Kap. 56 Sieg und Anerkennung des Geistwerkes Christi
     Die Verbreitung der Geistlehre durch Gottgesandte
     Der Kampf um die Anerkennung des neuen Wortes
     Die Macht der Lehre des Heiligen Geistes
     Die Erkenntnis der Wiederkunft Christi in aller Welt

Kap. 57 Umkehr und Wandel auf allen Gebieten
     Neue und tiefere Erkenntnisse
     Aufklärung durch gottgesandte Menschen
     Die Wandlung des Menschen
     Veränderungen und Umwälzungen in allen Lebensbereichen

Kap. 58 Das Friedensreich Christi und die Vollendung der Schöpfung
     Die bestimmende Macht im Friedensreich Christi
     Der neue Mensch
     Die Erde als Land der Verheißung und Abglanz des Himmelreiches
     Die Vollendung der Schöpfung
     Der Lobgesang der wiederhergestellten Schöpfungsharmonie



XIII WANDLUNG UND VOLLENDUNG VON WELT UND SCHÖPFUNG

Kapitel 56 - Sieg und Anerkennung des Geistwerkes Christi

Die Verbreitung der Geistlehre durch Gottgesandte

 1. Mein Gesetz wird in dieser Zeit die Arche der Errettung sein. In Wahr­heit sage Ich euch: Wenn die Wasser der Sintflut von Schlechtigkeiten, von Schmerzen und Elend entfesselt sind, werden die Menschen anderer Natio­nen in langen Zügen zu diesem Lande kommen, von seiner Vergeistigung, seiner Gastfreundschaft und seinem Frieden angezogen; und wenn sie diese Offenbarung kennen gelernt haben und an das glauben, was Ich bei meinem neuerlichen Kommen als Heiliger Geist gesprochen habe, werde Ich auch sie "Israeliten nach dem Geist" nennen.

 2. Unter diesen Menschenmengen werden meine Sendboten sein, die Ich zu ihren Völkern zurückkehren lassen werde, um ihren Brüdern die göttliche Botschaft meines Wortes zu bringen.

 3. Doch nicht alle werden zu dieser Nation kommen, um die Lehre kennen zu lernen, die Ich euch brachte, denn viele werden sie geistig empfangen. (10, 22)

 4. Ihr alle werdet den Frieden emp­fangen, wie ihr ihn euch verdient habt; doch Ich verheiße euch bessere Zeiten.

 5. Nach der Reinigung, die auf Erden geschehen muss, werden von Mir aus­ge­sandte Menschen auftreten, tugend­same Geistwesen mit großen Missio­nen, um die gehorsame Mensch­heits­familie zu schaffen.

 6. Vier Generationen nach der euren werden noch vergehen, bis meine Lehre sich über den Erdkreis ausbreitet und schöne Früchte erntet. (310, 50)


Der Kampf um die Anerkennung des neuen Wortes

 7. Heute ist es eine kleine Schar, die Mich umgibt, aber morgen werden es unermessliche Menschenmengen sein, die sich um Mich scharen. Unter ihnen werden die Pharisäer, die Heuchler herbeikommen und Irrtümer in meiner Lehre suchen, um die Meinung der großen Masse gegen mein Werk aufzu­hetzen. Sie wissen nicht, dass – bevor sie noch mein Werk ausforschen – sie selbst durchschaut sein werden. (66, 61)

 8. Seinerzeit richteten Mich drei Richter: Annas, Pilatus und Herodes, und das Volk vollzog an Mir den Ur­teilsspruch. Jetzt sage Ich euch, dass viele meine Richter sind, und noch größer ist die Zahl derer, die Mir in dieser Zeit Schmerzen zufügen werden.

 9. Aber je mehr die Menschen mein Gesetz und meine Lehre verabscheuen – wenn diese am meisten verfolgt und abgelehnt wird, wird die Stimme der Glaubensmenschen erschallen, denn es wird nicht dasselbe geschehen wie in der "Zweiten Zeit"; jetzt werde Ich nicht allein sein. (94, 67)

 10. Es wird eine kurze Zeitspanne geben, in der mein in dieser Zeit gege­benes Wort dem Anschein nach vom Antlitz der Erde verschwunden ist.

 11. Dann werden die Menschen da­rangehen, spirituelle Lehren zu erfin­den, neue Gesetze und Gebote zu leh­ren. Sie werden sich Meister, Apostel, Propheten und Gottgesandte nennen, und Ich werde sie eine Zeitlang spre­chen und säen lassen. Ich werde sie ihr Saatkorn anbauen lassen, damit sie, wenn sie die Frucht ernten, erfahren, was sie gesät haben.

 12. Die Zeit und die Naturgewalten werden über ihre Saaten hinweggehen, und ihre Schritte werden für jedes die­ser Menschenkinder wie ein Gericht sein.

 13. Es ist notwendig, dass die Welt den Betrug kennen lernt, damit sie die Wahrheit erkennt. Dann werden die Wahrheit und die Lebensessenz, die Ich euch in dieser Zeit übergab, unter den Menschen wieder in ihrer ganzen Lauterkeit und Spiritualität auferste­hen. (106, 9 - 10)


Die Macht der Lehre des Heiligen Geistes

 14. Ein neues Zeitalter ist für die Menschheit angebrochen; es ist das Zeitalter des Lichts, dessen Gegenwart auf dem geistigen Wege aller Men­schen einen Höhepunkt darstellen wird, damit sie erwachen, nachdenken, sich der schweren Last ihrer Traditionen, ihres Fanatismus und ihrer Irrtümer entledigen, um sich danach zu einem neuen Leben zu erheben.

 15. Die einen früher und die andern später, so werden nach und nach alle Religionen und Sekten zu dem unsicht­baren Tempel gelangen, zu dem Tem­pel des Heiligen Geistes, welcher in meinem Werke gegenwärtig ist, unver­rückbar wie eine Säule, die sich ins Unendliche erhebt, in Erwartung der Menschen aller Völker und Ge­schlechter.

 16. Wenn alle in das Innere meines Heiligtums eingetreten sind, um zu beten und sich zu versenken, werden die einen wie die andern die gleiche Erkenntnis meiner Wahrheit erlangen. Wenn daher einmal dieser Höhepunkt auf dem Wege vollendet ist, werden alle im gleichen Gesetze vereint sich erheben und ihren Vater in der gleichen Art und Weise verehren. (12, 94 - 96)

 17. Gemeinsam mit dem Volk, das Ich heranbilde und das Ich der Dunkel­heit und Unwissenheit entriss, werde Ich die Prophetien erfüllen, die in ver­gangenen Zeiten gegeben wurden, und angesichts meiner Beweise und Wun­der wird die Welt erzittern, und die Theologen und Ausleger der Prophe­tien werden ihre Bücher verbrennen und sich innerlich bereiten, um diese Offenbarung zu studieren. Menschen mit Titeln, Männer der Wissenschaft, Menschen mit Zepter und Krone wer­den innehalten, um meine Lehre zu vernehmen, und viele werden sagen: "Christus, der Retter ist wiedergekom­men!" (84, 60)

 18. Wahrlich, Ich sage euch, mein Wort wird das Gepräge eurer gegen­wärtigen Welt und eures ganzen Le­bens umwandeln.

 19. Für die Menschen der heutigen Zeit sind die Welt und ihre Vergnü­gungen der Sinn ihres Lebens. Doch bald werden sie den Geist höher be­werten als den Körper, und den Körper höher als die Kleidung, und statt den weltlichen Herrlichkeiten nachzulau­fen, werden sie die Unsterblichkeit des Geistes suchen.

 20. Anfangs wird es Fanatismus um des Geistigen willen geben, das Stre­ben danach wird ins Extreme gesteigert werden; doch hernach werden sich die Herzen beruhigen, und die Vergeisti­gung wird voll Wahrheit und Lauter­keit erblühen. (82, 30 - 31)

 21. Meine Lehre wird große Umwäl­zungen auf der Welt hervorrufen, es wird große Wandlungen in den Sitten und Ideen geben, und selbst in der Natur werden Veränderungen eintreten. All dies wird den Beginn eines neuen Zeitalters für die Menschheit anzeigen, und die Geistwesen, die Ich in Kürze auf die Erde senden werde, werden von all diesen Prophetien sprechen. Sie werden mein Wort erläutern und die Werke beschreiben, um bei der Wie­derherstellung und Aufwärtsentwick­lung dieser Welt mitzuwirken. (152, 71)

 22. Ein "neues Lied" wird dem Geist all jener entspringen, die Mich nicht schauen konnten, und die Mich schließlich doch sahen, weil sie Mich trotz ihrer Unvollkommenheiten such­ten; und ihr wisst ja, dass, wer Mich sucht, Mich immer findet.

