ich suche die Geistwesen, die die Be­stimmung haben, in dieser Zeit meine Kundgebungen und mein Wort mit ihren Werken zu bezeugen.

 7. Wenn diese durch Mich Gekenn­zeichneten um mein Gesetz vereint sind, werden die Erde und die Sterne erschüttert werden, und am Himmel wird es Zeichen geben; denn zu diesem Zeitpunkt wird die Stimme des Herrn von einem Ende der Erde zum andern gehört werden, und sein Göttlicher Geist, umgeben von den Geistern der Gerechten, der Propheten und der Märtyrer, wird die geistige und die materielle Welt richten. Dann wird die Zeit des Heiligen Geistes ihre Vollkraft erreichen. (26, 43 - 44)

 8. Viele Völker sind in den tiefen Abgrund der Vermaterialisierung ge­stürzt, und andere sind nahe daran, zu stürzen; doch der Schmerz ihres Stur­zes wird bewirken, dass sie aus ihrem tiefen Schlafe erwachen.

 9. Es sind jene Nationen, die nach einer Zeit des Glanzes einen Nieder­gang erlebten und in die Finsternis des Schmerzes, des Lasters und des Elends sanken. Heute ist es nicht ein Volk, sondern die ganze Menschheit, die dem Tod und dem Chaos blind entgegen­läuft.

 10. Der Hochmut der Völker wird durch meine Gerechtigkeit heimge­sucht werden. Erinnert euch an Ninive, Babylon, Griechenland, Rom und Karthago. Bei ihnen werdet ihr tiefe Lehrbeispiele der göttlichen Gerechtig­keit finden.

 11. Wann immer die Menschen das Zepter der Macht ergriffen und zuge­lassen haben, dass ihr Herz von Gottlo­sigkeit, Hochmut und unsinnigen Lei­denschaften erfüllt wurde, wodurch sie ihre Völker mit sich fortrissen in die Entartung, hat sich meine Gerechtigkeit genaht, um sie ihrer Macht zu entklei­den.

 12. Aber gleichzeitig habe Ich eine Fackel vor ihnen entzündet, die den Weg zum Heil ihres Geistes erhellt. Was würde aus den Menschen, wenn Ich sie im Augenblicke ihrer Prüfungen ihren eigenen Kräften überließe? (105, 45 - 47)

 13. Von Abgrund zu Abgrund sank der Mensch geistig bis zu der Stufe, dass er Mich leugnete und vergaß– bis zu dem Extrem, sich selbst zu leugnen, indem er seinen Wesenskern, seinen Geist nicht erkannte.

 14. Nur meine Barmherzigkeit wird den Menschen den Schmerz ersparen können, den Weg wiederholen zu müs­sen, um zu Mir zu kommen. Ich allein in meiner Liebe vermag die Mittel auf dem Wege meiner Kinder bereitzu­stellen, damit sie den rettenden Pfad entdecken. (173, 21 - 22)

 15. An dem Tage, da die Wasserflu­ten (der Sintflut) die Erde nicht mehr bedeckten, ließ Ich als Zeichen des Bundes, den Gott mit den Menschen schloss, am Firmament den Regenbo­gen des Friedens erstrahlen.

 16. Jetzt sage Ich euch: O Mensch­heit der "Dritten Zeit", die du dieselbe bist, die durch all diese Prüfungen gegangen ist, in denen du dich gerei­nigt hast: Du wirst bald ein neues Chaos erleben.

 17. Aber Ich bin gekommen, das von Mir erwählte Volk und die Menschheit insgesamt, der Ich Mich in dieser Zeit begreiflich gemacht habe, zu warnen. Hört gut zu, meine Kinder: Hier ist die Arche, geht in sie hinein, Ich lade euch dazu ein.

 18. Für dich, o Israel, ist die Arche die Befolgung meines Gesetzes. Jeder, der in den leidvollsten Tagen, in der schwersten Prüfungszeit meine Gebote befolgt, wird innerhalb der Arche sein, wird stark sein und den Schutz meiner Liebe fühlen.

