Kap. 61 Ermahnungen und Warnungen des Herrn
     Gebote und Aufträge
     Glaube, Hoffnung, Liebe, Demut, Zuversicht
     Gebet, Studium, Wachsamkeit,  Erneuerung und Vergeistigung
     An die Offenbarungsgemeinden  gerichtete Warnungen
     Warnung vor Fortsetzung der Kundgaben nach 1950 und falschen  "Christuskundgaben"
     Untugenden, Heuchelei, Lasterhaftigkeit
     Falsche Bußen und falsche Erwartungen
     Warnung an die Völker und die Mächtigen der Erde

Kap. 62 Worte für die anwesenden Zuhörer

Kap. 63 Unterweisungen für die Gemeinden und alle Jünger Christi
     Das Geistwerk Christi
     Das Geistige Israel und das jüdische Volk
     Jüngerschaft und Spiritualität
     Entwicklung
     Läuterung und Vervollkommnung
     Diesseits und jenseits des Irdischen
     Offenbarungen des Göttlichen
     Der Mensch und seine Bestimmung
     Untugenden, Verfehlungen,  Verirrungen
     Läuterung und Vergeistigung der Menschheit



 

XV. ERMAHNUNGEN, WARNUNGEN, UNTERWEISUNGEN

Kapitel 61 - Ermahnungen und Warnungen des Herrn

Gebote und Aufträge

 1. Israel, erfülle nicht nur deine mit der Welt eingegangenen Verpflichtun­gen. Erfülle auch das Gesetz; denn ihr habt dem Vater gegenüber eine Auf­gabe übernommen, und ihre Erfüllung muss streng, erhaben und geistig sein.

 2. Ich lehre euch, damit ihr euch vom Materialismus abwendet und aufhört, Fanatiker und Götzendiener zu sein; damit ihr von Menschenhand ge­machte, materielle Gegenstände weder verehrt, noch Kult mit ihnen treibt. Ich will nicht, dass in euren Herzen Wur­zeln von Abgötterei, Fanatismus und falschen Kulten vorhanden sind. Bietet Mir keine Opfergaben an, die nicht zu Mir gelangen; Ich verlange nur eure Erneuerung und eure Erfüllung in der Vergeistigung.

 3. Erneuert euch hinsichtlich eurer früheren Gewohnheiten, blickt nicht zurück und schaut nicht auf das, was ihr aufgegeben habt, und was ihr nicht länger tun sollt. Begreift, dass ihr den Weg zu eurer Aufwärtsentwicklung beschritten habt und euch nicht auf­halten dürft. Der Weg ist schmal, und ihr müsst ihn gut kennen, denn morgen werdet ihr eure Brüder auf ihm führen müssen, und Ich will nicht, dass ihr euch verirrt.

 4. Ich bin der geduldige Vater, der auf eure Reue und euren guten Willen wartet, um euch mit meiner Gnade und meiner Barmherzigkeit zu überschüt­ten. (23, 60 - 63)

 5. Mein Wort rät euch immer das Gute und die Tugend an: dass ihr nicht schlecht von euren Mitmenschen sprecht und sie dadurch der Schande preisgebt; dass ihr nicht solche mit Verachtung anseht, die an Krankheiten leiden, die ihr ansteckend nennt; dass ihr nicht die Kriege begünstigt; dass ihr keine schändliche Beschäftigung habt, welche die Moral zerstört und die Las­ter fördert; dass ihr nichts Erschaffenes verflucht, nichts Fremdes ohne Erlaub­nis des Eigentümers wegnehmt, noch Aberglauben verbreitet.

 6. Ihr sollt die Kranken besuchen, denen vergeben, die euch beleidigen, die Tugend schützen und gute Vorbil­der sein; und ihr sollt Mich und eure Mitmenschen lieben, da in diesen zwei Geboten das ganze Gesetz zusammen­gefasst ist.

 7. Lernt meine Lektion und lehrt sie durch euer Handeln. Wenn ihr nicht lernt, wie wollt ihr dann meine Lehre predigen? Und wenn ihr nicht fühlt, was ihr gelernt habt, wie wollt ihr dann als gute Apostel lehren? (6, 25 - 26)

 8. Volk, wenn du vorankommen willst, so überwinde die Trägheit, die in dir ist. Wenn ihr groß sein wollt, so wendet meine Grundsätze bei euren Werken an. Wenn ihr euch kennen lernen wollt, so erforscht euch mittels meines Wortes.

9. Begreift, wie sehr ihr mein Wort benötigt, welches Liebe, Weisheit, Ratschläge und Hilfe anbietet. Aber fühlt euch zugleich auch verantwortlich für das, was Ich euch gebe, denn ihr seid nicht die einzigen Bedürftigen auf der Welt. Es gibt viele, die Hunger und Durst nach diesen Unterweisungen haben, und ihr müsst daran denken, euch vorzubereiten, um mit der Bot­schaft meiner Liebe zu ihnen zu gehen. (285, 50 - 51)

 10. Sehr groß ist die Verantwortung, die dies Volk gegenüber der Mensch­heit hat. Es muss ein Beispiel wahrer Vergeistigung geben, es soll die Art und Weise zeigen, wie man die innerli­che Religionsausübung, die wohlgefäl­lige Opfergabe, die Gottes würdige Huldigung darbringt.

 11. Öffnet euer Herz und vernehmt dort die Stimme des Gewissens, damit ihr eure Handlungsweisen beurteilt und erfahrt, ob ihr meine Unterweisungen treulich auslegt oder ob auch ihr den Sinngehalt meiner Lehre falsch auf­fasst. (280, 73)

 12. Meine Lehre verliert ihren gan­zen Sinn, wenn ihr sie nicht zur An­wendung bringt.

 13. Ihr wisst sehr wohl, geliebte Jün­ger, dass der Zweck meines Gesetzes und meiner Lehre der ist, das Gute zu tun, und dass daher jener, der sie nur im Gedächtnis oder auf den Lippen trägt, ohne sie auf seine Werke anzu­wenden, pflichtwidrig handelt. (269, 45)

 14. Menschen, die ihr im Herzen das Licht der Erfahrung dieses Lebens besitzt und in eurem Geist das Licht, welches die Entwicklung während verschiedener Erdenleben hinterlässt – warum be­schäftigt sich euer Geist mit dem, was für ihn nutzlos ist, und wa­rum weint ihr oftmals aus Gründen, die euren Schmerz nicht verdienen? Sucht in allem die Wahrheit; sie ist auf allen Wegen, ist hell und klar wie das Licht des Tages. (121, 48 - 49)

 15. Vergesst nicht und seid euch im­mer bewusst, dass von eurem recht­schaffenen und tugendsamen Leben der Glaube abhängt, den ihr bei euren Mitmenschen erweckt, das heißt, dass sie euch selbst in eurem Privatleben erforschen und beobachten werden, um in euren Werken die Bestätigung für die Lehre zu suchen, die ihr predigt. (300, 57)

 16. Sagt Mir: habe Ich euch abgewie­sen, wenn ihr euch vergangen habt? Habe Ich euch zurückgelassen, euch im Stich gelassen, wenn euch irgendein Straucheln aufgehalten hat? Habe Ich Mich bei euch grimmig gezeigt, wenn ihr, vom Schmerz besiegt, zu Fall ge­kommen seid?

 17. Dennoch sehe Ich, dass die, die Ich mit soviel Liebe meine Jünger nenne, ihre Mitmenschen im Unglück im Stich lassen, den ablehnen, der vom rechten Wege abweicht, anstatt ihn liebevoll an sich zu ziehen und ihm zu helfen, sich zu bessern, und sie manchmal zu Richtern werden, wenn sie sich in Dinge mischen, die zu rich­ten ihnen nicht zusteht.

 18. Entspricht dies meiner Unter­wei­sung? Nein, sagt Mir euer Gewissen, denn Ich will, dass ihr euch selbst ge­nauestens beurteilt, damit ihr die vielen Rauheiten abschleifen könnt, an denen eure Gefühle kranken, und ihr begin­nen könnt, meine Jünger zu werden. (268, 46)


Glaube, Hoffnung, Liebe, Demut, Zuversicht

 19. Wenn ihr demütig seid, werdet ihr groß sein. Größe ist nicht im Hochmut und in der Eitelkeit, wie viele glauben. "Seid von Herzen sanft und demütig", so habe Ich euch zu allen Zeiten gesagt.

 20. Erkennt Mich als Vater und liebt Mich, sucht für eure Körperhülle kei­nen Thron noch einen Namen, der euch vor den andern auszeichnet. Seid ein­fach ein Mensch unter andern Men­schen und habt guten Willen in euch. (47, 54)

 21. Ich will bei euch den Glauben sehen, den die Kranken bekundeten, die in der "Zweiten Zeit" zu Mir ka­men; den des Gelähmten, des Blinden und der unheilbaren Frau. Ich möchte Mich geliebt fühlen als Vater, begehrt als Arzt und gehört als Meister. (6, 46)

 22. Werdet nicht schwach im Glau­ben, noch in der Hoffnung. Habt immer vor Augen, dass das Ende dieser Le­bensreise kommen wird. Vergesst nicht, dass euer Ursprung in Mir war, und dass das Endziel gleichfalls in Mir sein wird, und dies Ziel ist die Ewig­keit, denn es gibt keinen Tod des Geistes.

 23. Habt als Ideal eures Strebens die Ewigkeit und verliert nicht den Mut im Auf und Ab des Lebens. Wisst ihr etwa, ob dies eure letzte Inkarnation auf Erden ist? Wer vermöchte euch zu sagen, dass ihr in diesem Körper, den ihr heute habt, alle eure Schulden be­zahlt, die ihr gegenüber meiner Ge­rechtigkeit auf euch geladen habt? Darum sage Ich euch: Nützt die Zeit, doch geht nicht überstürzt. Wenn ihr eure Leiden mit Glauben und Ergebung annehmt und den Kelch mit Geduld leert – wahrlich, Ich sage euch, eure Verdienste werden nicht unfruchtbar sein.

 24. Sorgt dafür, dass der Geist immer vorwärts schreitet, damit ihr nie und nimmer aufhört, euch zu vervoll­kommnen. (95, 4 - 6)

 25. Lebt für den Vater, indem ihr seine Kinder liebt, die eure Geschwis­ter sind, und ihr werdet Unsterblichkeit erlangen. Wenn ihr der Selbstsucht anheimfallt und euch in eurer Eigen­liebe abkapselt, wird die Saat, die ihr hinterlasst, und euer Andenken schwerlich überdauern.

 26. Seid von Herzen sanft und demü­tig, und ihr werdet immer voll meiner Gnade sein. (256, 72 - 73)

 27. Groß ist eure Bestimmung! Lasst euch jedoch nicht von schlimmen Vor­zeichen beherrschen, sondern seid vielmehr von Mut und Hoffnung erfüllt bei dem Gedanken, dass die Tage der Bitternis, die näher rücken, für das Erwachen und die Läuterung der Men­schen notwendig sind, ohne die ihr den siegreichen Einzug der Zeit der Ver­geistigung nicht erleben könntet.

 28. Lernt, euch über die Widrigkeiten hinwegzusetzen, lasst nicht zu, dass sich Niedergeschlagenheit eures Her­zens bemächtigt, und achtet auf eure Gesundheit. Ermuntert das Gemüt eurer Geschwister, indem ihr von Mir sprecht und ihnen meine Lehre auf­zeigt, welche Glaube und Hoffnung entzündet.

 29. Seht, wie niedergeschlagen viele Menschen leben. Es sind Wesen, die sich im Lebenskampf haben besiegen lassen. Seht, wie früh sie gealtert und grau geworden sind, das Gesicht welk und der Ausdruck melancholisch. Doch wenn die, die stark sein sollen, schwach sind, wird die Jugend dahin­welken und die Kinder werden nur Trübsal in ihrer Umgebung erblicken.

 30. Du, Volk, beraube nicht dein Herz all jener gesunden Freuden, die ihr, obschon sie flüchtig sind, genießen dürft. Esst in Frieden euer bescheide­nes Brot, und wahrlich, Ich sage euch, ihr werdet es dann wohlschmeckender und gehaltvoller finden.

 31. Entnehmt meinen Worten, dass das, was Ich von euch will, Zuversicht, Glaube, Optimismus, Seelenfrieden und Stärke ist, dass es trotz eurer Müh­sale und Plagen keine Bitterkeit in euren Herzen geben soll. Was an Lie­benswürdigkeit oder Aufmunterung hättet ihr denen, die es benötigen, zu geben, wenn euer Herz von Leiden, Sorgen oder Unzufriedenheit erfüllt wäre?

 32. Gerade in euren Prüfungen sollt ihr das beste Beispiel von Erhebung, Glaube und Demut geben.

 33. Wer seinem Leben diese Ver­geistigung zu geben vermag, fühlt im­mer Frieden, und selbst wenn er schläft, ist sein Schlaf ruhig und erhol­sam, was der Geist nutzt, um sich vom Körper zu lösen in Richtung auf das Jenseits zu, wo er jene Göttlichen Kraftströme empfängt, von denen er sich nährt und an denen er den Körper teilhaben lässt. (292, 45 - 51)


Gebet, Studium, Wachsamkeit, Erneuerung und Vergeistigung

34. Geliebte Jünger, Ich sage euch noch einmal: Wachet und betet, denn das Fleisch ist schwach und in seinen Schwächen kann es den Geist vom rechten Wege abbringen.

 35. Der Geist, der zu "wachen" ver­steht, weicht niemals von der Bahn ab, die sein Herr ihm vorgezeichnet hat und ist fähig, sein Erbe und seine Be­gabung zur Anwendung zu bringen, bis er seine Entwicklung erreicht hat.

 36. Dieser Mensch wird seine Prü­fungen bestehen, weil er wachsam lebt und sich niemals vom Körper [Seele] beherrschen lässt. Wer wacht und betet wird immer siegreich aus den Lebens­krisen hervorgehen und wird festen Schrittes auf dem Weg des Lebens gehen.

 37. Wie anders ist das Verhalten des­sen, der zu beten und zu "wachen" vergisst! Freiwillig verzichtet er darauf, sich mit den besten Waffen zu vertei­digen, die Ich in den Menschen gelegt habe, welche der Glaube, die Liebe und das Licht des Wissens sind. Er ist es, der die innere Stimme nicht vernimmt, die durch die Intuition, das Gewissen und Träume zu ihm spricht. Aber sein Herz und sein Verstand verstehen diese Sprache nicht und schenken der Bot­schaft ihres eigenen Geistes keinen Glauben. (278, 1 - 3)

 38. Betet für die verwirrten Geistwe­sen, für die Erdgebundenen, für jene, die im Innern der Erde sich noch nicht von ihren Körpern zu lösen vermögen, für jene, die wegen der unverständigen Trauer, die man um ihretwillen auf der Erde beibehält, leiden und weinen.

 39. Vergebt auch denen und richtet jene nicht mehr, die in eure Herzen Böses gesät haben. Wenn eure Augen sie schauen könnten, wie sie kniefällig bittend eure Vergebung erflehen, wärt ihr nicht so ungerecht zu ihnen. Helft ihnen, sich in die Unendlichkeit em­porzuschwingen, erhebt sie durch euer liebevolles Gedenken, begreift, dass sie nicht mehr zu dieser Welt gehören. (107, 15)

 40. Ihr dürft euch nicht mit euren ersten Werken zufrieden geben, in der Meinung, genügend Verdienste für die Vervollkommnung eures Geistes er­worben zu haben. Doch damit ihr täg­lich neue Lektionen lernt und größere Offenbarungen entdeckt, widmet im­mer etwas Zeit dem Studium meines Werkes.

 41. Der wissbegierige Jünger wird immer die Antwort auf seine Fragen vernehmen und in Augenblicken der Prüfung immer meinen väterlichen Rat hören.

 42. Der fortgeschrittene Jünger wird eine Quelle der Liebe für seine Mit­menschen sein, er wird sich wirklich von seinem Vater mit einem Erbe aus­gestattet fühlen und wird den Zeitpunkt erkennen, um zur Durchführung seiner großen geistigen Mission unter den Menschen aufzubrechen. (280, 40 - 42)

 43. Je mehr ihr euch vervollkomm­net, desto näher werdet ihr das Ziel sehen. Ihr wisst zwar nicht, ob ihr nur noch einen Schritt von eurem Heil entfernt seid, oder ob ihr noch eine lange Wegstrecke zurücklegen müsst. Ich sage euch nur, dass ihr euch willig und folgsam von diesem Worte leiten lassen sollt, das die Stimme meines Göttlichen Geistes ist.

 44. Hütet euch, gegen das Gesetz zu verstoßen, wiederholte Male den glei­chen Fehler zu begehen. Beherzigt diesen Ruf, der eine Aufforderung zur Besserung ist - eine Bitte, die euer Vater an euch richtet, weil Ich euch nicht vergeblich auf Erden leben und hernach über euren Unge­horsam wei­nen sehen möchte. (322, 60)

 45. Fürchtet euch nicht vor dem Ge­rede der Menschen noch vor ihren Urteilen, fürchtet das Gericht eures Gottes. Denkt daran, dass Ich euch gesagt habe, dass Ich als Richter uner­bittlich bin. Verlangt deshalb immer nach Mir als Vater, als Gott, damit es euch an nichts auf eurem Lebenswege mangelt. (344, 31)

 46. Lass dich nicht überraschen, mein Volk. Lebt immer wachsam und seid die treuen Wächter. Fürchtet nicht die Worte, die eure eigenen Geschwister euch sagen, um euch davon zu über­zeugen, dass ihr im Irrtum seid.

 47. Bleibt standhaft, denn große Be­lohnungen werde Ich den "Soldaten" geben, die meiner Sache treu sind – denen unter euch, die diesen schwieri­gen Zeiten der Verwirrung der Weltan­schauungen, der Glaubensbe­kennt­nisse und Religionen entgegen­treten.

 48. Alle eure Mitmenschen sollt ihr in derselben Weise hoch achten, wie ihr mein Werk hoch achtet, und sollt auf die Unterweisung hinweisen, die Ich euch erneut hinterlassen werde. Wenn die Menschen sich über euch lustig machen, so lasst sie dies tun; denn das Licht meines Heiligen Geistes wird zu ihnen gelangen, und dann wird Reue in ihren Herzen sein. (336, 18)

 49. Bleibt nicht stehen, o Jünger! Wie Ich euch immer gesagt habe, soll euer Gang fest auf dem Weg des Guten und des Fortschritts bleiben, denn es kommen Zeiten, in denen nur das Gute dem Menschen weiterhilft, in denen ihn nur die Tugend und die Wahrheit auf dem Weg des Kampfes und der Auseinandersetzung aufrechterhalten.

 50. Die Tage rücken näher, in denen der Betrug zu Fall kommen wird, in denen die Falschheit, die Heuchelei, die Selbstsucht, jede schlechte Saat ihr Ende findet durch schwere Heimsu­chungen, Stürze und Schläge.

 51. Darum sagt euch der Meister: Werdet immer stärker im Guten! Sei überzeugt, mein Volk, dass du für das Gute, das du tust, nichts Böses emp­fangen kannst. Wenn ihr für das Gute, das ihr auf Erden tut, eine böse Frucht oder einen bösen Lohn erntet, so ist diese böse Frucht vorübergehend, es ist nicht die endgültige Frucht, sage Ich euch in Wahrheit. Man muss beharrlich bleiben, bis man erntet. (332, 31)


An die Offenbarungsgemeinden gerichtete Warnungen

 52. Wehe dem, der mein Wort nach seinem Gutdünken auslegt, denn dafür wird er Mir verantwortlich sein.

 53. Auf der Erde haben sich viele Menschen der Verfälschung der Wahr­heit gewidmet, ohne sich der Verant­wortung bewusst zu sein, die sie als Mitarbeiter im Liebeswerk des Vaters haben.

 54. In dieser Gerichtszeit, die viele nicht kennen, weil sie die Gescheh­nisse, die sie erleben, nicht zu deuten wissen, ist das Gericht in jedem Geist und fordert während seiner Pilgerschaft in dieser Welt von ihm Rechenschaft über seine Werke innerhalb und außer­halb des Gesetzes der Liebe.

 55. Wer in diesen Schriften den Sinngehalt meiner Offenbarungen, die durch Inspiration gegeben wurden, verändern sollte, wird für sein Tun vor Mir verantwortlich sein.

 56. Deshalb müsst ihr redlich vorge­hen, denn diese Unterweisungen sind mein Liebesvermächtnis für meine Kinder, die, ob inkarniert oder im Geiste, in Erwartung ausführlicherer Unterweisungen sind. (20, 12 - 14)

 57. Ich will bei dir, Israel, keine Lüge sehen, denn eines Tages wird diese entdeckt werden, und dann wird die Welt sagen: "Sind das die Jünger des Meisters? Wenn sie falsche Jünger sind, dann war auch der Meister falsch, der unter ihnen wohnte, um ihnen Lü­gen weiterzugeben." (344, 10)

 58. Ihr seid die dazu Beauftragten, den Schmerz der Menschen zu lindern, die Gotteslästerer beten zu lehren, die lange Zeit verblieben sind, ohne ihren Geist im Gebet zu erheben.

 59. Doch dafür müsst ihr euch täglich mehr vergeistigen und euch von der Vermaterialisierung frei machen.

 60. Denn Ich will nicht, dass ihr überspannte Spiritualisten seid, nein. Fanatismus ist in meinen Augen ab­scheulich, und das ist es, was Ich unter euch beseitigen will. Das Gewissen wird euch sagen, wie ihr in Einklang mit allem leben sollt. (344, 17 - 18)

 61. Höre Mich, Volk, vernehmet, Jünger: Ich gebe euch derzeit das Licht und befreie euch von Ketten, Banden und Finsternissen. Doch Ich ermächtige euch nicht dazu, aus diesem Werk eine weitere Religion zu machen, noch dass ihr es wie gewohnt mit Bildnissen und Riten erfüllt – nein!

 62. Erkennt genau, worin die Freiheit besteht, die Ich euch bringe, damit ihr sie nicht durch einen neuen Fanatismus ersetzt.

 63. Seid ihr euch noch nicht bewusst geworden, dass euer Verstand und mit ihm der Geist in seiner Entfaltung auf­gehalten worden waren? Erinnert ihr euch nicht an die Flut der von euren Vorfahren ererbten falschen Ängste und Vorurteile, von denen Ich euch befreit habe, damit ihr die Wahrheit unverstellt erblickt und das Licht emp­fangen könnt? (297, 20 - 21)

 64. Das Erdreich wird feucht und aufnahmebereit sein in Erwartung des Saatkorns meiner Sämänner, und hier ist es angebracht, dass ihr einmal über die Verantwortung dieser Sämänner nach­denkt. Wäre es recht, wenn dies Volk, nachdem die Menschheit frei von Fanatismus und sinnbetörender An­betung sein wird, mit einer neuen Ab­götterei daherkäme? Nein, geliebte Jünger und Schüler. Deshalb gibt es auch bei jedem Schritt auf eurem Wege Lektionen und Prüfungen. (292, 44)


Warnung vor Fortsetzung der Kund­gaben nach 1950 und falschen "Christus­kundgaben"

 65. Nach dem von meiner Göttlich­keit festgesetzten Tag werdet ihr mein Wort nicht mehr vernehmen. Aber es wird in eurem Gewissen, in eurem Herzen und in den Büchern niederge­schrieben sein.

 66. Wer sich danach als Stimmträger erhebt und meinen Strahl anruft, kennt nicht den Urteilsspruch, den er über sich selbst fällt.

 67. Ich warne euch, damit ihr den falschen Propheten, falschen Stimm­trägern und falschen "Christussen" kein Gehör schenkt. Ich wecke euch auf, damit ihr rechtzeitig Verwirrung ver­meidet und das Eindringen von Geis­tern der Finsternis unter euch verhin­dert. Wachet, denn von diesen Unter­weisungen werdet ihr Mir Rechen­schaft geben müssen, wenn ihr nicht zugerüstet seid. (229, 40 - 41)

 68. Dies ist bereits der letzte Zeitab­schnitt, in dem Ich in dieser Form bei euch sein werde. Glaubt daran, und glaubet auch, dass Ich nicht zu dieser Welt zurückkehren werde, um mein Wort materiell hörbar zu machen, und noch weniger, um Mensch zu werden.

 69. Wappnet euch, denn es werden Gerüchte von Menschen zu euch ge­langen, die behaupten, dass Ich zu­rückgekommen bin, dass Christus zur Erde gekommen ist. Ihr sollt dann treu bleiben und mit Überzeugung sagen: "Der Herr ist geistig bei allen seinen Kindern".

 70. Falls ihr jedoch schlafen und euch nicht vergeistigen solltet, werdet ihr leugnen, dass Ich mein Wort zu­rückzog; und zu Gotteslästerern und Ungehorsamen geworden werdet ihr meinen Strahl auf die Menschenscha­ren herabbeschwören und ihnen sagen: "Lasst uns Jenen bitten, der uns sein Wort gab, dass Er weiterhin zu uns spricht. Wir wollen Ihm Gesänge und Hymnen darbringen, damit Er uns er­hört".

 71. Doch wahrlich, Ich sage euch: mein Strahl wird nicht mehr zum menschlichen Verstandesvermögen zurückkehren, denn Ich werde eure Torheit nicht unterstützen.

 72. Was hättet ihr zu gewärtigen? Dass die Worte scheinbaren Lichtes euch in Verwirrung stürzen. Will dies euer Herz nicht? Dann bereitet euch vor auf jene Prüfung, und auf euren Gehorsam und eure Demut wird das Licht meiner Inspiration nieder strah­len.

 73. Ich kündige euch an, dass, wenn nicht noch vor 1950 der Zusammen­schluss dieser Gemeinden zu einem einzigen Volke geschieht, sehr bald Verwirrung herrschen wird, weil es welche geben wird, die behaupten, dass der Meister sich weiterhin kundgibt, und dann wehe diesem Volke! Habt ihr diese Bedrohung noch nicht vorausge­fühlt?

 74. Noch immer ist bei euch nicht jener Geist der Brüderlichkeit und Einigkeit erwacht, und ihr erwartet, dass es die Ereignisse sind, die euch vereinen. Doch wenn ihr dies erwartet, werdet ihr stattdessen erleben, wie Seuchen, Unordnung, Kriege und das Gericht der Naturgewalten ausbrechen, bis es auf der Welt keinen Ort des Friedens mehr gibt ‑ weder auf der Erdoberfläche, noch in ihrem Innern, weder auf dem Meer, noch in den Lüf­ten. (146, 24 - 26)

 75. Ihr sollt euch zurüsten, dann wer­det ihr immer, wenn ihr versammelt seid – sei es in diesen Gemeindehäu­sern, in euren Heimen oder in freier Natur – bei diesen Zusammenkünften geistig meine Gegen­wart fühlen.

 76. Aber wachet, denn es werden auch falsche Jünger erscheinen, die ausposaunen, dass sie mit dem Vater direkt Zwiesprache haben, und die fal­sche Weisungen und Inspirationen übermitteln.

 77. Ich habe euch gelehrt, die Wahr­heit vom Betrug zu unterscheiden, den Baum an seiner Frucht zu erkennen. (260. 65 - 66)

 78. Ich habe euch angekündigt, dass der Zeitpunkt kommen wird, an dem ihr viele "Spiritualismen" auftauchen sehen werdet, und dass ihr dann ge­schult sein müsst, um zu entdecken, bei welchen Wahrheit und bei welchen Betrug zugrunde liegt.

 79. Ihr werdet falsche Kundgebungen aufkommen sehen, die Mir zugeschrie­ben werden; Gerüchte von göttlichen Boten, die Botschaften zur Welt brin­gen; Sekten mit dem Namen der Sieben Siegel, und viele konfuse und zwei­deutige Lehren.

 80. All dies wird das Ergebnis der großen geistigen Verwirrung sein, die die Menschheit vorbereitet hat. Doch seid unbesorgt; sorgt hingegen dafür, dass ihr wachend und betend lebt, dann werdet ihr der Geistesverwirrung nicht erliegen, weil mein Wort in den Mo­menten größter Finsternis Licht sein wird, das euch meine kristallklare und ewige Wahrheit schauen lassen wird. (252, 15 - 17)


Untugenden, Heuchelei, Laster­haftigkeit

 81. Die Eitelkeit hat sich in jenen eingenistet, welche in der Meinung, die volle Erkenntnis der Wahrheit erreicht zu haben, sich für gelehrt, stark, un­fehlbar, groß und absolut gehalten haben, ohne sich bewusst zu werden, dass sie sich oftmals geirrt haben.

 82. Ich will nicht, dass in diesem Volk, das sich gerade erst unter dem Lichte dieser Unterweisungen zu bil­den beginnt, morgen die Menschen auftauchen, die – durch ihre Eitelkeit verwirrt – aus­posaunen, dass sie die Reinkarnation Christi oder die neuen Messiasse sind.

 83. Die solche Handlungen begehen werden jene sein, welche meinen, das Verständnis meiner ganzen Wahrheit erlangt zu haben, in Wirklichkeit aber fern von dem durch Christus gekenn­zeichneten Pfade gehen, welcher derje­nige der Demut ist.

 84. Studiert das Leben Jesu auf Er­den, und ihr werdet eine tiefe und un­vergessliche Lehre der Demut finden. (27, 3 - 6)

 85. Einer der schwersten Charakter­fehler ist der der Heuchelei. Sprecht nicht lautstark von Liebe, solange ihr nicht fähig seid, Mich in euren Mit­menschen zu lieben.

 86. Wie viele von denen, die den Kuss des Judas verurteilt haben, wollen nicht erkennen, dass sie ihrem Bruder den Kuss vorgetäuschter Brüderlichkeit gegeben haben und sie ihn hintenherum verraten haben! Wie viele von denen, die sagen, dass sie den Notleidenden dienen, sehe Ich gegen Geld Licht, Wahrheit, Wohltätigkeit bringen.

 87. Warum habt ihr, wenn euch je­mand mit seinen Fragen eingeschüch­tert hat, wie Petrus in seinen Augenbli­cken der Schwachheit gehandelt, Mich verleugnet und versichert, dass ihr Mich nicht einmal gekannt habt? Wa­rum fürchtet ihr die menschliche Rechtsprechung und fürchtet nicht die meine?

 88. Doch wahrlich, Ich sage euch, zwischen die göttliche Gerechtigkeit und eure Sünden stellt sich die Für­sprache Marias, eurer Himmlischen Mutter, die immer für euch bittet. (75, 34)

 89. Niemand ist berechtigt, das Tun seiner Mitmenschen zu richten, denn wenn der, welcher rein ist, es nicht tut – warum sollte es dann der tun dürfen, der in seinem Herzen Schandflecken trägt?

 90. Ich sage euch dies, weil ihr im­merzu darauf aus seid, die Saat eures Bruders zu erforschen, in der Hoff­nung, Fehler an ihr zu finden, um ihm dann eure Saat zu zeigen und ihn zu demütigen, indem ihr ihm sagt, dass eure Arbeit reiner und vollkommener ist.

 91. Der einzige Richter, der eure Werke abzuwägen versteht, ist euer Vater, der im Himmel wohnt. Wenn Er mit seiner Waage erscheint, wird in seinen Augen nicht jener größeren Verdienst haben, der mehr versteht, sondern der, welcher ein Bruder seiner Mitmenschen und ein Kind seines Herrn zu sein verstand. (131, 55 - 57)

 92. Lernt und handelt, unterweist und fühlt dabei, was ihr tut und sagt, be­kräftigt meine Lehre durch eure Werke. Ich will keine Heuchler unter meinen Jüngern. Bedenkt, was aus der Menschheit und euch selbst würde, wenn dies mit soviel Liebe und Geduld begründete Werk durch Mangel an Moral, Tugend und Wahrhaftigkeit in eurem Leben zu Fall gebracht würde. (165, 25)

 93. Lauft nicht mehr den Vergnü­gungen oder Frivolitäten der Welt hin­terher. Folgt dem Ideal, euer Leben untadelig zu gestalten, da Ich euch während eures ganzen Daseins jene Befriedigungen geben werde, welche Anregung für euer Herz sind. (111, 61)

 94. Weh euch, wenn die bösen Nei­gungen mehr vermögen als die Tugen­den, die ihr in eurem Geist habt, und wenn meine Unterweisung keine Früchte hervorbringt! Wenn ihr nicht über mein Wort nachdenkt und es er­gründet, und dabei meint, dass ihr mei­nen Willen erfüllt, wird mein Licht euch wachrütteln. Doch wenn ihr die ganze Wahrheit erkennt, werdet ihr euch daran erinnern, dass Ich euch zur Welt gesandt habe, um wohltätige Werke zu tun. (55, 6)

 95. Wehe denen, die in dieser Zeit durch ihre Schändlichkeiten und ihren Unge­horsam den Kindern, die Ich mit einer geistigen Mission (zur Erde) gesandt habe ein schlechtes Beispiel geben! Wollt ihr den Volkshaufen gleichen, die unter Geschrei und Ge­spött Jesus nach Golgatha führten und dabei Entsetzen in die Herzen der Kin­der säten, die sich nicht erklären konn­ten, warum man einen Menschen mar­terte und tötete, der nur Segnungen austeilte.