 23. Was die betrifft, die Mich ge­leugnet haben, die Mich gemieden haben, die meinen Namen verschwie­gen haben, die meine Gegenwart nicht wahrhaben wollen, so werden diesen auf ihrem Wege jene Prüfungen zuteil werden, die ihnen die Augen öffnen und sie gleichfalls die Wahrheit schauen lassen. (292, 35 - 36)

 24. Wie ein reißender Strom, der al­les mit sich fortreißt, so wird die Flut sein, die die spiritualistischen Men­schenmassen bilden werden – eine Flut, die niemand wird aufhalten kön­nen, weil ihre Gewalt unüberwindlich sein wird. Und derjenige, der sich ih­rem Lauf als Hindernis in den Weg stellen möchte, wird von der Strömung mitgerissen werden.

 25. Wer auf Erden könnte die Macht haben, die Entwicklung der Geistwesen oder den Vollzug der Ratschlüsse Got­tes aufzuhalten? Niemand. Das einzige Wesen mit absoluter Macht und Ge­rechtigkeit ist euer Vater, und Er hat bestimmt, dass jeder Geist zur Voll­kommenheit fortschreitet.

 26. Wenn meine Göttlichen Gesetze von den Menschen für kurze Zeit miss­achtet wurden, so werde Ich dafür sor­gen, dass meine Stimme wie der Schall einer lauten Glocke selbst von den für das geistige Leben Toten vernommen wird. (256, 40 - 42)

 27. Wenn die Menschheit dann meine Unterweisung kennt und ihren Sinngehalt erfasst, wird sie ihr Ver­trauen in sie setzen und sich in dem Glauben bestärken, dass sie der sichere Weg, der Führer für jeden Menschen ist, der in Gerechtigkeit, in Liebe und in Ehrerbietung gegenüber seinen Nächsten leben möchte.

 28. Wenn diese Lehre im Herzen der Menschen Fuß fasst, wird sie das Fa­milienleben erhellen, indem sie die Eltern in der Tugend bestärkt, die Ehen in der Treue, die Kinder im Gehorsam, und die Lehrer wird sie mit Weisheit erfüllen. Die Regierenden wird sie großmütig machen, und die Richter dazu inspirieren, wahre Gerechtigkeit auszuüben. Die Wissenschaftler wer­den sich erleuchtet fühlen, und dies Licht wird ihnen große Geheimnisse zum Wohle der Menschheit und für deren geistige Entwicklung offenbaren. Auf diese Weise wird ein neues Zeit­alter des Friedens und des Fortschritts beginnen. (349, 35)


Die Erkenntnis der Wiederkunft Christi in aller Welt

 29. Wenn der Mensch in die tiefste Tiefe des Abgrunds versunken ist und erschöpft vom Kämpfen und Leiden nicht einmal mehr die Kraft hat, sich selbst zu retten, wird er verwundert erleben, wie der Tiefe seiner eigenen Schwäche, seiner Verzweiflung und Enttäuschung eine unbekannte Kraft entspringt, die aus dem Geiste stammt. Wenn dieser sich bewusst wird, dass die Stunde seiner Befreiung gekommen ist, wird er die Flügel ausbreiten und sich über die Trümmer einer Welt der Eitelkeiten, der Selbstsucht und der Lüge erheben und sagen: "Dort ist Jesus, der Verschmähte. Er lebt. Ver­geblich haben wir ihn auf Schritt und Tritt und tagtäglich zu töten gesucht. Er lebt und kommt, um uns zu retten und uns seine ganze Liebe zu schenken." (154, 54)

 30. Wahrlich, Ich sage euch, wenn einstmals selbst Könige sich über die Armseligkeit, in der Ich geboren wurde, wunderten, so wird man in dieser Zeit gleichfalls überrascht sein, wenn alle die unscheinbare Art und Weise erfahren, die Ich wählte, um euch mein Wort zu bringen. (307, 52)

 31. Derzeit befindet sich die Menschheit in der Vorbereitungsphase. Es ist meine Gerechtigkeit, die in ihr am Werke ist, ohne dass die Menschen es bereits bemerken. Denn in ihrem Stolz, in ihrem hochmütigen Materia­lismus schreiben sie alle Ereignisse ihres Lebens, die für sie unabwendbar sind, dem Zufall zu.

 32. Aber bald wird mein Ruf zu den Herzen gelangen, und dann werden sie sich Mir reuevoll nahen und Mich bit­ten, dass ihnen ihr Hochmut und ihre Fehler vergeben werden.

 33. Dies wird die Kreuzesstunde für den Geist des Menschen sein, in der er für kurze Zeit eine absolute Leere er­lebt nach seinen großen Enttäuschun­gen, wenn er das Falsche seiner Selbst­herrlichkeit, die Hinfälligkeit seiner Macht, das Irrtümliche seiner Ideolo­gien feststellt.

 34. Doch dieser Zustand der Ver­wirrtheit wird nicht lange andauern, weil dann meine Sendboten auftreten und meine neue Botschaft verbreiten werden.

 35. Noch einmal wie in vergangenen Zeiten, in denen die Botschafter meiner Lehre vom Osten hinauszogen und die Kenntnis meines Wortes in den Westen brachten, so wird die Welt zu dieser Zeit wiederum meine Boten sehen, wie sie den Völkern und den Heimen das Licht dieser Botschaft bringen.

 36. Wird es den Menschen befremd­lich erscheinen, dass nun das Licht vom Westen nach dem Osten geht? Werden sie deswegen die Botschaft nicht anerkennen, die ihnen meine Boten in meinem Namen bringen? (334, 42 - 45)

 37. Es gibt ganze Rassen, die Mich nicht anerkennen, es gibt Völker, die sich hartnäckig von meinen Gesetzen entfernen, die meine Lehre nicht ken­nen lernen wollen, die sich ihr wider­setzen, weil sie sie für unzeitgemäß halten.

 38. Es sind die, die Mich nicht ver­standen haben, die auf den irdischen Freiheiten bestehen. Es sind auch sol­che, die oftmals das Gute aus eigenem Vorteil heraus tun und nicht aus Hoch­herzigkeit.

 39. Doch jedem Volk und jeder Rasse sind meine Gerechtigkeit und Prüfungen zugedacht, und diese treffen Tag für Tag ein, um deren Herzen und Geister schließlich fruchtbar zu ma­chen, als ob es bestellbare Felder wä­ren, und um nach ihrer Bearbeitung den Samen in sie zu legen, das ewige Saat­korn meiner Liebe, meiner Gerechtig­keit und meines Lichtes.

 40. Jene Völker werden von Mir mit Liebe sprechen, jene Rassen werden dann ihre Hoffnung auf Mich setzen, und in den Geistern aller Völker dieser Menschheit werden Jubellieder erklin­gen, Chöre des Lobpreises und der Liebe zum einzigen Herrn aller Men­schen. (328,12)


Kapitel 57 - Umkehr und Wandel auf allen Gebieten

Neue und tiefere Erkenntnisse

 1. Es naht die Zeit, in der die geisti­gen Offenbarungen den Menschen den lichtvollen Pfad enthüllen werden, damit sie die Geheimnisse kennen lernen, die im Schoße der Schöpfung verborgen sind.

 2. Das Licht meines Geistes wird euch die Art offenbaren, wie die wahre Wissenschaft zu erwerben ist, die dem Menschen ermöglicht, von den ihn umgebenden Geschöpfen und von den Naturkräften der Schöpfung anerkannt zu werden und Gehorsam zu erlangen, womit mein Wille in Erfüllung geht, dass der Mensch sich die Erde untertan machen soll. Doch dies wird erst ein­treten, wenn der durch das Gewissen erleuchtete Geist des Menschen den Schwächen des Körpers seine Macht und sein Licht auferlegt hat. (22, 19)

 3. Schon ist der Tag nahe, an dem die Menschen die Bedeutung begreifen, die der Geist hat, denn viele, die sich gläu­big wähnen, glauben nicht, und andere, die zu sehen vermeinen, sehen nicht. Doch wenn sie einmal die Wahrheit erfassen, werden sie erkennen, dass es kindisch, ungerecht und unvernünftig wäre, eine Wesenheit, die einem an­dern Leben angehört, weiterhin mit Früchten der Welt zu nähren.