 19. Und der ganzen Menschheit sage Ich noch einmal: Die Arche ist mein Gesetz der Liebe. Jeder, der Liebe und Barmherzigkeit an seinem Nächsten und sich selbst übt, wird gerettet sein. (302, 17 -19 o.)

 20. Ich habe euch immer Zeit gege­ben für eure Vorbereitung und euch Mittel bereitgestellt, um euch zu retten. Bevor Ich euch mein Gericht sandte, um am Ende eines Zeitalters oder eines Zeitabschnitts von euch Rechenschaft zu fordern, habe Ich euch meine Liebe bekundet, indem Ich euch warnte, er­weckte und zur Reue, zur Besserung und zum Guten ermahnte.

 21. Doch wenn die Stunde des Ge­richts gekommen war, habe Ich Mich nicht mehr eingestellt, um euch zu fragen, ob ihr bereits bereut habt, ob ihr euch schon vorbereitet habt, oder ob ihr noch immer im Bösen und im Unge­horsam verharrt.

 22. Mein Gericht ist in der festge­setzten Stunde gekommen, und der, der seine Arche rechtzeitig zu bauen verstand, war gerettet. Doch der, der spottete, als ihm die Stunde des Ge­richts angekündigt wurde, und der nichts für seine Rettung tat, musste zugrundegehen. (323, 51)


Die Macht und Herrschaft des Bösen wird gebrochen

 23. Bisher ist es nicht die menschli­che Liebe gewesen, die sich in der Welt durchgesetzt hat. Es ist, wie es von Anbeginn der Menschheit gewesen war, die Gewalt gewesen, die herrscht und siegt. Der, welcher geliebt hat, ist als Opfer der Bosheit unterlegen.

 24. Das Böse hat sein Reich ausge­dehnt und ist stark geworden auf der Erde. Doch gerade in dieser Zeit komme Ich, um jenen Mächten meine Waffen entge­genzusetzen, damit das Reich der Liebe und der Gerechtigkeit unter den Menschen aufgerichtet wird.

 25. Zuvor werde Ich kämpfen. Denn um euch den Frieden meines Geistes zu geben, ist es notwendig, dass Ich Krieg führe und jedes Übel beseitige. (33, 32 - 33)

 26. Die Menschen werden ans Ende ihres eigenen Weges gelangen und auf demselben zurückkehren, wobei sie die Früchte all dessen ernten werden, was sie säten – die einzige Vorgehensweise, durch die in den Herzen Reue aufsteigt. Denn wer seine Verfehlungen nicht erkennt, kann nichts tun, um seine Fehler wiedergutzumachen.

 27. Eine neue Welt ist in Vorberei­tung, die neuen Generationen werden bald kommen; doch zuvor müssen die hungrigen Wölfe beseitigt werden, damit sie die Schafe nicht zur Beute nehmen. (46, 65 - 66)

 28. Ein Aussatz von nicht körperli­cher Art hat sich auf der Erde ausge­breitet, zerfrisst Herzen und zerstört den Glauben und die Tugend. Mit geistigen Lumpen bedeckt leben die Menschen dahin, sie meinen, dass nie­mand diese Erbärmlichkeit aufdecken kann, weil die Menschen nicht über das hinaussehen, was Materie ist.

 29. Doch die Stunde des Gewissens rückt näher, es ist dasselbe, als ob ihr sagtet, der Tag des Herrn, oder sein Gericht, steht vor der Tür. Dann wird in den einen Scham aufsteigen, und Reue bei den anderen.

 30. Diejenigen, die diese innere Stimme vernehmen, brennend heiß und unerbittlich, werden in ihrem Innern das Feuer spüren, das verzehrt, das vernichtet und läutert. Diesem Ge­richtsfeuer kann weder die Sünde noch irgendetwas widerstehen, das nicht lauter ist. Nur der Geist kann ihm standhalten, weil er mit göttlicher Kraft begabt ist. Wenn er daher durch das Feuer seines Gewissens hindurchge­gangen ist, wird er, von seinen Fehlern gereinigt, neu erstehen. (82, 58 - 59)

 31. Aller von Menschen verursachte Schmerz wird in einem einzigen Kelch zusammengefasst, der von denen ge­trunken werden wird, die ihn verur­sacht haben. Und die, welche sich an­gesichts des Schmerzes nie erschüttern ließen, werden dann in ihrem Geist und ihrem Körper erbeben. (141, 73)

 32. Es ist nötig, dass sich für kurze Zeit der Himmel für alle verschließt, und dass er sich erst wieder öffnet, wenn ein einziger Schrei von der Erde aufsteigt, weil man erkennt, dass der Vater aller Wesen ein einziger ist.