 96. Jedes Mal, wenn Jesus stürzte, weinten jene Unschuldigen. Doch wahrlich, Ich sage euch, ihr Weinen entsprang mehr dem Geiste als dem Fleische. Wie viele von ihnen folgten Mir später nach und liebten Mich, ohne dass aus ihren Herzen die Erinnerung an das ausgelöscht werden konnte, was ihre unschuldigen Augen mitangesehen hatten. (69, 50 - 51)


Falsche Bußen und falsche Erwartungen

 97. Hütet euch davor, falsch verstan­dene Bußen zu vollbringen, und ent­zieht eurem Körper nicht das, was er braucht. Erspart ihm dagegen, was für ihn schädlich ist, auch wenn es für ihn ein Opfer bedeutet. Dies wird die Buße sein, die eurem Geist dienlich ist, und die daher dem Vater wohlgefällt. (55, 40)

 98. Ihr seht bereits in Gott weniger einen Richter als den Vater von voll­kommener und unerschöpflicher Liebe, und Ich sage euch, dass es gut ist, dass ihr in Gott euren Vater seht.

 99. Dennoch muss Ich euch sagen, um euch wach zu halten, dass auch ihr, wie jenes alte Volk, einem neuen Feh­ler anheimfallen könnt, und dieser Fehler kann darin bestehen, dass ihr euch nicht darum bemüht, euch mora­lisch und geistig zu bessern, oder dass ihr euch keine Sorgen darüber macht, fortwährend und schwer zu sündigen, in dem Vertrauen, dass der Vater vor allem Liebe ist und euch vergeben wird.

 100. Gewiss, Gott ist Liebe, und es gibt kein Vergehen, so schwer es auch sei, das Er nicht vergibt. Aber ihr sollt genau wissen, dass dieser göttlichen Liebe eine Gerechtigkeit entspringt, die unerbittlich ist.

 101. Seid euch all dessen bewusst, damit das, was ihr als Erkenntnis mei­ner Lehre in euch aufgenommen habt, der Wahrheit entspricht, und ihr alle irrigen Vorstellungen zunichte macht, die in euch vorhanden sein könnten.

 102. Vergesst nicht, dass die Liebe des Vaters euch zwar vergibt, aber dass der Schandfleck - trotz Vergebung - eurem Geist aufgeprägt bleibt, und dass ihr ihn durch Verdienste abwaschen müsst und so der Liebe gerecht werdet, die euch vergab. (293,43 - 44)

 103. Eine Stimme hat euch erweckt, eine gütige und trostreiche Stimme, die euch ins Reich des Lichtes und des Lebens ruft, die sich jedoch in Gerech­tigkeit verwandeln kann, wenn ihr es vorzieht, weiterhin euren Geist herab­zuwürdigen und das Gesetz zu miss­achten.

 104. Dem Gehorsamen und Demüti­gen sagt mein Wort: Bleibe standhaft, denn du wirst viel von meiner Gnade erlangen und wirst vieles für deine Geschwister erreichen.

 105. Dem Törichten sagt meine Stimme: Wenn du diese gesegnete Gelegenheit nicht nutzest, um dem Schmutz der Sünde oder der Finsternis der Unwissenheit, in der du lebst, zu entkommen, wirst du Zeiten und Zeit­alter über deinen Geist hinweggehen sehen, ohne zu erfahren, was der Herr in seiner Botschaft brachte, noch wel­ches die Geistesgaben waren, die Er seinem Volke offenbarte.

 106. Zwar wird es für alle eine ge­eignete Zeit geben, um sich zu retten und sich zu den Höhen aufzuschwin­gen. Aber wehe dem, der diesen Tag verzögert! Wehe dem, der die Gele­genheiten versäumt, die Entwick­lung seines Geistes zu erreichen, weil er sich den Nichtigkeiten dieser Welt gewid­met hat! Er weiß nicht, wie lange die Zeit sein wird, in der er auf eine neue Gelegenheit warten muss, noch kennt er die Bitternis seiner Wiedergutma­chung.

 107. Darin liegt nicht die geringste Vergeltung oder die gelindeste Strafe vonseiten des Vaters, wohl aber seine strenge und unerbittliche Gerechtigkeit.

 108. Wisst ihr etwa heute, da Ich Mich unter euch eingefunden habe, ob ihr nicht schon frühere Gelegenheiten versäumt oder ungenutzt gelassen habt, und kennt ihr etwa die Zeitspanne, die euer Geist abgewartet hat, um diese neue Gelegenheit zu erhalten, eine Mission zu erfüllen, die ihm vor langer Zeit anvertraut wurde?

 109. Was weiß euer Herz oder euer Verstand von der Vergangenheit seines Geistes, von seinem Schicksal, seinen Verschuldungen, Aufgaben und Süh­neleistungen? Nichts!

 110. Daher dürft ihr die Vervoll­kommnung des Geistes nicht unter­brechen, noch ihn durch die Liebe zu den Gütern der Welt in Versuchung führen. Er muss einem andern Weg, anderen Zielen, anderen Idealen folgen. (279, 16 - 19)



Warnung an die Völker und die Mächtigen der Erde

 111. Wehe den Menschen, wenn in ihren Herzen nicht endlich die Barm­herzigkeit und tätige Nächstenliebe aufbricht! Wehe den Menschen, wenn sie nicht endlich volle Erkenntnis ihrer bösen Werke erlangen! Ihre eigene Hand entfesselt über ihnen die Wut der Naturgewalten und versucht auf die Nationen den Kelch des Schmerzes und der Bitternis auszu­gießen. Selbst wenn sie das Resultat ihres Wirkens ernten, werden manche noch immer sagen: "Es ist die Strafe Gottes." (57, 82)

 112. Wehe den Völkern, die hartnä­ckig an ihrem Götzendienst, ihrem Fanatismus und ihrer Tradition fest­halten! Sie werden mein Licht nicht schauen können, noch werden sie die unendliche Beglückung des Erwachens des Geistes fühlen.

 113. Zwar wird meine Lehre die Welt erschüttern. Doch wenn der Kampf zu Ende ist, wird man auf Erden den wah­ren Frieden fühlen – jenen, der meinem Geiste entspringt. Nur die Törichten, die Starrköpfigen und die Hartherzigen werden weiterhin leiden. (272, 12 - 13)

 114. Ich mache Mich im harten Her­zen der Menschen fühlbar – jener, die die Absicht haben, die Kriege zu schü­ren - damit sie erkennen, dass mein Wille stärker ist als ihre kriegerischen Absichten. Falls das Herz jener Männer hart bleibt und sich von meinem Willen nicht umstimmen lässt, wird Meine Ge­rechtigkeit auf dem ganzen Erdball fühlbar werden. (340, 33)

 115. Wiederum, wie in den Zeiten Noah’s, werden sich die Menschen über die Prophezeiungen lustig ma­chen, und erst, wenn sie spüren, dass die Wasserfluten bereits ihre Körper unter sich begraben, werden sie zu glauben und zu bereuen beginnen.

 116. Meine Barmherzigkeit wollte euch immer in eurer Unbesonnenheit aufhalten, doch ihr wolltet nie auf Mich hören. Sodom und Gomorrha wurden gleichfalls gewarnt, damit sie Furcht und Reue fühlen und ihre Zerstörung vermeiden sollten. Doch sie wollten nicht auf meine Stimme hören und gingen unter.

 117. Auch Jerusalem forderte Ich auf, zu beten und zur wahren Gottesvereh­rung zurückzukehren. Aber sein un­gläubiges und fleischlich gesinntes Herz verwarf meine väterliche Ermah­nung und musste sich durch die Ge­schehnisse von der Wahrheit über­zeu­gen lassen. Wie bitter waren dann jene Tage für Jerusalem!

 118. Erkennt ihr nun die Wahrheit, dass ihr noch immer dieselben seid? Denn ihr habt eure geistige Kindheit nicht verlassen wollen, um zu wachsen und auf dem Weg der Weisheit, die in meinem Worte liegt, aufwärts zu stei­gen.

 119. Ich sende euch allen diese Bot­schaft, welche Völkern und Nationen als Prophetie, zum Erwachen, zur Wachsamkeit dienen soll. Wohl euch, so ihr an ihren Inhalt glaubt.

 120. Denkt über ihren Sinngehalt nach, doch wachet und betet hernach, denn wenn ihr dies tut, wird euch ein inneres Licht leiten und eine höhere Kraft beschützen, bis ihr in Sicherheit seid. (325, 73-77)


Kapitel 62 – Worte für die anwesenden Zuhörer in Mexiko

1. Jünger, geht in euch, hört und fühlt Mich wie früher. Erinnert euch, wie ihr bekannt habt, dass dieses Wort euer Leben und das Licht eures Schicksals ist. Ver­gesst nicht, dass Ich euch heute sage: Das, was ihr benötigt, wird euch zur rechten Zeit gegeben.

 2. Gießt von neuem Öl in eure Lam­pen, damit die Flamme des Glau­bens und des Wissens wieder aufleuchtet.

 3. Schlaft nicht, wachet und betet, denn der Meister kann euch überra­schen, wenn Er wie früher eure Woh­nung betritt, wie in jenen Tagen spiri­tueller Begeisterung, da ihr auf Schritt und Tritt meine Gegenwart fühltet.

 4. Ihr werdet dann sehen, wie euer Leben von neuem von jenem Lichte erhellt sein wird, das aufhörte, euch zu erleuchten, ohne dass es euch bewusst wurde; und es wird euch das Vertrauen in eine Zukunft voller Überfluss und Weisheit zurückgeben. (4, 27 - 29)

 5. Viele von euch nennen sich Spiri­tualisten, weil sie an meine Gegen­wart während meiner Kundgabe durch das menschliche Verstandesver­mögen glau­ben, und weil sie oft anwesend sind, um mein Wort zu vernehmen. Aber ich will, dass ihr Spiritualisten seid durch Ausübung des Guten, durch die Er­kenntnis der Essenz des Lebens, durch eure Liebe zu den Nächsten, durch euren Gottes-Dienst mittels eines hochherzigen, fruchtbaren und tugend­samen Daseins. (269, 55)
 
 6. Einigen habe Ich eine bescheidene Herkunft auf der Welt gegeben, damit sie sich in ihrem Leben den Meister zum Vorbild nehmen; anderen habe Ich ein reiches Heim gegeben, damit sie gleichfalls Jesus nacheifern, welcher, obwohl ein König, seinen "Thron" verließ und den Armen, Kranken und Sündern diente.

 7. Das Verdienst jenes, der von sei­ner gesellschaftlichen Stellung herab­steigt, um seinen Nächsten zu dienen, wer diese auch seien, ist ebenso groß wie das desjenigen, der sich auf dem Wege der Liebe von seinem armseligen und unbekannten Leben zur Höhe der Gerechten aufschwingt. (101, 55 - 56)

 8. Ihr fragt Mich, warum Ich zu euch gekommen bin: weil Ich sehe, dass ihr den Weg vergessen habt, auf dem ihr zu dem Schoße zurückkehren sollt, aus dem ihr hervorgegangen seid, und Ich zeige ihn euch aufs neue.

 9. Der Weg ist mein Gesetz, und durch dessen Befolgung wird der Geist Un­sterblichkeit erlangen. Ich zeige euch die Pforte, die ebenso schmal ist wie der Weg, den Ich euch seinerzeit mit meiner Unter­weisung vor Augen führte. (79, 2 - 3)

 10. Ihr, die ihr Mich hört, solltet de­nen den Weg bereiten, die Mich geistig empfangen werden. Es ist nicht der Zu­fall gewesen, der diejenigen in meine Gegenwart brachte, die meine Unter­weisung empfangen haben, so wenig wie es der Zufall sein wird, der die Geistes­gaben bei denen entwickelt, die meine Gegenwart ohne die Notwen­digkeit eines menschlichen Stimm­trägers fühlen sollen. (80, 4)

 11. Ich habe euch dazu bestimmt, auf Erden das Gute zu verbreiten, welches wahre Spiritualität ist.

 12. Fühlt ihr euch zu unfähig und un­bedeutend? Haltet ihr euch für zu un­rein, um eine Aufgabe dieser Art auf euren Geist laden zu können? Der Grund dafür ist, dass ihr meine Weis­heit und meine Barmherzigkeit nicht kennt, dass ihr nicht mit ungetrübten Sinnen die Lehrbeispiele beobachtet, die Ich euch auf Schritt und Tritt durch die Natur gebe.

 13. Seht ihr nicht, wie die Strahlen der Sonne, alles erhellend, selbst zur ver­seuchtesten Pfütze gelangen, sie ver­dunstet, in die Atmosphäre erhebt, reinigt und schließlich in eine Wolke verwandelt, die über die Lande zieht und sie fruchtbar macht? (150, 51 - 53)

 14. Entledigt euren Geist hier in mei­ner Gegenwart aller Unreinheiten und lasst ihn frei. Habt keine Furcht, denn ihr werdet Mir kein Geheimnis preis­geben, Ich kenne euch besser als ihr euch selbst. Beichtet Mir in eurem Innersten, Ich werde euch besser ver­stehen als irgendjemand und euch eure Gesetzes­verstöße und eure Schuld vergeben, denn Ich bin der einzige, der euch richten darf.

 15. Doch wenn ihr euch mit eurem Vater versöhnt habt, und ihr in eurem Wesen die Siegeshymne hört, die euer Geist anstimmt, so setzt euch in Frie­den an meinen Tisch, esset und trinket die Speisen des Geistes, die im Sinnge­halt meines Wortes enthalten sind. (39, 71)

 16. Viele von euch kommen weinend herbei, nachdem sie den Schmerz ver­flucht haben. Ich vergebe eure Fehler in Anbetracht dessen, dass sie von eurer Unwissenheit herrühren.

 17. Beruhigt euer Herz und macht euren Verstand aufnahmebereit, damit ihr begreift, was Ich euch nun sage, Kinder­schüler des Lebens: Wenn ihr wieder einmal fühlt, dass euer Herz von Schmerz durchdrungen wird, so trennt euch für kurze Zeit von allem, was euch umgibt, und bleibt allein. Dort, in der Vertrautheit eures Schlaf­zimmers, sprecht mit eurem Geist, nehmt euch euren Schmerz vor und erforscht ihn, als ob ihr irgendein Ob­jekt in die Hand nehmen würdet, um es zu untersuchen.

 18. Erkundet auf diese Weise euren Kummer, erkennt, woher er stammt und warum er gekommen ist. Hört auf die Stimme eures Gewissens, und wahrlich, Ich sage euch, ihr werdet aus jener Betrachtung einen Schatz an Licht und Frieden für euer Herz ziehen.

 19. Das Licht wird euch die Art und Weise sagen, den Schmerz zu beseiti­gen, und der Friede wird euch die Kraft geben, auszuharren, bis die Prüfung vorüber ist. (286, 26 - 28)

 20. Ihr müsst euch weiterhin darum bemühen, geistig und körperlich wider­standsfähig zu sein. Denn wenn es bis heute Krankheiten unter euch gibt, so deshalb, weil ihr euch aus Mangel an Vergeistigung und an Glauben nicht über das Elend und den Schmerz dieses Lebens zu erheben vermochtet.

 21. Meine Lehre lehrt nicht nur, Glauben an die Macht Gottes zu haben, sondern dass ihr Glauben an euch selbst haben sollt. (246, 40 u. - 41 o.)

 22. Heute sagt ihr zwar: "Gott ist in uns"; aber ihr sagt es, ohne es zu fühlen noch zu verstehen, denn eure Vermate­ria­lisierung hindert euch daran, meine Gegenwart in eurem Wesen zu empfin­den. Aber wenn einmal die Vergeisti­gung Teil eures Lebens ist, werdet ihr die Wahrheit meiner Gegenwart in jedem Menschen erfahren. Meine Stimme wird in den Gewissen ertönen, der innere Richter wird vernommen und die Warmherzigkeit des Vaters empfunden werden. (265, 57)

 23. Diese Unterweisung gelangt in euer Herz, wo Vorsätze zur Besserung und zu edlen Gefühlen geboren wur­den.

 24. So ihr viel gelitten und geweint habt, bis ihr bereit wart, Mir die Türen eures Herzens zu öffnen – wahrlich, Ich sage euch, der, der viel gelitten hat, hat damit zugleich seine Verfehlungen gesühnt und soll Vergebung erlangen. (9, 37 - 38)

 25. Du weinst, mein Volk, weil du in deinem reuevollen Herzen die Liebe des Meisters fühlst. Man hatte euch gesagt, dass keiner, der mit einer schweren Schuld in seinem Geist vor den Vater treten würde, Vergebung er­langen würde, und dass er eine ewige Verdammnis zu erleiden hätte.

 26. Doch wie habt ihr meine göttliche Gerechtigkeit als so ungeheuerlich auf­fassen können? Habt ihr nicht bemerkt, wie Ich durch Jesus deutlich zeigte, dass meine zartesten Worte und meine liebe­vollsten Blicke denen galten, wel­che am meisten gesündigt hatten? Wie könnte Ich auf der Welt eine Lehre verkünden und in der Ewigkeit das Gegenteil davon tun? (27, 41)

 27. Tröstet euch in den bitteren und schwierigen Augenblicken eures Le­bens mit dem Gedanken, dass mein weises und vollkommenes Gesetz alles richtet.

 28. Ich bin in eurem Schmerz gewe­sen, damit ihr Mich durch ihn sucht. Ich habe euch mit Armut heimgesucht, damit ihr lernt, zu bitten, demütig zu sein und die andern zu verstehen.

 29. Ich habe euch sogar das tägliche Brot vorenthalten, um euch zu zeigen, dass, wer vertrauensvoll bleibt, gleich den Vögeln ist, die sich nicht um das Morgen sorgen; sie sehen das Morgen­rot als ein Symbol meiner Gegenwart aufgehen, und beim Er­wachen ist das erste, was sie tun, dass sie ihre Triller als ein Dankgebet und als Beweis ihres Vertrauens empor senden. (5, 55 - 57)

 30. Manchmal sagt ihr Mir: "Herr, wenn ich alles hätte, wenn mir nichts mangeln würde, würde ich in Deinem geistigen Werke mitarbeiten und Wohltätigkeit üben." Doch wisset, dass ihr als Menschen wankelmütig seid, und dass alle Vorsätze von heute, da ihr nichts besitzt, sich ändern würden, wenn Ich euch alles gewähren würde, was ihr euch wünscht.

 31. Nur die Liebe Gottes zu seinen Kindern ist unwandelbar.

 32. Ich weiß im voraus, dass ihr zu­grunde gehen würdet, wenn Ich euch im Über­fluss beschenken würde, denn Ich kenne eure Entscheidungen und Schwächen. (9, 55 - 57)

 33. Als Ich euch gesagt habe, dass ihr auf Vergnügungen verzichten sollt, habt ihr mein Wort falsch ausgelegt und schließlich gemeint, dass es Mir wohl­gefälliger ist, euch leiden als sich freuen zu sehen.

 34. Da Ich euer Vater bin - wie könnt ihr da der Meinung sein, dass Ich euch lieber weinen als lächeln sehe?

 35. Als Ich euch sagte, dass ihr auf Vergnügungen verzichten sollt, meinte Ich damit nur jene, die für den Geist verderblich oder für euren Körper schädlich sind. Doch Ich sage, dass ihr euch für den Geist und für das Herz wohltätige Befriedigungen verschaffen sollt, die für euch erreichbar sind. (303, 27)

 36. Ich habe nicht einmal verlangt, dass ihr an Mich glauben sollt, als ihr hierher fandet. Ich war es, der euch zuvorkam und euch Beweise gab, in­dem Ich eure körperlichen Krankheiten heilte, eurem Geist Frieden gab oder etwas, was ihr für unerreichbar hieltet.

 37. Danach, als ihr an Mich geglaubt habt und euch gläubig der Erfüllung meines Gesetzes widmetet, habe Ich jedem seine Aufgabe gezeigt, damit er nicht vom Wege abirrt und er nur das übernimmt, was ihm zukommt, und seinen Geschwistern Barmherzigkeit und Liebe schenkt, wie Ich es an euch getan habe.

 38. Glaubt ihr etwa, dass alle, die lehren, Meister sind? Meint ihr, dass alle, die sich Diener Gottes nennen, meine Abgesandten sind, oder dass Ich ihnen die Aufgabe gegeben habe, die sie ausüben? Meint ihr, dass alle, die in der Welt herrschen, re­gieren und be­fehlen, die notwendigen Fähigkeiten besitzen, um diese Aufgabe zu erfül­len? Nein, Volk! Wie wenige sind derer, die den Auftrag ausführen, der ihnen in Wahrheit anvertraut worden ist! Während die einen sich einer Stel­lung bemächtigen, die ihnen nicht zu­kommt, sehen sich die, die sie beklei­den müssten, erniedrigt und zurückge­setzt. (76, 36 - 37)

 39. Denkt nicht, dass Ich Mich ver­letzt fühle, wenn jemand nicht an meine Gegenwart bei dieser Kundge­bung glaubt, denn durch nichts wird meine Wahrheit beeinträchtigt. Wie viele Menschen haben daran gezwei­felt, dass ein göttliches Wesen existiert, das alle Wunder des Universums ge­schaffen hat, und doch hat die Sonne deshalb nicht aufgehört, ihnen ihr Licht zu spenden. (88, 7)

 40. Heute öffnet ihr dem Lichte mei­ner Unterweisung die Türen eures Her­zens und eures Verstandes. Mit wel­chen Werken werdet ihr Mich verherr­lichen?

 41. Ihr alle schweigt, es schweigt der Geist und auch der Körper vor Mir. Ihr neigt euren Nacken und demütigt euch. Doch Ich will nicht, dass meine Kinder sich vor Mir demütigen. Ich will, dass sie würdig sind, ihr Angesicht zu erhe­ben und das meine zu schauen, denn Ich suche weder Diener noch Sklaven; Ich suche keine Geschöpfe, die sich als Geächtete, als Verstoßene fühlen, Ich komme zu meinen Kindern, die Ich so sehr liebe, damit sie beim Hören mei­ner Vaterstimme ihren Geist auf den Pfad zu seiner Auf­wärtsentwicklung erheben. (130, 39 - 40)

 42. Geliebte Jünger, wacht mit Eifer über meinem Werk, befolgt meine An­weisungen, und ihr werdet damit von Mir Zeugnis ablegen. Maria, eure lie­bevolle Mutter, kommt gleichfalls zu euch herab und erfüllt euch mit Gnade, lehrt euch die vollkommene Liebe und verwandelt euer Herz in eine Quelle der Barmherzigkeit, damit ihr große Werke der Liebe unter euren Mitmen­schen vollbringt und die Wahrheit erkennt. Sie ist meine Mit­arbeiterin, und neben Meinem Wort als Meister und als Richter gibt es ihr Wort als Mutter und als Fürsprecherin. Liebe sie, Volk, und rufe ihren Namen an. Wahrlich, Ich sage euch, Maria wacht über euch und steht euch bei, nicht nur in diesen Tagen der Prüfung, sondern ewiglich. (60, 24)

 43. Ich habe euch "das Marianische Volk" genannt, weil ihr die Göttliche Mutter zu lieben und anzuerkennen versteht und zu ihr kommt wie das Kind, das nach Zärtlichkeit verlangt, oder wie der Sünder, der Fürsprache sucht.

 44. Die Gegenwart Marias in der Welt ist ein Beweis meiner Liebe zu den Menschen. Ihre Reinheit ist ein himmlisches Wunder, das euch offen­bart wurde. Von Mir kam sie herab auf die Erde, um Frau zu werden, damit in ihrem Schoße der göttliche Same kei­men konnte, der Körper von Jesus, durch welchen das "Wort" sprechen würde. In der heutigen Zeit offenbart sie sich von neuem. (5, 9 - 10)

 45. Es ist nötig, dass das menschliche Herz von Grund auf die kostbare Bot­schaft kennen lernt, die ihr Geist der Welt brachte, und nachdem ihr die ganze Wahrheit kennt, sollt ihr jede abgöttische und schwärmerische Ver­ehrung, die ihr ihr geweiht habt, aus eurem Herzen tilgen und ihr dafür eure geistige Liebe darbringen. (140, 43)

 46. Einige sagen Mir: "Herr, warum erlaubst Du nicht, dass wir alle Dich sehen, wie unsere Geschwister, die bezeugen, dass sie Dich schauen?"

 47. Ach ihr schwachen Herzen, die ihr sehen müsst, um zu glauben! Wel­ches Verdienst findet ihr dabei, wenn ihr Jesus in einer Vision in Menschen­gestalt schaut, obwohl euer Geist Mich durch die Liebe, den Glauben und das Gefühl in meiner Göttlichen Essenz unbegrenzt und voll­kommen wahr­nehmen kann?

 48. Ihr tut übel, wenn ihr jene benei­det, welche die Gabe besitzen, das Geistige in Gestalten oder Symbolen begrenzt zu erblicken ; denn was jene sehen, ist genaugenommen nicht das Göttliche, sondern ein Sinnbild oder eine Allegorie, die zu ihnen vom Geis­tigen spricht.

 49. Seid zufrieden mit euren Gaben und ergründet die Zeugnisse, die ihr empfangt, und sucht immer den Sinn­gehalt, das Licht, die Belehrung, die Wahrheit. (173, 28 - 30)

 50. Verfälscht niemals meine Lehren. Legt mein Werk als ein Buch vor, das nur Reinheit enthält, und wenn ihr euren Weg beendet habt, werde Ich euch empfangen. Ich werde nicht die Flecken in eurem Geist ansehen und werde euch meinen gött­lichen Kuss geben, welches der größte Lohn sein wird, wenn ihr im Verheißenen Lande ankommt. Denn euch habe Ich in dieser Zeit eine Handvoll Samen gegeben, damit ihr lernen solltet, auf fruchtbare Felder zu säen, und ihr ihn dort verviel­fältigen solltet. (5, 27)

 51. Beurteile deine Verantwortung, geliebtes Volk, bedenke, dass ein Tag, den du versäumst, ein Tag ist, um den ihr das Kommen dieser Frohen Bot­schaft zu den Herzen eurer Mitmen­schen verzögert – dass eine Unterwei­sung, die ihr verliert, ein Brot weniger ist, das ihr den Bedürftigen anbieten könnt. (121, 40)

 52. Ihr kennt bereits den Geschmack der Frucht von diesem Baume, und Ich warne euch, damit ihr euch in der Zu­kunft nicht von falschen Propheten betören lasst; doch auch für eure Mit­menschen sollt ihr "wachen", indem ihr sie die Essenz meiner Lehre erkennen lehrt.

 53. Es steht geschrieben, dass nach meinem Weggang falsche Propheten aufstehen werden, die meinem Volk sagen werden, dass sie meine Boten sind und in meinem Namen kommen, um das Werk fortzusetzen, das Ich unter euch vollbrachte.

 54. Wehe euch, wenn ihr euch vor falschen Propheten und falschen Leh­rern verbeugt, oder wenn ihr meiner Lehre Worte ohne geistigen Gehalt beimengt, denn dann wird es eine große Verwirrung geben! Darum sage Ich euch immer wieder: "Wachet und betet." (112, 46 - 47)

 55. Wenn ihr euch nicht vorbereitet, werden undeutliche Stimmen zu euren Ohren gelangen, die euch verwirren, und später werdet ihr eure Brüder da­mit verwirren.

 56. Ich mache euch wachsam, damit ihr, wenn diese Kundgaben einmal beendet sind, nicht versucht, sie von neuem aufzunehmen, weil es keine Geister des Lichtes sein werden, die sich kundgeben, sondern verwirrte Wesen, welche das zerstören wollen, was ihr vorher aufgebaut habt.

 57. Dagegen wird der, der sich vor­zubereiten versteht, jener, welcher – statt hervorragen zu wollen – sich nützlich zu machen sucht, welcher – statt Ereignisse zu beschleunigen – mit Geduld abwartet, meine Unterweisung deutlich vernehmen, die zu seinem Geiste gelangen wird durch die Gaben, die in ihm sind: Gaben der Inspiration, der Intuition, und der Vorahnung, mit­tels des Gebetes, der geistigen Schau­ung und der prophetischen Träume. (7, 13 - 14)

 58. Heute schaut ihr auf diese Stimmträger, die zu euch in Verzü­ckung sprechen, und so groß auch die Un­gläubigkeit mancher ist, denkt ihr, dass meine Kundgabe durch diese Übermittler möglich ist. Doch wenn die Menschen einst meine Jünger in ihrem normalen Zustand göttliche Of­fenbarungen ver­künden sehen, werden sie an ihnen zweifeln.

 59. In eurer eigenen Gemeinde wer­den sich solche erheben, die zweifeln, wenn sie euch unter meiner Inspiration sprechen hören, und ihr werdet eine große Zu­rüstung und geistige Reinheit haben müssen, um Glauben zu finden. (316, 52 - 53)

 60. Wenn ihr auf euren Wegen Men­schen beobachtet, die mit ihren Werken oder ihrer Art zu denken angesichts meiner Offenbarungen geistige Rück­ständigkeit beweisen, so seid nicht bestürzt, denn ihr müsst wissen, dass niemals alle Menschen im gleichen Takt marschiert sind. Vertraut darauf, dass Ich schon jetzt für sie die Worte hinterlasse, die sie erwecken werden, sobald die Zeit dafür gekommen ist.

 61. Jene Worte, die ihr derzeit nicht verstehen könnt, sind gerade die, die jene Menschen begreifen werden. (104, 42 - 43)

 62. Glaubt und handelt ohne Fana­tismus. Erhebt euch und stellt euch auf eine Stufe, von der aus ihr alle eure Mitmenschen ohne Berücksichtigung der Glaubens­bekenntnisse oder Lehren unterweisen könnt.

 63. Zögert nicht, einem Bedürftigen Gutes zu tun, nur weil er eine zurück­gebliebene oder unvollkommene Got­tesverehrung ausübt. Vielmehr soll euer selbstloses Werk sein Herz er­obern.

 64. Schließt euch nicht in Gruppen ab und schränkt damit nicht euer Tätig­keitsfeld ein. Seid ein Licht für jeden Geist und ein Balsam in jeder Trübsal. (60, 27)

 65. Falls eure Mitmenschen verächt­lich über euch reden, weil ihr meinem Ruf gefolgt seid, so verschließt eure Ohren und schweigt; sie sind unwis­send. Doch wenn ihr diese Sache zum Anlass nehmen solltet, um sie zu rich­ten, dann wehe euch, denn ihr seid bereits vom Lichte eures Gewissens erleuchtet und wisst, was ihr tut. (141, 27)

 66. Also, mein Volk, verlange nicht, dass alle Menschen so denken und glauben wie ihr. Ihr dürft die Menschen niemals verdammen, dürft über jenen, der euch kein Gehör schenkt, der eure Vorschläge, eure Unterweisung oder eure Ratschläge nicht annimmt, kein Urteil fällen oder eine Strafe verhän­gen. Ihr sollt alle eure Mitmenschen mit derselben tiefen Achtung und mit wahrer geistiger Nächstenliebe be­trachten. Dann werdet ihr erfahren, dass jeder in seiner Religions­ausübung, in seiner Lehre, auf seinem Wege den Platz erreicht hat, zu dem ihm seine geistige Befähigung das Recht gegeben hat; und zu dem Punkt, auf dem ihr die Menschen seht, hat sie die eigene Ent­wicklung hingeführt. (330, 29)

 67. Schon jetzt sage Ich euch, dass ihr nicht mehr als irgend jemand seid, dass der Glaube, den ihr genährt habt, nämlich ein Volk von bevorzugten Wesen zu sein, ein Irrtum ist; denn der Schöpfer in seiner vollkommenen Liebe für alle seine Geschöpfe bevor­zugt niemanden.

 68. Ich sage euch dies, weil ihr mor­gen euren Mitmenschen die Lehre darlegen sollt, die Ich euch in dieser Zeit gebracht habe, und Ich nicht will, dass ihr bei den Nachkommenden als höhere Wesen erscheint, noch soll es den Anschein haben, dass die Ver­dienste euch würdig machten, die ein­zigen zu sein, die mein Wort hörten.

 69. Ihr sollt verstehende, demütige, schlichte, edelmütige und barmherzige Geschwister sein.

 70. Ihr sollt stark, aber nicht anma­ßend sein, damit ihr die Schwachen nicht erniedrigt. Wenn ihr große Kenntnisse über meine Lehre besitzt, so sollt ihr euch doch niemals mit eu­rem Wissen brüsten, damit sich eure Mitmenschen neben euch nicht min­derwertig fühlen. (75, 17 - 19)

 71. Selbst hier unter meinen Arbei­tern: wie viele gibt es die, ohne meine Lehre verstanden zu haben, sich für höhere Wesen hielten, der Bewunde­rung und Huldigung würdig, als sie sich mit einer Geistesgabe begnadet wussten. Hierzu frage Ich euch, ob ihr es gutheißen könnt, dass ein hochste­hender Geist sich etwas auf seine Ga­ben einbildet, wo doch die Demut und die Nächstenliebe die wesentlichen Eigen­schaften sind, die er haben muss? (98, 15)

 72. Erinnert euch, dass Ich euch ein­mal sagte: Ich habe euch nicht geschaf­fen, damit ihr wie Schmarotzerpflanzen seid. Ich will nicht, dass ihr euch damit begnügt, niemandem etwas Böses zu tun. Ich will, dass ihr eure Befriedi­gung darin findet, Gutes getan zu ha­ben. Jeder, der nicht Gutes tut, obwohl er es tun könnte, hat mehr Böses getan als jener, der weil er keine guten Werke zu tun imstande war sich darauf beschränkte, Böses zu tun, weil es das einzige war, das er zu tun verstand. (153, 71)

 73. O meine vielgeliebten Kinder, die ihr wie verirrte Schafe klagt und mit angstvoller Stimme nach eurem Hirten ruft! Wenn ihr eure Augen vor der Wirklichkeit, die euch umgibt, ver­schließt, denkt ihr schließlich, dass Ich die Ursache all eures Elends auf der Erde bin; andere glauben, dass Mir ihr Wohl und Wehe gleichgültig ist.