 4. Dann werden sie das Licht in den Religionen suchen, und in ihrer geisti­gen Verängstigung und ihrem quälen­den Verlangen, die Wahrheit zu finden, werden sie das Falsche der Lehren abschaffen und alles Oberflächliche und Äußerliche ausmerzen, das sie in den verschiedenen Kulten finden, bis sie den göttlichen Wesenskern entde­cken. (103, 42)

 5. Die Menschheit wird es gewiss überdrüssig werden, weiterhin Hass, Gewalt und Selbstsucht zu säen. Jeder Same des Hasses, den sie sät, wird sich in einer solchen Weise vervielfältigen, dass ihre Kräfte nicht ausreichen wer­den, um ihre Ernte einzubringen.

 6. Dieses unvorhergesehene und über ihre menschliche Macht gehende Er­gebnis wird sie auf ihrem atemberau­benden und wahnwitzigen Laufe auf­halten. Danach werde Ich in allen Her­zen ein Wunder vollbringen, indem Ich dort Nächstenliebe erblühen lasse, wo es nur Egoismus gab.

 7. Die Menschen werden Mir wieder alle Vollkommenheit, Allwissenheit und höchste Gerechtigkeit zuerkennen. Sie werden sich erinnern, dass Jesus sagte: "Kein Blatt vom Baume bewegt sich ohne den Willen des Vaters." Denn heute bewegen sich nach Mei­nung der Welt das Blatt vom Baume, die Lebewesen und die Sterne zufällig. (71, 30)

 8. Wenn meine Stimme sich in geis­tiger Weise in der Menschheit verneh­men lässt, werden die Menschen etwas vibrieren fühlen, das immer in ihnen gewesen ist, obschon es sich nicht in Freiheit äußern konnte. Es wird der Geist sein, der - durch die Stimme seines Herrn ermutigt - sich aufrichtet und auf meinen Rufe antwortet.

 9. Dann wird ein neues Zeitalter auf Erden beginnen, denn ihr werdet das Leben nicht mehr von unten aus be­trachten, sondern es von den Höhen eurer geistigen Erhebung aus schauen, erkennen und genießen. (321, 38 - 39)

 10. Erst wenn nicht mehr der Verstand den Geist zur Beobachtung und Vertiefung in die Wissenschaft veranlasst, sondern der Geist den Verstand erhebt und anleitet, wird der Mensch das entdecken, was ihm derzeit unerforschlich erscheint, und das den­noch dazu bestimmt ist, ihm offenbart zu werden, sobald er seine Intelligenz vergeistigt hat. (295, 37)

 11. Ich habe euch gesagt, dass der Zeitpunkt kommen wird, an dem das Licht an allen Orten, in allen Ländern, auf allen Kontinenten erscheint. Jenes Licht wird der geistigen Schulung des Menschen entsprechend erstrahlen. Doch durch dasselbe wird sich eine neue und zutreffendere Vorstellung von der Schöpfung bilden, ein neuer Begriff von Spiritualität. Auf diese Weise wird eine neue Etappe geistiger Ent­wicklung beginnen. (200, 41)

 12. Wenn die Menschen dahin gelan­gen, in der Liebe universell zu denken, wird jeder danach trachten, sich zu vervollkommnen, den andern besser gerecht zu werden und zu dienen. Jede Furcht vor Strafe wird überflüssig sein, der Mensch wird die Gesetze nicht aus Furcht, sondern aus Überzeugung be­folgen. Dann erst wird sich die Menschheit geistig und intelligenzmä­ßig entwickelt haben. (291, 25)

 13. Wenn dieser mein Same im Her­zen der Völker, die die Menschheit bilden, aufgegangen ist, wird es im Leben der Menschen einen absoluten Wandel geben. Wie groß wird der Un­terschied sein, den sie sowohl in ihrem menschlichen Leben, als auch in ihrer geistigen Gottes­verehrung zeigen, wenn man den Vergleich zieht zwi­schen der Art zu leben, zu glauben, anzubeten, zu "kämpfen" und zu den­ken der Menschen früherer Zeiten und denen, die die Spiritualität leben.

 14. Von jener Zeit des Fanatismus, der Abgötterei, der Vermaterialisierung und absurder Glaubensdogmen wird kein Stein auf dem andern bleiben. Alle Irrtümer, die eure Vorfahren und ihr selbst jenen kommenden Generationen vermacht, werden beseitigt werden. Alles, was keine Essenz des Guten und Wahren in sich trägt, wird nicht über­dauern. Aber alles Gute, das ihr geerbt habt, werden sie bewahren.

 15. Diese Lehre, die in einer geistige­ren Form als in den vergangen Zeiten dargestellt ist, wird unter den Men­schen, Völkern, Kirchen und Sekten kämpfen müssen, um sich durchzuset­zen und Fuß zu fassen. Doch sobald die kurze Zeit der Verwirrtheit vorüber ist, wird der Friede zu den Menschen kommen, und sie werden jubeln, wenn sie meinem Worte den Sinngehalt ent­nehmen, den es schon immer in sich barg.

 16. Die Vorstellungen über meine Göttlichkeit, über das Geistige Leben und über den Zweck eures Daseins wird in die richtigen Bahnen gelenkt werden, weil jeder Mensch ein guter Ausleger all dessen sein wird, was euch von eurem Meister, seinen Boten und Propheten in Gleich­nissen und Sinnbil­dern gesagt worden ist.

 17. Jene Ausdrucksweise wurde von den Menschen nur zum Teil verstan­den. Es war die Unterweisung, die ihrer zunehmenden geistigen und verstan­des­mäßi­gen Fassungskraft ent­spre­chend für sie bestimmt war. Aber da sie gleich alles wissen wollten, ver­strickten sie sich in immer mehr Wi­dersprüche und falsche Vorstellungen, weil sie dem, was nur in geistiger Weise gedeutet werden konnte, mate­rielle Auslegungen gaben. (329, 22 - 26)


Aufklärung durch gottgesandte Menschen

 18. Ich habe euch versprochen, Geister großen Lichtes zu senden, die unter euch leben sollen. Diese warten nur auf den Zeitpunkt, um sich der Erde zu nähern, zu inkarnieren und eine große Mission der Wiederherstel­lung zu erfüllen.

 19. Wenn jene Geistwesen dann auf dieser Welt leben – was werdet ihr sie lehren müssen? Wahrlich, Ich sage euch: Nichts! Denn sie werden kom­men, um zu lehren, nicht um zu lernen.

 20. Ihr werdet erstaunt sein, sie von Kindheit an über tiefgründige Dinge sprechen zu hören, mit Wissenschaft­lern und Theologen Gespräche führen zu sehen, wobei sie die Erwachsenen durch ihre Erfahrung in Erstaunen set­zen und den Kindern und Jugendlichen den rechten Weg ans Herz legen.

 21. Wohl dem Heim, das in seinem Schoße eines dieser Geistwesen emp­fängt. Wie schwer werden die Sühnelasten sein, die sich jene zuzie­hen, die die Auftragserfüllung meiner Boten zu verhindern suchen! (238, 30 - 31)

 22. Ich sage euch noch einmal, dass es euch auf der Welt nicht an Men­schen mangeln wird, die mit großem Lichte ausgestattet sind, die euren Weg erhellen und euer Leben mit Liebe besäen.

 23. Immer hat die Menschheit die Gegenwart jener Menschen auf Erden gehabt, doch es kommen Zeiten, in denen große Legionen hoher Licht­geister zur Welt kommen, die die fal­sche Welt beseitigen werden, die ihr geschaffen habt, um eine neue aufzu­richten, in der man Frieden atmet und die Wahrheit regiert.

 24. Sie werden unter der Bosheit der Menschen viel zu leiden haben. Doch dies ist nichts Neues, da keiner der Boten Gottes der Verfolgung, dem Spott und Anfeindungen entgangen ist. Sie müssen zur Welt kommen und auf ihr wohnen, weil ihre Gegenwart auf Erden notwendig ist.

 25. Sie werden kommen und die Her­zen der Menschen liebevoll anspre­chen. Ihr Wort, von der Gerechtigkeit des Vaters durchdrungen, wird den Hochmut und den Stolz all derer tref­fen, die das Kleid der Demut ihres Geistes durch das Prachtgewand der Eitelkeit, des Hoch­mutes, der falschen Macht und falscher Herrlichkeit ersetzt haben.