 33. Wahrlich, Ich sage euch, Ich werde diese brudermörderische und selbstsüchtige Welt dem Gericht un­terwerfen und sie läutern, bis Ich Liebe und Licht aus ihr emporsteigen sehe. Auch denen, die heute ihre Völker ins Verderben führen, die derzeit alle Las­ter säen und verbreiten, die ihr Reich der Ungerechtigkeiten geschaffen ha­ben, werde Ich zur Wiedergutmachung den Auftrag erteilen, die Verführungen zu bekämpfen, die Verderbnis zu be­seitigen und den Baum des Bösen mit der Wurzel auszureißen. (151, 14 + 69)

 34. Der Mensch hat unter Anwen­dung seiner Willensfreiheit seinen Entwicklungsweg verbogen, bis er vergessen hatte, aus wem er hervorge­gangen ist; und er ist bis zu dem Punkt gelangt, dass die Tugend, die Liebe, das Gute, der Friede, die Brüderlichkeit seiner Wesensnatur befremdlich er­scheinen, und er die Selbstsucht, das Laster und die Sünde als das Natür­lichste und Erlaubte betrachtet.

 35. Das neue Sodom ist auf der gan­zen Erde, und eine neue Säuberung ist nötig. Der gute Same wird gerettet werden, und aus ihm wird sich eine neue Menschheit bilden. Auf frucht­bare Felder, die mit Tränen der Reue bewässert wurden, wird mein Same niederfallen, welcher im Herzen der zukünftigen Generationen keimen wird, die ihrem Herrn eine höhere Form der Verehrung darbringen wer­den. (161, 21 - 22)

 36. Ich werde zulassen, dass die Hand des Menschen Zerstörung, Tod und Krieg bringt, aber nur bis zu einer gewissen Grenze. Über diese Grenze wird die Ungerechtigkeit, die Ver­derbtheit, die Verblendung und das Machtstreben der Menschen nicht hi­nausgehen können.

 37. Dann wird meine Sichel kom­men, und sie wird mit Weisheit das abschneiden, was mein Wille be­stimmt. Denn meiner Sichel ist Leben, Liebe und wahre Gerechtigkeit eigen. Aber du, Volk, wache und bete! (345, 91)

 38. Früher war die Erde ein Tal der Tränen, derzeit ist sie ein Tal des Blu­tes. Was wird sie morgen sein? Eine Walstatt rauchender Trümmer, über die das Gerichtsfeuer hinweggegangen ist, das die Sünde verzehrte und den Hochmut der lieblosen Menschen nie­derwarf, weil sie ihren Geist vernach­lässigten.

 39. Ebenso werden aus dem Tempel der Weisheit die Händler der Wissen­schaft hinausgeworfen werden, weil sie mit dem Lichte Wucher trieben, weil sie die Wahrheit schändeten. (315, 61 - 62)

 40. Voll Hochmut erheben sich die großen Nationen, prahlen mit ihrer Macht, bedrohen die Welt mit ihren Waffen, sind stolz auf ihre Intelligenz und ihre Wissenschaft, ohne sich der Zerbrechlichkeit der falschen Welt, die sie geschaffen haben, bewusst zu sein; denn ein leichter Hauch meiner Ge­rechtigkeit wird genügen, damit diese gekünstelte Welt verschwindet.

 41. Doch es wird die Hand des Men­schen selbst sein, die sein eigenes Werk zerstört; es wird sein Verstand sein, der die Art und Weise, das zu vernichten, was er zuvor erschuf, erfin­den wird.