 74. Wie undankbar seid ihr, wenn ihr so von eurem Vater denkt, und wie ungerecht in der Beurteilung meiner vollkommenen Gerechtigkeit!

 75. Meint ihr, Ich höre euch nicht, wenn ihr sagt, dass ihr euch nur von Bitternissen nährt; dass die Welt, die ihr bewohnt, eine Welt ohne Glück ist, und dass das Leben, das ihr führt, keine Daseinsberechtigung hat?

 76. Ihr fühlt Mich nur, wenn ihr glaubt, dass Ich euch züchtige, dass Ich euch jede Barmherzigkeit versage, und vergesst die Zärtlichkeit und Güte eu­res Vaters; ihr beklagt euch über euer Leben, statt seine Wohltaten zu segnen.

 77. Dies deshalb, weil ihr eure Augen vor der Wahrheit verschließt und nur Leid und Tränen in eurer Umwelt seht und in Verzweiflung geratet, weil ihr glaubt, dass alles ohne Belohnung blei­ben wird.

 78. Wie anders wäre euer Leben, wenn statt dieses Aufbegehrens, dieser Ver­ständ­nislosigkeit, euer erster Ge­danke täglich der wäre, euren Vater zu segnen, und eure ersten Worte solche des Dankes wären für so viele Wohl­taten, die euch seine Liebe beschert!

 79. Aber ihr vermögt diese Tugenden nicht mehr zu empfinden, weil das "Fleisch" [Seele] euren Geist verstört hat, und ihr meine Lehre vergessen habt; deshalb spreche Ich zu euch von diesen Empfindungen, die ihr aus eu­rem Herzen verbannt habt. (11, 4 - 9)

 80. Ihr habt gesündigt, die Ehe gebrochen, Verbrechen begangen, und nun, da ihr der Wahrheit meines Wor­tes gegenübersteht, das euch eure Ver­gehen aufzeigt, vergesst ihr eure Über­tretungen und glaubt, dass euer Herr ungerecht ist, wenn er zu euch von Prüfungen und Sühne spricht. (17, 33)

 81. Ihr seid sehr geprüft worden, liebste Jünger. Weil jede Prüfung für euch ein Geheimnis birgt, wisst ihr nicht, ob sie dafür da ist, um euch im Kampfe zu stärken, um euch etwas zu offenbaren, das ihr nicht kennt, oder um irgendein Vergehen zu sühnen. Doch weicht niemals vor den Prüfun­gen zurück, denn dazu sind sie nicht gesandt worden; auch gehen sie nicht über eure moralischen oder geistigen Kräfte. (47, 26)

 82. Warum fürchten viele von euch, dass euer Schicksal von Mir mit Prü­fungen, Schmerzen, Strafen oder Un­glücksfällen niedergeschrieben worden ist? Wie könnt ihr zu der Auffassung gelangen, dass Der, der euch in voll­kommener Weise liebt, euch einen Weg voller Dornen beschert? Wahr­lich, Ich sage euch, der unheilvolle und mit Schicksalsschlägen besäte Weg ist jener, den ihr nach eurem Willen wählt, in der Meinung, dass auf ihm Freuden, Freiheit, Glückseligkeit zu finden seien, ohne zu begreifen, dass es ge­rade der euch bestimmte Weg ist, von dem ihr euch entfernt, auf dem wahrer Friede, Sicherheit, Kraft und Gesund­heit, Wohlergehen und Überfluss zu finden sind.

 83. Dieser Weg, den Ich euch in mei­ner Lehre anbiete, ist der eurem Geiste von seiner Erschaffung an vorbe­stimmte, damit ihr auf ihm schließlich das findet, was ihr ersehnt. (283, 10 - 11)

 84. Ihr urteilt oberflächlich, als ob ihr Kinder wärt, und bedenkt dabei nicht, dass die Prüfungen, die euch geißeln, euer Werk sind. Wenn sie sich daher über euch entladen, wünscht ihr, dass sie von euch weichen, dass das Schick­sal abgeändert wird, um nicht zu lei­den, um den Leidenskelch nicht länger zu trinken.

 85. Der Grund dafür ist, dass ihr mit eurem geistigen Blick nicht in die Wirklichkeit eindringen könnt, um zu begreifen, dass alles, was ihr erntet, ihr selbst gesät habt, und dass ihr euch jedes Leid selbst zugezogen habt.

 86. Nein, ihr habt nie verstanden, in die Wahrheit einzudringen, und wenn daher der Schmerz in euer Herz dringt, haltet ihr euch für Opfer einer Göttli­chen Unge­rechtigkeit. Doch Ich sage euch, dass in Gott nicht die kleinste Ungerechtigkeit existieren kann.

 87. Die Liebe Gottes ist unveränder­lich, unwandelbar und ewig. Wer daher glaubt, dass der göttliche Geist von Zorn, Grimm und Wut ergriffen wer­den kann, erliegt einem großen Irrtum. Solche Schwächen sind nur in mensch­lichen Wesen vorstellbar, wenn ihnen geistige Reife und die Herrschaft über die Leidenschaften fehlen.

 88. Zuweilen sagt ihr Mir: "Herr, weshalb müssen wir die Folgen von Werken "bezahlen," die nicht unsere sind, und weshalb müssen wir die bit­tere Frucht ernten, die andere erzeugt haben?" – Darauf antworte Ich euch, dass ihr davon nichts versteht, weil ihr nicht wisst, wer ihr früher gewesen seid, und welches eure Werke waren. (290, 9 - 12)

 89. Geliebtes Volk: Eure Herzen sind von Genugtuung erfüllt bei dem Ge­danken, dass ihr meine Jünger in dieser "Dritten Zeit" seid. Doch Ich sage euch, dass ihr niemals zulassen dürft, dass euch die Eitelkeit verblendet. Denn wenn ihr dieser Schwäche erlie­gen würdet, würdet ihr selbst auf euer Gewissen nicht mehr hören, wenn die­ses euch eure Ver­fehlungen vorhält. Wer sein menschliches Leben nicht zu säubern und zu veredeln beginnt, kann nicht erwarten, sich geistig aufwärts­ zu entwickeln, denn seine Schritte werden irreführend sein, und seine Werke kei­nen Wahrheitssamen haben.

 90. Bedenkt also, dass Ich in meinen Lektionen manchmal von der geistigen Unterweisung zum Ratschlag herab­steige, damit ihr euch in eurem mensch­lichen Leben richtig verhaltet. Ich spreche dann zum Herzen des Menschen, ermahne es zur Erneuerung, mache ihm den Schaden begreiflich, den die Laster dem Körper zufügen, und das Übel, das sie dem Geist antun.

 91. Ich habe euch gesagt, dass der Mensch, der sich von einem Laster be­herrschen lässt, vergessen hat, dass der Geist nicht besiegt werden darf – dass er vergessen hat, dass die wahre Stärke darin besteht, das Böse durch die Tu­gend zu überwinden.

 92. Jener vom Fleisch besiegte Mensch hat sich selbst herabgewürdigt, hat gegen seine Selbstachtung versto­ßen, ist von seinem hohen Stand eines Menschen zu einem armen Wesen herabgesunken, das zu feige ist, um zu kämpfen.

 93. Anstatt seinem Heime Licht, Brot und Wein zu bringen, bringt jener Mann Schatten, Leid und Tod, macht sein Kreuz und das seiner Gattin und seiner Kinder schwer und hemmt den geistigen Entwicklungsweg aller, die um ihn sind. (312, 32 - 35)

 94. Begreift, dass jeder von euch, der einen schlechten Weg aufgibt, damit bewirkt, dass die Macht des Bösen einen Teil seiner Kraft verliert; dass euer Leben, wenn es rechtschaffen ist in seinen Werken, Worten und Gedan­ken, auf seiner Bahn eine gute Saat hinterlässt; dass eure Ratschläge, wenn sie aus einem frommen Herzen kom­men, die Kraft haben werden, Wunder zu vollbringen; und dass das Gebet, wenn es aus einem mitfühlenden und liebevollen Gedanken geboren wird, eine Lichtbotschaft sein wird für jenen, für den ihr bittet. (108, 16)

 95. Hier bei Mir reinigt ihr euch von jedem Schandfleck. Ach, wenn ihr doch diese Reinheit während eures ganzen Lebens zu bewahren vermöch­tet! Aber diese Atmosphäre der Ver­geistigung und der Brüderlichkeit, die ihr in diesen Stunden der Gemeinschaft und der Unterweisung schafft, herrscht nicht in der Welt. Die Luft, die ihr atmet, ist durch die Sünde vergiftet.

 96. Doch ihr habt empfunden, wie in dem Maße, in dem ihr euch Meine Lehre zu eigen macht, allmählich Glied für Glied der Kette von euch abfällt, die euch an die Welt schmiedet. (56, 26 - 27)

 97. Lebt immer wachsam, denn auf eurem Wege wird es welche geben, die sagen, sie gehörten zu Mir; aber glaubt ihnen nicht schon im ersten Augen­blick, glaubt um dessentwillen, was sie an Demut, an Weisheit und Liebe be­kunden.

 98. Andere werden euch sagen, dass sie mit Mir in Verbindung stehen, wäh­rend sie die ersten Betrogenen sind. Deshalb müsst ihr über die Aufgabe, die ihr habt, und über die Stellung, die ihr einnehmt, immer wachen. Ihr müsst eure Augen und Ohren aufmachen und auch vieles vergeben. (12, 55 - 56)

 99. Seid aktiv, schlaft nicht! Oder wollt ihr etwa warten, bis euch die Verfolgungen schlafend überraschen? Wollt ihr ein weiteres Mal in Abgötte­rei verfallen? Wartet ihr ab, bis fremde Lehren sich mit Gewalt oder unter Furcht durchsetzen?

 100. Seid wach, denn aus dem Osten werden falsche Propheten aufstehen und die Völker verwirren. Schließt euch zu­sammen, damit eure Stimme auf dem ganzen Erdball widerhallt, und ihr die Menschheit rechtzeitig alar­miert. (61, 25)

 101. Große Heimsuchungen erwarten die Menschheit; bleibt bei jedem Schmerz und jeder Katastrophe wa­chend und betend. Viele Leiden wer­den gemildert werden, andere werden nicht eintreten, weil sie durch jene, die beten, auf ihrer Bahn aufgehalten wer­den.

 102. Wenn Anhänger anderer Kon­fessionen und Sekten sehen, dass die­sem Volke große Menschenscharen nachfolgen, werden aus diesen Konfes­sionen jene aufbrechen, die euch ver­folgen. Doch fürchtet euch nicht, denn wenn ihr gefasst bleibt, wird der Hei­lige Geist Worte des Lichts auf eure Lippen legen, die jene, die euch ver­leumden, verstummen lassen.

 103. Ich gebe euch nicht das tötende Schwert, um euch zu verteidigen, Ich gebe euch das Schwert der Liebe. Jeder seiner Lichtblitze wird eine Tugend sein, die von ihm ausgeht.

 104. Wie viel Gnade werdet ihr beim Vater finden, wenn ihr die Scharen der Verfolger meines Werkes durch eure Worte bezwingt und sie durch eure Liebeswerke bekehrt zu Mir bringt.

 105. Dies ist die Lehre, die Ich euch in der "Zweiten Zeit" gab und die ihr bereits vergessen hattet.

 106. Der menschliche Verstand wird Beunruhigungen erleiden, wenn er ver­sucht, die Trinitarisch-Marianische Geist­lehre zu verstehen. Denn der ver­materia­lisierte Mensch ist dem Geisti­gen gegen­über unbeholfen. (55, 58 - 63)

 107. Wie viele haben an meinem Ti­sche die Speisen stehen lassen, die Ich ihnen mit soviel Liebe anbot, ohne sie auch nur angerührt zu haben. Wann werden sie je wieder eine Gnadenzeit wie die gegen­wärtige erleben, in der ihnen beschieden war, auf die Erde zu kommen, um mein Wort zu verneh­men?

 108. Sie sind harte Felsen, welche Unwetter benötigen und Zeit brauchen, um mürbe zu werden. Ihr Erbe wird ihnen vorenthalten werden, solange sie es nicht zu hüten und zu schätzen wis­sen. Doch sie werden es wieder besit­zen, denn Ich habe euch gesagt, dass das, was der Vater seinen Kindern gibt, ihnen niemals genommen, sondern nur für sie aufbewahrt wird. (48, 8)

 109. Einige von euch werden umge­wandelt und zugerüstet werden durch meine Lehre, damit sie sich auf die Suche nach denen machen, die sich in der Wüste verirrt haben. Denn so sehe Ich das menschliche Leben – als eine Wüste. Mancher fühlt sich allein in­mitten von Millionen Seelen und ver­schmachtet vor Durst, ohne dass es jemanden gibt, der ihm ein wenig Was­ser darreicht; dorthin werde Ich meine neuen Apostel senden.

 110. Ich will, dass mein Name von den einen wieder mit Liebe ausgespro­chen und von den andern mit Ergrif­fenheit vernommen wird. Ich will, dass er denen bekannt wird, die ihn nicht kennen. Es gibt Menschen – Greise, Frauen und Kinder – die nichts von meinem Dasein wissen. Ich will, dass alle Mich kennen lernen und wissen, dass sie in Mir den liebevollsten Vater haben – dass alle Mich hören und Mich lieben. (50, 3)

 111. Mein Wort ist auf euren Egois­mus gestoßen. Darum habe Ich euch gesagt, dass ihr das, was Ich euch übergebe, eurerseits zur Kenntnis eurer Mitmenschen bringen sollt. Aber ihr wollt euch nur an meinen Kund­gebun­gen erquicken, ohne Pflichten gegen­über den andern zu über­nehmen.

 112. Doch der Meister hat euch nicht gerufen, um euch nutzlose Unter­wei­sungen zu lehren; Er hat euch gesagt, dass ihr diese göttliche Lektion lernen sollt, damit ihr sie später in eurem Le­ben nutzt, indem ihr sie an euren Nächsten zur Anwendung bringt.

 113. Ich offenbare euch in diesem Augenblick, dass euer Geist eine alte Schuld gegenüber jedem hat, der mit einem Leiden, mit einer Not oder einer Bitte zu euch kommt. Bedenkt, mit welcher Liebe Ich sie auf euren Le­bensweg stelle, damit ihr eure Wieder­gutmachung erfüllt, indem ihr sie zum Gegenstand eurer tätigen Nächstenliebe macht. (76, 20)

 114. Erfüllet, damit ihr nicht in Zei­ten des Schmerzes zur Erde zurückkeh­ren müsst, um die Frucht eurer Fehler oder die eurer Selbstsucht zu ernten. Erfüllt eure Mission; dann werdet ihr zwar auch wiederkommen, doch wird es in einer Zeit des Friedens sein, um euch bei der Pflege der Saat zu erqui­cken, die ihr angefangen zurückließet. Nun wird euch nicht Mose anführen, um euch zu befreien, wie er es in der "Ersten Zeit" tat; euer Gewissen wird es sein, das euch führt. (13. 17)

 115. Hier sind viele derer, die zu an­dern Zeiten Lehrer des Gesetzes oder Wissenschaftler waren. Jetzt ist ihr Verstand für das geistige Wissen er­wacht, und sie sind davon überzeugt, dass sie im begrenzten menschlichen Wissen nicht die höchste Wahrheit finden werden.

 116. Hier sind solche, die zu andern Zeiten Mächtige und Reiche auf Erden waren und die jetzt Armut und Nied­rigkeit kennen gelernt haben. Ich segne sie um ihrer Ergebung und ihrem Ver­langen nach Vervoll­kommnung willen. Dies ist ein Beweis meiner liebevollen Ge­rechtigkeit, da Ich sie erneut zur Erde kommen ließ, um ihnen eine weitere Seite des Buches der ewigen Weisheit zu zeigen. (96, 16 - 17)

 117. Die Welt beschert euch viele Freuden, wovon einige von Mir ge­währt und andere vom Menschen ge­schaffen sind. Jetzt habt ihr erlebt, dass ihr sie nicht habt erlangen können, was bei den einen Auflehnung und bei an­dern Traurigkeit verursacht hat.

 118. Ich muss euch sagen, dass vie­len in dieser Zeit nicht gewährt ist, in den Wonnen und Befriedigungen "des Fleisches" einzuschlafen oder zugrunde ­zu ­gehen, weil ihre Aufgabe eine völlig andere ist.

 119. In Wahrheit sage Ich euch, dass nicht ein Geist in der Menschheit exis­tiert, der nicht alle Wonnen kennen gelernt und alle Früchte gegessen hätte. Heute kam euer Geist (zur Erde), um die Freiheit, Mich zu lieben, zu genie­ßen, und nicht, um aufs neue Sklave der Welt, des Goldes, der Wollust oder des Götzentums zu sein. (84, 47)

 120. Seht die Menschen, die Völker, die Nationen, wie sie ihr Leben für ein Ideal hingeben. Sie werden auf dem Scheiterhaufen ihrer Kämpfe verzehrt und träumen dabei von den Herrlich­keiten der Welt, den Besitz­tümern, der Macht. Sie sterben für den vergängli­chen Ruhm der Erde.

 121. Doch ihr, die ihr in eurem Geiste ein göttliches Ideal zu entflam­men beginnt, welches die Gewinnung einer Herrlichkeit zum Ziele hat, die ewig sein wird, wollt ihr nicht – wenn schon nicht euer Leben – wenigstens einen Teil davon darangeben, um eure Pflichten als Mitmenschen zu erfüllen?

 122. Über euch tobt ein unsichtbares Schlachtgetümmel, das nur die Zube­rei­teten gewahr werden können. Alles Böse, das von den Menschen ausgeht in Gedanken, in Worten und in Wer­ken, alle Sünde von Jahrhunderten, alle Menschen und jenseitige Geistwesen die verwirrt sind, alle Verirrungen, Ungerechtigkeiten, der religiöse Fana­tis­mus und die Abgötterei der Men­schen, die törichten, ehrgeizigen Be­strebungen und die Falschheit haben sich zu einer Kraft vereinigt, die alles niederreißt, einnimmt und durchdringt, um es gegen Mich zu kehren. Das ist die Macht, die sich Christus entgegen­stellt. Groß sind ihre Heere, stark ihre Waffen, aber sie sind nicht Mir gegen­über stark, sondern gegenüber den Menschen.

 123. Ich werde diesen Heeren eine Schlacht liefern mit dem Schwerte meiner Gerechtigkeit und werde im Streite bei meinen Heeren sein, von denen ihr nach meinem Willen ein Teil sein sollt.

 124. Während diese Schlacht die Menschen, die den Vergnügungen nachjagen, beunruhigt, sollt ihr, denen Ich die Gabe anvertraut habe, zu füh­len, was im Jenseits vor sich geht, für eure Brüder wachen und beten, denn so werdet ihr für euch selbst wachen.

 125. Christus, der Fürstliche Streiter, hat sein Schwert bereits gezückt; es ist notwendig, dass dasselbe das Böse gleich einer Sichel mit der Wurzel abschneidet und mit seinen Strahlen Licht im Universum schafft.

 126. Wehe der Welt und euch, wenn eure Lippen schweigen! Ihr seid geisti­ger Same Jakobs, und ihm verhieß Ich, dass durch euch die Nationen der Erde gerettet und gesegnet würden. Ich will euch als eine einzige Familie vereinen, damit ihr stark seid. (84, 55 - 57)

 127. Ich weiß, dass im Schoße dieses Volkes große Werke vollbracht worden sind, doch es genügt, wenn Ich es weiß, auch wenn eure Namen in der Welt unbekannt sind.

 128. Ich allein kenne das wahre Ver­dienst oder den wahren Wert eurer Werke, denn nicht einmal ihr selbst könnt sie beurteilen. Manchmal wird euch ein geringes Werk sehr groß er­scheinen, und von andern wird euch nicht einmal bewusst werden, dass ihr Verdienst zu Mir gelangte. (106, 49 - 50)

 129. Ihr Menschenscharen, die ihr Mich vernommen habt – wann kommt ihr aus eurer Zurückgezogenheit und eurem Dunkel hervor? Verzögert ihr eure Zurüstung etwa absichtlich, aus Furcht vor der (dann bevorstehenden) Auseinander­setzung? Wahrlich, Ich sage euch, nur der fürchtet sich, der sich nicht geistig vorbereitet hat; denn wer mein Wort kennt und seinen Herrn und seinen Nächsten liebt, hat nichts zu fürchten, und anstatt die Menschen zu meiden, sucht er die Begegnung mit ihnen, um sie an dem teilhaben zu las­sen, was er empfangen hat. Nachdem er meine Lehre studiert und ergründet hat, bringt er sie zur An­wendung. (107, 41)

 130. Diese Botschaft hat Licht für alle Religionen, für alle Sekten und Glaubensgemeinschaften und für die verschiedenen Arten der Menschen­führung. Doch was habt ihr mit mei­nem Worte gemacht, Jünger? Wollt ihr auf diese Weise den Baum zum Erblü­hen bringen? Lasst zu, dass er Blüten treibt, denn sie werden ankündigen, dass er später Früchte trägt.

 131. Warum verbergt ihr diese Bot­schaften und bringt der Welt nicht mit dieser Frohen Botschaft die Überra­schung dieser neuen Epoche? Warum wagt ihr der Welt nicht zu sagen, dass die Stimme Christi unter euch ertönt? Sprecht und legt Zeugnis ab von mei­ner Unterweisung durch eure Liebes­werke; denn wenn manche ihre Ohren verschließen sollten, um euch nicht zu hören, so werden andere sie öffnen, und eure Stimme wird dann für sie so süß und wohlklingend sein wie der Gesang der Nachtigall. (114, 46)

 132. Die Menschheit erwartet meine neuen Jünger; doch wenn ihr, die ihr meine Arbeiter seid, das Saatkorn und die Ackergeräte aus Furcht vor der Meinung der Welt im Stich lasst – was soll dann aus dieser Menschheit wer­den? Habt ihr nicht die Verantwortung für euren Auftrag empfunden?

 133. Euer Gewissen betrügt euch niemals, und es wird euch immer sa­gen, ob ihr eure Pflicht erfüllt habt. Die Unruhe, die ihr erlebt, ist ein Zeichen dafür, dass ihr meine Weisungen nicht befolgt habt. (133, 10)

 134. Ihr beklagt euch manchmal dar­über, dass die Zahl der Anhänger mei­nes Wortes nur langsam zunimmt. Doch Ich sage euch, dass ihr euch über euch selbst beklagen müsst, denn ihr habt die Aufgabe, die Scharen, die diese Ge­meinschaft bilden, zu vermeh­ren und zu vervielfachen. Aber wenn es in euren Herzen an Glauben mangelt, wenn eure Geistesgaben nicht entfaltet sind, wenn in eurem Verstande das Licht geistigen Wissens fehlt ‑ wie wollt ihr dann den Ungläubigen über­zeugen? Wie wollt ihr ihn mit eurem Glauben und eurer Liebe innerlich bewegen, wenn diese Tugenden im Herzen nicht entfaltet sind?

 135. Wer nicht versteht, kann nicht zum Verständnis hinführen; wer nicht fühlt, wird kein Gefühl erwecken. Be­greift nun, weshalb eure Lippen ge­stottert und gestammelt haben, wenn ihr vor der Notwendigkeit standet, von meinem Worte Zeugnis abzulegen.

 136. Wer liebt, braucht nicht zu stot­tern, wer glaubt, fürchtet sich nicht. Wer fühlt, hat viele Möglichkeiten seine Aufrichtigkeit und Wahrhaftig­keit zu beweisen. (172, 24 - 26)

 137. Heute wollt ihr erklären, warum ihr Israel seid, und habt keine Argu­mente; ihr wollt erklären, warum ihr Spiritualisten seid, und es fehlen euch die Worte. Ihr versucht darzulegen, worin eure Geistesgaben bestehen, und es fehlt euch die Beweisführung und die geistige Entwicklung, um sie über­zeugend zu erläutern. Aber wenn eure Aufwärts­entwicklung wahr wird, wer­den euch die notwendigen Worte zu­fliegen, da ihr mit euren Werken der Liebe erklären werdet, wer ihr seid, wer euch gelehrt hat und wohin ihr geht. (72, 27)

 138. Euch sage Ich: Auf was wartet ihr, um die Frohe Botschaft weiter­zugeben? Wollt ihr etwa auf Trümmern weissagen? Ich sage und offenbare euch alles, damit ihr jederzeit eine weise Antwort auf jede Frage habt, die euch eure Mitmenschen stellen. Be­denkt, dass ihr mit schwer­wiegenden Argumenten angegriffen werdet, die denjenigen mit Furcht erfüllen, der nicht vorbereitet ist.

 139. Prägt euch mein Wort ein und vergesst nicht die großen Wunder, die Ich euch gewährt habe, damit jeder von euch ein lebendes Zeugnis meiner Wahrheit ist. Dann wird der, der euch ausforscht und in meinem Wort herum­stöbert, erkennen, dass es in nichts dem widerspricht, was Ich euch in den ver­gangenen Zeiten gesagt und prophezeit habe.

 140. Der Kampf wird groß sein – so groß, dass einige, die meine Jünger gewesen sind, von Furcht erfüllt wer­den und Mich verleugnen, indem sie be­haupten, dass sie Mich nie gehört haben.

 141. Diejenigen, die meinen Geboten treu bleiben und sich dem Kampfe stellen, werde Ich mit einem Mantel bedecken, unter dem sie sich verteidi­gen werden, und sie werden jede kriti­sche Situation unversehrt überstehen.

 142. Wer diesen Samen schlecht sät oder wer die Reinheit dieses Werkes befleckt, dem wird zu jeder Stunde Gericht, Verfolgung der Menschen und Ruhelosigkeit zuteil. Jedermann soll den Baum, den er großgezogen hat, am Geschmack seiner Frucht erkennen.

 143. Ich halte für die Zeit des geisti­gen Kampfes meines Volkes große Wunder bereit – Wunder und Werke, welche Gelehrte und Wissenschaftler in Staunen versetzen werden. Niemals werde Ich euch euren eigenen Kräften überlassen. Lasst euch nicht verunsi­chern, wenn die Menschen euch ver­spotten; vergesst nicht, dass sich in der "Zweiten" Zeit die Menge auch über euren Meister lustig machte. (63, 42 - 44)

 144. Wahrlich, Ich sage euch, die Welt ist gegen euch, und darauf bereite Ich euch vor, damit ihr die Sache eures Glaubens mit den Waffen der Liebe und Barmherzigkeit zu verteidigen versteht. Ich sage euch, ihr werdet siegen, auch wenn euer Sieg nicht be­kannt wird.

 145. Jetzt wird euer Opfer kein Blut­opfer sein, aber ihr werdet dennoch Verleumdung und Verachtung erfah­ren. Doch der Meister wird da sein, um euch zu verteidigen und zu trösten, denn kein Jünger wird verlassen sein. (148, 17)

 146. Volk, gewöhne dich nicht länger an die Verderbtheit, bekämpfe sie, ohne mit Reinheit zu prahlen, empört euch auch nicht über die Verfehlungen eurer Mitmenschen. Seid taktvoll, treffsicher und wohlwollend beim Sprechen und in eurem Handeln, so wird die Welt auf euch hören und wird auch euren lehrenden Worten Auf­merksamkeit schenken. Ist es nötig, dass Ich euch noch einmal sage, dass, bevor ihr diese Lehre weitergebt, ihr sie leben müsst? (89, 66)

 147. Es ist notwendig, dass Mein Volk unter den Nationen in Erschei­nung tritt und ein Beispiel von Brüder­lichkeit, Harmonie, Nächstenliebe und Verständnis gibt, als ein Soldat des Friedens unter jenen, die erneut die göttlichen Unter­weisungen missbrau­chen, um sich zu streiten, einander zu verletzen und das Leben zu nehmen. (131, 58)

 148. Begreift endlich, dass ihr alle denselben Gott liebt, und streitet nicht wegen der Verschiedenheit der Form, in welcher der eine oder andere diese Liebe verwirklicht hat.

 149. Ihr müsst verstehen lernen, dass es Wesen gibt, in denen die Glaubens­überzeugungen, die Traditionen und Bräuche so tiefe Wurzeln geschlagen haben, dass es euch nicht leicht werden wird, diese im ersten Augenblick, da ihr sie lehrt, auszureißen. Habt Geduld, und im Laufe der Jahre werdet ihr es erreichen. (141, 9)

 150. Wenn das Jahr 1950 zu Ende geht, wird es bei vielen von euch Unsi­cherheit und Zweifel geben.

 151. Warum zweifeln manche an Meinen Offenbarungen, die sich einer größeren Intelligenz erfreuen als die, die an meine Kundgabe glauben,? Weil es nicht das menschliche Wissen ist, noch der Verstand, welche meine Wahrheit beurteilen können, und wenn der Mensch dies begreift, wird er von Furcht gegen alles Neue erfasst, gegen alles, was ihm unbekannt ist, um es unbewusst abzulehnen.

 152. Doch ihr, die Schwachen, die Ungebildeten, die nicht zur Höhe der durch ihre Intelligenz anerkannten Menschen gelangen können, seid die­jenigen, die glauben, und ihr vermögt euch in die Geheimnisse des Geistigen zu vertiefen. Weshalb? Weil es der Geist ist, der dem Verstand das Ewige Leben und seine Wunder offenbart.

 153. Die menschliche Intelligenz stellt eine Kraft dar, mit der ihr nun den Kampf aufnehmen werdet, und durch sie hat der Mensch sich Ideen und Vor­stellungen vom Geistigen geschaf­fen, die ihm nicht durch den Geist offenbart worden sind.

 154. Für diesen Kampf sollt ihr stark sein – mit einer Stärke, die gleichfalls dem Geiste entspringt. Eure Kraft wird niemals auf eurem Körper beruhen, noch auf der Macht des Geldes, noch auf irdischen Hilfsmitteln. Nur euer Glaube an die Wahrheit, die in euch lebt, wird euch in der Auseinan­derset­zung siegen lassen. (249, 44 - 46)

 155. Fürchtet euch nicht, wenn man euch Verirrte nennt – reicht allen die Hand. Bedenkt, dass dieses Werk, das für euch wahrhaftig ist, anderen als falsch erscheinen könnte, weil ihm in ihren Augen die Weihe fehlt, die die Religionen erhalten haben, um aner­kannt zu werden.

 156. Wenn ihr an Mich glaubt, wenn ihr glaubt, dass Ich Mich im Worte dieser Stimmträger kundtue, so fürchtet nicht das Urteil eurer Mitmenschen. Denn meine Lehre ist so beredsam, und meine Botschaft enthält so viele Wahr­heiten, dass ihr, wenn ihr diese Waffen gut zu gebrauchen versteht, schwerlich besiegt werden könnt.

 157. Niemand wird euch dafür ver­urteilen können, dass ihr mit Eifer die Wahrheit, das Vollkommene sucht. Dazu habt ihr alle ein geheiligtes Recht, und dafür ist euch die Freiheit gegeben worden, dem Lichte zuzustre­ben. (297, 51 - 53)

 158. Wenn ihr eure Mission zu er­füllen beginnt und ihr zu den Nationen, zu den entferntesten Völkern, selbst in die Urwälder gelangt, werdet ihr mensch­lichen Wesen begegnen, und ihnen sollt ihr begreiflich machen, dass ihr alle Brüder seid, sollt ihnen Zeugnis geben von meiner spirituellen Lehre. Ihr werdet dann verwundert sein über die Liebes­beweise, die Ich euch geben werde.

 159. Dort, unter jenen von der Zivili­sation abgeschnittenen, aber auch von der menschlichen Verderbtheit sehr weit entfernten Menschen, werdet ihr große Geistwesen entdecken, die die Reihen des Volkes Israel vermehren werden.

 160. Die Kranken werden auf eurem Wege den Heilbalsam empfangen und genesen; die Betrübten werden zum letzten Mal weinen, aber ihre Tränen werden Freudentränen sein.

 161. Angesichts jener Beweise, die ihr geben sollt, werden die Menschen­scharen den Herrn und seine Jünger segnen, ihr werdet umjubelt werden, wie es an jenem Tage geschah, an dem euer Meister in Jerusalem einzog.

 162. Aber auch unter jenen, die euch zujubeln, wird es Männer und Frauen geben, die voll der Geistesgaben sind, die ihr besitzt. Bei den einen wird euch deren Gabe der Weissagung in Staunen versetzen; bei anderen wird mein Heil­balsam unerschöpflich sein; bei wieder anderen wird mein Wort wie kristall­klares Wasser hervorquellen. So werdet ihr unter euren Geschwistern gleich einer unerschöpflichen Aussaat die Gaben des Heiligen Geistes in Er­schei­nung treten sehen. (311, 38 - 40)

 163. Volk, ein Scheinfriede herrscht nun in den Nationen, doch ihr sollt nicht verkünden, dass der Friede ge­kommen ist. Verschließt eure Lippen. Der wahre Friede kann sich nicht auf Fundamenten von Furcht oder mate­riellen Annehm­lichkeiten erheben. Der Friede muss der Liebe, der Brüderlich­keit entspringen.