 26. Diese werden die ersten sein, die sich erheben und mit vor Zorn zittern­dem Finger auf meine Boten zeigen werden. Aber dies wird dazu dienen, dass meine Diener in jeder Prüfung, der sie unterworfen werden, große Zeug­nisse der Wahrheit geben können, die sie zur Welt mitgebracht haben.

 27. Ihr wisst derzeit nicht, auf wel­chen Wegen des menschlichen Lebens sie in Erscheinung treten werden. Doch Ich sage euch, dass die einen im Schoße der großen Religionsgemein­schaften er­scheinen werden. Diese werden für die Einigung und geistige Harmonie aller Menschen kämpfen.

 28. Andere werden sich unter den Wissenschaftlern erheben und mit der Frucht ihrer Inspirationen zeigen, dass der wahre Endzweck der Wissenschaft die geistige Vervollkommnung des Men­schen ist, und nicht seine Verelen­dung und Vernichtung.

 29. So werden in allen Lebensberei­chen meine Diener zutage treten, die mein Gesetz im Herzen tragen und mit Worten und Werken all das bestätigen werden, was Ich in dieser Zeit zu euch gesprochen habe. (255, 43 - 47)


Die Wandlung des Menschen

 30. Ich kündige euch prophetisch eine neue Welt und eine vergeistigte Menschheit an, doch wenn dies Wort bekannt wird, wird es wiederum nicht geglaubt werden.

 31. Generation um Generation wird vergehen, der Hochmut der Menschen wird Unwetter und Überschwemmun­gen, Seuchen und Plagen entfesseln, und das Wehgeschrei der Menschheit wird den Weltraum erschüttern.

 32. Doch nach alledem werden die neuen Erdenbewohner ein Leben der Selbst­betrachtung und der Vergeisti­gung beginnen und dabei den uner­messlichen Schatz an Erfahrung nut­zen, den die vergangenen Generationen ih­nen ver­mach­ten, und der göttliche Same wird zu keimen beginnen.

 33. In jedem Geist existiert der gött­liche Keim, da er aus Mir hervorge­gangen ist, und so, wie eure Kinder die Züge oder den Charakter ihrer Eltern erben, so werden die Geistwesen schließlich das offenbaren, was sie von ihrem Himmlischen Vater geerbt ha­ben: die Liebe. (320, 9 - 11)

 34. Nach der neuen Sintflut wird der Regenbogen erstrahlen als Symbol des Friedens und des neuen Bundes, den die Menschheit geistig mit ihrem Herrn schließen wird..

 35. Ihr müsst euch auf einen schwe­ren Kampf gefasst machen, denn ihr alle werdet gegen den Drachen des Bösen kämpfen müssen, dessen Waffen die Ruhmsucht, der Hass, die irdische Macht, die Zügellosigkeit, die Eitelkeit, die Selbst­sucht, die Lüge, die Vergöt­zung und der Fanatismus sind – alles Mächte des Bösen, die aus dem menschlichen Herzen geboren wurden, gegen die ihr mit großem Mut und Glauben werdet kämpfen müssen, bis ihr sie besiegt habt.

 36. Wenn der Drache eurer Leiden­schaften durch eure Waffen des Lichtes getötet worden ist, wird vor den Augen der Menschen eine neue Welt in Er­scheinung treten – eine neue Welt, obwohl es dieselbe ist; aber sie wird schöner erscheinen. Denn dann werden die Menschen sie für ihr Wohlergehen und ihren Fortschritt nutzen, indem sie all ihrem Tun ein Ideal der Vergeisti­gung einflößen.

 37. Die Herzen werden sich veredeln, der Verstand der Menschen wird er­leuchtet sein, der Geist wird sein Da­sein bezeugen können. Alles Gute wird gedeihen, alles Erhebende wird als Saat für die menschlichen Werke dienen. (352, 61 - 64)

 38. Bis in den Abgrund ist der Mensch gesunken, und bis dorthin hat ihn das Gewissen begleitet in Erwar­tung des geeigneten Zeitpunkts, um Gehör zu finden. Bald wird diese Stimme sich in der Welt mit einer so großen Gewalt ver­nehmen lassen, wie ihr es euch jetzt noch nicht vorstellen könnt.

 39. Doch dies wird die Menschheit dazu bringen, aus ihrem Abgrund des Hoch­muts, des Materialismus und der Sünde emporzusteigen, um sich in den Tränen­strömen ihrer Reue zu waschen und damit zu beginnen, sich auf dem Wege der Vergeistigung aufwärts zu entwickeln.

 40. Ich werde allen meinen Kindern beistehen, denn Ich bin die Auferste­hung und das Leben, das die "Toten" aus ihrem Grab emporhebt.

 41. In jenem Leben, das Ich der Menschheit heute anbiete, werden die Menschen meinen Willen tun und aus Liebe auf die Willensfreiheit verzich­ten, überzeugt davon, dass, wer den Willen des Vaters tut, weder ein Knecht noch ein Sklave ist, sondern ein wahres Kind Gottes. Dann werdet ihr das wahre Glück und den vollkomme­nen Frieden kennen­ lernen, welche die Frucht der Liebe und der Weisheit sind. (79, 32)

 42. Ich sage euch, in dieser "Dritten Zeit" wird – auch wenn es euch un­möglich erscheint – die Erneuerung und die Rettung der Menschheit nicht schwierig sein, da das Werk der Erlö­sung göttliches Werk ist.

 43. Meine Liebe wird es sein, die die Menschen auf den Weg des Lichtes und der Wahrheit zurückbringt. Meine Liebe, die heimlich in jedes Herz ein­dringt, jeden Geist liebkost, sich durch jedes Gewissen bekundet, wird die harten Felsen in empfindsame Herzen verwandeln, wird aus den materialisti­schen Menschen ver­geis­tigte Wesen und aus den hart­gesottenen Sündern Menschen des Guten, des Friedens und des guten Willens machen.

 44. Ich spreche so zu euch, weil nie­mand besser als Ich die Entwicklung eures Geistes kennt, und Ich weiß, dass der heutige Mensch trotz seines großen Materialismus’, seiner Liebe zur Welt und seinen bis zur größten Sünde ent­wickelten Leidenschaften nur dem Anschein nach dem "Fleisch" und dem materiellen Leben verfallen lebt. Ich weiß: sobald er in seinem Geist die liebevolle Berührung meiner Liebe fühlt, wird er schnell zu Mir kom­men, um sich seiner Last zu entledigen und Mir auf dem Weg der Wahrheit zu folgen, den zu gehen er unbewusst so sehr ersehnt. (305, 34 - 36)

 45. Seid wachsam, und ihr werdet Zeugen der Bekehrung derer sein, die Mich verleugnet hatten, wie ihr auch die Rückkehr derer erleben werdet, die sich vom wahren Weg entfernt hatten.

 46. Wissenschaftler, die ihr Leben der Suche nach Elementen und Kräften der Zerstörung widmeten, werden, wenn sie fühlen, dass ihr Gericht näh­errückt, zum Weg der Wahrheit zu­rückkehren, um ihre letzten Tage dem moralischen und materiellen Wieder­aufbau der Welt zu widmen.

 47. Andere, die in ihrem Hochmut versucht haben, meinen Platz in den Geistwesen einzunehmen, werden von ihren Thronsesseln herabsteigen, um Mir in der Demut nachzueifern. Und auch Menschen, die einst die Völker aufwiegelten und Kriege entfesselten, werden ihre Verbrechen erkennen und sich angstvoll um den Frieden der Menschen bemühen. (108, 39)

 48. Wenn mein Licht in alle Herzen gedrungen ist, und die Menschen, die die Völker führen, die sie unterweisen, und alle, die die wichtigsten Aufgaben zu erfüllen haben, sich von jenem hö­heren Lichte, welches das Gewissen ist, leiten und inspirieren lassen, dann könnt ihr einander trauen, dann könnt ihr euren Brüdern vertrauen, weil mein Licht in allen sein wird, und in meinem Lichte wird meine Gegenwart und meine Liebesgerechtigkeit walten. (358, 29)

 49. Meine Unterweisung wird von der Menschheit erneut vernommen werden, doch nicht, weil mein Gesetz zu den Menschen zurückgekehrt ist, denn es war immer in ihren Geist ge­schrieben. Die Menschen werden es sein, die zum Wege des Gesetzes zu­rückkehren.