 42. Ich werde dafür sorgen, dass nur jene menschlichen Werke, die den Menschen gute Früchte beschert haben, überdauern, damit sie weiterhin zum Wohle der kommenden Generationen verwendet werden. Doch alles, was ei­nem verderblichen oder egoistischen Zwecke dient, wird im Feuer meines unerbittlichen Gerichtes zerstört wer­den.

 43. Auf den Ruinen einer Welt, die von einer materialistischen Menschheit geschaffen und zerstört wurde, wird sich eine neue Welt erheben, deren Funda­mente die Erfahrung sein wird, und die das Ideal ihrer geistigen Auf­wärts­entwicklung zum Ziele haben wird. (315, 55 - 56)


Apokalyptische Kriege, Seuchen, Plagen und Zerstörungen

 44. Ihr lebt in Zeiten der Angst, in welchen die Menschen sich läutern, indem sie ihren Leidenskelch bis zur Neige leeren. Doch jene, die die Pro­phetien erforscht haben, wussten be­reits, dass der Zeitpunkt unmittelbar bevorstand, an dem überall Kriege ausbrechen würden, weil die Nationen sich nicht verstehen.

 45. Noch steht aus, dass die unbe­kannten Krankheiten und Seuchen unter der Menschheit in Erscheinung treten und die Wissenschaftler verwir­ren.¨ Doch wenn der Schmerz seinen Höhepunkt bei den Menschen erreicht, werden sie immer noch die Kraft ha­ben, um zu schreien: "Strafe Gottes!" Aber Ich strafe nicht, ihr seid es, die sich strafen, wenn ihr von den Geset­zen abweicht, die euren Geist und eu­ren Körper regieren.

 46. Wer hat die Naturgewalten ent­fesselt und herausgefordert, wenn nicht die Unvernunft des Menschen? Wer hat meinen Gesetzen getrotzt? der Hoch­mut der Wissenschaftler! Doch wahr­lich, Ich sage euch, dieser Schmerz wird dazu dienen, das Unkraut, das im Herzen des Menschen hochgewachsen ist, mit der Wurzel auszureißen.

 47. Die Felder werden sich mit Lei­chen bedecken, auch Unschuldige wer­den umkommen. Die einen werden durch das Feuer, andere durch Hunger, und wieder andere durch den Krieg sterben. Die Erde wird beben, die Na­turkräfte werden in Bewegung geraten, die Berge werden ihre Lava ausspeien, und die Meere werden empor wogen.

 48. Ich werde zulassen, dass die Menschen ihre Verderbtheit bis zu der Grenze treiben, bis zu welcher es ihnen ihr freier Wille erlaubt, damit sie - vor ihrem eigenen Werke entsetzt - in ih­rem Geist wahre Reue fühlen. (35, 22 - 26)

 49. Der Baum der Wissenschaft wird beim Wüten des Orkans durchgerüttelt werden und seine Früchte auf die Menschheit fallen lassen. Doch wer hat die Ketten jener Elemente gelöst, wenn nicht der Mensch?

 50. Zwar haben die ersten Men­schenwesen auch den Schmerz kennen gelernt, um zur Wirklichkeit zu erwa­chen, um zum Lichte des Gewissens erweckt zu werden und sich einem Gesetze anzupassen. Aber der entwi­ckelte, bewusste und gebildete Mensch dieser Zeit – wie kann er es wagen, den Baum des Lebens zu schänden? (288, 28)

 51. Auf der Welt werden Epidemien ausbrechen, und ein großer Teil der Menschheit wird daran zugrundegehen. Es werden unbekannte und seltene Krankheiten sein, denen gegenüber die Wissenschaft machtlos sein wird.

 52. Die ganze Welt wird vom Un­kraut befreit werden. Mein Gericht wird die Selbstsucht, den Hass, das unersättliche Machtstreben beseitigen. Grosse Natur­phänomene werden in Erscheinung treten.

 53. Nationen werden verheert werden und ganze Landstriche verschwinden. Es wird ein Alarmruf für eure Herzen sein. (206, 22 - 24)


Natur und Erdkatastrophen

 54. Menschheit, wenn du alles, was du dazu verwendet hast, blutige Kriege zu führen, darauf verwandt hättest, humanitäre Werke zu vollbringen, wäre dein Dasein voll der Segnungen des Vaters. Aber der Mensch hat die Reichtümer, die er angehäuft hat, dazu benutzt, Zerstörung, Schmerz und Tod zu säen.