 164. Die Menschen bauen derzeit auf Sand und nicht auf Fels, und wenn dann die Wellen wieder empor wogen und gegen jene Mauern schlagen, wird das Gebäude zusammenstürzen. (141, 70 - 71)

 165. Seit der "Ersten Zeit" habe Ich zu euch durch meine Propheten ge­sprochen, um euch zu führen, doch nicht, um euch zu zwingen, mein Ge­setz zu erfüllen.

 166. Aber die Zeit ist vergangen, und der menschliche Geist hat sich entwi­ckelt, ist zur Reife gelangt und kann nun seine Mission als Geist verstehen. Die Menschheit, die so nahe dem Ab­grund, dem Verderben ist, benötigt geistige Hilfe von euch.

 167. Es ist der Kampf, der letzte Kampf, der schrecklichste und furcht­bar­ste zwischen der Finsternis und dem Lichte. Alle Geister der Finsternis ver­einigen sich derzeit, und alle Geister des Lichts müssen jener Macht entge­gentreten.

 168. Ihr, die ihr Mich vernommen habt, die ihr das Licht des Heiligen Geistes in euch tragt, erwachet! Ver­geudet die Zeit nicht mehr mit irdi­schen Vergnügungen, mit zeitlichen Zielen. Kämpft für die Menschheit, ringt darum, dass das Reich des Vaters auf diese Welt kommt. Es ist die Mis­sion, die Ich vom Geringsten bis zum Gebildetsten allen gebe.

 169. Die Geistige Welt ist mit euch, und über allen der Vater voller Liebe, voll Erbarmen – der Vater, der mit unendlichem Schmerz das Leid sieht, das die Menschen sich selbst gegen­seitig zufügen.

 170. Dies ist der Kampf des Lichtes gegen die Finsternis, und jeder von euch muss kämpfen, bis der Sieg er­rungen ist. (358, 20-23)


Kapitel 63 - Unterweisungen für die Gemeinden und alle Jünger Christi

Das Geistwerk Christi

 1. Freue dich über meine Gegenwart, geliebtes Volk, richte ein Fest aus in deinem Herzen, juble vor Freude, denn endlich habt ihr den "Tag des Herrn" erlebt.

 2. Ihr fürchtetet euch vor dem Kom­men dieses Tages, denn noch immer dachtet ihr wie die Alten und wart der Meinung, dass das Herz eures Vaters rachsüchtig sei, dass Er Groll hege wegen der em­pfangenen Beleidigun­gen, und dass Er deswegen die Sichel, die Geißel und den Leidenskelch be­reithalte, um Rache an denen zu üben, die Ihn so sehr und so viele Male be­leidigt haben.

 3. Aber groß ist eure Überraschung gewesen, als ihr festgestellt habt, dass im Geiste Gottes weder Zorn, Grimm noch Abscheu existieren kann. Wenn auch die Welt schluchzt und klagt wie nie zuvor, der Grund nicht der ist, dass der Vater ihr diese Frucht zu essen und diesen Kelch zu trinken gegeben hat, sondern dass dies die Ernte ist, die die Menschheit nun aufgrund ihrer Werke einbringt.

 4. Zwar wurden euch alle unheilvol­len Ereignisse, die in dieser Zeit entfes­selt wurden, vorher angekündigt. Doch denkt deshalb, weil sie euch ange­kün­digt wurden, nicht, dass euer Herr sie euch als Strafe schickt. Ganz im Ge­genteil: zu allen Zeiten habe Ich euch vor dem Bösen, vor den Versuchungen gewarnt und habe geholfen, euch von euren Stürzen wiederaufzurichten. Außerdem habe Ich euch alle Mittel zur Verfügung gestellt, die nötig sind, damit ihr euch retten könnt. Aber ihr müsst auch erkennen, dass ihr gegen­über meinen Rufen immer taub und ungläubig gewesen seid. (160, 40 - 41)

 5. Wehe denen, die sich in dieser Zeit nicht darum bemühen, ihre Lampe anzuzünden, denn sie werden in die Irre gehen! Seht, wie überall noch die Schatten herrschen, obwohl dies die Zeit des Lichtes ist!

 6. Ihr wisst durch mein Wort, dass Ich diese Nation [Mexiko] erwählte, um Mich in ihr bei meinem "Dritten Kommen" zu offenbaren; doch den Grund dafür kennt ihr nicht. Der Meister, welcher keine Geheimnisse vor seinen Jüngern haben will, ist für euch ein Geheimnis gewesen. Er kommt euch alles zu offenbaren, was ihr wissen sollt, damit ihr denen die euch befragen, zutreffend antworten könnt.

 7. Ich habe gesehen, dass die Be­wohner dieses Erdenwinkels Mich immer gesucht und geliebt haben, und obwohl ihre Verehrung nicht immer vollkommen gewesen ist, habe Ich ihre Absicht und ihre Liebe als eine Blume der Unschuld, des Opfers und des Schmerzes angen­ommen. Auf dem Altar meiner Göttlichkeit ist diese duf­tende Blume immer gegenwärtig gewe­sen.

 8. Ihr wurdet vorbereitet, um diese große Mission in der "Dritten Zeit" zu erfüllen.

 9. Heute wisst ihr, dass Ich in eurer Mitte das Volk Israel reinkarnieren ließ, weil Ich es euch offenbart habe. Ihr wisst, dass der Same, der in eurem Wesen lebt und das innere Licht, das euch leitet das gleiche ist, das Ich schon in der "Ersten Zeit" auf das Haus Jakob ergoss.

 10. Ihr seid Israeliten nach dem Geiste, ihr besitzt geistig den Samen Abrahams, Isaaks und Jakobs. Ihr seid Zweige jenes gesegneten Baumes, welche der Mensch­heit Schatten und Frucht spen­den werden.

 11. Das ist der Grund, weshalb Ich euch Erstgeborene nenne, und weshalb Ich euch in dieser Zeit aufgesucht habe, um der Welt durch euch meine Dritte Offen­barung kundzutun.

 12. Es ist mein Wille, dass das "Volk Israel" geistig unter der Menschheit aufersteht, damit diese die wahre "Auf­erstehung im Fleische" schaut. (183, 33 - 35)

 13. Glaubtet ihr etwa, dass Ich mein Wort allen Völkern der Erde geben würde? Nein! Auch hierin ist meine neue Offenbarung jener der vergange­nen Zeiten ähnlich, als Ich Mich einem einzigen Volk offenbarte und dieses dann die Aufgabe hatte, aufzubrechen und die Frohe Botschaft zu verbreiten und den Samen auszusäen, den es in meiner Botschaft empfing. (185, 20)

 14. Überlasst es andern Völkern, dass sie erst für die neue Zeit erwachen, wenn sie sehen, dass Landstriche durch Wasser­fluten verheert, die Nationen durch Krieg zerstört sind, und Seuchen das Leben vernichten. Diese Völker – hochmütig geworden in ihren Wissen­schaften und eingeschläfert durch die Prachtentfaltung ihrer Kirchen – wer­den mein Wort in dieser unscheinbaren Form nicht aner­kennen, noch werden sie meine Offen­barung im Geiste emp­finden. Daher muss zuvor die Erde erschüttert werden, und die Natur wird den Menschen sagen: Die Zeit ist er­füllt, und der Herr ist zu euch gekom­men.

 15. Damit die Menschheit erwacht, ihre Augen öffnet und bejaht, dass Ich es bin, der gekommen ist, muss erst die Macht und der Hochmut des Menschen heimgesucht werden. Doch eure Auf­gabe ist es, zu wachen, zu beten und euch zuzurüsten. (62, 53)

 16. Ich versprach euch einstmals, zur Menschheit zurückzukommen, und hier bin Ich, um jenes Versprechen zu er­füllen, auch wenn viele Jahrhunderte vergangen sind. Euer Geist sehnte sich nach meiner Gegenwart in seinem Verlangen nach Frieden, in seinem Hunger nach Wahrheit, in seinem Seh­nen nach Wissen und mein Geist ist herabgekommen, um euch eine Unter­weisung hören zu lassen gemäß der Zeit, in der ihr lebt. Wie können die Menschen weiterhin ein Leben führen wollen, wie sie es bisher getan haben? Es entspricht nicht mehr der Zeit, wei­terhin in geistigem Stillstand zu verhar­ren, oder in geistiger Trägheit in der Ausübung von Riten und Traditionen. (77, 19)

 17. Viele Menschen von anerkannter Gelehrsamkeit in der Welt werden Mich in dieser Form nicht erkennen können und Mich verneinen. Doch seid dadurch nicht überrascht, da Ich es euch schon vor langer Zeit ankündigte, als Ich euch sagte: "Sei gesegnet, Va­ter, dass Du Deine Wahrheit den Un­mündigen offenbart und sie den Ge­lehrten und Klugen verborgen hast."

 18. Dies geschieht jedoch nicht, weil Ich meine Wahrheit irgend jemandem verberge, sondern vielmehr weil die, deren Verstand unbelastet ist, in ihrer [geistigen] Armut oder Bedeutungs­losigkeit Mich besser empfinden kön­nen, während die Menschen mit Bega­bung, deren Verstand voller Theorien, Philosophien und Glaubens­lehren ist, Mich weder begreifen noch empfinden können. Doch die Wahrheit, die für alle ist, wird zum vorbestimmten Zeitpunkt zu jedem kommen. (50, 45)

 19. Wer mein Gesetz kennt und es verheimlicht, kann sich nicht mein Jünger nennen. Wer meine Wahrheit nur mit seinen Lippen weitergibt und nicht mit dem Herzen, nimmt Mich nicht zum Vorbild. Wer von Liebe spricht und mit seinen Werken das Gegenteil beweist, der ist Verräter an meinen Lehren.

 20. Wer die Reinheit und Voll­kom­menheit Marias verleugnet, ist töricht, denn in seiner Unwissenheit fordert er Gott heraus und leugnet seine Macht. Wer meine Wahrheit in der "Dritten Zeit" nicht anerkennt und die Unsterb­lichkeit des Geistes leugnet, schläft noch und beherzigt nicht die Prophe­tien der ver­gangenen Zeiten, welche die Offenbarung ankündigten, die die Menschheit in dieser Zeit erlebt. (73, 28 - 29)

 21. Sie werden kommen und Mich auf die Probe stellen, weil sie euch beweisen wollen, dass ihr euch in ei­nem Irrtum befindet. Wenn Ich ihnen meinen Namen nicht nenne, werden sie sagen, dass Ich nicht Ich bin, und wenn Ich ihre in schlechter Absicht gestellten Fragen beantworte, werden sie Mich mit noch größerem Eifer leugnen.

 22. Dann werde Ich ihnen sagen: Wer das Reich des Lichtes betreten will, muss es mit dem Herzen suchen. Doch jener, der ohne Mich anzuerkennen leben möchte, wird seinem eigenen Geiste das göttliche Wissen vorenthal­ten haben und so bewirken, dass alles, was klare und lichtvolle Offenbarung ist, für ihn Ge­heimnis und Mysterium ist. (90, 49 - 50)

 23. Jetzt bin Ich nur vorübergehend bei euch, wie Ich es auch einstens war. Schon nähert sich der Zeitpunkt, an dem Ich nicht mehr zu euch spreche, doch die Menschheit hat meine Ge­genwart nicht empfunden.

 24. Von dem "Berge" aus, von dem Ich euch mein Wort sende und euch betrachte, werde Ich am Vorabend meines Abschieds ausrufen müssen: "Menschheit, Mensch­heit, die du nicht gewusst hast, Wer bei dir gewesen ist!" So wie Ich in der "Zweiten Zeit", kurz vor meinem Tode, von einem Berge aus die Stadt betrachtete und unter Tränen ausrief: "Jerusalem, Jerusalem, die du das Gute, das bei dir gewesen ist, nicht erkannt hast".

 25. Es war nicht die Welt, um de­rentwillen Er weinte, es war um des Geistes der Menschen willen, die noch immer ohne Licht waren und die noch viele Tränen vergießen mussten, um die Wahrheit zu erreichen. (274, 68 - 69)

 26. Viele Jahrhunderte sind vergan­gen seit dem Tag, da Ich euch mein Wort und meine letzten Ermahnungen durch Jesus gab; doch heute erscheine Ich bei euch als Heiliger Geist, um mein Versprechen an euch zu erfüllen.

 27. Ich bin nicht Mensch geworden, Ich komme im Geiste, und nur diejeni­gen werden Mich sehen, die zugerüstet sind.

 28. Während ihr an mein Wort glaubt und Mir nachfolgt, nehmen andere meine Kundgebung nicht an und leug­nen sie. Ich musste ihnen große Be­weise geben, und dank dieser habe Ich allmählich ihren Unglauben besiegt.

 29. Die Liebe und die Geduld, die Ich euch immer bekundet habe, lassen euch begreifen, das nur euer Vater euch in dieser Weise lieben und unterweisen kann. Ich wache über euch und mache euer Kreuz leicht, damit ihr nicht strau­chelt. Ich lasse euch meinen Frieden fühlen, damit ihr euren Weg voll Ver­trauen in Mich geht. (32, 4)

 30. Mein Wort, meine Lehranspra­che, ist heute dem Anschein nach allein für euch bestimmt; in Wahrheit ist sie jedoch für alle bestimmt, denn ihre Weisheit und Liebe umfasst das ganze Universum, vereint alle Welten, alle inkarnierten und desinkarnierten Geistwesen. Kommt herbei, so ihr mei­ner bedürft; sucht Mich, wenn ihr euch verloren fühlt.

 31. Ich bin euer Vater, der eure Lei­den kennt und der euch tröstet. Ich flöße euch die Liebe ein, die ihr so sehr benötigt - für euch selbst, und um sie in eurer Um­gebung zu verbreiten.

 32. Wenn ihr in Wahrheit meine Ge­gen­wart an der Weisheit erkennt, wel­che Ich durch diese Stimmträger offen­bare, so erkennet auch, dass der Zeit­punkt da ist, das aufbauende Werk auf dem geistigen Pfade zu beginnen.

 33. Ach, wenn doch alle, die gerufen worden sind, herbeieilen würden; wahrlich, Ich sage euch, der Tisch des Herrn wäre überfüllt von Jüngern und sie alle würden die gleiche Speise es­sen! Doch nicht alle Geladenen sind gekommen, sie haben verschiedene Beschäftigungen vorgegeben und so den Göttlichen Ruf auf den zweiten Platz verwiesen.

 34. Selig, die eilends herbeigekom­men sind, denn sie haben ihre Beloh­nung erhalten. (12, 76 - 80)

 35. Nicht alle hören Mir hier zu, die in dieser Zeit Geistesgaben empfangen haben. Seht, wie viele leere Plätze es am Tische gibt, weil viele meiner klei­nen Kinder, nachdem sie eine Wohltat empfangen haben, sich entfernten und die Verantwortlichkeiten und Aufträge mieden. Ach, wenn sie hier auf Erden noch die Gelübde wüssten, die jeder Geist Mir gab, bevor er zur Erde kam! (86, 43)

 36. Ich vermache euch derzeit das Dritte Testament, doch ihr habt nicht einmal die beiden ersten verstanden. Wenn ihr in dieser Zeit vorbereitet gewesen wäret, wäre es nicht notwen­dig gewesen, dass mein Wort materiell hörbar wird, denn Ich würde dann geistig sprechen, und ihr würdet Mir mit eurer Liebe ant­­­­worten. (86, 49)

 37. Dies ist das Licht der "Dritten Zeit". Doch stellt den auf die Probe, der sagt, dass es nicht Gott ist, der zu euch spricht, sondern dieser Mensch hier. Wahrlich, Ich sage euch, solange mein göttlicher Strahl seinen Verstand nicht erleuchtet, werdet ihr ihm keine Worte von geistigem Wert und von Wahrheit entlocken können, selbst wenn ihr ihn mit dem Tode bedrohen würdet.

 38. Es ist nichts Befremdliches, dass ebenso wie der Geist sich seines Kör­pers bedient, um zu sprechen und sich kundzutun, er sich für eine kurze Zeit­spanne von demselben löst um zu er­möglichen, dass sich an seiner Stelle der Vater aller Geister kundgibt: Gott.

 39. Ich komme zu euch, da ihr nicht zu Mir zu kommen versteht und Ich lehre, dass das wohlgefälligste Gebet, das zum Vater gelangt jenes ist, das in der Stille aus eurem Geist emporsteigt. Dies Gebet ist es, das meinen Strahl anzieht, durch welchen ihr Mich ver­nehmt. Es sind nicht die Gesänge und Worte, die meine Göttlichkeit erfreuen. (59, 57 - 59)

 40. Ihr könnt nicht behaupten, dass mein Wort nicht klar ist, oder dass es Unvoll­kommenheiten enthält, denn von Mir kann keinerlei Unklarheit ausge­hen. Wenn ihr in ihm irgendeinen Irr­tum findet, so schreibt ihn der schlechten Übermittlung durch den Stimmträger zu, oder eurem schlechten Auffassungs­vermögen, doch niemals meiner Lehre. Weh dem Stimmträger, der mein Wort verdirbt! Weh jenem, der meine Unterweisung schlecht übermittelt und sie entwertet, denn er wird den unablässigen Vorwurf seines Gewissens erfahren und den Frieden seines Geistes verlieren! (108, 51)

 41. Um euch entgegenzukommen, sage Ich euch: Wenn ihr nicht wollt, dass Ich Mich sündiger Körper bediene um euch meine Liebe zu schenken, so zeigt Mir einen Gerechten, einen Rei­nen, weist Mir einen unter euch vor, der zu lieben versteht, und Ich versi­chere euch, dass Ich Mich seiner be­dienen werde.

 42. Begreift, dass Ich Mich der Sün­der bediene um die Sünder herbeizu­führen; denn Ich komme nicht, um die Gerechten zu retten; diese sind bereits im Reich des Lichtes. (16, 25)

 43. Beobachtet, wie dieser Same, ob­schon ihr ihn schlecht gepflegt habt, nicht stirbt; seht, wie er Finsternis und Fallgruben, Hindernisse und Prüfungen besiegt hat und Tag für Tag weiterhin keimt und sich entwickelt. Warum stirbt dieser Same nicht: Weil die Wahrheit unsterblich, ewig ist.

 44. Deshalb werdet ihr erleben, dass wenn diese Lehre bisweilen zu ver­schwinden scheint, dies gerade dann sein wird, wenn neue und üppige Triebe hervorsprießen um den Men­schen zu helfen, auf dem Wege zur Vergeistigung einen weiteren Schritt vorwärts zu machen. (99, 20)

 45. Untersucht meine Unterweisun­gen und sagt Mir, ob diese Lehre in eine eurer Religionen eingeschlossen werden könnte.

 46. Ich habe euch ihre umfassenden Merkmale und ihren universellen Sinn­gehalt offenbart, welcher sich nicht nur auf Teile der Menschheit oder auf [be­stimmte] Völker beschränkt, sondern die Planetenbahn eurer Welt über­schreitet, um die Unendlichkeit mit all ihren Lebenswelten einzubeziehen, wo – wie auf dieser Welt – auch Kinder Gottes wohnen. (83, 6)

 47. Erkennt, dass mein Wort keine neue Religion ist noch sein kann. Dies Werk ist der lichtvolle Weg, in wel­chem sich alle Ideologien, Glaubens­bekenntnisse und Religionen geistig vereinigen werden, um vor die Tore des Gelobten Landes zu gelangen. (310, 39)

 48. Meine Unterweisung, von der sich euer Geist nährt, will euch in Meister verwandeln, in die treuen Apostel des Heiligen Geistes. (311, 12)

 49. Ich werde euch den Menschen als meine Diener vorstellen, als die Trini­tarisch-Marianischen Spiritualisten der Dritten Zeit – Spiritualisten, weil ihr mehr Geist als Materie sein sollt; Tri­nitarisch, weil ihr in drei Zeiten meine Offenbarung empfangen habt; Maria­nisch, weil ihr Maria, eure universelle Mutter liebt, welche über euch gewacht hat, damit ihr nicht auf dem Lebensweg verzagt. (70, 36)

 50. Nicht nur die, welche mein Wort durch das menschliche Verstandesor­gan vernahmen, werden Kinder dieses Volkes genannt werden. Jeder, der sein Kreuz auf sich nimmt - jeder, der dies Gesetz liebt und diesen Samen ver­breitet, soll Arbeiter in meinem Wein­berg, Apostel Meines Werkes und Kind dieses Volkes genannt werden, auch wenn er Mich nicht mittels dieser Kundgabe gehört hat. (94, 12)

 51. Wie kannst du meinen, Volk, dass – weil ihr an verschiedenen Ver­sammlungs­orten zusammen kommt – dies ein Grund sei, voneinander Ab­stand zu halten? Nur die Unwissen­heit wird verhindern, dass ihr euch der geistigen Bande bewusst werdet, die alle Kinder des Herrn vereinen. (191, 51)

 52. Wenn ihr die eine oder andere oder verschiedene Versammlungsstät­ten be­sucht und durch deren Stimmträ­ger dasselbe Wort vernehmt, so wird euer Herz von Wonne und Glauben erfüllt, und ihr fasst jene Unterweisung als einen echten Beweis dafür auf, dass diese Gemein­schaften aufgrund ihrer Ver­geistigung vereint sind. Wenn ihr jedoch einer mangelhaften Kundge­bung bei­wohnt, habt ihr das Gefühl, dass man euch in euren Herzen ver­wundet hat, und ihr begreift, dass dort nicht die Einigkeit besteht oder sich bekundet, die in diesem Volke vorhan­den sein soll. (140, 71)

 53. Ich will, dass ihr meine guten und demütigen Jünger seid - solche, die keine Ernennungen oder Ehrungen innerhalb der Gemeinschaft bean­spru­chen, sondern dass euer Ideal nur darin besteht, durch Tugend die Vervoll­kommnung zu erreichen und meine Anweisungen zu befolgen, damit euer Leben ein Vorbild wird. Was könnten euch Ehrenplätze, Titel oder Namen nützen, wenn ihr keine Verdienste habt, um sie zu Recht zu besitzen? (165, 17)

 54. Mein Werk ist nicht eine von so vielen Lehren, ist nicht eine weitere Sekte auf der Welt. Diese Offenbarung, die Ich euch heute gebracht habe, ist das Ewige Gesetz. Dennoch – wie viele Rituale habt ihr ihm aus Mangel an Geistigkeit und Verständnis beige­mengt, wie viele Un­lauterkeiten, bis ihr es schließlich entstellt habt. Wie viele Kulthandlungen habt ihr in meine Lehre eingeführt, wobei ihr sagt und glaubt, dass alles, was ihr getan habt, von Mir inspiriert und angeordnet wor­den sei. (197, 48)

 55. Ihr werdet euch bald mitten unter Menschen begeben, die äußerlicher Kulte müde und ihres religiösen Fana­tismus’ überdrüssig sind. Deshalb sage Ich euch, dass die Botschaft der Ver­geistigung, die ihr ihnen bringen wer­det, wie frischer und erquickender Tau zu ihren Herzen gelangen wird.

 56. Meint ihr, wenn ihr mit fanati­schen Kulten und Handlungsweisen, die im Widerspruch zur Vergeistigung stehen zu ihnen kommt, dass dann die Welt euch als Überbringer einer göttli­chen Botschaft anerkennen könnte? Wahrlich, Ich sage euch, man würde euch für Fanatiker einer neuen Sekte halten!

 57. Angesichts der Klarheit, mit der Ich zu euch spreche, gibt es welche, die Mir sagen: "Meister, wie ist es mög­lich, dass wir viele der Kulthandlun­gen, die uns Roque Rojas als Ver­mächtnis hinterließ, verwerfen soll­ten?"

 58. Dazu sage Ich euch, dass Ich euch dafür jenes Beispiel aus der "Zweiten Zeit" gab, als Ich dem Volke begreiflich machte, dass es um der Befolgung von Riten, Förmlichkeiten, Traditionen und Feiertagen willen das Gesetz vergessen hatte, was das We­sentliche ist.

 59. Ich habe euch an diese Tat eures Meisters erinnert, damit ihr verstündet, dass ihr auch heute Traditionen und Zeremonien vergessen sollt, selbst wenn ihr sie von Roque Rojas gelernt habt, so wie sie damals das Volk von Mose als Erbe übernommen hatte.

 60. Nun, Ich will euch damit nicht sagen, dass diese euch etwas Schlech­tes gelehrt hätten – nein. Sie waren nur genötigt, auf Sinnbilder und Hand­lungs­weisen zurückzugreifen, die dem Volke helfen sollten, die göttli­chen Offen­barun­gen zu verstehen. Aber sobald dieses Ziel erreicht war, war es not­wendig, jede nun unnütze Vereh­rungs­form oder Sinnbildlichkeit zu besei­tigen, um das Licht der Wahr­heit erstrahlen zu lassen. (253, 29 - 32)

 61. Wie viel Schmerz haben meinem Herzen die Diener bereitet, die mein Gesetz nicht verstanden haben; und wie ­viel Schmerz bereiten derzeit jene, die – obwohl Ich sie geschult und einge­setzt habe – heute dem Zweifel, der Unsicher­heit Obdach gewährten und infolge ihres Unverständnisses und ihrer Selbstsucht gesagt haben, dass Ich eine weitere Zeitspanne unter dem Volke verbleiben werde; dass Ich ih­rem menschlichen Willen gemäß mei­nen Universellen Strahl ein weiteres Mal herabsenden und Mich für eine lange Zeit weiterhin kundgeben werde.

 62. Deshalb habe Ich euch gesagt: wann habe Ich in meinem Worte Unent­schlossen­heit, Unsicherheit oder Zwie­spalt des Willens gezeigt? Nie­mals, fürwahr, denn Ich wäre dann nicht mehr vollkommen, wäre nicht mehr euer Gott und euer Schöpfer.

 63. In Mir ist Entschiedenheit, ein einziger Wille und deshalb spreche Ich so klar wie das helle Tageslicht, damit alle Mich in meiner Gegenwärtigkeit, meiner Essenz und meiner Macht füh­len können, damit der Geist die [zugrundeliegende] Vernunft und das Wort erkennen kann, das Ich durch das menschliche Ver­standesvermögen gege­ben habe.

 64. Der Meister sagt euch: Der Mensch hat Gebäude errichtet und sie Kirchen genannt, und an diesen Orten macht das Volk, das eintritt, Ehr­furchtsbezeigungen, nährt den Fana­tismus und die Abgötterei und betet das an, was der Mensch selbst geschaffen hat. Dies ist in meinen Augen verab­scheuungswürdig, und daher habe Ich von dir, Volk Israel, alles entfernt, was du anfänglich ge­kannt und vernommen hast, damit du deinen Fanatismus auf­gibst.

 65. Die Gebetshäuser des Volkes Is­rael sollen der Menschheit bekannt werden, sie sollen nicht geschlossen werden, denn sie sollen dem Schwa­chen und dem Verirrten, dem Ermatte­ten und Kranken Obdach geben. Durch eure Zurüstung, durch den Gehorsam gegenüber meinem höchsten Willen und die Befolgung meines Gesetzes werde Ich Mich in den Werken der wahren Jünger meiner Göttlichkeit bezeugen.

 66. Es soll euch nicht bekümmern, dass auch falsche Stimmträger, falsche Gemeindeleiter, falsche "Arbeiter" in Erscheinung treten, dass ihre gottes­lästerlichen Lippen zum Volke spre­chen und behaupten, dass mein Wort und mein Universeller Strahl weiterhin als Unterweisung unter dem Volke verbleiben werden.

 67. Ich werde bekannt machen, wer ein Betrüger ist, wer das Gesetz nicht nach meinem Willen befolgt, wer jener ist, der nur seinen Eigenwillen zum Ausdruck bringt, und Ich werde das Werk bekannt machen, das er verbro­chen hat, und das Gesetz, das er ge­schaffen hat, und sie werden verwor­fen und verbannt werden.

 68. Denn Ich werde die göttliche Gnade und Macht zurückhalten, und die Versuchung wird sie in ihre Netze fangen; und darum wird jeder, der sie aufsucht, in seinem Geiste nicht die Gnade meines Heiligen Geistes fühlen. (363, 52 - 56)

 69. Ohne auszuposaunen, dass ihr meine Apostel seid, sollt ihr es sein. Auch wenn ihr Meister seid, sollt ihr sagen, dass ihr Jünger seid.

 70. Ihr sollt kein Gewand tragen, das euch von andern unterscheidet, sollt kein Buch in euren Händen tragen, sollt keine Versammlungshäuser bauen.

 71. Auch sollt ihr auf Erden kein Zentrum oder Fundament meines Wer­kes haben, noch soll irgend jemand über den Menschen stehen, der meine Stelle vertritt.

 72. Die Leiter, die ihr bisher gehabt habt, sind die letzten. Das Gebet, die Vergeistigung und die Ausübung mei­ner Lehre sollen die Menschenscharen auf den Weg des Lichtes führen. (246, 30 - 31)

 73. Ist es etwa gerecht - frage Ich meine Jünger - , dass ihr ein vollkom­menes Werk wie das, das Ich euch offenbart habe, gegenüber der Mensch­heit so darstellt, dass es als Verirrung beurteilt wird, oder dass es als eine weitere der Lehren und Theorien be­trachtet wird, die in diesen Zeiten als Früchte der herrschenden geistigen Verwirrung entstanden sind?

 74. Wäre es recht, wenn ihr, die Ich so sehr geliebt und mit meinem Wort geschult habe, damit euer Zeugnis rein sei, als Opfer eurer Irrtümer in die Hände der irdischen Justiz geraten oder verfolgt und zerstreut würdet, weil eure Nächsten euch für schädlich halten?

 75. Meint ihr, dass eine Lehre – rich­tig befolgt – solche Geschehnisse her­vorrufen könnte? Nein, Jünger.

 76. Lasst Mich in dieser Weise zu euch sprechen, denn Ich weiß, weshalb Ich es tue. Morgen, wenn Ich nicht mehr in dieser Form zu euch spreche, werdet ihr wissen, weshalb Ich so zu euch sprach, und ihr werdet sagen: "Der Meister wusste genau, an wie vielen Schwachheiten wir kranken würden. Nichts entgeht seiner Weis­heit." (252,26 - 27)

 77. Ich bereite euch auf die Zeit vor, in der ihr Mein Wort nicht mehr ver­nehmt, denn dann werden euch die Menschen das Volk ohne Gott nennen, das Volk ohne Gotteshaus, weil ihr keine prächtigen Kirchengebäude ha­ben werdet, um Mich zu verehren, noch feierliche Kulthand­lungen zeleb­rieren, noch Mich in Bild­nissen suchen werdet.

 78. Aber Ich werde euch ein Buch als Testament hinterlassen, das eure Schutz­wehr in den Prüfungen und der Weg sein wird, auf den ihr eure Schritte lenken sollt. Diese Worte, die ihr heute durch den Stimmträger ver­nehmt, werden morgen den Schriften entströmen, damit ihr euch erneut daran erquickt, und sie von den Men­schenscharen vernommen werden, die zu dieser Zeit hinzukommen werden. (129, 24)

 79. Ich vermache der Menschheit derzeit ein neues Buch, ein neues Tes­tament; mein Wort der "Dritten Zeit", die göttliche Stimme, die beim Lösen des Sechsten Siegels zum Menschen ge­sprochen hat.

 80. Es ist nicht nötig, dass eure Na­men oder eure Taten in die Geschichte ein­gehen. In diesem Buche wird mein Wort wie eine klingende und klare Stimme sein, die ewig zum menschli­chen Herzen spricht, und mein Volk wird der Nachwelt die Spur ihrer Schritte auf diesem Wege der Vergeis­tigung hinter­lassen. (102, 28 - 29)

 81. Die Versammlungsstätten, in de­nen sich mein Wort kundgetan hat, haben sich vervielfacht, wobei jede von ihnen wie eine Schule wahren Wissens ist, wo die Menschen sich versammeln, die meine Jünger bilden und begierig herbei­kommen, um die neue Lektion zu lernen.

 82. Wenn jede dieser Gemeinden von all den Wohltaten Zeugnis ablegen würde, die sie aus meiner Barmherzig­keit empfangen hat, so würde das Be­zeugen jener Wunder kein Ende haben. Und wenn ihr alles in einem Buche sammeln müsstet, was Ich vom ersten meiner Worte bis zum letzten durch alle meine Stimmträger gesprochen habe, so wäre dies ein Werk, das ihr nicht vollbringen könntet.

 83. Doch Ich werde der Menschheit durch Vermittlung meines Volkes "ein Buch" zukommen lassen, in welchem die Essenz meines Wortes und das Zeugnis der Werke enthalten ist, die Ich unter euch vollbrachte. Fürchtet euch nicht, diesen Auftrag zu über­nehmen, denn Ich werde euch inspirie­ren, damit in diesem Buch jene Unter­weisungen festgehalten werden, die unerlässlich sind. (152, 39 - 41)

 84. Die Essenz dieses Wortes hat sich seit dem Beginn seiner Kundgebung niemals verändert, als Ich durch Dami­ana Oviedo zu euch sprach. Der Sinn­gehalt meiner Lehre ist der gleiche gewesen.

 85. Doch wo ist die Essenz jener Worte? Was geschah damit? Verbor­gen sind die Schriften jener göttlichen Botschaften, welche die ersten in dieser Zeit waren, in der mein Wort so reich­lich unter euch verbreitet wurde.