 50. Diese Welt wird ein Ebenbild des verlorenen Sohnes meines Gleichnisses sein. Wie dieser, wird sie gleichfalls den Vater an seinem Orte auf sie war­tend finden, um sie mit Liebe zu um­armen und zum Essen an seinen Tisch zu setzen.

 51. Noch ist die Stunde der Rückkehr dieser Menschheit zu Mir nicht ge­kommen, noch ist ihr ein Teil ihres Erbes geblieben, den sie in Festen und Vergnügungen verprassen wird, bis sie nackt, hungrig und krank ist, um dann den Blick zu ihrem Vater zu erheben.

 52. Es ist nötig, den Menschen, die den Gütern der Welt nachjagen, noch einige "Augenblicke" zu gewähren, damit ihre Enttäuschung dann voll­kommen ist; damit sie sich schließlich davon überzeugen, dass das Gold, die Macht, die Titel und die Vergnügungen des Fleisches ihnen niemals den Frie­den und das Wohlergehen ihres Geistes geben werden.

 53. Die Stunde der Selbstprüfung im Lichte des Gewissens naht für die ganze Menschheit. Da werden die Ge­lehrten, Theologen, Wissenschaftler, die Machthaber, die Reichen und die Richter sich fragen, worin die geistige, moralische oder materielle Frucht be­stand, die sie geerntet haben und die sie der Menschheit zu essen geben können.

 54. Nach diesem Zeitpunkt werden viele zu Mir zurückkehren, weil sie erkennen, dass trotz des Ansehens, das sie auf Erden genossen, ihnen etwas fehlte, um die Leere auszufüllen, in die ihren Geist geraten war, welche sich nur von den Früchten des geistigen Lebens nähren kann. (173, 19-20 + 57-58)

 55. Aus den Menschen von heute ohne Spiritualität und Liebe werde Ich die durch mein Wort schon so oft pro­phezeiten Generationen hervorgehen lassen. Aber zuvor werde Ich diese Völker bearbeiten, die sich heute ver­kennen, sich bekriegen und zerstören.

 56. Wenn dann der Vollzug meines Gerichts über alle hinweggegangen ist und das Unkraut mit der Wurzel ausge­rissen ist, wird eine neue Menschheit zu entstehen beginnen, die in ihrem "Blute" nicht mehr den Samen der Zwietracht, des Hasses oder des Neides trägt, weil das "Blut" ihrer Eltern sich im Schmelztiegel des Schmerzes und der Reue läuterte.

 57. Ich werde sie empfangen und ih­nen sagen: "Bittet, bittet, und es wird euch gegeben", so wie Ich es euch in der "Zweiten Zeit" sagte. Doch heute füge Ich hinzu: verstehet zu bitten. (333, 54)


Veränderungen und Umwälzungen in allen Lebensbereichen

 58. Die materielle Welt, der Planet, ist nicht nahe seiner Auflösung, aber das Ende dieser Welt von Irrtümern und Sünden, von Finsternis und schlechter Wissenschaft wird durch das Licht meiner Lehre herbeigeführt, und auf ihren Trümmern werde Ich eine neue Welt des Fortschritts und des Friedens errichten. (135, 5)

 59. Groß wird die Umwandlung sein, die die Menschheit innerhalb kurzer Frist erleidet. Gesellschaftliche Organi­satio­nen, Grundsätze, Glaubensbe­kenntnisse, Lehrsätze, Sitten, Gesetze und alle Ord­nungen des menschlichen Lebens werden in ihren Grundfesten erschüttert werden. (73, 3)

 60. Menschen, Nationen, Rassen und Völker, sie alle werden dem Göttlichen Rufe folgen müssen, wenn der Geist des Menschen, seiner Gefangenschaft auf Erden überdrüssig, sich erhebt, die Ketten des Materialismus zerbricht und den Jubelschrei der geistigen Befreiung ausstößt. (297, 66)

 61. Die Zeit wird kommen, in der Menschen auftreten werden, die mein Gesetz wirklich lieben, die fähig sind, das Geistige Gesetz mit dem der Welt zu vereinen, das heißt: die ewige Macht mit der zeitlichen Macht.

 62. Es wird nicht geschehen, um die Geistwesen wie in vergangenen Zeiten zu versklaven, sondern um ihnen den Weg zum Lichte zu zeigen, welches die wahre Freiheit des Geistes ist.

 63. Dann wird die Moral in den Schoß der Familien zurückkehren, es wird wirkliche Stätten der Bildung geben und Geistigkeit in euren Sitten und Gebräu­chen. Es wird die Zeit sein, in der das Gewissen seine Stimme hö­ren lassen wird und in der meine Kin­der sich mit meiner Göttlichkeit von Geist zu Geist verständigen werden, in der die Rassen miteinander verschmel­zen werden.

 64. All dies wird bestimmend sein für das Verschwinden vieler Unterschiede und Auseinandersetzungen; denn – obwohl eure Welt so klein ist – habt ihr es bisher nicht verstanden, wie eine einzige Familie zusammenzuleben, ihr wart nicht imstande, Mir eine einheitli­che Form der Verehrung darzubringen.

 65. Das alte Babel hat euch zu dieser Trennung von Völkern und Rassen verdammt, aber die Errichtung meines geistigen Tempels im Herzen der Men­schen wird euch von jener Sühne be­freien und euch dazu bringen, euch wirklich untereinander zu lieben. (87, 10)

 66. Es wird eine Zeit kommen, in der das Verlangen des Menschen, seinen Geist höher zu entwickeln, so brennend sein wird, dass er alle ihm zur Verfü­gung stehenden Mittel anwenden wird, um dies Tränental in eine Welt zu ver­wandeln, in der die Harmonie regiert, dass er "Unmögliches" vollbringen wird, dass er bis zur Aufopferung und über­menschlichen Anstrengung gehen wird, um Kriege zu verhindern.

 67. Jene Menschen werden es sein, die diese Welt emporbringen, die aus dem menschlichen Leben den Leidens­kelch entfernen, die alles wiederauf­bauen, was die vergangenen Generati­onen in ihrem blinden Machtstreben, in ihrer Vermaterialisierung und Unbe­sonnenheit zerstört haben.

 68. Sie werden es sein, die über der wahren Anbetung für Mich wachen – jener Verehrung ohne Fanatismus oder äußerliche und unnütze Kulthandlun­gen. Sie werden versuchen, der Menschheit begreiflich zu machen, dass die Harmonie zwischen den menschlichen Gesetzen und den geisti­gen und deren Erfüllung der beste Gottesdienst ist, den die Menschen Gott darbringen können. (297, 68 - 69)

 69. Die Zeit der Riten, der Altäre und Kirchenglocken geht nun unter den Menschen zu Ende. Die Abgötterei und der religiöse Fanatismus werden ihre letzten Lebenszeichen von sich geben. Es wird jene Zeit des Kampfes und des Chaos kommen, die Ich euch fortwäh­rend ange­kündigt habe.

 70. Wenn dann nach dem Unwetter in alle Geistwesen der Friede zurück­gekehrt ist, werden die Menschen keine königlichen Paläste zu meiner Ehre mehr erbauen, noch werden die Men­schenscharen durch das Erschallen der Glocken zusammen­gerufen werden, noch werden jene Menschen, die sich groß fühlen, Macht über die Men­schenmassen ausüben. Es wird die Zeit der Demut, der Brüder­lichkeit, der Geistigkeit kommen, welche Ebenbür­tigkeit der Geistesgaben für die Menschheit mit sich bringt. (302, 37)

 71. In der heutigen Zeit ist der Schnitter gegenwärtig, mit dem Auf­trag, jeden Baum, der keine guten Früchte trägt, zu fällen. In diesem gro­ßen Ringen wird nur die Gerechtigkeit und die Wahrheit obsiegen.

 72. Viele Kirchen werden ver­schwinden, einige erhalten bleiben. In den einen wird die Wahrheit erstrahlen, in andern wird man nur Betrug anbie­ten. Doch die Sichel der Gerechtigkeit wird weiterhin schneiden, bis jede Saat, die es auf Erden gibt, gesichtet ist. (200, 11)

 73. Dies ist die Fortsetzung meiner Unterweisungen, doch nicht das Ende der Zeiten, wie der Mensch dies aus­legt. Die Welt wird weiterhin im Welt­raum kreisen, die Geistwesen werden weiterhin zur Erde kommen und sich inkarnieren, um ihre Bestimmung zu erfüllen. Die Menschen werden auch in Zukunft diesen Planeten bevölkern, und nur die Art und Weise des Lebens unter den Menschen wird sich wan­deln.