 55. Dies kann nicht das wahre Leben sein, das die führen sollen, die Ge­schwister und Kinder Gottes sind. Diese Art zu leben ist nicht im Ein­klang mit dem Gesetz, das Ich in euer Gewissen schrieb.

 56. Um euch den Irrtum, in dem ihr lebt, zu Bewusstsein zu bringen, wer­den Vulkane ausbrechen, Feuer wird aus der Erde strömen, um das Unkraut zu vernichten. Die Winde werden ent­fesselt sein, die Erde wird sich schüt­teln, und die Wasserfluten werden ganze Landstriche und Nationen ver­heeren.

 57. Auf diese Weise werden die Na­turreiche ihren Unwillen gegenüber dem Menschen zum Ausdruck bringen. Sie haben mit ihm gebrochen, weil der Mensch ein Band der Freundschaft und Brüderlichkeit nach dem anderen zer­stört hat, die ihn mit der Natur, die ihn umgibt, verbanden. (164, 40 - 42)

 58. Viel Unheil wird über die Menschheit kommen; in der Natur wird es Umwälzungen geben, die Elemente werden ihre Fesseln sprengen: Das Feuer wird ganze Landstriche verhee­ren, die Wassermassen der Ströme werden über die Ufer treten, die Meere werden Veränderungen erfahren.

 59. Es wird Gegenden geben, die unter den Wassermassen begraben bleiben, und neue Länder werden auf­tauchen. Viele Geschöpfe werden ihr Leben verlieren, und auch die tiefer als der Mensch stehenden Wesen werden umkommen. (11, 77)

 60. Die Naturgewalten warten nur auf die Stunde, um auf die Welt einzustürmen und die Erde zu reinigen und zu läutern. Je sündiger und hoch­mütiger eine Nation ist, desto schwerer wird mein Gericht über sie kommen.

 61. Hart und taub ist das Herz dieser Menschheit. Es wird notwendig sein, dass der Leidenskelch zu ihr kommt, damit sie die Stimme des Gewissens, die Stimme des Gesetzes und der gött­lichen Gerechtigkeit vernimmt. Alles wird um der Rettung und des ewigen Lebens des Geistes willen geschehen. Er ist es, den Ich suche. (138, 78 - 79)

 62. Jene Sintflut, welche die Erde von den menschlichen Unreinheiten säuberte, und das Feuer, das auf Sodom herabfiel, kennt ihr heutzutage als Sa­gen. Dennoch werdet ihr auch in dieser Zeit erleben, wie die Menschheit er­schüttert werden wird, wenn die Erde unter der Gewalt der Luft, des Wassers und des Feuers erbebt. Doch sende Ich euch aufs neue eine Arche, welche mein Gesetz ist, damit sich rettet, wer sie betritt.

 63. Nicht alle, die in der Stunde der Heimsuchung "Vater, Vater" sagen, werden Mich lieben, sondern jene, die an ihren Nächsten immer meine Liebe üben. Diese werden gerettet werden. (57, 61 - 62)

 64. Eine neue Sintflut wird herein­brechen, die die Erde von der mensch­lichen Verderbnis reinwaschen wird. Sie wird die Altäre der falschen Götter umstürzen, wird Stein um Stein die Fundamente jenes Turms des Hoch­muts und der Gottlosigkeit zerstören und wird jede falsche Lehre und jede verkehrte Philosophie auslöschen.

 65. Doch diese Sintflut wird nicht nur aus Wasser bestehen wie einstens; denn die Hand des Menschen hat alle Ele­mente gegen sich entfesselt, sowohl sichtbare, als auch unsichtbare. Er spricht sich selbst sein Urteil, straft und richtet sich selbst. (65, 31)

 66. Die Naturreiche werden nach Ge­rechtigkeit rufen, und wenn sie entfes­selt sind, werden sie bewirken, dass Teile der Erdoberfläche ver­schwinden und zu Meer werden, und dass Meere verschwinden und an ihrer Stelle Land auftaucht.