 86. Es ist notwendig, dass diese Un­terweisungen ans Licht kommen, damit ihr morgen zu bezeugen imstande seid, wie der Beginn dieser Kundgebung war. So werdet ihr das Datum meiner ersten Unterweisung kennen lernen, ihren Inhalt und den der letzten, welche euch das Jahr 1950 bringt – das festge­setzte Jahr, mit dem diese Offenba­rungszeit enden soll. (127, 14 - 15)

 87. Es ist notwendig, dass ihr mit je­nen sprecht, die mein Wort verbergen und die meine Unterweisungen verfäl­schen. Sprecht in aller Klarheit mit ihnen, Ich werde euch beistehen, damit ihr euren Standpunkt ihnen gegenüber vertretet. Denn es sind die Menschen, die Grund dafür sind, dass mein Werk morgen bemängelt und mein Gesetz verfälscht wird, weil sie meinem Werke etwas hinzugefügt haben, das nicht zu ihm gehört. (340, 39)

 88. Ich brachte euch dies Wort und ließ es euch in eurer Sprache hören, doch Ich gebe euch den Auftrag, es später in andere Sprachen zu überset­zen, damit es allen bekannt wird.

 89. Auf diese Weise werdet ihr den wahren "Turm Israels" zu bauen begin­nen - jenen, welcher alle Völker geistig zu einem einzigen vereint, welcher alle Menschen in jenem göttlichen, unwan­del­baren und ewigen Gesetze eint, das ihr in der Welt aus dem Munde Jesu erfahren habt, als er euch sagte: "Liebet einander!" (34, 59 - 60)


Das Geistige Israel und das jüdische Volk

 90. "Israel" nannte Ich das Volk, das Ich derzeit um meine neue Offenba­rung schare, denn niemand weiß besser als Ich, welcher Geist in jedem der Berufenen dieser "Dritten Zeit" wohnt.

 91. "Israel" hat eine geistige Bedeu­tung, und euch gebe Ich diesen Namen, damit ihr euch bewusst seid, dass ihr ein Teil des Volkes Gottes seid. Denn "Israel" stellt kein Volk der Erde dar, sondern eine Welt von Geistern.

 92. Dieser Name wird auf Erden er­neut bekannt werden, aber frei von Irrtümern, in seinem wahren Sinnge­halt, welcher geistig ist.

 93. Ihr müsst den Ursprung und die Bedeutung dieses Namens kennen; euer Glaube daran, dass ihr Kinder jenes Volkes seid, muss absolut sein, und ihr müsst völlige Erkenntnis dar­über haben, von wem und weshalb ihr diese Bezeichnung erhalten habt, damit ihr den Angriffen standhalten könnt, die euch morgen von denen zuteil wer­den, die dem Namen "Israel" einen anderen Sinn geben. (274, 47 - 50)

 94. Ich will von euch Gehorsam, Ich will, dass ihr ein durch seinen Glauben und seine Vergeistigung starkes Volk bildet; denn ebenso, wie Ich die Gene­rationen, die von Jakob abstammten, sich vervielfachen ließ – trotz der gro­ßen Nöte, die jenes Volk heimsuchten – so werde Ich auch bewirken, dass ihr, die ihr im Geiste jenen Samen in euch tragt, in euren Kämpfen durchhaltet, damit euer Volk sich noch einmal mehrt wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Meer.

 95. Ich habe euch wissen lassen, dass ihr geistig ein Teil jenes Volkes Israel seid, damit ihr eine umfassendere Kenntnis von eurer Bestimmung habt. Aber Ich habe euch zugleich empfoh­len, dass ihr die diesbezüglichen Pro­phetien nicht öffentlich verkündet, bis die Menschheit sie von sich aus ent­deckt.

 96. Denn da auf Erden noch das isra­elitische Volk existiert, der Jude nach dem Fleische, wird er euch diesen Na­men abstreiten und ihn euch nicht zu­gestehen, obwohl dies kein triftiger Grund für einen Streit ist.

 97. Sie wissen noch nichts von euch, ihr hingegen wisst vieles von ihnen. Ich habe euch offenbart, dass dies Volk, das auf Erden umherirrt und ohne Frieden im Geiste ist, Schritt für Schritt und ohne es zu wissen sich auf den Gekreuzigten zu bewegt, den es als seinen Herrn erkennen und den es um Vergebung bitten wird wegen seiner so großen Undankbarkeit und Hartherzig­keit angesichts seiner Liebe.

 98. Mein Körper wurde vom Kreuze abgenommen, aber für jene, die Mich Jahrhunderte hindurch verneint haben, bleibe Ich daran genagelt, und Ich warte weiterhin auf den Augenblick ihres Erwachens und ihrer Reue, um ihnen all das zu geben, was Ich ihnen entgegenbrachte und sie nicht empfan­gen wollten. (86, 11- 13)

 99. Seid in dieser Zeit nicht wie das jüdische Volk der "Zweiten Zeit", das – weil es traditionsgebunden, konservativ und fanatisch war – das Brot des Him­mels nicht essen konnte, das der Mes­sias ihm brachte, den es viele Jahrhun­derte lang erwartet hatte. Als die Stunde gekommen war, konnte es Ihn nicht erkennen, weil seine Vermateria­lisierung es daran hinderte, das Licht der Wahrheit zu schauen. (255, 19)

100. Aus fernen Landstrichen und Nationen werdet ihr eure Brüder im Verlangen nach Befreiung ihres Geis­tes ankommen sehen. Aus jenem alten Palästina werden sie ebenfalls in Scha­ren herbeikommen, wie damals, als die Stämme Israels die Wüste durchquer­ten.

 101. Lange und leidvoll ist seine Pil­gerschaft gewesen, seit es aus seinem Schoße Jenen verstieß, der ihm sein Reich als ein neues Erbe anbot. Doch schon nähert es sich der Oase, wo es ausruhen und über mein Wort nachsin­nen wird, um danach, in der Erkenntnis meines Gesetzes bestärkt, den Weg fortzusetzen, der ihm seine so lange Zeit vergessene Entwick­lung weist.

 102. Dann werdet ihr viele sagen hö­ren, dass eure Nation das neue Land der Verheißung ist, das Neue Jerusa­lem. Ihr werdet ihnen jedoch sagen, das jenes Gelobte Land jenseits dieser Welt liegt, und dass man, um zu ihm zu gelangen, dies im Geiste tun muss, nachdem man die große Wüste der Prüfungen dieser Zeit durchquert hat. Auch werdet ihr ihnen sagen, dass diese Nation nur eine Oase inmitten der Wüste ist.

 103. Du sollst jedoch begreifen, Volk, dass die Oase den erschöpften Wanderern Schatten spenden muss und außerdem ihr kristallklares und frisches Wasser den vor Durst ausgedörrten Lippen derer anbieten muss, die in ihr Zuflucht suchen.

 104. Was ist jener Schatten und jenes Wasser, von dem Ich zu euch spreche? meine Lehre, Volk, meine göttliche Unterweisung in der Liebestätigkeit. Und in wen habe Ich diesen Reichtum an Gnade und an Segnungen gelegt? in dich, Volk, damit du dein Herz immer mehr von jeder Selbstsucht freimachst und es bei jedem deiner Werke als einen reinen Spiegel vorweisen kannst.

 105. Würde euer Geist und Herz nicht von Wonne erfüllt werden, wenn es durch eure Liebe gelänge, jenes Volk, das so an seinen Traditionen hängt und geistig stehen geblieben ist, zur Trinitarisch-Marianischen Geist­lehre zu bekehren? Wäre nicht Freude unter euch, wenn sich das "Alte Israel" durch Vermittlung des "Neuen Israel" bekehren würde, das heißt, dass das erstere Gnade erlangen würde durch das letztere?

 106. Bis jetzt hat nichts das jüdische Volk davon überzeugt, dass es mit den alten Überlieferungen brechen muss, um seine sittliche und geistige Auf­wärts­entwicklung zu erreichen. Es ist das Volk, das glaubt, die Gesetze Jeho­vas und Moses zu erfüllen, das aber in Wirk­lichkeit noch immer sein Golde­nes Kalb anbetet.

 107. Die Zeit ist nahe, in der dies ir­rende und über die Welt verstreute Volk aufhört, auf die Erde zu schauen, und es seine Augen zum Himmel er­hebt, auf der Suche nach jenem, der ihm von Anfang an als sein Erlöser verheißen war und den es verkannte und tötete, weil es Ihn für arm hielt und nichts Gutes an Ihm fand. (35, 55 - 58)

 108. Fasst die Tatsache, dass Ich ein Volk der Erde unter den anderen er­wählt habe, nicht als eine Bevorzugung auf: Ich liebe alle meine Kinder und die Völker, die sie gebildet haben, glei­chermaßen.

 109. Jedes Volk bringt eine Mission zur Erde mit, und die Bestimmung, die "Israel" mitgebracht hat, ist jene, unter den Menschen der Prophet Gottes, der Leuchtturm des Glaubens und der Weg zur Vollkommenheit zu sein.

 110. Meine Prophetien und Offen­barungen, die Ich euch seit den ersten Zeiten gegeben habe, wurden nicht richtig ausgelegt, weil die Stunde noch nicht gekommen war, in der die Menschheit sie verstanden hätte.

 111. Früher war "Israel" ein Volk der Erde; heute sind es über die Welt ver­streute Menschen; morgen wird das Volk Gottes aus allen Geistwesen be­stehen, welche zusammen mit ihrem Vater in vollkommener Harmonie die Göttliche Familie bilden werden. (221, 27 - 30)


Jüngerschaft und Spiritualität

 112. Lernet, einander zu lieben, zu segnen, zu vergeben, sanft und liebe­voll, gut und edel zu sein, und begreift, dass wenn ihr dies nicht tut, sich in eurem Leben die Werke Christi, eures Meisters, nicht im Geringsten wider­spiegeln werden.

 113. Ich spreche zu allen und fordere euch alle auf, die Fehler zu beseitigen, die euch während so vieler Jahrhun­derte in eurer Entwicklung aufgehalten haben. (21, 22 - 23)

 114. Vergesst nicht, dass euer Ur­sprung in meiner Liebe ist. Heute ist euer Herz durch Selbstsucht verhärtet, doch wenn es einmal wieder für jede geistige Inspiration empfänglich wird, wird es Liebe für seine Nächsten emp­finden und fremden Schmerz mitfüh­len, als ob es der eigene wäre. Dann werdet ihr fähig sein, das Gebot zu erfüllen, das euch sagt: "Liebet einan­der." (80, 15)

115. Diese Welt ist das geeignete Feld, um zu arbeiten. In ihr ist Schmerz, Krankheit, Sünde in allen Formen, Laster, Zwietracht, verirrte Jugend, Alter ohne Würde, zum Bösen missbrauchte Wissenschaft, Hass, Krieg und Lüge.

 116. Dies sind die Felder, auf denen ihr arbeiten und säen sollt. Doch wenn euch jener Kampf der euch unter den Menschen erwartet, gigantisch er­scheint – wahrlich, Ich sage euch, ob­schon er groß ist, ist er nicht mit dem zu vergleichen, den ihr mit euch selbst beginnen müsst: den Kampf des Geis­tes, der Vernunft und des Ge­wissens gegen die Leidenschaften des Flei­sches, ihre Eigenliebe, ihre Selbst­sucht, ihre Vermaterialisierung. Doch solange ihr nicht über euch selbst gesiegt habt – wie könnt ihr da aufrichtig von Liebe, von Gehorsam, von Demut und Ver­geistigung zu euren Mitmenschen spre­chen? (73, 18 - 19)

 117. Die Tugend ist verachtet und für etwas Schädliches oder Unnützes gehalten worden. Jetzt ist die Zeit ge­kommen, in der ihr begreifen sollt, dass nur die Tugend euch das Heil bringen wird, euch den Frieden fühlen lassen und euch mit Befriedigung erfüllen wird. Aber noch immer muss die Tu­gend viele Be­hinderungen und Be­drängnisse erleiden, bevor sie in alle Herzen einziehen kann.

 118. Die Soldaten, die sie verteidi­gen, müssen mit großer Anstrengung und großem Glauben kämpfen. Wo sind diese Soldaten des Guten, der tätigen Nächstenliebe und des Frie­dens? Glaubt ihr es zu sein?

 119. Ihr prüft euch innerlich und antwortet Mir, dass ihr es nicht seid. Dafür sage Ich euch, dass ihr alle mit gutem Willen zu jenen Soldaten gehö­ren könnt. Wozu, glaubt ihr denn, bin Ich zu euch gekommen? (64, 16)

 120. Liebt, sprecht, wenn ihr es tun müsst – schweigt, wenn es angebracht ist, sagt niemandem, dass ihr meine Er­wählten seid. Meidet die Schmeichelei und macht die Wohltaten, die ihr tut, nicht bekannt. Wirkt im Stillen und bezeugt dabei mit euren Werken der Liebe die Wahrheit meiner Lehre.

 121. Lieben ist eure Bestimmung. Liebet, denn so werdet ihr eure Makel abwaschen, sowohl von eurem gegen­wärtigen Leben, als auch von früheren Leben. (113, 58 - 59)

 122. Weist die Schmeichelei von euch, denn sie ist eine Waffe, die eure edlen Gefühle zerstören wird. Sie ist ein Schwert, das jenen Glauben töten kann, den Ich in euren Herzen entzün­det habe.

 123. Wie könnt ihr zulassen, dass die Menschen den Altar zerstören, den ihr im Innersten eures Wesens besitzt? (106, 47 - 48)

 124. Verwechselt nicht Demut mit Dürftigkeit der Kleidung. Glaubt auch nicht, dass derjenige demütig ist, der ein Minderwertigkeitsgefühl in sich hat und aus diesem Grunde gezwungen ist, den andern zu dienen und sich vor ihnen zu verneigen. Ich sage euch, die wahre Demut ist in jenem, der zwar zu beurteilen vermag, dass er jemand ist, und der weiß, dass er manche Erkennt­nis besitzt, der sich jedoch zu den an­dern herabzuneigen bereit ist und Freude daran hat, das mit ihnen zu teilen, was er hat.

 125. Welch dankbares Gefühl habt ihr, wenn ihr erlebt, dass ein unter den Menschen angesehener Mensch euch gegenüber Zuneigung, Verständnis, Bescheidenheit bekundet. Das gleiche Gefühl könnt ihr denen vermitteln, die unter euch stehen oder sich so fühlen.

 126. Versteht, euch herabzubeugen, versteht, die Hand zu reichen, ohne Überlegenheit zu fühlen, lernt, ver­ständnisvoll zu sein. Ich sage euch, dass in diesen Fällen nicht nur derje­nige beglückt ist, der den Beweis von Zuneigung, den Beistand oder den Trost empfängt, sondern auch der, welcher ihn gibt, denn er weiß, dass es über ihm Einen gibt, der ihm selbst Beweise von Liebe und Demut gege­ben hat, und dieser ist sein Gott und Herr. (101, 60 + 62)

 127. Lebt rein, demütig, einfach. Er­füllt alles, was im menschlichen Be­reich gerecht ist, ebenso wie alles, was euren Geist anbelangt. Entfernt aus eurem Leben das Überflüssige, das Künstliche, das Schädliche, und er­quickt euch stattdessen an allem, was sich an Gutem in eurem Dasein findet. (131, 51)

 128. Seht in niemandem einen Feind, seht in allen Menschen eure Ge­schwister, das ist euer Auftrag. Wenn ihr bis zum Ende darin beharrlich bleibt, werden auf Erden die Gerech­tigkeit und die Liebe siegen, und dies wird euch den Frieden und die Sicher­heit geben, die ihr so sehr ersehnt. (123, 65)

 129. Gebt eurem Herzen Freiheit, damit es den Schmerz der anderen mitzufühlen beginnt. Lasst es nicht nur damit beschäftigt und bemüht sein, aus­schließlich das zu fühlen, was eure Person betrifft. Seid nicht mehr gleich­gültig gegenüber den Prüfungen, die die Menschheit durchlebt.

 130. Wann wird eure Liebe so groß sein, dass sie viele Mitmenschen um­fassen kann, um sie zu lieben, wie ihr jene liebt, die euer Blut in sich tragen und Fleisch von eurem Fleische sind?

 131. Wenn ihr wüsstet, dass ihr es mehr dem Geist als dem Körper nach seid, würden es viele nicht glauben. Doch Ich sage euch: gewiss seid ihr mehr dem Geist als eurer Körperhülle nach Geschwister, denn der Geist ge­hört der Ewigkeit an, während der Körper vergänglich ist.

 132. Bedenkt also die Tatsache, dass die Familien hier auf Erden heute ent­stehen und sich morgen wieder auflö­sen, während die geistige Familie für immer existiert. (290, 39 - 41)

 133. Meint ihr, die ihr diese Worte vernehmt, dass Ich in eure Herzen Ab­neigung oder Übelwollen gegenüber denen eurer Mitmenschen säen könnte, die sich zu andern Konfessionen be­kennen? Nie­mals, Jünger, ihr seid es, die beginnen sollen, das Beispiel von Brüderlichkeit und Harmonie zu geben, indem ihr alle mit der gleichen Zunei­gung betrachtet und liebt, mit der ihr die anblickt, die eure Art zu denken teilen. (297, 49)

 134. Ich weiß, je größer eure Er­kenntnis ist, desto größer wird eure Liebe zu Mir sein. Wenn Ich euch sage: "liebt Mich" – wisst ihr dann, was Ich euch damit sagen will? Liebt die Wahrheit, liebt das Gute, liebt das Licht, liebt euch untereinander, liebt das wahre Leben. (297, 57 - 58)

 135. Wisset, Jünger, dass das Ziel eures Kampfes jene Geistesverfassung ist, welche kein Schmerz mehr erreicht, und dies Ziel wird durch Verdienste, Kämpfe, Prüfungen, Opfer und Entsa­gungen erreicht.

 136. Beachtet jene Fälle von Geduld, Glauben, Demut und Ergebung, die ihr manchmal bei einigen eurer Mitmen­schen entdeckt. Es sind von Mir ge­sandte Geistwesen, die ein Beispiel von Tugend unter der Menschheit geben sollen. Dem Anschein nach ist das Schicksal dieser Geschöpfe traurig, dennoch wissen sie in ihrem Glauben, dass sie gekommen sind, um eine Mis­sion zu erfüllen.

 137. Große Beispiele meiner Boten und Jünger habt ihr in eurer Geschichte empfangen – Namen, die euch bekannt sind; aber verkennt deswegen nicht die kleinen Vorbilder, denen ihr auf eurem Lebensweg begegnet. (298, 30 - 32)

 138. Glaubt nicht, dass es nur im Schoße des Volkes Israel Propheten, Wegbereiter und Lichtgeister gegeben hat. Auch in andere Völker habe Ich einige von ihnen gesandt, doch die Menschen hielten sie für Götter und nicht für Abgesandte und schufen aus ihren Lehren Religionen und Kulte. (135, 15)

 139. Seht immer zuerst den "Balken", den ihr im Auge habt, Jünger, um das Recht zu haben, den "Splitter" zu be­trachten, den euer Bruder hat.

 140. Damit will Ich euch sagen, dass ihr meine Lehre nicht dazu verwenden sollt, die Handlungsweisen eurer Mit­menschen innerhalb ihrer verschiede­nen Konfessio­nen zu verur­tei­­len.

 141. Wahrlich, Ich sage euch, auf all jenen Pfaden gibt es Herzen, die Mich durch ein edles und mit Opfern über­sätes Leben suchen.

 142. Dennoch fragt der Jünger Mich immer wieder, warum Ich jene Unter­schiedlichkeit der Weltanschau­ungen zulasse, die sich zuweilen widerspre­chen, Differenzen schaffen und Feind­schaften zwischen den Menschen her­vorrufen.

 143. Dazu sagt euch der Meister: Es ist deswegen zugelassen worden, weil es keine zwei Geistwesen gibt, die genau dasselbe Verständnis, das glei­che Licht, denselben Glauben haben, und weil euch außerdem Willensfrei­heit gegeben wurde, um euren Weg zu wählen. Ihr seid niemals gezwungen worden, den Pfad des Gesetzes zu ge­hen, sondern seid dazu eingeladen worden, wodurch ihr die Freiheit be­hieltet, im Verlangen nach der Wahr­heit wirkliche Verdienste zu erwerben. (297, 23 - 24)

 144. Ich will, dass ihr lernt, bei euren Urteilen nicht leichtfertig zu sein, noch euch vorschnell vom ersten Eindruck bestimmen zu lassen.

 145. Ich gebe euch diesen Hinweis, damit ihr, wenn ihr mein Wort auslegt, und auch wenn ihr über Lehren, Reli­gionen, Philosophien, Kulte, geistige Offenbarungen oder Wissenschaften ur­teilen müsst, erkennt, dass das, was ihr wisst nicht alles ist, was existiert und dass die Wahrheit, die ihr kennt nur ein minimaler Teil der absoluten Wahrheit ist, die sich hier auf eine Art offenbart, die sich aber auf viele an­dere, euch un­bekannte Arten offenba­ren kann. (266, 33)

 146. Respektiert die religiösen Über­zeugungen eurer Mitmenschen, und wenn ihr ihre Kirchen betretet, so ent­blößt eure Häupter in aufrichtiger An­dacht, da ihr wisst, dass Ich bei jedem Gottesdienste ge­genwärtig bin.

 147. Verleugnet die Welt nicht, um Mir nachzufolgen, und trennt euch auch nicht von Mir unter dem Vor­wand, dass ihr Pflichten in der Welt habt. Lernt, beide Gesetze in ein einzi­ges zu verschmelzen. (51, 53)

 148. Segne Ich nicht die ganze Menschheit, ohne jemanden zu bevor­zugen? Von jenem "Mantel" des Se­gens sind sowohl die Guten und Sanftmütigen, als auch die Hochmüti­gen und Kriminellen umgeben. Warum nehmt ihr Mich nicht zum Vorbild? Fühlt ihr etwa Abscheu vor den Hand­lungen der anderen?

 149. Vergesst nicht, dass ihr ein Teil der Menschheit seid, dass ihr sie lieben und ihr vergeben, doch sie nicht ableh­nen sollt, denn dies wäre so, wie wenn ihr vor euch selbst Ekel fühlen würdet. Alles, was ihr an euren Nächsten seht, habt ihr selbst in höherem oder gerin­gerem Maße.

 150. Deshalb will Ich, dass ihr euer Inneres zu ergründen lernt, damit ihr euer geistiges und moralisches Ange­sicht kennen lernt. So werdet ihr euch selbst zu beurteilen verstehen und das Recht haben, auch auf andere zu bli­cken.

 151. Sucht nicht nach Fehlern bei euren Mitmenschen; mit denen, die ihr habt, ist es genug. (286, 41 - 42)

 152. Glaubt ihr, dass ihr mein Gebot, einander zu lieben, erfüllt, wenn ihr eure Liebe egoistisch auf eure Familie beschränkt? Glauben die Religions­gemeinschaften, jenes höchste Gebot zu erfüllen, wenn sie nur ihre Gläubi­gen anerkennen und jene ablehnen, die zu einer andern Konfession gehören?

 153. Die großen Völker der Welt, die mit Zivilisation und Fortschritt prahlen – können sie etwa behaupten, dass sie geistig Fortschritt erreicht und jene Anweisung Jesu befolgt haben, wenn ihr ganzes Streben darin besteht, sich auf einen brudermörderischen Krieg vorzu­bereiten?

 154. Ach ihr Menschen, nie habt ihr den Wert meines Wortes zu schätzen gewusst, noch habt ihr euch an den Tisch des Herrn setzen wollen, weil er euch allzu be­scheiden erschien! Den­noch erwartet euch mein Tisch weiter­hin mit dem Brot und dem Wein des Lebens für euren Geist. (98, 50 - 51)

 155. Betrachtet mein Werk nicht als Bürde und sagt nicht, dass die Erfül­lung der schönen Aufgabe, den Vater und eure Mitmenschen zu lieben, für euren Geist schwer sei. Was wirklich schwer ist, ist das Kreuz der eigenen und fremden Schlechtigkeiten, um derentwillen ihr weinen, bluten und sogar sterben müsst. Die Undankbar­keit, die Verständnis­losigkeit, die Selbstsucht und die Verleumdung wer­den wie eine Last auf euch liegen, wenn ihr ihnen Obdach gewährt.

 156. Dem widerspenstigen Menschen mag die Erfüllung meines Gesetzes hart und schwer erscheinen, weil es vollkommen ist und weder die Schlechtig­­keit, noch die Lüge begüns­tigt. Für den Gehorsamen jedoch ist das Gesetz seine Schutzwehr, seine Stütze und sein Heil. (6, 16 - 17)

 157. Auch sage Ich euch: Die Men­schen müssen an die Menschen glau­ben, müssen Glauben und Vertrauen zueinander haben, denn ihr müsst zu der Überzeugung kommen, dass ihr alle auf der Erde einander braucht.

 158. Meint nicht, dass es mir gefällt, wenn ihr sagt, dass ihr an Mich glaubt, und Ich dabei weiß, dass ihr an der ganzen Welt zweifelt. Denn was Ich von euch erwarte, ist dies, dass ihr Mich durch die Liebe, die ihr euren Nächsten entgegenbringt, liebt und denen vergebt, die euch beleidigen ; dass ihr dem Ärmsten, Geringsten oder Schwächsten liebevoll beisteht, eure Mitmenschen unterschiedslos liebt und bei allen euren Werken größte Selbst­losigkeit und Wahrhaftigkeit walten lasst.

 159. Lernet von Mir, denn Ich habe niemals an euch gezweifelt, glaube an eure Rettung und vertraue darauf, dass ihr euch aufraffen werdet, um das wahre Leben zu erreichen. (167, 5 - 7)

 160. Liebt euren Vater, habt Erbar­men mit euren Nächsten, trennt euch von allem, was für euer menschliches Leben oder für euren Geist schädlich ist. Dies lehrt euch meine Lehre. Wo seht ihr da die Schwierigkeiten und die Unmöglichkeiten?

 161. Nein, geliebtes Volk, es ist nicht unmöglich, mein Wort zu befolgen: nicht dieses ist schwierig, sondern eure Besserung, Erneuerung und Ver­geisti­gung, weil es euch an hochherzigen Gefühlen und hohem Streben mangelt. Doch da Ich weiß, dass all eure Zwei­fel, Unwissenheit und Unentschlossen­heit verschwinden müssen, werde Ich euch weiterhin lehren, denn für Mich gibt es nichts Unmögliches. Ich kann Steine in Brot des ewigen Lebens ver­wandeln und kristallklares Wasser aus Felsen sprudeln lassen. (149, 63 - 64)

 162. Ich erinnere euch an das Gesetz – jenes, das nicht aus eurem Gewissen gelöscht werden kann, noch von eurem Herzen vergessen, noch in Frage ge­stellt werden darf, weil es von der wei­sen Intelligenz, der Universellen Intel­ligenz diktiert wurde, damit jeder Mensch innerlich das Licht besitzen würde, das ihn auf den Weg zu Gott führt.

 163. Es ist notwendig, eine tiefe Er­kenntnis des Gesetzes zu haben, damit sich alle Handlungen des Lebens auf die Wahrheit und die Gerechtigkeit stützen. Ohne Kenntnis des Gesetzes werdet ihr zwangsläufig viele Fehler begehen. Doch Ich frage euch: Hat euch euer Gewissen etwa nie zum Lichte der Erkenntnis gebracht? Wahr­lich, Ich sage euch, das Gewissen ist niemals untätig oder gleichgültig ge­wesen. Es ist euer Herz, es ist auch euer Verstand, die das innere Licht zurückweisen, fasziniert vom Glanz des äußeren Lichtes, das heißt vom Wissen der Welt. (306, 13 - 14)

 164. Heute, da Ich eine ausführliche Erläuterung meiner Unterweisung gebe, muss Ich euch begreiflich ma­chen, dass alles, was ihr außerhalb der Gesetze tut, die den Geist oder den Körper regieren, zum Schaden beider gereicht.

 165. Das Gewissen, die Intuition und die Erkenntnis sind die Führer, die euch den sicheren Weg weisen und euch Stürze vermeiden lassen werden. Diese Lichter gehören dem Geiste an, aber es ist not­wendig, sie zum Erstrah­len zu bringen. Wenn einmal jene Klarheit in jedem von euch da ist, wer­det ihr ausrufen: "Vater, Dein Erlö­sungssame keimte in meinem Wesen, und Dein Wort erblühte endlich in meinem Leben." (256, 37 - 38)

 166. Ich bin gekommen, um eurem Geist Größe zu geben – eine Größe, die in der Erfüllung meines Gesetzes be­gründet ist, welches meine Liebe ist. Doch dieser Größe müsst ihr euch würdig erweisen, indem ihr eure Mis­sion in der Nachfolge eures Meisters erfüllt. (343, 29)

 167. Immer werde Ich euch sagen: Macht Gebrauch von den Befriedigun­gen, die eure Welt euch gewähren kann, aber genießt sie im Rahmen mei­nes Gesetzes, und ihr werdet vollkom­men sein.

 168. Ihr vernehmt immer wieder den Vorwurf des Gewissens, und zwar deshalb, weil ihr Körper und Geist nicht durch das von Mir gegebene Ge­setz in Einklang gebracht habt.

 169. Oftmals sündigt ihr weiterhin, weil ihr glaubt, dass euch nicht verge­ben wird. Dies ist eine irrige Meinung, denn mein Herz ist eine Tür, die für den, der bereut, immerdar offen steht.

 170. Lebt denn in euch keine Hoff­nung mehr, die euch ermutigt, auf eine bessere Zukunft zu hoffen? Lasst euch nicht von Schwermut und Verzweif­lung erfassen. Denkt an meine Liebe, die immer bei euch ist. Sucht bei Mir die Antwort auf eure Zweifel, und ihr werdet euch bald von einer neuen Of­fenbarung erleuchtet fühlen. Das Licht des Glaubens und der Hoffnung wird tief in eurem Geist aufleuchten. Dann werdet ihr eine Schutzwehr der Schwa­chen sein. (155, 50 - 53)

 171. Lebt immer geistig wachsam, damit ihr denen von Herzen vergeben könnt, die euch verletzt haben. Denkt im voraus darüber nach, dass, wer sei­nen Mitmenschen verletzt, dies nur tut, weil es ihm an geistigem Lichte man­gelt; doch Ich sage euch, dass die Ver­gebung das einzige ist, was in jene Herzen Licht bringen kann. Groll oder Rache vermehren die Finsternis und ziehen das Leid herbei. (99, 53)

 172. Euer Gewissen, das von euch vollkommene Werke fordert und er­wartet, wird euch nicht in Ruhe lassen, bis ihr euren Mitmenschen wahre Ver­gebung gewährt.

 173. Warum solltet ihr jene hassen, die euch beleidigen, wenn sie nur Stu­fen sind, damit ihr zu Mir gelangt? Wenn ihr vergebt, werdet ihr Ver­dienste erwerben, und wenn ihr im Himmelreich seid, werdet ihr auf der Erde diejenigen erkennen, die euch bei eurem geistigen Aufstieg behilflich waren. Dann werdet ihr den Vater bit­ten, dass auch sie die Mittel finden, um sich zu retten und zu ihrem Herrn zu kommen, und eure Fürsprache wird sie diese Gnade erlangen lassen. (44, 44 - 45)

 174. Wendet euch nicht von jenen ab, die in ihrer Verzweiflung gegen Mich oder gegen euch lästern. Ich gebe euch für sie einen Tropfen meines Balsams.

 175. Seid bereit, jedem zu vergeben, der euch in dem für euch Liebsten verletzt. Wahrlich, Ich sage euch, jedes Mal, wenn ihr bei einer dieser Prüfun­gen aufrichtige und wahrhaftige Ver­gebung gewährt, wird es eine weitere Stufe sein, die ihr auf eurem geistigen Entwicklungsweg erreicht.

 176. Werdet ihr also Groll empfinden und jenen die Vergebung verweigern, die euch helfen, Mir näher zu kom­men? Werdet ihr auf die geistige Wonne verzichten, Mich zum Vorbild zu nehmen, und zulassen, dass Ge­walttätigkeit euer Gehirn verfinstert, um jeden Schlag zurückzugeben?

 177. Wahrlich, Ich sage euch, diese Menschheit kennt noch nicht die Macht der Vergebung und die Wunder, die sie bewirkt. Wenn sie einmal Glauben an mein Wort hat, wird sie sich von dieser Wahrheit überzeugen. (111, 64 - 67)

 178. Geliebtes Volk: Vereinigt euch mit euren Brüdern, damit, wenn ihr in Zwiesprache mit Mir seid, ihr durch die Liebe, die Ich euch inspiriert habe, selbst die schwersten Beleidigungen vergebt. Warum solltet ihr nicht dem vergeben, der nicht weiß, was er tut? Er weiß es nicht, weil er nicht erkennt, dass er sich dieses Böse selbst antut. (359, 25)

 179. Vergebt so oft, wie ihr beleidigt werden mögt. Beachtet nicht einmal die Zahl der Fälle, in denen ihr verge­ben müsst. Eure Bestimmung ist so hoch, dass ihr euch nicht in diesen Fußangeln des Weges verfangen dürft; denn weiter vorne erwarten euch sehr große Aufgaben.

 180. Euer Geist soll immer bereit sein zur Liebe, zum Verständnis und zum Guten, damit ihr zu höheren Ebe­nen aufsteigt.

 181. So, wie in vergangenen Zeiten viele eurer Geschwister mit ihren Wer­ken schöne Seiten in das Ewige Buch des Geistes schrieben, sollt ihr in ihrer Nachfolge jene Historie fortsetzen, als Vorbild und zur Freude der neuen Ge­nerationen, die auf die Erde kommen werden. (322, 52)

 182. Pflegt den Frieden, liebt ihn und verbreitet ihn überall, denn wie sehr benötigt ihn die Menschheit!

 183. Lasst euch nicht von den wech­selvollen Geschicken des Lebens ver­stören, damit ihr immer stark bleibt und bereit, das zu geben, was ihr besitzt.