 74. Die Veränderungen, die das menschliche Leben erfährt, werden groß sein, so gewaltig, dass es für euch den Anschein hat, als ob eine Welt unterginge und eine andere neu er­stünde. (117, 14)

 75. Darauf bewegt ihr euch alle zu, auf jenes Leben des Frohsinns und des Friedens, nicht auf den Abgrund und den "Tod" zu, wie es euer Herz zu erahnen glaubt.

 76. Zwar müsst ihr noch viel Bitteres erleben, bevor die Zeit eurer Vergeisti­gung da ist. Doch weder der Tod, noch Krieg, noch Seuche, noch Hunger wer­den den Lauf des Lebens und die geis­tige Entwicklung dieser Menschheit aufhalten. Ich bin stärker als der Tod, und daher werde Ich euch dem Leben zurückgeben, wenn ihr umkommen solltet, und werde euch zur Erde zu­rückkehren lassen, wann immer es notwendig ist.

 77. Ich habe dir noch vieles zu offen­baren, geliebte Menschheit, mein Buch der Göttlichen Weisheit hält noch viele Überraschungen bereit. (326, 54)


Kapitel 58 - Friedensreich Christi und die Vollendung der Schöpfung

Die bestimmende Macht im Friedensreich Christi

 1. Ebenso, wie Ich euch jene Zeiten großen Leidens ankündigte, so sage Ich euch auch, dass wenn die Verwirrung vorüber ist, die Harmonie unter den Menschen kommen wird.

 2. Die Hochmütigen, die sich groß Dünkenden, die, welche ohne Nächs­tenliebe und Gerechtigkeit sind, wer­den eine Zeitlang im Jenseits zurück­gehalten werden, damit das Gute, der Friede und die Gerechtigkeit auf der Erde Fortschritte machen und inmitten derselben die Vergeistigung und die gute Wissenschaft wachsen. (50, 39 - 40)

 3. Im Leben der Menschen hat das Böse immer das Gute unterdrückt. Aber Ich sage euch noch einmal, dass das Böse nicht obsiegen wird, sondern dass mein Gesetz der Liebe und Ge­rechtigkeit die Menschheit regieren wird. (113, 32)

 4. Die Geistwesen, die in der Menschheit jener Tage inkarnieren, werden in ihrer Mehrheit derart dem Guten verpflichtet sein, dass wenn Menschen auftauchen, die dem Bösen zugeneigt sind, diese sich, so mächtig sie auch seien, dem Lichte der Wahr­heit beugen müssen, das jene ihnen vor Augen führen – ganz im Gegensatz zu dem, was derzeit geschieht. Denn da die Verdorbenen in der Überzahl sind, haben sie aus dem Bösen eine Macht geschaffen, die die Guten erstickt, ansteckt und umfangen hält. (292, 55)

 5. In jener Zeit, o Jünger, wird das Neue Jerusalem im Herzen der Men­schen sein. Ihr werdet hohe Grade von Vergeistigung erreichen, und Ich werde nicht nur Geistwesen mit großer Ent­wicklung zur Inkarnation unter euch senden, damit sie euch meine Bot­schaften bringen. Ich werde euch auch die Geistwesen senden, die eure Tu­gend benötigen, und die, wenn sie un­ter euch leben, sich von ihren Sünden reinigen.

 6. In jenen Zeiten wird das Gegenteil von heute geschehen, wo Ich euch reine Geistwesen sende, und ihr sie Mir befleckt zurückgebt. (318, 46)


Der neue Mensch

 7. Die Menschen werden aus dem Schmutz, dem Schlamm und der Sünde zum Gesetz und zur Tugend empor­steigen und auf den Wegen der Liebe und der Gnade wandeln. Überall wird mein Geist empfunden werden, jedes Auge wird Mich schauen, jedes Ohr wird Mich hören, und jeder Verstand wird meine Offenbarungen und Einge­bungen begreifen.

 8. Menschen, die man für unge­schickt und ungebildet hielt, werden sich plötzlich erleuchtet und in meine Propheten verwandelt sehen. Von ihren Lippen werden Worte kommen, die wie kristallklares Wasser auf welken Herzen sein werden.

 9. Dies Wasser werden die Propheten dem Quell der Weisheit und Wahrheit entnehmen, welcher Ich bin; in ihm werden die Menschen Gesundheit, Reinheit und ewiges Leben finden. (68, 38 - 39)

 10. Mein Reich ist den Kindern guten Willens vorbehalten, die aus Liebe zu ihrem Vater und ihren Nächsten ihr Kreuz umarmen. Dies Reich, von dem Ich zu euch spreche, befindet sich nicht an einem bestimmten Ort, es kann sowohl auf der Erde, die ihr bewohnt, als auch auf allen geistigen Heimstätten existieren; denn mein Reich besteht aus Frieden, Licht, Gnade, Kraft, Harmo­nie, und all dies könnt ihr erlangen – wenn auch in begrenzter Form - schon in diesem Leben. Die geistige Fülle werdet ihr nur jenseits dieser Welt erlangen, die ihr derzeit bewohnt. (108, 32)

 11. Wahrlich, Ich sage euch, obwohl die Menschen heute mehr Materie als Geist sind, werden sie morgen mehr Geist als Materie sein.

 12. Die Menschen haben ihren Geist völlig zu vermaterialisieren versucht, doch jene totale Vermaterialisierung werden sie nicht erreichen. Denn der Geist ist wie ein Brillant, und ein Bril­lant hört nie auf, ein solcher zu sein, auch wenn er in den Schmutz gefallen ist. (230, 54)

 13. Die Menschen werden ihre Wis­senschaft, ihre Kraft, ihre Begabung und ihr Herz dem Dienste meiner gött­lichen Sache widmen, ohne ihre Pflichten, ihre Aufgaben auf der Welt zu vernachlässigen. Sie werden sich den gesunden Freuden zuwenden, die für ihren Geist und ihren Körper heil­sam sind. Sie werden um ihre Erneue­rung und ihre Freiheit ringen, werden sich nicht anstecken lassen, werden nichts nehmen, was sie nicht benötigen. Dann wird die Verdorbenheit, die Schamlosigkeit von der Erde ver­schwinden, dann wird der Geist die absolute Herrschaft über ihre Körper­hülle [Seele] erreicht haben, und ob­wohl er noch einen Körper bewohnt, wird er ein geistiges Leben der Liebe, der Brüderlichkeit und des Friedens führen.

 14. Dies wird die Zeit sein, in der die Kriege verschwinden, wo es gegensei­tige Achtung und Hilfsbereitschaft gibt, wo ihr erkennt, dass ihr nicht mehr über das Leben eines Nächsten noch das eigene verfügen dürft. Ihr werdet dann wissen, dass ihr nicht Eigentümer eures Lebens, noch dem eurer Kinder und Gatten, noch dieser Erde seid, sondern dass Ich der Eigentümer der ganzen Schöpfung bin. Aber da ihr meine vielgeliebten Kinder seid, seid ihr gleichfalls Besitzer all dessen, was Mein ist.

 15. Doch obwohl Ich Herr und Besit­zer alles Geschaffenen bin, bin Ich nicht imstande, meine Geschöpfe zu töten, jemanden zu verletzen, oder ihm Schmerz zu bereiten. Warum haben dann die, die nicht Eigentümer des Lebens sind, das an sich gerissen, was ihnen nicht gehört, um darüber zu ver­fügen?

 16. Wenn diese Unterweisung von den Menschen verstanden sein wird, werden sie in ihrer geistigen Entwick­lung einen Schritt aufwärts gemacht haben, und diese Welt wird eine Heim­statt fortgeschrittener Geistwesen sein.

 17. Ihr wisst nicht, ob ihr diesen Pla­neten nach dieser Zeit erneut bewohnen werdet. Ich werde jene bestimmen, die jene Gnadenzeiten erleben werden, die dieses irdische Gefilde schauen wer­den, das in einer anderen Epoche ein Tal der Tränen, der Zerstörung und des Todes war.

 18. Jene Meere, Berge und Felder, die Zeugen von soviel Schmerz waren, werden dann in eine Stätte des Frie­dens, in ein Abbild der Jenseitswelten verwandelt sein.