 67. Die Vulkane werden ausbrechen, um die Zeit des Gerichts zu verkünden, und die ganze Natur wird in heftige Bewegung geraten und erschüttert werden.

 68. Betet, damit ihr euch wie gute Jünger verhaltet, denn dies wird die passende Zeit sein, in der sich die Tri­nitarisch-Marianische Geistlehre in den Herzen ausbreitet. (60, 40 - 41)

 69. Drei Viertel der Erdoberfläche wer­den verschwinden, und nur ein Teil wird übrig bleiben, um Zuflucht derer zu sein, die das Chaos überleben. Ihr werdet die Erfüllung vieler Prophetien miterleben. (238, 24)

 70. Irret euch nicht; denn bevor das "Sechste Siegel" zu Ende geht, werden große Ereignisse eintreten: die Sterne werden bedeutungsvolle Zeichen ge­ben, die Nationen der Erde werden stöhnen, und von diesem Planeten wer­den drei Teile verschwinden und nur einer wird übrigbleiben, auf dem die Saat des Heiligen Geistes als neues Leben empor sprießen wird.

 71. Die Menschheit wird dann ein neues Dasein beginnen, in einer einzi­gen Lehre, einer einzigen Sprache und einem einzigen Bande des Friedens und der Brüderlichkeit vereint. (250, 53)

 72. Ich spreche zu euch von dem Schmerz, den ihr verdient, den ihr im­mer mehr vermehrt, und der, wenn die Stunde gekommen ist, überbordet.

 73. Ich würde meinen Kindern nie­mals einen solchen Kelch reichen; aber in Meiner Gerechtigkeit kann Ich den­noch zulassen, dass ihr die Frucht eurer Bosheit, eures Stolzes und eurer Unbe­sonnenheit erntet, damit ihr reuig zu Mir zurückkehrt.

 74. Die Menschen haben meine Macht und meine Gerechtigkeit her­ausgefordert, als sie mit ihrer Wissen­schaft den Tempel der Natur entweih­ten, in welchem alles Harmonie ist, und ihr Gericht wird nun unerbittlich sein.

 75. Die Elementarkräfte werden ent­fesselt sein, der Kosmos wird erschüt­tert werden und die Erde wird erzittern. Dann wird Entsetzen in den Menschen sein, und sie werden fliehen wollen, doch es wird kein Entkommen geben. Sie werden die entfesselten Kräfte bändigen wollen und werden es nicht vermögen. Denn sie werden sich schuldig fühlen und, ihre Vermessen­heit und Torheit zu spät bereuend, werden sie den Tod suchen, um der Strafe zu entgehen. (238, 15 - 17)

 76. Wenn die Menschen ihre Geis­tesgaben kennen würden – wie viele Leiden würden sie sich erleichtern! Aber sie haben es vorgezogen, blind oder träge zu bleiben, während sie Zeiten größten Schmerzes auf sich zukommen lassen.

 77. Meine Lehre soll euch erleuchten, damit ihr euch jene großen Leiden erspart, die der Menschheit durch die Propheten vergangener Zeiten ange­kündigt wurden.

 78. Nur in der Besserung eures Le­bens könnt ihr jene Macht oder Fähig­keit finden, euch von der Auswirkung der entfesselten Elemente zu befreien. Denn nicht nur der Glaube oder das Gebet sind die Waffen, die euch den Sieg über die Schicksalsschläge und Widrigkeiten des Lebens geben: jener Glaube und jenes Gebet müssen von einem tugendsamen, reinen und guten Leben begleitet werden. (280, 14 - 15 +17)

 79. Bald wird eine Zeit großer Ereig­nisse für die Welt beginnen. Die Erde wird beben, und die Sonne wird brenn­endheiße Strahlen auf diese Welt her­absenden, die ihre Oberfläche versen­gen. Die Kontinente werden von einem Pol zum andern von Schmerz heimge­sucht werden, der ganze Erdkreis wird gereinigt werden, und es wird kein Geschöpf geben, das nicht die Härte und die Sühne fühlt.