 184. Jener Friede, welcher Erbgut jeden Geistes ist, ist in dieser Zeit ent­flohen und hat dem Kriege Platz ge­macht und Nationen gemartert, Institu­tionen zerstört und Geistwesen zugrun­degerichtet.

 185. Der Grund dafür ist, dass das Böse sich des menschlichen Herzens be­mächtigt hat. Der Hass, der maßlose Ehrgeiz, die hemmungslose Habgier breiten sich aus und richten Schaden an. Aber wie kurz wird derer Herr­schaft nur noch sein.

 186. Zu eurer Freude und Beruhi­gung kündige Ich euch an, dass eure Befreiung bereits nahe ist, dass viele Menschen sich für dieses Ziel einset­zen, die danach verlangen, in einer Atmosphäre von Brüderlichkeit, von Reinheit und Gesundheit zu atmen. (335, 18)

 187. Ihr sollt auf eurem ganzen Le­benswege tätige Nächstenliebe üben; dies ist eure Aufgabe. Ihr besitzt viele Begabungen, um auf verschiedene Arten selbstlose Hilfe zu leisten. Wenn ihr euch vorzubereiten versteht, werdet ihr das, was ihr unmöglich nennt, voll­bringen.

 188. Die Liebestätigkeit, die ihr mit einem Geldstück ausübt – obgleich auch sie Liebestätigkeit ist – wird doch die weniger hochstehende sein.

 189. Liebe, Vergebung und Frieden müsst ihr den Herzen eurer Mitmen­schen bringen.

 190. Ich will keine in meinem Ge­setze geschützten Pharisäer und Heuchler mehr. Ich will Jünger, die den Schmerz ihrer Mitmenschen fühlen. Allen, die sich reuevoll erheben, werde Ich vergeben, ganz gleich, zu welcher Sekte oder Kirche sie sich bekennen, und werde ihnen den wahren Weg ganz klar vor Augen führen. (10, 104 - 107)

 191. Hört Mich an: seid demütig auf der Welt und sät Gutes auf ihr, damit ihr die Früchte davon im Himmel ern­tet. Wenn es euch nicht gefällt, Zeugen zu haben, wenn ihr Böses tut – warum ist es euch angenehm, solche zu haben, wenn ihr gute Werke tut? Wessen könnt ihr euch rühmen, da ihr nur eure Pflicht erfüllt habt?

 192. Begreift, dass Lobreden eurem Geist schaden, da ihr noch so uner­fahren und menschlich seid.

 193. Warum erwartet ihr sofort, nachdem ihr ein gutes Werk getan habt, dass euer Vater euch die Belohnung dafür gibt? Wer so denkt, handelt nicht uneigennützig, und daher ist seine Wohltätigkeit falsch, und seine Liebe ist weit davon entfernt, wahrhaftig zu sein.

 194. Lasst die Welt sehen, dass ihr gute Werke tut, doch nicht in der Ab­sicht, Ehrungen zu empfangen, sondern nur, um gute Beispiele und Lehren zu geben und Meine Wahrheit zu bezeu­gen. (139, 56 - 58)

 195. Wenn euer Geist sich im "Geis­tigen Tale" einfindet, um von seinem Aufenthalt und seinen Werken auf Erden Rechenschaft abzulegen, so wird das, wonach Ich euch am meisten frage, all das sein, was ihr zugunsten eurer Mitmenschen erbeten und getan habt. Dann werdet ihr euch meiner Worte an diesem Tage erinnern. (36, 17)

 196. In der "Zweiten Zeit" gab die Menschheit Mir ein Kreuz aus Holz, zu dessen Martyrium Mich die Menschen verurteilten. Aber auf meinem Geiste trug Ich ein anderes, schwereres und blutigeres: das eurer Unvollkommen­heiten und das eurer Undankbarkeit.

 197. Wärt ihr fähig, ein Kreuz der Liebe und des Opfers für eure Nächs­ten auf den Schultern zu tragen und so in meine Gegenwart zu gelangen? Seht, dazu sandte Ich euch zur Erde; deshalb wird eure Rückkehr dann geschehen, wenn ihr mit erfüllter Mission vor Mich tretet. Dies Kreuz wird der Schlüssel sein, der euch die Tore des verheißenen Königreiches öffnet. (67, 17 - 18)

 198. Ich verlange nicht von euch, dass ihr alles hinter euch lasst, wie Ich es von denen verlangte, die Mir in der "Zweiten Zeit" nachfolgten. Unter ihnen verließ mancher seine Eltern, ein anderer seine Lebensgefährtin; sie verließen ihr Haus, ihr Gestade, ihr Fischerboot und ihre Netze – all dies ließen sie hinter sich, um Jesus nachzu­folgen. Ebenso wenig sage Ich euch, dass es notwendig ist, dass ihr in dieser Zeit euer Blut vergießt. (80, 13)

 199. Begreift, dass ihr euch geistig und körperlich wandeln müsst, dass viele eurer Bräuche und Überlieferun­gen – ein Erbe eurer Vor­fahren – aus eurem Leben ver­schwinden müssen, um der Ver­geistigung Platz zu machen. (63, 15)

 200. Ihr versteht derzeit nicht alle, was "Vergeistigung" bedeutet, noch begreift ihr, warum Ich euch auffor­dere, diese innere Erhebung zu erlan­gen. Könnt ihr meinen Geboten gegen­über etwa willig und gehorsam sein, wenn euch nicht ein­mal klar wird, wozu Ich euch auf­fordere?

 201. Aber manche ver­stehen das Ideal, das der Meister seinen Jüngern inspiriert, und diese werden sich beei­len, seinen Hinweisen zu folgen. (261, 38)

 202. Wenn ihr wirklich das Verlan­gen habt, Meister in der Vergeistigung zu werden, müsst ihr beharrlich, gedul­dig, lernbegierig und aufmerksam sein, denn dann werdet ihr Gelegenheit ha­ben, auf eurem Wege nach und nach die Frucht eurer Werke zu ernten, wo­durch ihr Erfahrung ansammeln wer­det, welche Licht, welche Erkenntnis des wahren Lebens ist. (172, 9)

 203. Ich bringe eine neue Lektion, durch die ihr lernen werdet, auf Erden geistig zu leben, was das wahre Leben ist, das den Menschen von Gott be­stimmt ist.

 204. Ich habe euch bereits gesagt, dass "Vergeistigung" nicht Frömmelei, noch religiöser Fanatismus oder über­natürliche Praktiken bedeutet. Vergeis­tigung be­deutet Harmonie des Geistes mit dem Körper, Befolgung der göttli­chen und menschlichen Gesetze, Schlichtheit und Reinheit im Leben, absoluter und tiefer Glaube an den Vater, Vertrauen und Freude daran, Gott im Nächsten zu dienen, Ideale der Vervollkommnung der Moral und des Geistes. (279, 65 - 66)

 205. Ihr fragt euch, welche Bedeu­tung die "sieben Stufen der Himmels­leiter" haben, und euer Meister sagt euch mit Bestimmtheit: Die Zahl Sie­ben bedeutet Spiritualität, es ist die Spiritualität, die Ich in meinem auser­wählten Volke Israel sehen möchte.

 206. Ihr müsst mit all euren Tugen­den und entfalteten Fähigkeiten zu Mir kommen. Auf der siebten Stufe oder Etappe eurer Entwicklung werdet ihr bei Mir ankommen und sehen, dass der Himmel seine Pforten öffnet, um euch zu empfangen. (340, 6)

 207. Begreift zunächst, dass, solange die Menschen nicht völlige Vergeisti­gung erreichen, sie materielle Kirchen nötig haben werden und vor ihre Au­gen Skulpturen oder Bilder stellen werden, die ihnen meine Gegenwart fühlbar machen sollen.

 208. Den Grad der Vergeistigung oder des Materialismus’ der Menschen könnt ihr an der Art ihrer religiösen Verehrung ermessen. Der Materialist sucht Mich in den Dingen der Erde, und wenn er Mich nicht seinen Wün­schen gemäß zu Gesicht bekommt, stellt er Mich auf irgendeine Weise dar, um das Gefühl zu haben, dass er Mich vor sich hat.

 209. Wer Mich als Geist begreift, fühlt Mich in sich, außerhalb von sich und in allem, was ihn umgibt, weil er zu meinem eigenen Tempel geworden ist. (125, 49 - 51)

 210. Bringt Mir geistige Verehrung dar und seid nicht wie jene, welche Kirchen und Altäre errichten, die mit Gold und Edelsteinen bedeckt sind, wie jene welche lange Wallfahrten unter­nehmen, sich mit rohen und grausamen Geißelungen züchtigen, unter Lippen­gebeten und Gebetslitaneien sich auf die Knie werfen, und die doch noch nicht fähig waren, Mir ihr Herz zu übergeben. Ich habe euch durch das Ge­wissen ermahnt, und darum sage Ich euch: wer redet und davon spricht, was er tat, und es ausposaunt, hat keinerlei Verdienst beim Himmlischen Vater. (115, 9)

 211. Um mein Gesetz zu erfüllen, müsst ihr beten, euren Geist immer zu eurem Vater erheben.

 212. Ich habe gesehen, dass ihr, um zu beten, vorzugsweise die Einsamkeit und die Stille aufsucht, und ihr tut gut daran, wenn ihr durch das Gebet Inspi­ration zu erlangen sucht oder wenn ihr Mir danken wollt. Doch ebenso sage Ich euch, dass ihr beten sollt, in wel­cher Lage ihr euch immer befindet, damit ihr in den schwersten Augenbli­cken eures Lebens meine Hilfe anzuru­fen versteht, ohne den Gleichmut, die Selbstbeherrschung, den Glauben an meine Gegenwart und das Vertrauen in euch zu verlieren. (40, 34 - 35)

 213. Erzählt Mir in der Stille eure Leiden, vertraut Mir eure Sehnsüchte an. Obwohl Ich alles weiß, will Ich, das ihr nach und nach lernt, euer eigenes Gebet zu formulieren, bis ihr soweit seid, die vollkommene Zwiesprache eures Geistes mit dem Vater auszu­üben. (110, 31)

 214. Ihr seid euch der Wirkung be­wusst geworden, die das Gebet hat, und habt die unermessliche Macht begrif­fen, die ihm innewohnt, wenn ihr es empor sendet ‑ sowohl, um eine geis­tige Not abzu­wenden, als auch, um die Lösung einer materiellen Notlage zu erbitten.

 215. Erinnert euch, dass es oftmals genügt hat, das Wort "Vater" auszu­sprechen, um euer ganzes Wesen erbeben zu lassen und um eurem Her­zen das Gefühl zu geben, von dem Trost, den seine Liebe schenkt, durch­flutet zu werden.

 216. Wisset, dass immer dann, wenn euer Herz Mich mit Innigkeit nennt, auch mein Geist vor Freude erbebt.

 217. Wenn ihr Mich "Vater" nennt, wenn dieser Name aus eurem Innern hervor­bricht, wird eure Stimme im Himmel vernommen und ihr entreißt der Gött­lichen Weisheit irgendein Ge­heimnis. (166, 49 - 51)

 218. Es ist nötig, dass ihr zu bitten, zu warten und zu empfangen lernt, und dass ihr niemals vergesst, das weiter­zugeben, was Ich euch gewähre, worin das größte Verdienst besteht. Betet für die, welche Tag für Tag im Kriege sterben. Ich werde denen, die mit rei­nem Herzen beten, gewähren, dass noch vor 1950 jeder, der im Kriege gefallen ist, geistig zum Lichte aufer­steht. (84, 53)

 219. Heute seid ihr noch Schüler und seid nicht immer fähig, meine Lektion zu verstehen. Doch sprecht vorerst zu Gott mit eurem Herzen, mit euren Ge­danken, und Er wird euch im Innersten eures Wesens antworten. Seine Bot­schaft, die in eurem Gewissen sprechen wird, wird eine klare, weise, liebevolle Stimme sein, die ihr nach und nach entdecken werdet, und an die ihr euch später gewöhnen werdet. (205, 47)

 220. Wundert euch nicht, noch ent­rüstet euch, wenn Ich euch sage, dass aller Glanz, die Macht und der Prunk eurer Religionsgemeinschaften ver­schwinden müssen, und dass – wenn dies geschieht – bereits der geistige Tisch gedeckt sein wird, an dem die nach Liebe und Wahrheit hungernden Menschenscharen sich nähren werden.

 221. Viele Menschen werden – wenn sie diese Worte hören – bestreiten, dass es die meinen sind. Doch dann werde Ich sie fragen, warum sie sich entrüs­ten, und was sie eigentlich verteidigen? Ihr Leben? Das verteidige Ich. Mein Gesetz? Darüber wache gleichfalls Ich.

 222. Habt keine Furcht, denn nie­mand wird durch Verteidigung meiner Sache sterben; nur das Böse wird ster­ben, denn das Gute, die Wahrheit und die Ge­rechtigkeit werden ewig währen. (125, 54 - 56)

 223. Haltet ihr es für unglaubhaft, dass diese wissenschaftliche und mate­ria­listische Welt noch einmal Neigung zur Vergeistigung fühlt? Ich sage euch, dass nichts unglaubhaft ist, weil meine Macht unbegrenzt ist. Innere Erhebung, Glaube, Licht und das Gute sind für den Geist eine zwingendere Notwen­digkeit, als es für euren Körper das Essen, Trinken und Schlafen ist.

 224. Auch wenn die Gaben, Fähig­keiten und Eigenschaften des Geistes lange Zeit geschlummert haben, wer­den sie bei meinem Rufe erwachen und bewirken, dass zu den Menschen die Vergeistigung mit all ihren Wundern und Offenbarungen zurückkehrt, wel­che größer sein werden als die der vergangenen Zeiten, denn jetzt seid ihr besser in der Lage, sie zu verstehen. (159, 7 – 8)


Entwicklung

 225. Ebenso, wie ihr den Körper des Menschen sich entwickeln seht, so entfaltet sich in ihm auch der Geist. Doch der Körper stößt auf eine Grenze bei seiner Entwicklung, während der Geist vieler Körper und der Ewigkeit bedarf, um seine Vollkommenheit zu erreichen. Das ist der Grund für eure Reinkarnation.

 226. Ihr seid gleich einem Samen aus dem väterlichen und mütterlichen Schöpfergeist Gottes lauter, einfach und rein geboren worden. Doch irret euch nicht; denn es ist nicht dasselbe, lauter und einfach zu sein, wie groß und vollkommen zu sein.

 227. Ihr könnt es mit einem Kind vergleichen, das eben geboren worden ist, und einem erfahrenen Menschen, der Kinder unterweist.

 228. Dies wird eure Bestimmung während aller Lebensabschnitte sein, sobald euer Geist entwickelt ist. Aber wie langsam kommt euer Geist voran! (212, 57 – 60)

 229. Studiert, denkt gründlich nach; denn manche sind verwirrt bei dem Gedanken, wie es möglich ist – wenn euer Geist ein Teilchen meiner Gött­lichkeit ist –, dass er leidet? Und wenn das Licht des Geistes ein Funke des Lichtes des Heiligen Geistes ist – wie kann er sich zeitweilig in Finsternis gehüllt sehen?

 230. Erkennt, dass dieser Entwick­lungs­weg dazu dient, genügend Ver­dienste gegenüber Gott zu erwerben, durch die ihr euren Geist von einem unwissenden und unentwickelten Geist in einen großen Lichtgeist zur Rechten des Vaters verwandeln könnt. (231, 12)

 231. Ich will, dass ihr gut seid, und außerdem ist es mein Verlangen, dass ihr vollkommen werdet. Denn obwohl ihr dem Anschein nach unbedeutend seid, seid ihr größer als die materiellen Dinge und die Welten, weil ihr ewiges Leben habt, ein Funke meines Lichtes seid.

 232. Ihr seid Geistwesen. Ihr müsst erkennen, was Geist ist, damit ihr be­greifen könnt, warum Ich euch auf den Weg zur Vollkommenheit rufe. (174, 60 u.)

 233. Ihr seid dem Gesetz der Ent­wicklung unterworfen, dies ist der Grund für eure Reinkarnationen. Nur mein Geist braucht sich nicht zu entwi­ckeln: Ich bin unwandelbar.

 234. Von Anbeginn habe Ich euch die Stufenleiter gezeigt, auf welcher die Geistwesen emporsteigen müssen, um zu Mir zu gelangen. Heute wisst ihr nicht, auf welcher Seinsebene ihr euch befindet; doch wenn ihr eure Hülle ablegt, werdet ihr euren Entwicklungs­grad erkennen. Bleibt nicht stehen, denn ihr würdet für die nach euch Kommenden ein Hindernis sein.

 235. Seid einig im Geiste, auch wenn ihr verschiedene Ebenen bewohnt, und eines Tages werdet ihr auf der siebten Stufe, der höchsten, vereinigt sein und meine Liebe genießen. (8, 25 - 27)

 236. Ich habe euch gesagt, dass ihr nicht nur einmal zur Erde gekommen seid, sondern dass euer Geist so viele Male Körperhüllen angenommen hat, wie es für seine Entwicklung und Ver­vollkommnung notwendig gewesen ist. Jetzt muss Ich hinzufügen, dass es auch von euch abhängt, ob die Zeit kürzer oder länger ist, um zum Ziele zu gelan­gen, je nach eurem Verlangen. (97, 61)

 237. Wer von euch kann etwa bewei­sen, dass er vor diesem Leben nicht existiert hat? Welche von denen, die absolut sicher sind, dass sie eine er­neute Inkarnation durchleben, können wohl beweisen, dass ihre Rechnung mit dem Vater beglichen ist und dass sie noch Verdienste auf ihrer "Haben"-Seite besitzen?

 238. Niemand kennt die Stufe der Vollkommenheit, auf der er sich befin­det. Darum kämpft, liebt und bleibt beharrlich bis ans Ende. (46, 58 - 59)

 239. Damit Ich euch diese neuen Of­fenbarungen geben konnte, war es notwendig, dass in der Zeitspanne, die zwischen meiner Kundgebung an die Menschheit als Mensch und meinem Kommen im Geiste in dieser Zeit lag, ihr durch viele Reinkarnationen auf der Erde hindurchginget, damit euer Geist zu antworten wüsste, wenn Ich von euch die vergangene Lektion verlangen würde, und wenn Ich ihm neue Offen­barungen zuteil werden ließe, er diese zu verstehen vermöchte. (13, 52)

 240. Wie viele Male werdet ihr zur Erde zurückkommen müssen, um einen Körper zu haben, durch den sich mit immer größerer Klarheit die Botschaft offenbart, die ihr der Welt überbringt?

 241. Lasst euren Geist gleich einer Lerche in diesem Leben seinen Früh­ling erleben und sich an ihm erfreuen, und lasst ihn auf seiner Pilgerschaft die notwendige Erfahrung finden, um zu Mir zurück zu ­kehren.

 242. Während die Reichen Schätze ansammeln, die nur allzu vergänglich sind, sollt ihr Erfahrung ansammeln, wahres Wissen. (142, 72)

 243. In dieser Zeit werdet ihr gegen die Unwissenheit einer Menschheit kämpfen, welche – obwohl auf allen Gebieten vermaterialisiert – weniger grausam und höher entwickelt ist durch die Erfahrungen, die sie in ihren ver­gangenen Inkarnationen gewonnen hat.

 244. Wenn ihr heutzutage jemanden kennt, der seine Gottesverehrung nicht so versteht und zum Ausdruck bringt, wie es die Mehrheiten tun – wenn­gleich euch dies befremdet und ihr Anstoß daran nehmt – so schreit ihr nicht mehr, dass man ihn lebend verbrennen soll. (14, 21 - 22)

 245. Fürchtet ihr euch davor, mit eu­ren Mitmenschen über die Reinkarna­tion des Geistes zu sprechen? Seid ihr etwa nicht von der liebevollen Gerech­tigkeit überzeugt, die sie enthält?

 246. Vergleicht diese Form der Sühne mit jener der ewigwährenden Strafe im unaufhörlichen Feuer der Hölle – eine Vorstellung, derer sich die Menschheit bedient, um den Geist der Menschen einzuschüchtern. Sagt Mir, welche dieser beiden Arten euch die Vorstellung einer göttlichen, vollkom­menen und barmherzigen Gerechtigkeit vermittelt.

 247. Die eine offenbart Grausamkeit, grenzenlosen Groll, Rache; die andere enthält nur Vergebung, väterliche Liebe, Hoffnung darauf, das ewige Leben zu erlangen. Wie groß ist die Entstellung, die meine Unterweisungen infolge schlechter Auslegungen erlitten haben!

 248. Ich bereite euch auf den Kampf vor, weil Ich weiß, dass man euch we­gen dem, was ihr lehren werdet, be­kämpfen wird. Aber wenn eure Mit­menschen, die euch zu diesem Zeit­punkt bekämpfen, der Tod überraschen würde und Ich sie – wenn sie in der Sünde sterben – fragen würde, was sie vorziehen: das ewige Feuer, an das sie glauben, oder die Gelegenheit, sich in einem neuen Leben zu läutern – wahr­lich, Ich sage euch, sie würden der zweiten Lösung den Vorzug geben, auch wenn sie diese, vom Fanatismus verblendet, in ihrem Leben bekämpft haben sollten. (120, 15 - 17)

 249. Es genügt, zu wissen – wie Ich es euch in meinem Wort gesagt habe – dass die Reinkarnation des Geistes Wahrheit ist, und schon entzündet sich in euren Herzen ein Licht, und ihr be­wundert meine liebevolle Gerechtigkeit noch mehr.

 250. Vergleicht die Theorien und verschiedenen Deutungen, welche die Konfessionen diesen Lehren gegeben haben und entscheidet euch für jene, die am meisten Gerechtigkeit enthält und am meisten Vernunft besitzt.

 251. Doch wahrlich, Ich sage euch, dies ist eine der Offenbarungen, die den Geist in dieser Zeit am meisten erregen wird, in welcher die innere Erkenntnis über diese große Wahrheit erwacht. (63, 76)

 252. Ihr sollt bestätigen, dass die Reinkarnation des Geistes eine der großen Wahrheiten ist, die die Menschheit kennen und glauben soll.

 253. Manche ahnen sie, akzeptieren sie und glauben an sie aus Intuition heraus, als etwas, das in meiner liebe­vollen Ge­rechtigkeit gegenüber den Menschen nicht fehlen konnte. Doch wird es auch viele geben, die euch Gotteslästerer und Lügner nennen wer­den.

 254. Seid unbesorgt, das gleiche ge­schah meinen Aposteln, als sie die Auferstehung von den Toten predigten, wie sie Jesus lehrte. Die Priester und Richter warfen sie ins Gefängnis, weil sie solche Lehren predigten.

 255. Später nahm die Welt jene Of­fenbarung an, obschon Ich versichern kann, dass sie nicht die ganze Bedeu­tung dieser Lehre zu erfassen ver­mochte, sodass es nötig ist, dass Ich in dieser Zeit komme und euch davon unterrichte, dass die "Auferstehung des Fleisches" sich nur auf die Reinkarna­tion des Geistes beziehen kann, da diese das Wesentliche und der Grund für das Leben ist – das, was in Wahr­heit ewig ist. Zu welchem Zweck soll­ten die toten Körper wieder­auferstehen, da sie doch nur die vergänglichen Ge­wänder des Geistes waren?

 256. Das Fleisch sinkt in die Erde und vermischt sich mit ihr. Dort wird es gereinigt, verwandelt und ersteht unablässig zu neuem Leben, während der Geist sich weiter aufwärts­entwi­ckelt, weiterhin der Vollkommen­heit entgegengeht, und wenn er zur Erde zurückkehrt, ist es für ihn eine Aufer­stehung zum menschlichen Leben, und auch für seine neue Körperhülle ist es eine Auferstehung in Verbindung mit dem Geist.

 257. Doch das Materielle ist nicht von unvergänglicher Beschaffenheit, das Gei­stige dagegen wohl, weshalb Ich euch nochmals sage, dass es euer Geist ist, den Ich suche, den Ich lehre und den Ich bei Mir haben will. (151, 56 - 58)

 258. Euer Geist schleift mühsam eine Kette hinter sich her, die durch die Leben geschaffen wurde, die Ich euch als Gelegenheit zu eurer Vervoll­kommnung gegeben habe, und die ihr nicht genutzt habt. Jedes Dasein bildet ein Kettenglied. Doch wenn ihr euer Leben nach meinen Unterweisungen ausrichtet, wenn ihr euch an das Gesetz haltet, werdet ihr nicht mehr zu dieser Welt kommen, um zu leiden.

 259. Wenn ihr die Zeit verstreichen lasst, ohne mein Wort zu studieren, werde Ich, der Ich die Zeit bin, euch überraschen. Studiert, damit ihr in meinem Werke den Platz einnehmen könnt, der euch zukommt.

 260. Ich will, dass das Unverständnis und die unterschiedlichen Meinungen über meine Göttlichkeit ein Ende ha­ben. Begreift, dass ihr alle aus einem einzigen Gott hervorgegangen seid. (181, 63 - 65)

 261. Betrachtet das Universum und schätzt es in all seiner Vollkommenheit und Schönheit. Es wurde geschaffen, damit die Kinder des Herrn sich von ihm inspirieren ließen und in ihm ein Abbild des Vaters sehen sollten. Wenn ihr die Schöpfung so auffasst, werdet ihr euer Denken zu meiner Göttlichkeit erheben. (169, 44)

 262. Das Licht dieses Zeitalters zer­reißt den dunklen Schleier, der den Geist der Menschen einhüllte; er zer­bricht die Ketten, die ihn gefesselt hatten und ihn daran hinderten, zum wahren Wege zu gelangen.

 263. Wahrlich, Ich sage euch: Denkt nicht, dass meine Lehre die Erfor­schung aller Wissensgebiete untersagt, da Ich es bin, der eurer Interesse, eure Be­wunderung und eure Neugier er­weckt. Dafür habe Ich euch die Denk­fähigkeit gegeben, damit sie sich unge­hindert in die Richtung bewegt, wohin sie möchte.

 264. Ich habe euch das Licht der In­telligenz gegeben, damit ihr das ver­steht, was ihr auf eurem Wege seht. Daher sage Ich euch: entdeckt, forscht, doch achtet darauf, dass eure Vorge­hens­weise, in meine Geheimnisse einzu­dringen, respektvoll und demütig ist, denn dann wird es wirklich zulässig sein.

 265. Ich habe euch nicht verboten, die Bücher kennen zu lernen, die die Menschen geschrieben haben; doch ihr müsst ge­schult sein, damit ihr nicht strauchelt und Irrtümern anheimfallt. Dann werdet ihr erfahren, wie der Mensch sein Leben und seinen Kampf begann und wieweit er gekommen ist.

 266. Wenn ihr dann soweit seid, müsst ihr euch meinem Brunnquell der Unter­weisungen und Offenbarungen zuwenden, damit Ich euch die Zukunft und das Ziel zeige, das euch erwartet. (179, 22 - 23)

 267. Ich versichere euch: Wenn ihr euch vornehmt, mit Interesse und mit Liebe in den Sinngehalt dieser Unter­weisungen einzudringen, werdet ihr auf Schritt und Tritt wahre Wunder geisti­ger Weisheit, vollkommener Liebe und göttlicher Ge­rechtigkeit entdecken. Aber wenn ihr diese Offenbarungen gleichgültig be­trachtet, werdet ihr nicht erfahren, was sie alles in sich bergen.

 268. Geht nicht an meiner Kundge­bung vorüber, wie viele von euch durchs Leben gehen: sehend, ohne zu schauen; hörend, ohne zu vernehmen; und denkend, ohne zu begreifen. (333, 11 - 12)

 269. Ich will nicht, dass ihr meinen Geist oder etwas, das zum Geistigen gehört, so untersucht, als ob es mate­rielle Objekte wären. Ich will nicht, dass ihr Mich nach Art der Wissen­schaftler studiert, denn ihr würdet gro­ßen und beklagenswerten Irrtümern anheimfallen. (276, 17)

 270. Meine ganze Lehre hat den Zweck, euch all das vor Augen zu füh­ren, was euer Wesen enthält, denn aus diesem Wissen wird das Licht geboren, um den Weg zu finden, der zum Ewi­gen, zum Vollkommenen, zu Gott führt. (262, 43)


Läuterung und Vervollkommnung

 271. Heute stellt ihr Mir eure Leiden vor Augen, damit Ich sie lindere, und in Wahrheit sage Ich euch, dass dies meine Aufgabe ist, dass Ich hierfür gekommen bin, weil Ich der Göttliche Arzt bin.

 272. Doch bevor mein Heilbalsam in euren Wunden wirksam wird, bevor meine Liebkosung zu euch gelangt, konzentriert euch auf euch selbst und prüft euren Schmerz, erforscht ihn, denkt die ganze Zeit, die dazu nötig ist, gründlich darüber nach, damit ihr aus dieser Betrachtung die Lehre entnehmt, welche diese Prüfung enthält, ebenso wie die Erkenntnis, die sich darin ver­birgt und die ihr kennen müsst. Diese Erkenntnis wird Erfahrung, wird Glaube, wird ein Blick ins Angesicht der Wahrheit sein, wird die Erklärung für viele von euch unverstandene Prü­fungen und Lektionen sein.

 273. Erforscht den Schmerz, als ob er etwas Greifbares wäre, und ihr werdet in ihm den schönen Samen der Erfah­rung entdecken, die große Lehre eures Daseins, denn der Schmerz ist zum Lehrmeister in eurem Leben geworden.

 274. Wer den Schmerz als einen Lehrmeister betrachtet und mit Sanft­mut seine Mahnrufe befolgt, die er zur Er­neuerung, zur Reue und zur Besse­rung macht, der wird später das Glücks­gefühl, den Frieden und die Gesundheit kennen ­lernen.

 275. Prüft euch sorgfältig, und ihr werdet erleben, wie viel Nutzen ihr daraus zieht. Ihr werdet eure Mängel und Unvollkommenheiten erkennen, sie be­richtigen und deshalb aufhören, Rich­ter der andern zu sein. (8, 50 - 53)

 276. Ich bräuchte es nur zu wollen, und schon wäret ihr rein. Doch welches Verdienst bestünde, wenn Ich es wäre, der euch reinigt? Jeder soll seine Ver­stöße gegen mein Gesetz wiedergutma­chen, dies ist Verdienst. Denn dann werdet ihr in Zukunft die Stürze und Fehler zu vermeiden wissen, weil der Schmerz euch daran erinnern wird.

 277. Wenn sich zwischen der be­gan­genen Verfehlung und ihren na­türli­chen Folgen eine aufrichtige Reue einstellt, wird euch der Schmerz nicht erreichen, denn dann werdet ihr bereits stark genug sein, um die Prüfung mit Ergebung zu ertragen.

 278. Die Welt trinkt einen sehr bitte­ren Kelch; doch Ich habe sie nicht gestraft. Aber nach ihrem Schmerz wird sie zu Mir kommen, der Ich sie rufe. Dann werden die, welche un­dankbar waren, Dem zu danken wissen, welcher ihr Dasein nur mit Wohltaten überschüttet hat. (33, 30 - 31)

 279. Legt die übermäßige Liebe zu eurem Körper ab und habt Erbarmen mit eurem Geist und helft ihm, sich zu reinigen und zu erheben. Wenn ihr dies erreicht habt, werdet ihr erleben, wie stark ihr an Geist und Körper sein wer­det.

 280. Denkt daran: Wenn der Geist krank ist – wie könnte dann Frieden im Herzen sein? Und wenn im Geist Ge­wissens­bisse vorhanden sind – kann er da Frieden genießen? (91, 72 - 73)

 281. Wenn diese Erde euch alles be­scheren würde, was ihr wünscht, wenn es auf ihr nicht die großen geistigen Prüfungen gäbe – wer von euch hätte dann Verlangen, in mein Reich zu kommen?

 282. Lästert oder verflucht auch nicht den Schmerz, da ihr ihn mit euren Ver­fehlungen geschaffen habt. Tragt ihn mit Geduld, dann wird er euch läutern und euch helfen, Mir näher zu kom­men.

 283. Erkennt ihr, wie stark eure Ver­wurzelung in den Herrlichkeiten und Befriedigungen dieser Welt ist? Nun, der Zeitpunkt wird kommen, an dem das Verlangen, euch von ihr zu entfer­nen, sehr heftig sein wird.

 284. Wer seine Prüfungen durch geistige Erhebung zu bestehen vermag, erlebt in dieser Überwindung Frieden. Wer auf Erden mit zum Himmel ge­richtetem Blick wandelt, strauchelt nicht, noch verletzen sich seine Füße an den Dornen auf seinem Sühneweg. (48, 53 - 55 o)

 285. Erfüllt eure Bestimmung! Habt nicht den Wunsch, zu Mir zurückzu­kehren, ohne zuvor den Weg zurück­gelegt zu haben, den Ich euch wies, denn es würde euch der Schmerz zuteil, Flecken in eurem Geist zu sehen, die er noch nicht abgewaschen hat, weil er nicht bis ans Ende seines Sühneweges gelangte.