 19. Ich habe euch angekündigt, dass wenn die Kämpfe aufhören, mein Reich euch bereits nahe sein wird, und dass dann euer Geist in Tugenden er­blühen wird. Meine Lehre wird in allen Geistwesen gegenwärtig sein, und Ich werde Mich durch Männer und Frauen kundgeben. (231, 28 - 30)

 20. Ich habe ein Zeitalter vorbereitet, in dem die Menschheit sich in Gehor­sam erheben wird. Eure Enkelkinder werden die Herrlichkeit schauen, die Ich auf diese Erde ergießen werde.

 21. Denn mein Wille muss auf dieser Welt, die Ich euch als ein irdisches Paradies übergab, in Erfüllung gehen, und die Zeit wird kommen, in der jene Geistwesen auf diesen Planeten kom­men werden, die eine hohe Entwick­lungsstufe erreicht, die gekämpft ha­ben. Mein göttliches Licht wird die Erde überstrahlen, und die Erfüllung meines Gesetzes wird auf ihr herr­schen. (363, 44)


Die Erde als Land der Verheißung und Abglanz des Himmelreiches

 22. Diese Erde, entweiht durch die Sünde, befleckt durch Verbrechen und geschändet durch Habgier und Hass, wird ihre Reinheit zurückgewinnen müssen. Das menschliche Leben, das ein unaufhörlicher Kampf zwischen dem Guten und dem Bösen gewesen ist, wird das Heim der Kinder Gottes werden, ein Heim des Friedens, der Brüderlichkeit, des Verständnisses und edler Bestrebungen. Doch um dies Ideal zu erreichen, müssen die Men­schen durch die Prüfungen gehen, die sie aus ihrer geistigen Lethargie wach­rütteln. (169, 14)

 23. Auf Sünden, Hass und Lastern werde Ich keine neue Welt errichten, Ich werde auf festen Fundamenten der Erneuerung, Erfahrung und Reue auf­bauen, Ich werde alles in euch umwan­deln. Selbst aus der Finsternis wird das Licht hervorbrechen, und aus dem Tode werde Ich Leben erschaffen.

 24. Auch wenn die Menschen die Erde befleckt und entweiht haben – morgen werden sie mit ihren guten Werken diese Heimstatt würdig ma­chen, welche als Land der Verheißung erkannt werden wird, zu dem sie kom­men werden, um edle Aufgaben zu vollbringen. Wer könnte dann noch an der Umwandlung der Welt zweifeln? (82, 44 - 45)

 25. Ich errichte derzeit den Tempel des Heiligen Geistes. Doch wenn die­ser erbaut sein wird, wird es keine Versammlungshäuser, Kirchen und Wallfahrtsorte mehr geben, oder sie werden ihre Daseinsberechtigung ver­loren haben, zusammen mit ihren reli­giösen Symbolen, ihren Riten und Tra­ditionen. Dann werdet ihr meine Größe und meine Gegenwart fühlen, werdet als Kirche das Universum und als Gottesdienst die Liebe zu euren Nächsten erkennen.

 26. Dem Schoße der Mutter Natur werden neue Erkenntnisse entspringen, die aus eurer Wissenschaft einen Weg des Wohlergehens machen werden, denn sie wird vom Gewissen, welches die Stimme Gottes ist, auf den rechten Weg gebracht werden.

 27. Das Gehirn wird nicht mehr der Herr der Welt sein, sondern der Mitar­beiter des Geistes, welcher es führen und erleuchten wird. (126, 35 - 36)

 28. Wenn dann die Welt ihre erneute Befreiung erreicht und vom Lichte Elias geleitet in dies gerechte und gute Leben eingeht, werdet ihr hier auf Er­den einen Abglanz des Geistigen Le­bens haben, das euch jenseits dieses Lebens erwartet, um euch dann ewig des Friedens und des Lichtes eures Vaters zu erfreuen.

 29. Doch wenn ihr euch fragt, wie sich alle Nationen in einem einzigen Volke vereinen werden, so wie jene Stämme, die das Volk Israel bildeten, sage Ich euch: Seid unbesorgt, denn wenn die Völker einst alle in die "Wüste" gebracht sind, werden die Heimsuchungen sie zusammenschmie­den, und wenn dies geschieht, wird auf alle bedürftigen Herzen ein "neues Manna" vom Himmel fallen. (160, 39)

 30. So, wie das Gelobte Land an das Volk Israel verteilt wurde, so wird die ganze Erde an die Menschheit verteilt werden. Dies wird geschehen, wenn die Zeit dafür gekommen ist ‑ nach der Reinigung. Da es mein Wille ist, dass diese Verteilung stattfindet, wird bei ihr Gerechtigkeit und Gleichheit wal­ten, damit alle Menschen gemeinsam an einem einzigen Werke arbeiten können. (154, 49)

 31. Stellt euch den Fortschritt einer Menschheit vor, deren Moral der Ver­geistigung entspringt; stellt euch eine Menschheit ohne Begrenzungen und Ländergrenzen vor, die alle Mittel zum Leben, die die Erde ihren Kindern beschert, brüderlich teilt.

 32. Versucht euch vorzustellen, wie die menschliche Wissenschaft beschaf­fen wäre, wenn sie als Ideal die Liebe untereinander hätte, wenn der Mensch die Kenntnisse, die er sucht, durch das Gebet empfinge.

 33. Bedenkt, wie wohlgefällig es für Mich sein wird, den Gottesdienst der Liebe, des Glaubens, des Gehorsams und der Demut von den Menschen durch ihr Leben zu empfangen, ohne dass sie ihre Zuflucht zu Riten und äußerlichen Kultformen nehmen müs­sen.

 34. Dies erst wird Leben für die Menschen sein, denn in ihm werden sie Frieden einatmen, werden sie Freiheit genießen und sich nur von dem nähren, was Wahrheit enthält. (315, 57 - 58)

 35. Die Sünden der Menschen wer­den ausgelöscht sein, und alles wird wie neu erscheinen. Ein Licht voller Reinheit und Jungfräulichkeit wird alle Geschöpfe erleuchten, eine neue Har­monie wird jene Menschheit grüßen, und dann wird sich vom Geiste der Menschen ein Hymnus der Liebe zu ihrem Herrn erheben, den Er so lange Zeit erwartet hat.

 36. Die Mutter Erde, die von den frü­hesten Zeiten an durch ihre Kinder entweiht worden ist, wird sich wieder mit ihren schönsten Festgewändern schmücken, und die Menschen werden sie nicht länger "Tränental" nennen, noch werden sie sie in ein Feld von Blut und Tränen verwandeln.

 37. Diese Welt wird wie ein kleines Heiligtum inmitten des Universums sein, von wo aus die Menschen ihren Geist zum Unendlichen erheben, in einer Verbindung voll Demut und Liebe zu ihrem Himmlischen Vater.

 38. Meinen Kindern wird mein Ge­setz in ihren Geist und mein Wort in ihr Herz geprägt sein, und wenn die Menschheit in den vergangenen Zeiten Lust am Bösen und Wonne an der Sünde fand, wird sie dann kein anderes Ideal haben als das Gute, noch wird sie ein größeres Vergnügen kennen als das, auf meinen Wegen zu wandeln.

 39. Doch denkt nicht, dass der Mensch deshalb auf seine Wissenschaft oder seine Zivilisation verzichten wird und sich in einsame Täler und in die Berge zurückzieht, um ein primitives Leben zu führen. Nein, noch immer wird er die Früchte des Baumes der Wissenschaft genießen, die er mit so­viel Interesse gepflegt hat, und wenn dann seine Vergeistigung größer ist, wird es auch seine Wissenschaft sein.

 40. Doch gegen Ende der Zeiten, wenn der Mensch diesen ganzen Weg zurückgelegt hat und dem Baume die letzte Frucht entrissen hat, wird er die Armseligkeit seiner Werke erkennen, die ihm früher so groß erschienen, und er wird das Geistige Leben begreifen und fühlen, und durch dasselbe wird er das Werk des Schöpfers wie nie zuvor bewundern. Durch Inspiration wird er die großen Offenbarungen empfangen, und sein Leben wird eine Rückkehr zur Einfachheit, Natürlichkeit, Vergeisti­gung sein. Es wird noch einige Zeit vergehen, bis dieser Tag kommt, aber alle meine Kinder werden ihn schauen. (111, 12-14)


Die Vollendung der Schöpfung

 41. Ich bereite das Tal vor, in dem Ich alle meine Kinder für das Große Universelle Gericht versammeln werde. Ich werde mit Vollkommenheit richten, meine Liebe und Barmherzig­keit werden die Menschheit umfangen, und an diesem Tage werdet ihr Erlö­sung und Heilung von all euren Übeln finden.