 80. Doch nach diesem großen Chaos werden die Nationen die Ruhe zurück­gewinnen, und die Naturkräfte werden sich beruhigen. Nach jener "Sturm­nacht", in der diese Welt lebt, wird der Regenbogen des Friedens erscheinen, und alles wird zu seinen Gesetzen, seiner Ordnung und Harmonie zurück­finden.

 81. Von neuem werdet ihr den Him­mel klar und die Felder fruchtbar se­hen. Die Wasserläufe werden wieder ungetrübt und das Meer ruhig sein. Es wird Früchte auf den Bäumen und Blumen auf den Wiesen geben, und die Ernten werden überreich sein. Der Mensch, geläutert und gesund, wird sich wieder würdig fühlen und den Weg zu seinem Aufstieg und seiner Rückkehr zu Mir geebnet sehen.

 82. Jeder wird von Grund auf rein und geläutert sein, um würdig zu sein, das kommende Neue Zeitalter mitzu­erleben. Denn Ich muss die neue Menschheit auf feste Fundamente gründen. (351, 66 - 69)


Die Liebesgerechtigkeit und das Erbarmen Gottes

 83. Es naht die Stunde, in der sich das Gericht auf der Welt voll fühlbar macht. Jedes Werk, jedes Wort und jeder Gedanke werden gerichtet wer­den. Von den Mächtigen der Erde, die die Völker regieren, bis zu den Ge­ringsten – sie alle werden auf meiner Göttlichen Waage gewogen.

 84. Doch verwechselt nicht Gerech­tigkeit mit Vergeltung, noch Wieder­gutmachung mit Strafe. Denn Ich lasse nur zu, dass ihr die Früchte eurer Saat erntet und sie esst, damit ihr an ihrem Geschmack und ihrer Wirkung erkennt, ob sie gut oder schädlich sind, ob ihr Gutes oder Schlechtes gesät habt.

 85. Das durch menschliche Übeltat vergossene unschuldige Blut, die Trauer und die Tränen von Witwen und Waisen, des Geächteten, der Elend und Hunger erleidet – sie alle rufen nach Gerechtigkeit, und meine vollkommene und liebevolle, aber unerbittliche Ge­rechtigkeit kommt auf alle herab. (239, 21 - 23)

 86. Meine Gerechtigkeit wird über jedes Geschöpf kommen und jedes menschliche Wesen berühren, so wie der Engel des Herrn über Ägypten kam und mein Gericht ausführte, bei dem sich nur jene retteten, welche ihre Tür mit dem Blut eines Lammes gekenn­zeichnet hatten.

 87. Wahrlich, Ich sage euch, in dieser Zeit wird jeder gerettet werden, der wacht und Glauben hat an das Wort und die Verheißungen des Heilands; des Göttliches Lammes, das sich op­ferte, um euch beten zu lehren und mit vollkommener Liebe die Aufgaben eures Sühneweges zu erfüllen, weil mein Blut euch wie ein Mantel aus Liebe beschützen wird. Doch wer nicht wacht, wer nicht glaubt oder wer läs­tert, der wird heimgesucht werden, damit er aus seiner Lethargie erwacht. (76, 6 - 7)

 88. Wenn aus dem Innersten der Menschen der Hilfeschrei zu Mir em­por dringt, der Mir sagt: "Mein Vater, unser Heiland, komm zu uns, wir ver­derben", dann werde Ich sie meine Gegenwart fühlen lassen, werde ihnen mein unendliches Erbarmen offenbaren und es ihnen ein weiteres Mal bewei­sen. (294, 40)

 89. Der gewohnheitsmäßige Ablauf eures Lebens wird plötzlich von star­ken Stürmen gepeitscht werden. Aber danach wird in der Unendlichkeit das Licht eines Sterns aufleuchten, dessen Strahlen den Frieden, das Licht und die Ruhe schenken werden, die der inkar­nierte Geist zum Nachdenken über die Ewigkeit benötigt. (87, 52)



Die Wirkung des Gerichts

 90. Wenn es den Anschein hat, dass für den Menschen alles aus ist, der Tod gesiegt hat oder das Böse triumphiert, werden sich aus der Finsternis die We­sen zum Licht erheben. Vom Tode werden sie zum wahren Leben aufer­stehen, und aus dem Abgrund des Ver­derbens werden sie sich aufrichten, um das ewige Gesetz Gottes zu befolgen.