 286. Die Reinkarnationen sind über euch hinweggegangen, doch viele von euch haben die unendliche Gnade und Liebe nicht gewürdigt, die euch der Vater damit zuteil werden ließ.

 287. Bedenkt: je größer die Zahl der Gelegenheiten ist, desto größer ist eure Verantwortung, und wenn diese Gele­genheiten nicht genutzt werden, so wird mit jeder derselben die Sühnelast und die ausgleichende Gerechtigkeit größer werden. Dies ist die Bürde, deren unerträgliche Last viele Wesen nicht begreifen und die euch nur meine Lehre offenbaren kann. (67, 46)

 288. Jene Prüfungen, in denen die Menschen leben, sind die Früchte, die sie nun ernten, sind das Ergebnis ihrer eigenen Saat – eine Ernte, die manch­mal die Folge des Samens ist, die sie im Jahr zuvor gesät haben, und in an­dern Fällen die Frucht dessen, was sie Jahre davor oder in andern Inkarnatio­nen gesät haben. (178, 2)

 289. Meint nicht, dass die Folgen ei­nes Ungehorsams sich sofort bemerk­bar machen – nein. Was Ich euch je­doch sage, ist dies, dass ihr euch früher oder später für eure Werke verantwor­ten müsst; auch wenn es für euch manchmal den Anschein hatte, dass eure Verfehlung keine Folgen nach sich zog, in Anbetracht dessen, dass die Zeit verging und meine Gerechtigkeit keinerlei Zeichen gab.

 290. Aber ihr wisst bereits durch mein Wort, dass Ich als Richter uner­bittlich bin, und dass, wenn euer Ge­richt gekommen ist, ihr eure Augen für das Licht des Gewissens öffnen werdet. (298, 48)

 291. Oh Geistwesen, die ihr Mich hört, erlaubt nicht, dass die Probleme des irdischen Lebens ihre Spur in euch hinterlassen, und noch weniger, dass sie euch beugen. Sucht das Licht, das jede Prüfung enthält, auf dass dieses euch hilft, stark und maßvoll zu wer­den.

 292. Wenn der Geist es nicht schafft, sich den Körper [Seele] untertan zu machen, wird dieser ihn beugen und ihn beherrschen; aus diesem Grunde werden die Geistwesen schwach und glauben, dass sie mit dem Fleische sterben. (89, 11 - 12)

 293. Habt ihr in eurem Leben irgend­eine körperliche Leidenschaft erlebt, die euer ganzes Wesen erfasste und es euch unmöglich machte, die Stimme des Gewissens, der Moral und der Ver­nunft zu vernehmen?

 294. Dies geschah, als der Geist tie­fer gesunken war, weil dann die Versu­ch­ungen und die Macht der Bestie des Bösen, welche im Fleische wohnt, ihn bezwungen hat.

 295. Und stimmt es etwa nicht, dass ihr ein tiefes Glücksgefühl und einen tiefen Frieden erfahren habt, als es euch gelang, euch von jener Leiden­schaft zu befreien, und ihr ihren Ein­fluss überwunden hattet?

 296. Dieser Friede und diese Freude sind auf den Sieg des Geistes über den Körper zurückzuführen – ein Sieg, der durch einen unermesslichen Kampf, eine "blutige" innere Schlacht, errun­gen wurde. Doch es genügte, dass der Geist neue Kraft schöpfte und sich aufrichtete, angeregt und beraten durch das Gewissen, und schon bezwang er die Impulse des Fleisches [Seele] und machte sich frei davon, sich noch wei­ter ins Verderben ziehen zu lassen.

 297. Bei diesem Ringen, bei dieser Verzichtleistung, bei dieser Schlacht gegen euch selbst habt ihr etwas ster­ben sehen, das in eurem Innern wohnte, ohne dass es euer Leben war. Es war nur eine unsinnige Leidenschaft. (186, 18 - 19)

 298. Erkennt, dass ihr den mächtigs­ten Feind in euch selbst habt. Wenn ihr ihn besiegt habt, werdet ihr den "Dra­chen mit den sieben Häuptern", von dem der Apostel Johannes zu euch sprach, unter euren Füßen sehen. Dann erst könnt ihr in Wahrheit sagen: "Ich kann mein Angesicht zu meinem Herrn erheben, um Ihm zu sagen: Herr, ich werde Dir nachfolgen." Denn dann werden es nicht nur die Lippen sagen, sondern der Geist. (73, 20)

 299. Bald wird euch bewusst werden, dass nicht das Leben grausam zu euch Menschen ist, sondern dass ihr es mit euch selbst seid. Ihr leidet und lasst die leiden, die um euch sind, aus Mangel an Verständnis. Ihr fühlt euch einsam, seht, dass niemand euch liebt, und werdet egoistisch und hartherzig. (272, 34)

 300. Begreift, dass alle Leiden dieses Lebens, das ihr lebt, Folgen der menschlichen Verfehlungen sind, denn Ich, der euch liebt, könnte euch keinen so bitteren Kelch anbieten.

 301. Ich habe euch von den frühesten Zeiten an das Gesetz als einen Weg offenbart, auf dem ihr euch vor den Stürzen, dem Verderben und dem "Tode" bewahren könnt. (215, 65)

 302. Heute seid ihr noch nicht im­stande, den Sinn eurer Prüfungen zu verstehen. Ihr haltet sie für unnötig, ungerecht und unvernünftig. Doch Ich werde euch noch sagen, wie viel Ge­rechtigkeit und Augen­maß in jeder von ihnen lag, wenn ihr alt geworden seid, und bei anderen, wenn ihr die Schwel­len dieser Welt überschritten habt und die geistigen Regionen bewohnt. (301, 44)

 303. Ich sage euch noch einmal, dass Ich jeden Gedanken und jede Bitte wahr­nehme, während "die Welt" meine Inspiration nicht zu empfangen ver­mag, noch sich vorbereitet hat, um meine göttlichen Gedanken in ihrem Verstande erstrahlen zu lassen, noch meine Stimme hört, wenn Ich auf ihren Ruf antworte.

 304. Aber Ich habe Vertrauen zu euch, glaube an euch, weil Ich euch geschaffen und euch mit einem Geist begabt habe, welcher ein Funke von Mir ist, und mit einem Gewissen, das mein Ebenbild ist.

 305. Wenn Ich euch sagen würde, dass Ich nicht erwarte, dass ihr euch vervollkommnet, wäre dies so, wie wenn Ich erklären würde, dass Ich bei dem größten Werk, das aus meinem göttlichen Willen hervorgegangen ist, gescheitert bin, und dies kann nicht sein.

 306. Ich weiß, dass ihr in der Zeit lebt, in der euer Geist siegreich aus allen Ver­suchungen hervorgehen wird, die ihm auf seinem Weg begegnen. Danach wird er voll Licht zu einem neuen Dasein erstehen. (238, 52 - 54)


Diesseits und jenseits des Irdischen

 307. Arbeitet an euch, wartet nicht, bis der Tod euch unvorbereitet über­rascht. Was habt ihr für den Zeitpunkt vorbereitet, da ihr zum Geistigen Le­ben zurückkehrt? Wollt ihr überrascht werden, während ihr noch mit Ketten an die Materie, an die Leidenschaften und die irdischen Besitztümer gebun­den seid? Wollt ihr mit geschlossenen Augen in das Jenseits eingehen, ohne den Weg zu finden, und dabei die Mü­digkeit dieses Lebens in den Geist geprägt mitnehmen? Bereitet euch zu, Jünger, dann werdet ihr das Kommen des körperlichen Todes nicht fürchten.

 308. Seufzt nicht, weil ihr dies Er­dental verlassen müsst, denn, auch wenn ihr erkennt, dass in ihm Wunder und Herrlichkeiten existieren, sage Ich euch in Wahrheit, dass diese nur ein Abglanz der Schönheiten des geistigen Lebens sind.

 309. Wenn ihr nicht erwacht – was werdet ihr tun, wenn ihr euch am An­fang eines neuen Weges befindet, der von einem Lichte erhellt ist, das euch unbekannt erscheint?

 310. Scheidet von dieser Welt ohne Tränen, ohne im Herzen eurer Angehö­rigen Schmerz zurückzulassen. Löst euch, wenn der Augenblick gekommen ist und lasst auf dem Antlitz eures Kör­pers ein Lächeln des Friedens zurück, das von der Befreiung eures Geistes spricht.

 311. Der Tod eures Körpers trennt euch nicht von den Wesen, die euch anvertraut waren, noch entbindet er euch von der geistigen Verantwortung, die ihr für jene habt, die eure Eltern, Geschwister oder Kinder waren.

 312. Begreift, dass für die Liebe, für die Pflicht, für die Gefühle, mit einem Wort: für der Geist der Tod nicht exis­tiert. (70, 14 - 19)

 313. Arbeitet mit großem Eifer, da­mit – wenn der Tod kommt und ihr die Augen eures Körpers für dieses Leben schließt – euer Geist sich von sich aus emporgehoben fühlt, bis er zu der Heimstatt gelangt, die er durch seine Verdienste erreicht hat.

 314. Die Jünger dieses Werkes wer­den beim Eintritt des körperlichen Todes erfahren, wie leicht die Bande zerreißen, die den Geist mit dem Kör­per verbinden. Es wird kein Schmerz in ihm sein, weil er die Annehmlichkeiten der Erde verlassen muss. Der Geist wird nicht als Schatten unter den Men­schen umher­irren und von Tür zu Tür, von Herz zu Herz anklopfen im Ver­langen nach Licht, nach Liebe und Frieden. (133, 61 - 62)

 315. Erhebt euren Geist, damit ihr nur am Ewigen, Schönen und Guten Gefallen findet. Wenn es nicht so sein sollte, wird euer Geist– vermate­riali­siert durch das Leben, das ihr geführt habt – viel leiden, um sich von seinem Körper und allem, was er zurücklässt, zu lösen; und er wird eine Zeitlang in Verwirrung und bitterem Schmerz in den [geistigen] Räumen um­herstreifen, bis er seine Läuterung erreicht.

 316. Lebt in meinem Gesetze, dann braucht ihr den Tod nicht zu fürchten. Doch ruft oder wünscht ihn nicht vor der Zeit. Lasst ihn kommen, denn er gehorcht immer meinen Befehlen. Sorgt dafür, dass er euch zugerüstet findet, dann werdet ihr in die Geistige Welt als Kinder des Lichtes eingehen. (56, 43 - 44)

 317. Lebt in Frieden in euren Hei­men, macht aus ihnen ein Heiligtum, damit, wenn die unsichtbaren Wesen eindringen, die verwirrt im "Geistigen Tale" um­herschweifen, sie in eurem Wesen das Licht und den Frieden fin­den, den sie suchen, und sie im Jenseits aufwärts ­steigen. (41, 50)

 318. Euch, die ihr im Geiste lebt und noch immer den materiellen Zielen zugetan seid, sage Ich: wendet euch ab von dem, was euch nicht mehr zugehö­rig ist. Denn wenn die Erde nicht die ewige Heimat für den Menschen ist, ist sie es noch weniger für den Geist. Jen­seits, im "Geistigen Tale", erwartet euch ein Leben voller Licht, zu dem ihr auf dem Pfade des Guten Schritt für Schritt hingelangen werdet.

 319. Denen, die Mir als menschliche Wesen zuhören, sage Ich, dass sie – solange sie diesen Körper besitzen, der sie auf ihrer irdischen Lebensfahrt begleitet – diesen pflegen und bis zum allerletzten Augenblick erhalten müs­sen. Denn er ist der Stab, auf den sich der Geist stützt, und das Werkzeug zum Kämpfen. Durch seine materiellen Augen blickt der Geist auf dieses Le­ben, und durch seinen Mund spricht er und kann er seinen Brüdern Trost spenden. (57, 3)

 320. Jetzt fragt euch der Meister: Wo sind eure Toten, und warum weint ihr über das Verschwinden der Wesen, die ihr liebt? Wahrlich, Ich sage euch, in meinen Augen ist niemand gestorben, denn allen habe Ich ewiges Leben ge­geben. Sie alle leben; jene, die ihr für verloren hieltet, sind bei Mir. Dort, wo ihr den Tod zu erblicken vermeint, ist das Leben, wo ihr das Ende seht, ist der Anfang. Wo ihr meint, dass alles Mys­terium und unergründliches Geheimnis ist, ist das Licht, strahlend wie eine immerwährende Morgenröte. Wo ihr glaubt, dass das Nichts sei, ist Alles, und wo ihr das große Schweigen ver­mutet, ist ein "Konzert". (164, 6)

 321. Immer, wenn der Tod das Da­sein eurer Körperhülle beendet, ist dies wie eine Erholungspause für den Geist, der, wenn er sich wieder inkarniert, mit neuen Kräften und größerem Lichte zurückkehrt und das Studium jener göttlichen Lektion fortsetzt, das er nicht abgeschlossen hatte. Auf diese Weise reift im Verlauf von Zeitaltern der Weizen, welcher euer Geist ist.

 322. Vieles habe Ich euch in Bezug auf das Geistige Leben offenbart, doch Ich sage euch, dass ihr jetzt noch nicht alles wissen müsst, sondern nur das, was für euer Kommen zur ewigen Heimat wesentlich ist. Dort werde Ich euch all das sagen, was euch zu wissen bestimmt ist. (99, 32)

 323. Könnt ihr euch die Seligkeit dessen vorstellen, der zum Geistigen Leben zurückkehrt und auf Erden die Be­stimmung erfüllt hat, die sein Vater ihm vorgezeichnet hat? Seine Genug­tuung und sein Friede sind unendlich größer als alle Befriedigungen, die der Geist im menschlichen Leben ernten kann.

 324. Und diese Gelegenheit biete Ich euch an, damit ihr zu denen gehört, die Freude haben, wenn sie in ihr Reich zurückkehren, und nicht zu jenen, die in ihrer tiefen Bestürzung oder Reue leiden und weinen. (93, 31 - 32)

 325. Schon ist das Ende dieser Kundgebung nahe, um sie dann in einer höheren Form wiederaufzunehmen durch den Beginn der Zwiesprache von Geist zu Geist mit eurem Schöpfer, welche die höheren Geistwesen gebrauchen, die bei Mir wohnen. (157, 33)

 326. Wenn Ich zu euch über meine Geistige Welt spreche, meine Ich jene Heerscharen gehorsamer Geistwesen, die als wahre Diener nur das tun, was der Wille ihres Herrn ihnen befiehlt.

 327. Diese habe Ich zu euch gesandt, damit sie für alle Menschen Berater, Beschützer, Ärzte und wirkliche Ge­schwister sind. Sie klagen nicht, denn sie haben in sich den Frieden. Sie stel­len keine Fragen, denn das Licht ihrer Entwicklung und ihrer Erfahrung auf den langen Wegen hat ihnen das Recht ge­geben, den Verstand der Menschen zu erleuchten. Sie sind bei jedem Hilfe­ruf und in jeder Not be­reitwillig und demütig zur Stelle.

 328. Ich bin es, der ihnen aufgetragen hat, sich unter euch kundzugeben, da­mit sie euch ihre Anweisungen, ihr Zeugnis und ihre Ermunterung geben. Sie ziehen vor euch her, reinigen den Weg und gewähren euch ihren Bei­stand, damit ihr nicht den Mut verliert.

 329. Morgen werdet auch ihr zu die­sem Licht‑Heer gehören, das in der unendlichen Welt der Geistwesen nur aus Liebe zu seinen Menschenge­schwistern wirkt, in dem Bewusstsein, dass es damit seinen Vater verherrlicht und liebt.

 330. Wenn ihr ihnen ähnlich werden wollt, so weiht euer Dasein dem Guten. Teilt euren Frieden und euer Brot, em­pfangt den Bedürftigen mit Liebe, be­sucht den Kranken und den Gefange­nen. Bringt Licht auf den Weg eurer Mitmenschen, die auf der Suche nach dem wahren Weg umhertappen. Erfüllt die Unendlichkeit mit edlen Gedanken, betet für die Abwesenden, dann wird das Gebet sie euch nahe bringen.

 331. Wenn dann der Tod den Schlag eures Herzens anhält, und das Licht in euren Augen erlischt, werdet ihr zu einer durch ihre Harmonie, ihre Ord­nung und ihre Gerechtigkeit wunderba­ren Welt erwachen. Dort werdet ihr zu begreifen beginnen, dass die Liebe Gottes euch für alle eure Werke, Prü­fungen und Leiden entschädigen kann.

 332. Wenn ein Geist zu jener Heim­statt gelangt, fühlt er sich immer stär­ker von einem unendlichen Frieden durchdrungen. Sogleich erinnert er sich an die, die noch fern jener Seligkeit leben, und in seinem Drang, seiner Sehnsucht, dass jene, die er liebt, auch jenes göttliche Geschenk erlangen, schließt er sich den geistigen Heerscha­ren an, die für die Rettung, das Wohl­ergehen und den Frieden ihrer Erden­geschwister kämpfen und arbeiten. (170, 43 - 48)

 333. Wer hat sich schon ein Bild ge­macht von den Schlachten, die diese Legionen des Lichtes gegen die Invasi­onen verwirrter Wesen austragen, die euch fortwährend bedrohen? Es gibt keinen menschlichen Blick, der diesen Kampf entdeckt hat, den beide unab­lässig gegeneinander führen, ohne dass ihr ihn wahrgenommen habt. (334, 77)

 334. Seht hier die Fortsetzung meines Werkes, mein Kommen in der "Dritten Zeit" als Tröstergeist, umgeben von meinen großen Engelsscharen, wie es ge­schrieben steht.

 335. Diese Geistwesen in meinem Gefolge stellen einen Teil jenes Trostes dar, den Ich euch verheißen habe, und in ihren heilsamen Ratschlägen und Beispielen von Tugend habt ihr bereits Beweise ihrer Barmherzigkeit und ihres Friedens empfangen. Durch sie habe Ich euch Wohltaten gewährt, und sie sind Vermittler zwischen euch und meinem Geiste gewesen.

 336. Als ihr die ihnen eigenen Gna­dengaben und ihre Demut wahrge­nommen habt, habt ihr euch dazu in­spiriert gefühlt, ebenso lautere Werke zu tun wie jene, die sie in eurem Leben voll­bracht haben. Als sie euer Heim aufge­sucht haben, habt ihr euch durch ihre geistige Gegenwart geehrt gefühlt.

 337. Seid gesegnet, wenn ihr ihre Hochherzigkeit erkannt habt. Aber der Meister sagt euch: Meint ihr, dass sie schon immer tugendsame Wesen wa­ren? Wisst ihr nicht, dass eine große Zahl von ihnen die Erde bewohnt hat und Schwachheit und schwere Ver­fehlungen kennen lernte?

 338. Doch seht sie nun an: sie haben keinerlei Makel mehr an sich, und zwar deshalb, weil sie auf die Stimme des Gewissens hörten, zur Liebe erwachten und ihre früheren Verfehlungen bereu­ten. In jenem Schmelztiegel haben sie sich geläutert, um sich würdig emporzu­schwingen, und heute dienen sie Mir, indem sie der Menschheit dienen.

 339. Ihr Geist hat aus Liebe die Auf­gabe übernommen, seinen Nächsten beizu­stehen, um all das wiedergut­zumachen, was sie versäumten, als sie die Erde bewohnten, und als ein göttli­ches Ge­schenk haben sie die Gelegen­heit wahrge­nommen, den Samen zu säen, den sie zuvor nicht gesät haben, und jedes unvollkommene Werk zu beseitigen, das sie getan haben.

 340. Daher erlebt ihr jetzt mit Stau­nen ihre Demut, ihre Geduld und ihre Sanft­mut, und gelegentlich habt ihr sie um ihrer Wiedergutmachung willen leiden sehen. Aber ihre Liebe und ihre Erkenntnis, die größer sind als die Hindernisse, auf die sie stoßen, über­winden alles, und sie sind bereit, bis zur Aufopferung zu gehen. (354, 14 - 15)

 341. Ahnt ihr etwa die geistige Heim­stätte, die ihr verließet, um zur Erde zu kommen? "Nein, Meister," sagt ihr Mir, "wir ahnen nichts, noch erinnern wir uns an etwas".

 342. Ja, Volk, es ist so lange her, seit ihr euch von der Reinheit und der Un­schuld entferntet, dass ihr euch nicht einmal jenes Dasein in Frieden, jenen Zustand des Wohlergehens vorstellen könnt.

 343. Doch nun, da ihr geschult seid, um die Stimme des Gewissens zu hö­ren und seine Offenbarungen von ihm zu em­pfangen, ist der Weg für euch erreich­bar, der jene zum Verheißenen Reiche führt, die sich Mir zuwenden.

 344. Es ist nicht jenes Paradies des Friedens, von dem die "Ersten" schie­den, sondern jene unendliche Welt des Geistes, die Welt der Weisheit, das Paradies der wahren geistigen Glück­seligkeit, der Himmel der Liebe und der Vollkommen­heit. (287, 14 - 15)


Offenbarungen des Göttlichen

 345. Der Vater aller Wesen spricht zu euch in diesem Augenblicke. Die Liebe, die euch schuf, macht sich in einem jeden fühlbar, der dieses Wort vernimmt. (102, 17)

 346. Es spricht zu euch der einzige Gott, der existiert, den ihr Jehova nanntet, als Er euch seine Macht zeigte und euch auf dem Berge Sinai das Gesetz offenbarte; den ihr Jesus ge­nannt habt, denn in ihm war mein Wort; und den ihr heute Heiliger Geist nennt, weil Ich der Geist der Wahrheit bin. (51, 63)

 347. Wenn Ich zu euch als Vater spreche, öffnet sich vor euch das Buch des Gesetzes. Wenn Ich zu euch als Meister spreche, ist es das Buch der Liebe, das Ich meinen Jüngern zeige. Wenn Ich zu euch als Heiliger Geist spreche, ist es das Buch der Weisheit, das euch durch meine Unter­weisungen erleuchtet. Diese bilden eine einzige Lehre, denn sie stammen von einem einzigen Gott. (141, 19)

 348. Gott ist Licht, Liebe, Gerechtig­keit. Jeder, der in seinem Leben diese Eigen­schaften offenbart, wird seinen Herrn re­präsentieren und ehren. (290, 1)

 349. Sagt nicht, dass Ich der Gott der Armut oder der Traurigkeit bin, weil ihr in Betracht zieht, dass Jesus immer Scharen von Kranken und Betrübten nachfolgten. Ich suche zwar die Kran­ken, die Trauernden und die Armen, aber es geschieht, um sie mit Freude, Gesundheit und Hoffnung zu erfüllen, denn Ich bin der Gott der Freude, des Lebens, des Friedens und des Lichtes. (113, 60)

 350. Ja, Volk, Ich bin der Anfang und das Ende von euch, Ich bin das Alpha und das Omega, obschon Ich euch noch nicht alle Lehren mitteile oder offenbare, die Ich für euren Geist in Bereitschaft halte, und die ihr erst erfahren werdet, wenn ihr schon sehr fern von dieser Welt seid.

 351. Viele neue Lektionen werde Ich euch in der heutigen Zeit offenbaren, doch Ich werde euch das geben, was ihr zu besitzen vermögt, ohne euch groß zu dünken oder euch gegenüber den Menschen mit stolzer Überlegen­heit aufzuspielen. Ihr wisst ja, dass wer stolz auf seine Werke ist, sie durch eben diesen Stolz zerstört. Darum habe Ich euch gelehrt, im Stillen zu wirken, damit eure Werke eine Frucht der Liebe tragen. (106, 46)

 352. Noch vermögt ihr viele der Of­fenbarungen nicht zu begreifen, die dazu bestimmt sind, Teil eures Wissens­gutes zu sein, und von denen die Menschen angenommen haben, dass ihre Kenntnis Gott allein gehört. Sobald jemand sein Verlangen zum Ausdruck bringt, sie auszulegen, oder in sie einzu­dringen sucht, wird er sofort gottes­lästerlich genannt oder für ver­messen ge­halten. (165, 10)

 353. Ihr müsst noch viel lernen, um euch für meine Inspirationen und meine Rufe empfänglich zu machen. Wie oft nahmt ihr die Schwingungen des Geistigen wahr, ohne dass ihr zu begreifen vermögt, wer euch ruft! Jene "Sprache" ist so verwirrend für euch, dass ihr sie nicht verstehen könnt, und ihr die geistigen Manifestationen schließlich Halluzi­nationen oder mate­riellen Ursachen zu­schreibt. (249, 24)

 354. Wundert euch nicht, dass – ob­wohl Ich der Herr alles Geschaffenen bin – Ich unter euch erscheine und um Liebe bitte. Ich bin der Gott der Sanft­mut und der De­mut. Ich prahle nicht mit meiner Größe, vielmehr verberge Ich meine Vollkom­menheit und meine Pracht, um eurem Herzen näher zu kommen. Wenn ihr Mich in all meiner Herrlichkeit schauen würdet – wie sehr würdet ihr über eure Ver­fehlungen weinen! (63, 48)

 355. Fühlt Mich euch sehr nahe; Be­weise dafür gebe Ich euch in den schweren Augenblicken eures Lebens. Es war mein Bestreben, dass ihr aus euren Herzen meine Wohnung bereitet, um darin meine Gegenwart zu fühlen.

 356. Wie kommt es, dass ihr Mich nicht fühlen könnt, obwohl Ich in euch bin? Einige sehen Mich in der Natur, andere fühlen Mich nur jenseits aller Materie, aber wahrlich, Ich sage euch, Ich bin in allem und überall. Warum sucht ihr Mich immer außerhalb von euch, wenn Ich Mich auch in euch befinde? (1, 47 - 48)

 357. Auch wenn es keine Religionen auf der Welt gäbe, würde es genügen, euch auf den Grund eures Wesens zu kon­zentrieren, um meine Gegenwart in eurem inneren Tempel zu finden.

 358. Auch sage Ich euch, dass es ge­nügen würde, alles, was das Leben euch darbietet, zu beobachten, um in ihm das Buch der Weisheit zu entde­cken, das euch fortwährend seine schönsten Seiten und seine tiefsten Lehren zeigt.

 359. Ihr werdet dann begreifen, dass es nicht recht ist, dass die Welt in die Irre geht, während sie den richtigen Weg in ihrem Herzen trägt, noch dass sie in der Finsternis der Unwissenheit umherirrt, obwohl sie inmitten soviel Lichtes lebt. (131, 31 - 32)

 360. Heute verschafft sich meine uni­verselle Sprache bei allen Gehör, um ihnen zu sagen: obwohl Ich in jedem von euch bin, soll niemand sagen, dass Gott nur im Menschen existiert, denn es sind die Wesen und alles Geschaf­fene, das sich innerhalb Gottes befin­det.

 361. Ich bin der Herr, ihr seine Ge­schöpfe. Ich will euch nicht Diener, sondern Kinder nennen; doch erkennt, dass Ich über allem stehe. Liebt meinen Willen, und beachtet mein Gesetz, seid euch bewusst, dass in meinen An­ord­nungen keine Unvollkommenheit noch ein Irrtum möglich ist. (136, 71 - 72)

 362. Ich erschuf euch, um euch zu lieben und Mich geliebt zu fühlen. Ihr braucht Mich ebenso wie Ich euch brauche. Wer behauptet, dass Ich euch nicht brauche, sagt nicht die Wahrheit. Wenn es so wäre, hätte Ich euch nicht ge­schaffen, noch wäre Ich Mensch geworden, um euch durch jenes Opfer zu retten, welches ein großer Liebes­beweis war; Ich hätte euch zugrunde­gehen lassen.

 363. Doch ihr müsst erkennen, dass, wenn ihr euch von meiner Liebe nährt, es gerecht ist, dass ihr dasselbe eurem Vater darbringt, denn Ich sage euch immer wieder: "Mich dürstet, Mich dürstet nach eurer Liebe." (146, 3)

 364. Wie könnt ihr glauben, dass Ich den weniger liebe, der mehr leidet? Wie könnt ihr euren Schmerz als ein Zeichen dafür ansehen, dass Ich euch nicht liebe? Wenn ihr doch verstündet, dass Ich gerade aus Liebe zu euch ge­kommen bin! Habe Ich euch nicht ge­sagt, dass der Gerechte be­reits gerettet ist und dass nicht der Gesunde des Arztes bedarf? Wenn ihr euch krank fühlt und euch bei eurer Selbstprüfung im Lichte eures Gewissens als Sünder erkennt, so seid gewiss, dass ihr es seid, die zu suchen Ich gekommen bin.

 365. Wenn ihr glaubt, dass Gott zu­weilen Tränen vergossen hat, dann ist es doch gewiss nicht um derer willen gewesen, die sich seines Himmlischen Reiches er­freuen, sondern um jener willen, die verwirrt sind oder weinen. (100, 50 - 51)

 366. Mein Vaterhaus ist für euch zu­gerüstet. Wenn ihr zu ihm kommt, werdet ihr euch seiner in Wahrheit erfreuen. Wie könnte ein Vater in ei­nem königlichen Gemache leben und köstliche Speisen genießen, wenn er weiß, dass seine eigenen Kinder wie Bettler vor den Toren seines eigenen Hauses stehen? (73, 37)

 367. Lernt das Gesetz kennen, liebet das Gute, lasset die Liebe und Barm­herzigkeit zur Tat werden, gewährt eurem Geiste die heilige Freiheit, sich zu seiner Heimat zu erheben, und ihr werdet Mich lieben.

 368. Wollt ihr ein vollkommenes Vorbild dafür, wie ihr handeln und wie ihr beschaffen sein müsst, um zu Mir zu gelangen? nehmt euch Jesus zum Vorbild, liebt Mich in ihm, sucht Mich durch ihn, kommt zu Mir auf seiner göttlichen Spur.

 369. Doch sollt ihr Mich nicht in sei­ner körperlichen Gestalt oder in seinem Bilde lieben oder gar die Ausübung seiner Lehren durch Riten oder äußere Formen ersetzen, weil ihr sonst ewig in euren Verschiedenheiten, in eurer Feindschaft und eurem Fanatismus verharren werdet.

 370. Liebt Mich in Jesus, aber in sei­nem Geiste, in seiner Lehre, und ihr werdet das ewige Gesetz erfüllen; denn in Christus ist die Gerechtigkeit, die Liebe und die Weisheit zur Einheit zusammengefasst, womit Ich der Menschheit das Dasein und die All­macht seines Geistes zu erkennen gab. (1, 71 - 72)


Der Mensch und seine Bestimmung

 371. Schon seit langem haltet ihr euch nicht mehr an Mich, wisst ihr nicht mehr, was ihr in Wirklichkeit seid, weil ihr zugelassen habt, dass in eurem Wesen viele Eigenschaften, Fähigkeiten und Gaben, die euer Schöpfer in euch legte, untätig schlummern. Ihr schlaft bezüglich des Geistes und des Gewissens, und gerade in deren geistigen Eigenschaften liegt die wahre Größe des Menschen. Ihr lebt wie die Wesen, die von dieser Welt sind, weil sie in ihr entstehen und vergehen. (85, 57)

 372. Der Meister fragt euch, o ge­liebte Jünger: Was ist euer auf dieser Welt? Alles, was ihr besitzt, hat euch der Vater gegeben, damit ihr euch des­selben auf eurem Gang über die Erde bedient, solange euer Herz schlägt. Da euer Geist meiner Göttlichkeit ent­stammt, da er ein Hauch des Himmli­schen Vaters ist, da er die Inkarnation eines Atoms meines Geistes ist, da auch euer Körper nach meinen Geset­zen gestaltet wurde, und Ich ihn euch als Werkzeug eures Geistes anver­traute, gehört euch nichts, vielgeliebte Kinder. Alles Geschaffene gehört dem Vater, und Er hat euch vorübergehend zu Besitzern desselben gemacht. Erin­nert euch, dass euer materielles Leben nur ein Schritt in der Ewigkeit ist, es ist ein Lichtstrahl in der Unendlichkeit, und daher müsst ihr auf das Acht ge­ben, was ewig ist, was niemals stirbt, und das ist der Geist. (147, 8)

 373. Der Geist soll den Verstand füh­ren, und der Verstand, nur von einem nach menschlicher Größe verlangenden Herzen [Seele] geführt, soll euer Leben nicht regieren.

 374. Bedenkt: Wenn ihr euch von dem bestimmen lassen wollt, was euer Gehirn befiehlt, werdet ihr es überfor­dern und nicht über das hinausgelan­gen, was seine geringen Kräfte ihm erlauben.

 375. Ich sage euch: wenn ihr wissen wollt, warum ihr euch dazu inspiriert gefühlt habt, Gutes zu tun, und warum euer Herz von Nächstenliebe ent­flammt wird, so lasst zu, dass euer Herz und eure Verstandeskräfte vom Geiste geführt werden. Dann werdet ihr erstaunt sein angesichts der Macht eures Vaters. (286, 7)

 376. Das Richtige ist, wenn der Geist dem menschlichen Verstande [Seele] Weisheit offenbart und nicht der Verstand dem Geiste "Licht" gibt.

 377. Viele werden das, was ich euch hier sage, nicht begreifen, und zwar, weil ihr schon seit langem die Ordnung eures Lebens verkehrt habt. (295, 48)

 378. Wisset Jünger, dass die Ver­geistigung dem Gewissen ermög­licht, sich mit größerer Klarheit kund­zutun, und wer diese weise Stimme vernimmt, wird sich nicht täuschen lassen.