 42. Wenn ihr heute eure Verfehlun­gen sühnt, so lasst euren Geist sich läutern. Auf diese Weise werdet ihr vorbereitet sein, um von Mir das Erbe zu empfangen, das Ich für jeden von euch vorgesehen habe. (237, 6)

 43. Meine Liebe wird alle Menschen und alle Welten zu einer Einheit ver­schmelzen. Vor Mir werden die Unter­schiede der Rassen, Sprachen und Stämme verschwinden, selbst die Un­terschiede, die in der geistigen Ent­wicklung bestehen. (60, 95)

 44. Mein Geist hat sich auf jedes Geistwesen herabgesenkt, und meine Engel sind überall im Universum und erfüllen meine Befehle, alles in Ord­nung und auf die rechte Bahn zu brin­gen. Wenn dann alle ihre Mission er­füllt haben, wird die Unwissenheit verschwunden sein, das Böse wird nicht mehr existieren, und nur das Gute wird auf diesem Planeten regieren. (120, 47)

 45. Alle Welten, auf denen sich meine Kinder vervollkommnen, sind wie ein unendlich großer Garten. Heute seid ihr noch zarte Schösslinge, aber Ich verspreche euch, dass euch das kristallklare Wasser meiner Unterwei­sungen nicht fehlen wird, und ihr durch deren Bewässerung immer mehr an Weisheit und Liebe zunehmen werdet; bis eines Tages in der Ewigkeit, wenn die Bäume vollreife Früchte im Über­fluss tragen, der göttliche Gärtner sich an seinem Werk erquicken kann, indem er die Früchte seiner eigenen Liebe kostet. (314, 34)

 46. Ich will, dass am Ende des Kampfes, wenn alle meine Kinder für ewig in der geistigen Heimat vereint sind, sie an meinem unendlichen Glück als Schöpfer teilhaben, als Anerken­nung dafür, dass jeder von euch auf­bauend oder wiederherstellend am göttlichen Werke teilnahm.

 47. Erst als Geistwesen werdet ihr entdecken, dass von allem, was Ich seit Anbeginn geschaffen habe, nichts ver­lorengegangen ist, dass alles in Mir wiederaufersteht, alles zum Leben ersteht und sich erneuert.

 48. Wenn also so viele Wesen lange Zeit hindurch verirrt waren; wenn viele, statt Werke des Lebens, zerstöre­rische Werke vollbrachten, so werden sie feststellen, dass die Zeit ihrer Verir­rung nur vorübergehend war, und dass ihre Werke, so schlecht sie auch gewe­sen sein mögen, im Ewigen Leben Wiedergutmachung finden und sie zu Mitarbeitern meines unablässig schöp­ferischen Werkes verwandelt werden.

 49. Was sind schon einige Jahrhun­derte der Sünde und Finsternis, wie sie die Menschheit auf der Erde hatte, wenn ihr sie mit der Ewigkeit ver­gleicht, mit einer Zeit der Entwicklung und des Friedens ohne Ende? Ihr habt euch aufgrund eurer Willensfreiheit von Mir entfernt und werdet, durch das Gewissen veranlasst, zu Mir zurück­kehren. (317, 17 - 20)

 50. Diese Welt ist nicht ewig, noch braucht sie es zu sein. Wenn diese Heimstatt nicht mehr den Zweck er­füllt, den sie jetzt als Daseinsberechti­gung hat, wird sie verschwinden.

 51. Wenn euer Geist nicht mehr die Lektionen benötigt, die dies Leben erteilt, weil er auf einer anderen Welt andere, höhere erwartet, dann wird er aufgrund des in diesem Lebenskampfe gewonnenen Erkenntnislichtes sagen: Mit welcher Klarheit begreife ich jetzt, dass alle Missgeschicke dieses Lebens nur Erfahrungen und Lektionen waren, die ich nötig hatte, um besser zu ver­stehen. Wie lang erschien mir jenes "Tagewerk", als die Leiden mich nie­derdrückten. Jetzt hingegen, da alles vorüber ist – wie kurz und flüchtig erscheint es mir angesichts der Ewig­keit! (230, 47)

 52. Ich habe den Tribut der ganzen Schöpfung erhalten – von den größten Sternen bis zu den für euren Blick kaum wahrnehmbaren Wesen.

 53. Alles ist der Entwicklung unter­worfen, alles geht seinen Gang, alles schreitet voran, alles wandelt sich, entwickelt sich höher und vervoll­kommnet sich.

 54. Wenn es dann den Gipfel der Vollkommenheit erreicht hat, wird mein geistiges Lächeln wie eine un­endliche Morgenröte im ganzen Uni­versum sein, aus dem jeder Makel, alles Elend, Leid und jede Unvoll­kommenheit verschwunden sein wird. (254, 28)


Der Lobgesang der wiederhergestell­ten Schöpfungsharmonie

 55. In meinem Geiste existiert ein Lobgesang, dessen Töne noch niemand vernommen hat; niemand kennt ihn, weder im Himmel, noch auf Erden.

 56. Jener Gesang wird im ganzen Universum vernommen werden, wenn der Schmerz, das Elend, die Finsternis und die Sünde ausgelöscht sind.

 57. Jene göttlichen Töne werden in allen Geistwesen Widerhall finden, und der Vater und die Kinder werden sich in diesem Chor der Harmonie und Se­ligkeit vereinen. (219, 13)

 58. Ich will Mich in euch als Sieger erheben - will, dass ihr euren Vater als König der Heerscharen betrachtet, der das Böse in euch besiegt, und euch selbst als Soldaten voll geistiger Eh­renhaftigkeit, voll Zufriedenheit und Seelenfrieden.

 59. Dann wird man den Hymnus der Universellen Harmonie beim größten der Siege vernehmen – jenem Triumph, der kommen wird, bei dem jedoch weder euer Vater noch ihr selbst be­kümmert sein werdet, durch eure Liebe "Besiegte" zu haben.

 60. Unsere "Besiegten" werden nicht die Geistwesen sein - es wird das Böse sein, alle Dunkelheiten, Sünden und Unvollkommenheiten.

 61. Der Triumph des Vaters wird in der Errettung aller zurückgebliebenen Geistwesen bestehen, die in der Fins­ternis und im Bösen verwurzelt waren.

 62. Ihr befindet euch in einem Irrtum, wenn ihr glaubt, dass jemand verloren gehen wird. Ich wäre nicht mehr Gott, wenn ein einziger Geist keine Erlösung finden würde.

 63. All jene, die ihr Dämonen nennt, sind gleichfalls Geistwesen, die aus Gott hervorgegangen sind, und wenn sie heute noch verirrt sind, so werden auch sie Erlösung finden.

 64. Wann wird das wahre Licht in ihnen sein? Dann, wenn ihr zusammen mit den geistigen Heerscharen des Lichtes ihre Unwissenheit und ihre Sünde mit eurem Gebet und euren Werken der Liebe und Barmherzigkeit bekämpft.

 65. Eures Vaters und euer vollkom­menes Glück wird der Große Tag des Herrn sein. Das Universelle Festmahl wird stattfinden, wenn ihr euch einst alle an seinem Tisch vom Brot des Ewigen Lebens nährt. (327, 47 – 48)

 66. Habe Ich euch nicht gesagt, dass ihr die Erben meiner Herrlichkeit seid? Also fehlt nur, dass ihr Verdienste erwerbt, damit sie euer ist und ihr sie genießt.

 67. Alles, was Ich geschaffen habe, ist nicht für Mich gewesen, sondern für meine Kinder. Ich will nur eure Freude, eure ewige Seligkeit. (18, 60 - 61)

 68. Alle Kraft, welche die Wesen belebte und den Organismen Leben gab, wird sich wieder zu Mir wenden; alles Licht, das die Welten erhellte, wird zu Mir zurückkehren, und alle Schönheit, welche über die Reiche der Schöpfung ausgegossen war, wird wieder im Geiste des Vaters sein; und sobald wieder in Mir, wird sich jenes Leben in Geistige Essenz verwandeln, welche über alle geistigen Wesen aus­gegossen werden wird, auf die Kinder des Herrn; denn Ich werde euch von den Gaben, die Ich euch geschenkt habe, niemals enterben.

 69. Weisheit, ewiges Leben, Harmo­nie, unendliche Schönheit, Güte, all dies und mehr wird in den Kindern des Herrn sein, wenn sie mit Ihm den Ort der Vollkommenheit bewohnen. (18,54-56)