 91. Nicht alle werden den Abgrund kennen lernen; denn manche waren darauf bedacht, sich von jenem Krieg der Leidenschaften, des Ehrgeizes und des Hasses fernzuhalten, und haben nur am Rande des neuen Sodom gelebt; und andere, die viel gesündigt haben, werden rechtzeitig innehalten, und durch ihre zeitige Reue und völlige Erneuerung werden sie sich viele Trä­nen und viel Schmerz ersparen. (174, 53 - 54)

 92. Von jener ganzen moralischen und materiellen Struktur der Mensch­heit wird "kein Stein auf dem andern bleiben". Denn damit auf dieser Erde der "neue Mensch" erscheint, ist es unumgänglich, dass jeder Schandfleck getilgt, jede Sünde beseitigt und nur das übriggelassen wird, was guten Samen enthält.

 93. Der Lichtglanz meiner Gegen­wart und meiner Gerechtigkeit wird auf dem ganzen Erdkreis wahrgenommen werden, und angesichts jenes Lichtes werden die Götzenbilder stürzen, wer­den die gewohnten Traditionen der Vergessenheit anheimfallen, und die unfruchtbaren Riten aufgegeben wer­den. (292, 33 - 34)

 94. Eine einzige Tür wird für die Rettung des Menschen offen bleiben: die der Vergeistigung. Wer sich retten will, wird seinen Hochmut, seine fal­sche Größe, seine niederen Leiden­schaften, seine Selbstsucht aufgeben müssen.

 95. Sehr bitter wird der Kelch sein, den die Menschen in der großen Schlacht werden trinken müssen. Den­noch sage Ich euch: wohl denen, die von jenem Kelche trinken und dann als Geläuterte die Erde verlassen. Denn wenn sie in anderen Körpern auf diese Welt zurückkehren, wird ihre Botschaft von Licht, von Frieden und Weisheit durchdrungen sein. (289, 60 - 61)

 96. Noch sind die "letzten Gefechte" mit ihren Bitternissen und die "letzten Wirbelstürme" nicht eingetroffen. Noch steht aus, dass alle Kräfte in Auf­ruhr geraten, und die Atome in einem Chaos herumwirbeln, damit nach alle­dem eine Lethargie, eine Erschöpfung, eine Traurigkeit und ein Ekel eintritt, die den Anschein des Todes erwecken.

 97. Doch dies wird die Stunde sein, in der in den empfindsam gewordenen Gewissen der vibrierende Widerhall einer Posaune vernommen wird, der euch vom Jenseits aus ankündigt, dass unter den Menschen guten Willens das Reich des Lebens und des Friedens naht.

 98. Bei jenem Schall werden "die Toten auferstehen" und Reuetränen vergießen, und der Vater wird sie als die "Verlorenen Söhne" empfangen, die von der langen Reise ermüdet und vom großen Kampfe ermattet sind, und wird ihren Geist mit dem Kuss der Liebe besiegeln.

 99. Von diesem "Tage" an wird der Mensch den Krieg verabscheuen. Er wird den Hass und den Groll aus sei­nem Herzen verjagen, wird die Sünde verfolgen und ein Leben der Wieder­gutmachung und des Wiederaufbaus beginnen. Viele werden sich von einem Lichte inspiriert fühlen, das sie zuvor nicht schauten, und werden aufbrechen, um eine Welt des Friedens zu schaffen.

 100. Es wird erst der Anfang der Zeit der Gnade sein, des Zeitalters des Frie­dens.

 101. Die Steinzeit liegt bereits weit zurück. Das Zeitalter der Wissenschaft wird auch vorübergehen, und dann wird unter den Menschen das Zeitalter des Geistes erblühen.

 102. Der Brunnquell des Lebens wird große Geheimnisse offenbaren, damit die Menschen eine Welt errichten, die stark ist in der Wissenschaft des Guten, in der Gerechtigkeit und in der Liebe. (235, 79 - 83)

______________________________________

¨ vor 1950
______________________________________