 379. Macht euch mit dem Gewissen vertraut, es ist eine freundschaftliche Stimme, es ist das Licht, durch das der Herr sein Licht hindurchschimmern lässt – ob als Vater, als Meister, oder als Richter. (293, 73 - 74)

 380. Seid unermüdlich beim wieder­holten Lesen meines Wortes. Es wird wie ein unsichtbarer Meißel die Auf­gabe übernehmen, die scharfen Kanten eures Charakters zu glätten, bis ihr vor­bereitet seid, euch selbst mit den schwierigsten Problemen eurer Mit­menschen zu befassen.

 381. Ihr werdet Leiden, Sühne­zwänge und Wiedergutmachungs­pflichten bei ihnen entdecken, deren Ursachen sehr verschieden sein kön­nen. Manche haben keinen besonders schwer zu begreifenden Ursprung, dagegen wird es andere geben, die ihr nur mit Intuition, durch Offen­barung und Hellsichtigkeit aufklären könnt, um eure Mitmenschen von einer schweren Last zu befreien.

 382. Diese Geistesgaben werden je­nes Wunder nur dann bewirken, wenn der, der sie betätigt, von der Liebe zu seinem Nächsten inspiriert ist. (149, 88)

 383. Weshalb sprechen die Menschen von "übernatürlich", obwohl alles in Mir und in meinem Werke natürlich ist? Sind nicht vielmehr die bösen und unvollkommenen Werke der Menschen "übernatürlich", da das Natürliche wäre, dass sie immer gut handeln wür­den in Anbetracht Dessen, aus dem sie hervorgegangen sind, und der Eigen­schaften, die sie besitzen und in sich tragen? In Mir hat alles eine einfache und tiefe Erklärung, nichts bleibt im Dunkeln.

 384. Ihr nennt all das "übernatürlich", was ihr nicht versteht oder in Geheim­nis gehüllt betrachtet. Aber sobald euer Geist durch Verdienste seine Erhebung errungen hat und das schaut und ent­deckt, was er zuvor nicht sehen konnte, wird er feststellen, dass alles in der Schöpfung natürlich ist.

 385. Wenn man der Menschheit vor einigen Jahrhunderten die Fortschritte und Entdeckungen angekündigt hätte, die der Mensch in der heutigen Zeit machen würde, so hätten selbst die Wissen­schaftler gezweifelt und solche Wunder­werke als übernatürlich be­trachtet. Doch heute, da ihr entwickelt seid und den Fortschritten der mensch­lichen Wissen­schaft Schritt für Schritt gefolgt seid, betrachtet ihr sie als na­türliche Werke, auch wenn ihr sie be­wundert. (198, 11 - 12)

 386. Ich muss euch sagen: glaubt nicht, dass der Geist den menschlichen Körper und das Leben in der Welt unbedingt braucht, um sich entwickeln zu können. Aber die Lektionen, die er in dieser Welt erhält, sind doch von großem Nutzen für seine Vervoll­kommnung.

 387. Die Materie hilft dem Geist in seiner Entwicklung, in seinen Erfah­rungen, bei seiner Sühne und in seinen Kämpfen. Dies ist die Aufgabe, die ihm zukommt, und das könnt ihr bei dieser Kundgebung meiner Göttlichkeit durch den Men­schen bestätigt finden, bei der Ich Mich seines Gehirnes be­diene und es als Empfangsgerät be­nutze, um meine Bot­schaft zu über­mitteln. Begreift, dass nicht nur der Geist für das Geistige bestimmt ist, sondern dass selbst das Kleinste inner­halb des Materiellen für geistige Ziele geschaffen worden ist.

 388. Einen Denkanstoß und einen Aufruf richte Ich an euren Geist, damit er sich über den Einfluss des Materiel­len, das ihn beherrscht, hinweg­setzt und sein Licht unter Anwendung der Gabe der Intuition dem Herzen und dem Verstande zukommen lässt.

 389. Dieses mein Licht bedeutet für euren Geist den Weg zu seiner Befrei­ung, diese meine Lehre bietet ihm die Mittel an, sich über das menschliche Leben zu erheben und Lenker all seiner Werke zu sein, Herr über seine Gefühle und nicht Sklave niederer Leiden­schaften, noch Opfer von Schwächen und Nöten. (78, 12 - 15)

 390. Wer außer Mir ist etwa im­stande, in den Geistwesen zu herrschen und ihr Schicksal zu bestimmen? Nie­mand. Wer daher versucht hat, im Verlangen nach Herr­schaft den Platz seines Herrn einzu­nehmen, schafft für sich ein Reich, das seinen Neigungen, Launen, Macht­gelüsten und Eitelkeiten entspricht – ein Reich der Materie, niederer Leiden­schaften und unedler Gefühle.

 391. Das Gewissen könnt ihr nicht unter­drücken, denn in ihm ist die voll­kommene Gerechtigkeit. Im Geist hat nur die Reinheit Macht über die edlen Gefühle, nur das Gute bewegt ihn – mit einem Wort: der Geist nährt sich nur vom Wahren und Guten. (184, 49 - 50)

 392. Da Ich alles Geschaffene auf Erden zur Erquickung des Menschen gestaltet habe, so gebraucht es immer zu eurem Wohle. Vergesst jedoch nicht, dass es in euch eine Stimme gibt, die euch auf die Grenzen hinweist, innerhalb derer ihr von all dem Gebrauch machen dürft, was euch die Natur bietet, und dieser inneren Stimme sollt ihr gehorchen.

 393. So, wie ihr für euren Körper um ein Heim, um Schutz, Unterhalt und Befriedigung bestrebt seid, um euer Dasein angenehmer zu machen, so sollt ihr auch dem Geist das gewähren, was er für sein Wohlbefinden und seine Aufwärtsentwicklung benötigt.

 394. Wenn er sich von höheren Regi­onen angezogen fühlt, wo sich sein wahres Zuhause befindet, so lasst ihn sich emporschwingen. Haltet ihn nicht gefangen, denn er sucht Mich, um sich zu nähren und zu stärken. Ich sage euch: jedes Mal, wenn ihr zulasst, dass er sich in dieser Weise befreit, wird er glücklich in seine Körperhülle zurück­kehren. (125, 30)

 395. Der Geist will leben, er trachtet nach seiner Unsterblichkeit, will sich reinwaschen und sich läutern, hat Hun­ger nach Wissen und Durst nach Liebe. Lasst ihn denken, fühlen und handeln, gewährt ihm, dass er einen Teil der Zeit, über die ihr verfügt, für sich ver­wendet, damit er sich darin kundgibt und sich an seiner Freiheit erquickt.

 396. Von allem, was ihr hier in der Welt seid, wird nach diesem Leben nur euer Geistwesen übrigbleiben. Lasst es Tugenden und Verdienste ansammeln und in sich verwahren, damit es, wenn die Stunde seiner Befreiung kommt, nicht eine "arme Seele" vor den Toren des Gelobten Landes ist. (111, 74 - 75)

 397. Ich will keine weitere Sühne oder Schmerzen für euch; Ich will, dass die Geister aller meiner Kinder so, wie die Sterne das Firmament verschönern, mit ihrem Licht mein Reich erhellen und das Herz eures Vaters mit Freude erfüllen. (171, 67)

 398. Mein Wort wird den Geist mit dem Körper [Seele] versöhnen, da schon seit langem Feindschaft zwi­schen beiden besteht, damit ihr erfahrt, dass euer Körper, den ihr als ein Hemmnis und eine Versuchung für den Entwick­lungsweg des Geistes be­trach­tet habt, das beste Werkzeug für die Er­füllung eurer Aufgaben auf Erden sein kann. (138, 51)

 399. Sorgt dafür, dass zwischen dem Geist und der Körperhülle Harmonie herrscht, damit ihr meine Weisungen mit Leichtigkeit erfüllen könnt. Macht den Körper in liebevoller Weise gefü­gig, wendet Strenge an, wenn es nötig ist. Achtet jedoch darauf, dass euch nicht Fanatismus blind macht, damit ihr dabei nicht grausam an ihm handelt. Bildet aus eurem Wesen einen einzigen Willen. (57, 65)

 400. Ich sage euch nicht nur, dass ihr euren Geist reinigen sollt, sondern auch, dass ihr euren Körper kräftigen sollt, damit die neuen Generationen, die aus euch hervorgehen, gesund sind, und ihre Geister ihren schwierigen Auftrag erfüllen können. (51, 59)

 401. Ich will, dass ihr Heime schafft, die an den Alleinigen Gott glauben – Heime, welche Tempel sind, in denen man Liebe, Geduld und Selbstverleug­nung übt.

 402. In ihnen sollt ihr Lehrer der Kinder sein, die ihr mit Zärtlichkeit und Verständnis umgeben sollt, über die ihr wachen sollt, indem ihr alle ihre Schritte mit Anteilnahme verfolgt.

 403. Schenkt eure Liebe sowohl dem, der mit Schönheit bedacht ist, als auch denen, die dem Anschein nach hässlich sind. Nicht immer ist ein schönes Ge­sicht die Widerspiegelung eines ebenso schönen Geistes. Dagegen kann sich hinter jenen Geschöpfen von scheinba­rer Hässlichkeit ein Geist voller Tu­gend verbergen, den ihr hochschätzen sollt. (142, 73)

 404. Denkt ernstlich an die Generati­onen, die nach euch kommen, denkt an eure Kinder. So, wie ihr ihnen das körperliche Sein gegeben habt, so habt ihr auch die Pflicht, ihnen geistiges Le­ben zu geben – jenes, welches Glau­ben, Tugend und Vergeistigung ist. (138, 61)

 405. Wachet über der Tugend eurer Familien und dem Frieden eurer Heime. Seht, wie selbst die Ärmsten Eigentümer dieses Schatzes sein kön­nen.

 406. Erkennet, dass die menschliche Familie eine Verkörperung der Geisti­gen Familie ist: in ihr wird der Mann zum Vater, wodurch er wirkliche Ähn­lichkeit mit seinem Himmlischen Vater hat. Die Frau mit ihrem mütterlichen Herzen voller Zärtlichkeit ist Abbild der Liebe der Göttlichen Mutter, und die Familie, die sie zusammen bilden, ist eine Verkörperung der Geistigen Familie des Schöpfers.

 407. Das Heim ist der Tempel, in dem ihr am besten lernen könnt, meine Gesetze zu erfüllen, wenn die Eltern bereit waren, an sich zu arbeiten.

 408. Das Geschick der Eltern und der Kinder ist in Mir. Doch den einen wie den andern kommt es zu, sich gegen­seitig in ihren Aufgaben und ihren Sühne­pflichten beizustehen.

 409. Wie leicht wäre das Kreuz und erträglich das Dasein, wenn alle Eltern und Kinder sich liebten! Die schwers­ten Prüfungen würden durch die Liebe und das Verständnis erleichtert. Ihre Ergebung gegenüber dem göttlichen Willen würden sie mit Frieden belohnt sehen. (199, 72 - 74)

 410. Studiert die Geistwesen, die euch umgeben, und die, welche euren Lebensweg kreuzen, damit ihr deren Tugenden schätzen lernt, die Botschaft aufnehmt, die sie euch bringen, oder ihnen das gebt, was sie von euch er­halten sollen.

 411. Warum habt ihr eure Nächsten, welche das Schicksal euch in den Weg gestellt hat, verachtet? Ihr habt ihnen die Tür eures Herzens verschlossen, ohne die Lehre zu erfahren, die sie euch bringen sollten.

 412. Oft habt ihr gerade den von euch ferngehalten, welcher eine Bot­schaft des Friedens und des Trostes für euren Geist brachte, und dann beklagt ihr euch, wenn ihr euren Kelch mit Bitternis gefüllt habt.

 413. Das Leben bringt unerwartete Veränderungen und Überraschungen mit sich, und was werdet ihr tun, wenn ihr morgen den sehnsuchtsvoll suchen müsst, den ihr heute hochmütig von euch wieset?

 414. Bedenkt, dass es möglich ist, das ihr den heute Abgewiesenen und Verachteten morgen voll Verlangen suchen müsst, aber dass es oftmals schon zu spät sein wird. (11, 26 - 30)

 415. Welch schönes Beispiel von Harmonie bietet euch der Kosmos dar! Strahlende Gestirne, die voller Leben im Raume schwingen, um die herum andere Gestirne kreisen. Ich bin das strahlende, göttliche Gestirn, das den Geistwesen Leben und Wärme gibt; doch wie wenige bewegen sich auf ihrer vorgezeichneten Bahn, und wie zahlreich sind die, die fern von ihrer Umlaufbahn kreisen!

 416. Ihr könntet Mir sagen, dass die materiellen Gestirne keine Willensfrei­heit haben, und dass andererseits ge­rade diese Freiheit die Menschen vom Wege abirren ließ. Darum sage Ich euch: wie ver­dienstvoll wird der Kampf für jeden Geist sein, da er sich trotz der Gabe der Willensfreiheit dem Gesetze der Harmonie mit seinem Schöpfer unterzu­ordnen verstand. (84, 58)

 417. Niemand, der sich Jünger dieser geistigen Lehre nennt, beschwere sich beim Vater darüber, in seinem mate­riellen Leben arm zu sein und viele der Bequemlichkeiten zu ermangeln, die andere im Überfluss haben, oder unter Mangel und Entbehrungen zu leiden. Diese Klagen werden aus der mate­riellen Natur geboren, die, wie ihr wisst, nur eine einzige Existenz hat.

 418. Euer Geist hat weder ein Recht, so zu seinem Vater zu sprechen, noch sich unzufrieden zu zeigen oder mit seinem eigenen Schicksal zu hadern, denn alle Geistwesen haben auf ihrem langen Entwicklungsweg über die Erde die ganze Stufenleiter der Erfahrungen, der Freuden und menschlichen Befriedi­gungen durchlaufen.

 419. Schon seit langem hat die Ver­geistigung der Geistwesen begonnen; dazu verhilft euch jener Schmerz und jene Armut, welche zu ertragen und zu erleiden euer Herz sich sträubt. Jedes geistige und materielle Gut hat eine Bedeutung, die ihr erkennen müsst, damit ihr weder dem einen noch dem anderen seinen Wert absprecht. (87, 26 – 27)

 420. Jeder Mensch, jedes Geschöpf hat einen zugewiesenen Platz, den er nicht aufgeben soll; doch ebenso wenig soll er den Platz einnehmen, der ihm nicht zusteht. (109, 22)

 421. Warum fürchtet ihr die Zukunft? Wollt ihr die ganze Erfahrung, die euer Geist in der Vergangenheit angesam­melt hat, ungenutzt lassen? Wollt ihr die Saat im Stich lassen, ohne die Ernte einzubringen? Nein, Jünger. Denkt daran, dass niemand seine Bestimmung abändern kann, wohl aber die Stunde seines Sieges verzögern und die Leiden vermehren, die es ohnehin auf jedem Wege gibt. (267, 14)

 422. Das Reich des Vaters ist das Erbe aller Kinder, diese Gnade kann nur durch große Verdienste des Geistes erreicht werden. Ich will, dass ihr es nicht für unmöglich anseht, die Gnade zu erlangen, die euch Mir näher bringt.

 423. Seid nicht traurig, wenn ihr in meinem Worte hört, dass ihr nur mit großen Anstrengungen und Mühen zum "Gelobten Lande" gelangt. Freut euch, denn wer sein Leben auf dieses Ziel ausrichtet, erleidet keine Enttäu­schungen, noch sieht er sich betrogen. Es wird ihm nicht so gehen wie es vielen ergeht, die nach dem Ruhm der Welt streben und ihn nach vielen Mü­hen doch nicht erreichen, oder die ihn zwar erlangen, aber bald das Leid er­fahren, ihn zerrinnen zu sehen, bis davon nichts mehr übrigbleibt. (100, 42 - 43)

 424. Ich gebe euch den Schlüssel, um die Türen zu eurer ewigen Seligkeit zu öffnen. Dieser Schlüssel ist die Liebe, welcher Barmherzigkeit, Vergebung, Verständnis, Demut und Friede ent­springt, mit denen ihr durch das Leben gehen sollt.

 425. Wie groß ist das Glück eures Geistes, wenn er Herrschaft über die Materie hat und sich am Lichte des Heiligen Geistes erfreut! (340, 56 – 57)

 426. Diese Erde, die immer eine Ernte von kranken, müden, verstörten, verwir­rten Geistwesen ins Jenseits gesandt hat oder solche mit nur gerin­ger Reife, wird Mir bald meiner Liebe würdige Früchte darbringen.

 427. Krankheit und Schmerz werden immer mehr aus eurem Leben weichen, wenn ihr ein gesundes und erhebendes Dasein führt. Wenn dann der Tod kommt, wird er euch vorbereitet finden für die Reise zur geistigen Heimat. (117, 24 - 25)

 428. Verzagt nicht, o Geistwesen, an die Ich mein Wort insbesondere richte. Bleibt beharrlich auf meinem Wege, und ihr werdet den Frieden kennen lernen. Wahrlich, Ich sage euch, ihr alle seid dazu bestimmt, die Glückse­ligkeit zu erleben. Ich wäre nicht euer Vater, wenn ihr nicht dazu geschaffen worden wäret, das Him­melreich mit Mir zu teilen.

 429. Aber vergesst nicht: damit eure Seligkeit vollkommen ist, ist es not­wendig, dass ihr Schritt für Schritt eure Verdienste einbringt, damit euer Geist sich jener göttlichen Belohnung würdig fühlt.

 430. Erkennt, dass ich euch beistehe, euch auf dem ganzen Weg begleite. Habt volles Vertrauen zu Mir, im Be­wusstsein, dass meine Aufgabe mit der euren vereint ist, und mein Schicksal mit dem euren! (272, 61)


Untugenden, Verfehlungen, Verirrungen

 431. Begreift meine Lehre, um nicht weitere Fehler in eurem Leben zu be­gehen; denn jede Kränkung, die ihr euren Mitmenschen zufügt, sei es mit Worten oder Werken, wird eine un­auslöschliche Erinnerung in eurem Gewissen sein, das euch unversöhnlich Vorhaltungen machen wird.

 432. Ich sage euch noch einmal, dass ihr alle benötigt werdet, damit sich der göttliche Plan erfüllt und das so große geistige Elend unter den Menschen ein Ende hat.

 433. Solange die Selbstsucht exis­tiert, wird auch der Schmerz existieren. Wandelt eure Gleichgültigkeit, euren Egoismus und eure Verachtung um in Liebe, in Mitgefühl, und ihr werdet erleben, wie bald der Friede zu euch kommen wird. (11, 38 - 40)

 434. Sucht euren Fortschritt inner­halb des menschlichen Lebens, doch lasst euch niemals von übermäßigem Ehrgeiz beherrschen; denn dann werdet ihr eure Freiheit verlieren, und der Materialismus wird euch versklaven. (51, 52)

 435. Ich vergebe eure Verfehlungen, aber gleichzeitig korrigiere Ich euch, damit ihr aus euren Herzen die Selbst­sucht vertreibt, weil sie eine der Schwächen ist, die den Geist am tiefs­ten herabziehen.

 436. Ich rühre euch durch das Gewis­sen an, damit ihr euch eurer Pflichten unter Geschwistern erinnert und auf eurem Wege Liebeswerke und Verge­bung sät, wie Ich es euch in der "Zweiten Zeit" lehrte. (300, 29)

 437. Heute hat euch die Kraft der Materie und der Einfluss der Welt zu Egoisten gemacht. Aber die Materie ist nicht ewig, auch nicht die Welt und ihr Einfluss, und Ich bin der geduldige Richter, dessen Gerechtigkeit Herr des Lebens und der Zeit ist. Ihr dürft nicht jene richten, die Mich leugnen, denn dann werde Ich euch für schuldiger befinden als sie.

 438. Erhob Ich etwa meine Stimme, um meine Henker zu verurteilen? Habe Ich sie nicht mit Liebe und Sanftmut ge­segnet? Wenn ihr doch verstündet, dass viele von jenen, die wegen dieses Ver­gehens zeitweilig auf der Welt in die Irre gingen, sich heute geläutert in der Geistigen Welt befinden! (54, 47 - 48)

 439. Versucht auch nicht, die verbor­genen Gefühle eurer Nächsten aufzu­decken, denn in jedem Wesen existiert ein Geheimnis, das nur Ich kennen darf. Doch wenn ihr das entdecken solltet, was – da es nur eurem Bruder ge­hört – für euch heilig sein soll, so macht es nicht bekannt, zerreißt nicht diesen Schleier, macht ihn lieber dich­ter.

 440. Wie oft habe Ich die Menschen in das Herz ihres Bruders eindringen sehen, bis sie seine moralische oder geistige Blöße entdeckt haben, um sich daran zu ergötzen und es sogleich be­kannt zu ­machen.

 441. Keiner von denen, die so das Privatleben eines Mitmenschen ent­weiht haben, soll sich wundern, wenn ihn jemand auf seinem Lebenswege bloßstellt und verspottet. Er soll dann nicht sagen, dass es die Elle der Ge­rechtigkeit ist, die ihn misst; denn es wird die Elle der Ungerechtigkeit sein, mit der er seine Mit­menschen gemes­sen hat.

 442. Achtet die andern, bedeckt mit eurem Mantel der Barmherzigkeit die Bloßgestellten und verteidigt den Schwachen gegenüber der Klatschsucht der Menschen. (44, 46 - 48)

 443. Nicht alle, die "auf Straßen und Gassen umherziehen" und von den Er­eignissen vergangener Zeiten sprechen und Prophetien auslegen oder Offen­barungen erläutern, sind meine Boten; denn viele haben jene Botschaften aus Eitelkeit, aus Verbitterung oder aus menschlichem Eigennutz missbraucht, um zu beleidigen und zu richten, um zu demütigen oder zu verletzen, und sogar um zu "töten". (116, 21)

 444. Mache dich auf, Menschheit, entdecke den Weg, entdecke den Grund für das Leben! Vereinigt euch, Volk mit Volk, liebt euch alle! Wie dünn ist die Scheidewand, die ein Heim vom anderen trennt, und dennoch - wie ferne sind ihre Bewohner einander! Und an den Grenzen eurer Länder ‑ wie viele Bedingungen werden da verlangt, damit ihr den Ausländer durchlasst! Wenn ihr dies selbst unter Menschen­brüdern tut ‑ was habt ihr dann erst bei denen gemacht, die sich in einem ande­ren Leben befinden? Ihr habt zwischen ihnen und euch einen Vorhang herab­gelassen ‑ wenn nicht den eures Ver­gessens, so doch den eurer Un­wissen­heit, welcher wie dichter Nebel ist. (167, 31)

 445. Seht ihr jene Menschen, die nur leben, um maßlosen Machthunger zu befriedigen und sich dabei über das Leben ihrer Nächsten hinwegzusetzen, ohne die Rechte zu achten, die Ich, ihr Schöpfer, ihnen gewährt habe? Erkennt ihr, wie ihre Werke nur von Neid, Hass und Habgier sprechen? Also müsst ihr gerade für sie mehr beten als für an­dere, die des Lichtes nicht so bedürftig sind.

 446. Vergebt diesen Menschen all den Schmerz, den sie euch bereiten, und helft ihnen mit euren reinen Ge­danken, zur Vernunft zu kommen. Macht den Nebel, der sie umgibt, nicht noch dichter um sie her; denn wenn sie sich einst für ihre Taten verantworten müssen, werde Ich auch die zur Ver­antwortung ziehen, die, statt für sie zu beten, ihnen mit ihren bösen Gedanken nur Finsternis zusandten. (113, 30)

 447. Erinnert euch, dass euch im Ge­setz gesagt wurde: "Du sollst keine anderen Götter neben Mir haben." Trotzdem sind es viele Götter, die der menschliche Ehrgeiz geschaffen hat, um sie anzubeten, ihnen Tribut zu zol­len und ihnen sogar das Leben zu op­fern.

 448. Begreift, dass mein Gesetz nicht überholt ist, und dass es, ohne euch bewusst zu sein, unablässig durch das Gewissen zu euch spricht; doch die Menschen sind weiterhin Heiden und Götzendiener.

 449. Sie lieben ihren Körper, schmei­cheln ihren Eitelkeiten und geben ihren Schwächen nach; sie lieben die Schätze der Erde, denen sie ihren Frieden und ihre geistige Zukunft opfern. Sie huldi­gen dem Fleisch und gelangen dabei manchmal bis zur Degeneration und finden sogar den Tod im Verlangen nach Vergnügungen.

 450. Überzeugt euch selbst, dass ihr die Dinge der Welt mehr geliebt habt als euren Vater. Wann habt ihr euch für Mich geopfert, indem ihr Mich in eu­rem Nächsten liebtet und Mir dientet? Wann opfert ihr euren Schlaf oder gefährdet ihr eure Gesundheit, um Hilfe zu leisten und die Leiden zu lin­dern, die eure Mitmenschen heimsu­chen? Und wann seid ihr bis nahe dem Tode gegangen für eines der hochher­zigen Ideale, die meine Lehre inspi­riert?

 451. Erkennet, dass der Kult, den ihr mit dem materiellen Leben treibt, für euch vor der Verehrung des geistigen Lebens kommt. Das ist der Grund, weshalb Ich euch gesagt habe, dass ihr andere Götter habt, die ihr anbetet und denen ihr mehr dient als dem wahren Gott. (118, 24 - 26)

 452. Ihr seid so an die Sünde ge­wöhnt, dass euch euer Leben als das natürlichste, normalste und zulässigste erscheint, und dennoch hat es den An­schein, als ob Sodom und Gomorrha, Babylon und Rom ihre ganze Laster­haftigkeit und Sünde auf diese Menschheit abgewälzt hätten. (275, 49)

 453. Ihr lebt heute in einer Zeit der Geistesverwirrung, in der ihr das Böse gut nennt, in der ihr dort Licht zu erbli­cken glaubt, wo Finsternis ist, in der ihr das Überflüssige dem Wesentlichen vorzieht. Aber meine immer bereite und hilfreiche Barmherzigkeit wird rechtzeitig ein­greifen, um euch zu ret­ten, und euch den lichtvollen Weg der Wahrheit zeigen – den Weg, von dem ihr euch entfernt habt. (358, 30)

 454. Um in allen Prüfungen siegen zu können, tut das, was der Meister euch gelehrt hat: wachet und betet, damit eure Augen immer wachsam sind, und ihr nicht von der Versuchung überwäl­tigt werdet. Bedenkt, dass das Böse großen Spürsinn hat, um euch zu ver­suchen, um euch zu Fall zu bringen, euch zu besiegen und sich eure Schwachheit zunutze zu machen. Seid scharfsichtig, damit ihr es zu entdecken versteht, wenn es euch auflauert. (327, 10 o.)

 455. Wahrlich, Ich sage euch, die Menschheit wird aus diesen Finsternis­sen den Weg zum Lichte finden. Doch dieser Schritt wird langsam geschehen. Was würde aus den Menschen, wenn sie in einem Augenblick alles Böse begriffen, das sie verursacht haben? Die einen würden den Verstand verlie­ren, die andern würden sich das Leben nehmen. (61, 52)


Läuterung und Vergeistigung der Menschheit

 456. Ihr habt das Gesetz vergessen und habt gewartet, bis euch die Natur­gewalten an meine Gerechtigkeit erin­nerten: Orkane, Wasserläufe, die über die Ufer treten, Erdbeben, Dürren, Überschwem­mungen sind Rufe, die euch wachrütteln und zu euch von meiner Gerechtigkeit sprechen.

 457. Welche andere Frucht kann Mir die Menschheit in dieser Zeit anbieten als die der Zwietracht und des Materi­alismus? Dieses Volk, das jahrelang meine Unter­weisung gehört hat, kann Mir ebenfalls keine wohlgefällige Ernte darbringen. (69, 54 - 55)

 458. Hört ihr nicht die Rufe der Ge­rechtigkeit? Seht ihr nicht die Natur­gewalten, wie sie einen Landstrich nach dem anderen heimsuchen? Glaubt ihr, dass – wenn ihr ein tugendhaftes Leben führtet – die Notwendigkeit bestünde, dass sich meine Gerechtig­keit in dieser Weise fühlbar macht? Wahrlich, Ich sage euch, es gäbe kei­nen Grund, euch zu läutern, wenn Ich euch rein gefunden hätte. (69, 11)

 459. Obwohl es euch gegenwärtig unmöglich erscheint, in der Menschheit Frieden zu schaffen, sage Ich euch, dass Frieden werden wird, und mehr noch: dass der Mensch in Vergeisti­gung leben wird.

 460. Viel Unheil wird die Welt vor Eintritt dieser Zeit erleiden. Aber jene Leiden werden zum Wohle der Mensch­heit sein, sowohl im Irdischen, als auch im Geistigen. Es wird wie ein "Bis hierher und nicht weiter" für den zügellosen Lauf der Übeltaten, der Selbstsucht und Genussucht der Men­schen sein.

 461. Auf diese Weise wird ein Gleichgewicht eintreten; denn die Kräfte des Bösen werden die Kräfte des Guten nicht mehr überwinden kön­nen.

 462. Diese Läuterung hat, weil sie immer das Empfindlichste und Ge­liebteste betrifft, den Anschein von Strafe, ohne es zu sein. Denn in Wirk­lichkeit ist sie ein Mittel zur Rettung der Geistwesen, die sich vom Weg entfernt oder ihn verloren haben.

 463. Wer irdisch urteilt, kann nichts Nützliches im Schmerz entdecken; wer jedoch bedenkt, dass er einen Geist besitzt, der ewig leben wird, gewinnt aus dem gleichen Schmerz Licht, Stand­haftigkeit und Erneuerung.

 464. Wenn ihr geistig denkt – wie könnt ihr dann glauben, dass der Schmerz ein Übel für die Menschheit ist, wenn er von einem Gott kommt, der ganz Liebe ist?

 465. Die Zeit vergeht, und ein Zeit­punkt wird kommen, an dem jene gro­ßen Prüfungen zu erscheinen beginnen, und selbst der letzte Rest Frieden aus der Welt entweicht, welcher nicht zu­rückkehren wird, bis die Menschheit den Weg meines Gesetzes gefunden hat und sie auf jene innere Stimme hört, die ihr unablässig sagen wird: Gott lebt! Gott ist in euch! Erkennt Ihn, fühlt Ihn, versöhnt euch mit Ihm!

 466. Dann wird sich eure Lebensfüh­rung ändern. Die Selbstsucht wird ver­schwinden, und jeder wird den andern nützlich sein. Die Menschen werden sich an meiner Gerechtigkeit inspirie­ren, um neue Gesetze zu schaffen und die Völker mit Liebe zu regieren. (232, 43 - 47)

 467. Im Materiellen werdet ihr gleichfalls die Umwandlung erleben: die Flüsse werden reich an Wasser sein, die unfruchtbaren Felder werden fruchtbar sein, die Naturkräfte werden in ihre gewohnten Bahnen zurückkeh­ren, weil zwischen dem Menschen und Gott, zwischen dem Menschen und den göttlichen Werken, zwischen dem Menschen und den vom Schöpfer des Lebens diktierten Gesetzen Harmonie herrschen wird. (352, 65)

 468. Seid unbesorgt, geliebte Zeugen. Ich kündige euch an, dass diese materi­alistische Menschheit, die so lange Zeit hindurch nur an das geglaubt hat, was sie berührt, sieht und mit ihrer be­grenzten Verstandesfähigkeit begreift, und an das, was sie mit ihrer Wissen­schaft beweist, spirituell werden wird und fähig, Mich mit ihrem geistigen Blick zu schauen und die Wahrheit zu suchen. (307, 56)

 469. Wenn ihr geistig vorbereitet wä­ret, könntet ihr in der Unendlichkeit die Scharen geistiger Wesen sehen, welche vor eurem Blicke einer unermesslich großen, weißen Wolke gleichen wür­den, und wenn sich die Sendboten oder Abgesandten von ihr lösen, würdet ihr sie wie Lichtfunken auf euch zukom­men sehen.

 470. Euer geistiger Blick ist noch nicht durchdringend, und darum muss Ich zu euch über das Jenseits sprechen, von all jenem, das ihr noch nicht zu schauen vermögt. Aber Ich sage euch, die Zeit wird kommen, in der ihr alle Seher sein werdet und euch an jenem wunderbaren Leben ergötzen werdet, das ihr derzeit von euch ferne fühlt, das aber in Wirklichkeit nahe bei euch schwingt, euch umgibt und erleuchtet, euch inspiriert und unauf­hörlich an eure Türen klopft. (71, 37 - 38)

 471. Feinfühligkeit, Ahnungsvermö­gen, Offenbarung, Prophetie, Inspira­tion, Sehertum, Heilgabe, Inneres Wort – all dies und weitere Gaben werden aus dem Geiste hervorgehen, und durch dieselben werden die Menschen bestä­tigen, dass eine neue Zeit für die Men­schen angebrochen ist.

 472. Heute zweifelt ihr daran, dass es diese Geistesgaben gibt, weil manche sie vor der Welt verheimlichen, da sie deren Meinung fürchten; morgen wird es das Natürlichste und Schönste sein, sie zu besitzen.

 473. Ich komme in dieser "Dritten Zeit" zu euch, weil ihr krank seid an Körper und Geist. Der Gesunde bedarf des Arztes nicht, noch der Gerechte der Läuterung. (80, 5 - 6)

 474. Heute benötigt ihr noch Geistli­che, Richter und Lehrer. Doch wenn eure geistige und moralische Verfas­sung erst einmal hochstehend ist, werdet ihr diese Stützen nicht mehr nötig haben, noch diese Stimmen. In jedem Menschen wird ein Richter, ein Seelsorger, ein Lehrer und ein Altar sein. (208,41)